Hinterm Horizont geht's weiter


Alpentour 2011


©  Florian Niethammer / WWF
Ein super Tag


von P
18.05.2011
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Heute war ein super Tag. Wir hatten zum ersten Mal wirklich gutes Wetter, das eigentlich eher ungewöhnlich für diese Jahreszeit ist: durchgehend blauer Himmel, höchstens ein, zwei vereinzelte Wölkchen und eine dementsprechend sehr gute Fernsicht. Perfekt für den heutigen Tagesplan: Heißluftballonfahrt + Mountainbiketour im Karwendel-Park.Beides waren wegen sportlicher Herausforderungen richtige Highlights.

Okay, die Ballonfahrt war für uns jetzt nicht so sportlich, aber dennoch wahnsinnig beeindruckend. Warum? Wir hatten Profi-Paraglider "Mad Mike Küng" an Bord - aber nur für kurze Zeit. Bei einer Höhe von knapp über 1.500m sprang er vom Rand des Korbes aus in den Abgrund. Dieser Sprung und die anschließenden Kunststücke waren richtig krass zu beobachten. Auch die Aufnahmen von Mikes Helmkamera während dieser Aktion sind der Wahnsinn, wie wir gerade festgestellt haben.

Während er also an seinem Schirm hängend sozusagen um unseren Ballon herumhüpfte, genossen wir die Aussicht von München bis weit in die Alpen hinein. Die anschließende Landung gestaltete sich etwas schwierig, aber schließlich schafften wir es, auf einer kleinen Wiese aufzusetzen.

Nach einer kurzen Wartezeit auf das Bodenteam starteten wir einen zweiten Flug - diesmal zusammen mit dem abgerichteten Steinadler "Sky", dessen Flug wir beobachten wollten.

Wieder bei ca. 1.000m angekommen, blieb der Adler erstaunlich ruhig, als er aus dem Korb geholt wurde - umgeben von unseren Kameras und dem lauten Geräusch des Brenners. Dann startete er seinen Flug und zog weite Bahnen über das ganze Gebiet. Dabei verloren wir ihn leider aus den Augen und konnten nicht mehr mitansehen, wie er im Sturzflug den Köder anpeilte, der am Boden auf ihn wartete. Aber anhand von Mikes begeisterter Beschreibung des Geschehens, konnte man sich ein recht gutes Bild davon machen.

Nach der zweiten Landung waren wir völlig begeistert von dem Erlebten und stellten fest: "Das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt!" Dann ging es zu einer kurzen Pause zurück in unsere Unterkunft, wo wir uns auf die anstehende Fahrradtour vorbereiteten.

Dazu fuhren wir mit unserem Camp-Bus ins Risstal. Genauer: In den Ort Hinterriss, wo wir am Informationszentrum des Karwendelparks starteten. Und damit begann die Tour. Begleitet von Hermann (dem Leiter des Karwendelparks), Toni und dem Fahrrad-Experten Rusty fuhren wir zu unserem ersten Zwischenziel: Dem "Großen Ahornboden". Dort bekamen wir Vier die Aufgabe, die im letzten Herbst neu eingepflanzten Bäume u.a. auf Zustand der Knospen und des schützenden Zauns zu überprüfen. Wir konnten aber nichts auffälliges feststellen, und deshalb ging es nach einer kurzen Vogelbeobachtung und dem ständigen Fotografieren der einzigartigen und wunderschönen Landschaft direkt weiter.

Der Weiterweg führte zur Binshütte, die auf 1.500m gelegen ist. Der steile Anstieg bereitete so manchem von uns Schwierigkeiten. Vor allem ich bin hier an meine Grenzen gestoßen. Zum Schluss musste ich - von Rucksack und Fahrrad befreit - den größten Teil dieser Teilstrecke zu Fuß zurücklegen.

Endlich an der Hütte angekommen, war die Aussicht erneut atemberaubend und ließ die Anstrengungen schnell vergessen. Hermann und Toni hatten hier außerdem ein Fernglas aufgebaut, durch dass wir im gegenüberliegenden Hang eine Herde Gämse beobachten konnten.

Wir kehrten nun ersteinmal ordentlich ein, bevor dann die steile Abfahrt bevorstand. Die war ein weiteres Highlight des Tages:

Der obere Teil der Abfahrt war recht steil und hatte viele enge Kurven, der Kies machte das Bremsen schwer, rechts gab es keine Begrenzung zum Abgrund. Aber als wir einmal gestartet waren, gab es kein Zurück mehr. Die Fahrt begann etwas angespannt und mit vielem Bremsen, aber schon nach kurzer Zeit konnte man besser mit dem Nervenkitzel umgehen und das letzte Stück durch den Wald und zurück ins Tal wurde im ordentlichen Downhill-Stil zurückgelegt.Der Spaßfaktor verdrängte die Angst und so sind auch hierbei einige sehenswerte Helmkamera-Aufnahmen entstanden.

Zum Schluss besichtigten wir am Informationszentrum ein kleines Museum, in dem wir einige spannende Fakten über die Geschichte, Tiere und Pflanzen im Karwendel-Park erfuhren.

Zurück in der Unterkunft ließen wir den anstrengenden Tag - der sich so langsam bemerkbar machte - ruhig ausklingen.

Doch die Aussichten auf Morgen weckten wieder einiges an Aufregung in uns. Nur so viel: Wenn das Wetter mitspielt, gehen wir wieder in die Luft ... ;)

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Kommentare (4)
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19.05.2011
Carina hat geschrieben:
Hört sich mal wieder nach einem tollen Tag an! Vor allem mit dem Adler "auf Augenhöhe" zu fliegen, war bestimmt klasse ;)
19.05.2011
HannaS hat geschrieben:
Nicht schlecht, da hab ich ja wirklich Respekt, ich weiß, wie fies sich das anfühlt mit dem Rad auf Kies abwärts, und wenn´s dann noch so steil runtergeht...
Viel Spaß wünsche ich euch noch und kommt alle unverletzt wieder!
19.05.2011
Puma hat geschrieben:
Ich hätte total Angst gehabt,dass ich den Berg runterfalle!!! :(
19.05.2011
anni95 hat geschrieben:
Wow, super Bericht, klingt nach einem sehr aufregendem Tag! Den Berg runter zu fahren stelle ich mir sehr angsteinflößend vor. Cool, dass ihr es trotzdem gemacht und geschafft habt. Respekt!
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