Aufforstungs-Aktion "Astrein!"


Wir aktiv


für die Wälder!


Peter Cairns / Wild Wonders of Europe / WWF
Astrein! - Die Wälder unserer Erde!


von midori
15.05.2014
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"Der Wald muss in uns wirken, damit wir wieder zu uns finden."    Erich Hornsmann

Wälder gibt es überall auf unserer Welt. Manche sind nadelig und kalt, andere wiederrum feucht und sattgrün. Einige sind undurchdringbar, andere rascheln immerzu mit ihren Blättern. In manchen leben scheue Rehe, in anderen schleichen Jaguare. Und dennoch sind sie alle Wälder, jeder auf seine eigene Art und Weise und mit einer ganz eigenen Schönheit.

Wälder bedecken etwa ein Drittel unseres Planeten, also mehr als vier Milliarden Hektar. Sie lassen sich auf unterschiedlichste Weise kategorisieren und zuordnen. Wir wollen euch heute die drei bedeutendsten Waldregionen vorstellen: die tropischen, nemoralen und borealen Wälder unserer Erde.


Gefunden auf © diercke.de

» Tropische Wälder «

Zu den tropischen Wäldern gehört nicht nur der allseits bekannte Dschungel, sondern auch Trockenwälder. Den tropischen Wäldern kommt eine besondere Bedeutung zu, denn sie beherbergen rund 50% aller lebenden Organismenarten und das, obwohl sie gerade einmal 6% der Landfläche bedecken. Drei Viertel der tropischen Wäldern konzentrieren sich auf gerade einmal acht Staaten - Brasilien, DR Kongo, Indonesien, Peru, Guayana, Neu-Guinea, Venezuela und Kolumbien. Tropische Regenwälder besitzen ein ganzjähriges Wachstum, wobei der Boden eine wichtige Rolle spielt! Dieser ist sehr nährstoffarm, die rote Farbe deutet auf einen hohen Anteil von Eisen- und Aluminiumoxid hin. Wie können die tropischen Regenwälder aber derart dicht und hoch wachsen, wenn so wenige Nährstoffe im Boden vorhanden sind? Ganz einfach - auf dem Boden befindet sich eine dünne Humusschicht und aufgrund der hohen und beständigen Temperaturen in diesen Regionen findet das ganze Jahr über eine Zersetzung des organischen Materials statt, was den Bäumen rund um die Uhr Nährstoffe liefert.


Das Schutzgebiet Dzangha-Sangha im Kongobecken © Johannes Kirchgatter / WWF

In den Gezeitenzonen tropischer Küsten lassen sich zudem Mangrovenwälder finden. Die verschiedenen Mangrovenarten sind speziell auf ihren schwierigen Lebensraum angepasst. Bei der Wasseraufnahme durch die Wurzeln schließen einige Arten bereits das Salz aus, andere lagern es in ihren Blättern ab oder scheiden es über Salzdrüsen wieder aus. In den Kronen der Mangrovenwälder leben Reptilien, Säugetiere und Vögel. Die Wurzeln im Wasser sind Lebensraum für viele Fischarten, Muscheln und Krabben.

Zu den Trockenwäldern der tropischen Wälder gehören die Waldsysteme, in denen die Bäume während einer ausgeprägten Trockenzeit das Laub abwerfen. Dazu zählen der Savannenwald, die trockene Variante des Monsunwaldes und auch die Dornwälder.
 

 © Anthony B. Rath / WWF 


Trockenwald auf Madagaskar © Martina Lippuner / WWF


Die Eukalyptuswälder Australien zählen zu den trockenen Monsunwäldern © Global Warming Images / WWF


Savannenwald in Tansania © Edward Parker / WWF

» Nemorale Wälder «

Nemorale Wälder kommen in der gemäßigten Klimazone der Nordhalbkugel vor. Dabei handelt es sich vor allem um sommergrüne Laubwälder, die im östlichen Nordamerika, in Europa und Asien zu finden sind. In allen drei großen Regionen wurde die natürliche Fläche der Wälder auf ein Drittel bzw. ein Viertel reduziert. Die nemoralen Waldregionen sind die Hauptentwicklungszentren der heutigen globalen Industriezivilisation. Richtige nemorale Urwälder gibt es daher heute nur noch in kleinen Beständen, wie in Polen. Ihre Vegetationszeit wird durch das Klima bestimmt, im Winter werfen sie das Laub ab. In boreonemoralen Wäldern wachsen zudem auch immergrüne Nadelgewächse.


