Das Eisfiguren-Event gestern in Berlin hat gerockt. Tausend kleine Menschen aus Eis schmolzen in der prallen Mittagssonne dahin. Damit sorgten sie in ganz Deutschland für mächtige Wirbel. Denn die Kunstaktion stand symbolisch für die Folgen des Klimawandels. Die sind laut einer neuen WWF-Studie nämlich noch schlimmer, als bisher angenommen.
In den Medien sind die Eisfiguren DAS Thema. Die Tagesschau, heute und RTL aktuell haben zur Primetime darüber berichtet. Und heute zieren die Eismenschen die Titelblätter der Süddeutschen, der Welt und des Tagesspiegels. Auch bei den Jugendlichen und Erwachsenen, die am Gendarmenmarkt direkt dabei waren, hat das Event große Begeisterung ausgelöst. Denn viele von ihnen haben Angst vor dem gefährlichen Klimawandel und wollen endlich einen Ruck in Sachen Klimapolitik.
Der WWF hatte extra eine Künstlerin aus Brasilien engagiert. In zwei Wochen stellte Néle Azevedo in mühevoller Arbeit eine Figur nach der anderen her. Sie füllte spezielle Formen mit Wasser und legte sie in Gefriertruhen. Später schnitzte Néle noch ein wenig an den Figuren herum. Gestern dann waren Passanten aufgefordert, die tausend Eisfiguren auf der Treppe vor dem Berliner Konzerthaus aufzustellen.
Große Hektik, alles musste schnell gehen. Denn die tausend Eisfiguren sollten möglichst gleichzeitig schmelzen. Die Passanten stürzten sich regelrecht auf die beiden Kühltruhen, die rechts und links von der Treppe standen. Schnell sprinteten sie dann mit den Figuren zu den Stufen. Die Leute staunten nicht schlecht, wie schnell sich die kleinen Skulpturen in der Sonne auflösten. Nach zwanzig Minuten fiel schon mal ein Eisbein ab oder kippten einige Figuren um. Nach einer halben Stunde blieb nur noch eine kleine Pfütze übrig.
Die Erwärmung in der Arktis kann noch begrenzt werden. Aber nur, wenn das Thema Klimaschutz in der Politik absolut ernst genommen wird. Denn bisher kann man davon in dem Wahlkampf zur Bundestagswahl noch nichts erkennen. Mit der Eisfiguren-Aktion hat der WWF gezeigt, wie wichtig den Menschen der Kampf gegen den gefährlichen Klimawandel ist.
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