Auwald am Rhein © Mark - マルコ / flickr.com


Herbstpracht am Lake Ontario in Kanada © lukertl_007 / flickr.com


Ein Buchenwald in der Slowkai © Wild Wonders of Europe / Konrad Wothe / WWF

» Boreale Wälder «

Die borealen Wälder umfassen einen nahezu geschlossenen Gürtel in der kühlgemäßigten Zone Nordamerikas und Nordeurasiens von Skandinavien bis Kamtschatka und bestehen überwiegend aus verschiedenen Fichten-, Tannen- und Kiefernarten. Allein die borealen Wälder bilden das größte zusammenhängende Waldgebiet der Erde. Der boreale Nadelwald wird auch als Taiga bezeichnet. Die Vegetation in dieser Zone erträgt eine Kälteperiode von bis zu acht Monaten. Mit Ausnahme der Lärche behalten die Pflanzen ihre Blätter und beenden ihre Photosynthese ab minus 4°C. Ihre Wachstumszeit ist wesentlich kürzer, weshalb auch die Bäume im Schnitt bis zu 20cm kleiner sind als ihre Verwandten in den mitteleuropäischen Wäldern.


Die Taiga in Sibirien © Hartmut Jungius / WWF


Borealer Nadelwald in Alaska © Fritz Pölking / WWF

Ihr seht - Wald ist nicht gleich Wald! Jedes der Ökosysteme birgt seine eigenen Geheimnisse und Wunder. Mit unserer Aufforstungsaktion wollen wir dafür sorgen, diese wunderbaren Schätze zu erhalten. In unserem Fall den nemoralen Wald! ;o)  Kennt ihr die anderen Wälder aus eigener Erfahrung? Habt ihr sie schon mit eigenen Augen gesehen? Was ist euch aufgefallen? Was war anders, was ist gleich in Bezug auf unseren heimischen Wald?

"Glücklich der junge Mensch, der den Wald erlebt, der zur Ehrfurcht bewegt wird von der Gestaltens- und Verhaltensfülle der Schöpfung und den es drängt, an ihrer Erhaltung und Entfaltung tatkräftig mitzuwirken."    Arno Hennig

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Nächste Woche Donnerstag wird euch Lisa berichten, wozu ein gesunder und intakter Wald fähig ist und warum er für uns so lebensnotwendig ist! :o)

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Kommentare (10)
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18.05.2014
gelöschter User hat geschrieben:
Super informativer Bericht! Die Aktion muss einfach gut werden!!!
16.05.2014
david.s hat geschrieben:
Super! ich freue mich schon auf den nächsten Bericht.
16.05.2014
EmmaundEllie hat geschrieben:
danke für den tollen bericht:) hoffentlich wird das ne tolle aktion
15.05.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Vielen Dank für den tollen Bericht! Die Bilder sind wirklich klasse.
15.05.2014
buggelini hat geschrieben:
nice!
15.05.2014
Caroline14 hat geschrieben:
WOW ist wirklich super geworden;) gefällt mir wirklich sehr!
15.05.2014
Wasserjunge hat geschrieben:
Super interessanter Bericht! :) Schon krass, dass seid dem Menschen wohl etwa 80 Prozent der Wälder, der Erde vernichtet wurden...
Übrigens schönes Zitat ;)
15.05.2014
Carinaa hat geschrieben:
Toller Bericht! Alle Bilder sind echt schön, aber besonders gefallen mir die von dem Lake Ontario und der Savannenwald in Tansania :)
15.05.2014
Leatrice hat geschrieben:
Ein wirklich gelungener Waldbericht, Kompliment!
Ich mochte schon immer den borealen Wald besonders. Aber schützenswert sind wirklich ausnahmslos alle!
15.05.2014
4lexSchneegans hat geschrieben:
Vielen dank für den schönen Bericht ! Hoffentlich wird die Aktion groß... :)
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