Durchstarten für unsere Erde!


Uuuund


Action!


© Peter Jelinek / WWF
Zweites WWF-Jugend-Redaktionstreffen - Teil I


von Maide
08.12.2010
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Es war wiedermal so weit! Zum zweiten Mal durften sich die Jungredakteure der WWF-Jugend (jetzt auch endlich erkennbar durch einen zusätzlichen Button) in Frankfurt treffen! Leider konnten nicht alle unsere Redakteure dabei sein.


Aber mit am Start, um das Wochenende vom 29.10 bis zum 31.10 zusammen zu verbringen, waren: Carina, Cata, Franzi, Lea, Peter, Ulrike und ich, Maide! Und natürlich, nicht zu vergessen, unser Boss, Marcel! Zusammen verbrachten wir drei Tage voller interessanter Eindrücke in der Naturschule Hessen in einem relativ ruhigen Landschaftsschutzgebiet etwas abseits von der durchlebten, grauen City. Drei Tage vollgepackt mit Action und ruhigen Momenten, mit Natur und netten Menschen. Drei Tage, die bestimmt keiner von uns Redakteuren so leicht vergessen wird.


Ihr wollt wissen, wie es war und was wir gemacht haben? Hier teilt euch jedes unserer Mitglieder, die dabei waren, unsere Aktionen und seine Eindrücke mit. Viel Spaß beim Lesen!

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Den Anfang macht Carina, mit der ich das Vergnügen hatte, über eine Stunde wild durch ganz Frankfurt zu fahren, bis wir bemerkten, dass wir in der falschen Bahn saßen…


„Es ist schon dunkel, als Maide und ich am Abend des 29. Oktobers an der Haltestelle „Kalbach“ in Frankfurt aus der S-Bahn steigen. Suchend blicken wir uns am Bahnsteig um, als uns auch schon jemand fröhlich zuwinkt.


„Da vorne ist Marcel!“, sagt Maide und ihre Stimme verrät mir, dass sie genauso erleichtert ist wie ich, dass wir am richtigen Ort angekommen sind und unsere chaotische Fahrt mit der Frankfurter S-Bahn hinter uns liegt.


Doch noch sind wir nicht am endgültigen Ziel: die Naturschule Hessen am Frankfurter Grüngürtel. Dort werden wir zusammen mit anderen Mitgliedern der WWF Jugend Redaktion das Wochenende verbringen. Gespannt folgen Maide, Franzi (die schon früher als wir an der Haltestelle ankam) und ich Marcel, der uns über „abenteuerliche“ Wege sicher ans Ziel bringt. Die Naturschule Hessen kennen wir schon, da wir vor einigen Monaten schon einmal zwei Tage hier verbracht haben. Genau wie damals, sollen wir auch diesmal nicht nur Spaß haben, sondern auch etwas lernen. Unser Fortbildungsthema lautet bei diesem Treffen: Reportagen in Schrift, Ton und Bild.


Doch erst einmal brauchen wir etwas zu essen! Nachdem wir unsere „Mitredakteure“ Uli, Cata und Peter und die Landschaftslotsin Stephanie begrüßt haben, gehen wir deswegen direkt in das „Tower Café“. Dort schlagen wir uns die Bäuche voll und bestellen für Lea, die erst später zu uns stoßen wird, die Spezialität des Hauses: Einen vegetarischen Tower-Burger. Wer konnte schließlich wissen, dass Lea gar keinen großen Hunger hat? Als sie uns schließlich um neun Uhr erreicht, genügen ihr die Beilagen, Pommes und Salat, vollkommen. So bleibt der Burger übrig und soll uns noch das ganze Wochenende lang treu begleiten.


Mittlerweile sind wir also alle satt, träge und zufrieden und in Gedanken schon sehnsüchtig bei unseren Schlafsäcken…

Doch Stephanie und Marcel haben ganz andere Pläne mit uns.
Kaum hat Lea fertig gegessen, geht es auch schon wieder raus in die Kälte. Nur wenige Meter von dem Café entfernt steht ein alter Flugzeughangar und zu dem führt Stephanie uns mit zielstrebigen Schritten. Im Inneren stehen schon lange keine Flugzeuge mehr: Als wir eintreten fällt unser Blick auf ein paar Werkbenke, eine große Treppe, die nirgends hinführt und an ein Requisit für ein Bühnenbild erinnert, und auf eine Sitzgruppe, deren besonderer Hingucker ein geflügelte Sofa ist.


Größtenteils ist der Raum jedoch leer und das ist auch gut so, denn für Stephanies Übungen brauchen wir jede Menge Platz! Zunächst stellen wir uns alle in einem Kreis auf und jeder soll eine beliebige Bewegung vorgeben, die die anderen nachmachen. Das hört sich unspektakulär an, doch es ist gar nicht so einfach und kostet auch etwas Überwindung, um einfach irgendwelche Bewegungen zu machen. In dem Stil geht es weiter und schon bald laufen wir alle in Paaren kreuz und quer durch die Halle, wobei immer einer dem anderen wie ein Spiegelbild folgen muss. Die Müdigkeit ist bald vergessen und mit ihr die Scheu. Es wird herumgealbert und gelacht, einige sind aber auch völlig vertieft und hochkonzentriert. Eine Frage allerdings bleibt: Wie soll uns das mit unseren Reportagen helfen?


Stephanie weiß, wie wichtig das Auftreten vor der Kamera ist, wenn man eine Reportage spricht. Natürlich muss man zunächst einmal die richtigen Worte zu finden, doch die Bewegungen und die Körperhaltung sind auch unglaublich wichtig. „Vielen Bewegungen, die wir machen, sind wir uns gar nicht bewusst“, erklärt Stephanie. „Mal kratzt man sich an der Nase, im nächsten Moment streicht man sich die Haare hinters Ohr… diese Gesten werden Schattenbewegungen genannt und sie können ungeheuer viel über die Persönlichkeit oder das Befinden einer Person verraten.“


Unser Befinden schlägt nach einiger Zeit allerdings doch mehr und mehr in Richtung Müdigkeit um. Darum gehen wir nach Beendigung unserer Bewegungsübungen auch auf direktem Weg zurück in das sogenannte „Grüne Klassenzimmer“, wo wir uns in unsere Schlafsäcke mummeln und uns unseren wohlverdienten Schlaf gönnen.“
 

Sich den Chaos vom Abend auszuschlafen, ist zwar ziemlich entspannend, aber am darauffolgenden Morgen geht es ran an den Speck:

Nach einem ausgiebigen Frühstück, zu dem ich völlig zu spät kam, begann also die Arbeit… Uli berichtet:


Vorher aber noch ein Bild von unserem Frühstückstisch. Man beachte Lea's Towerburger vom Vortag :)

„Aber wir sind schließlich nicht nur zum Vergnügen hier! Während wir uns in der Naturschule versammeln, bereitet Marcel schon eifrig seine Powerpointpräsentation für uns vor. Die nächste Stunde verbringen wir mit Ausführungen zur Darstellungsform der Reportage. Was ist eine Reportage? Was sind ihre Besonderheiten? Wie wird sie geschrieben? Gespannt folgen wir Marcels Vortrag und nach der Theorie steht auch schon eine kleine Praxiseinheit an. Marcel präsentiert uns kurz eine Bilderreihe zu der wir dann aus dem Stehgreif sprechen sollen. Franzi entführt uns auf einen Marktplatz, auf dem frische exotische Früchte und bunte BHs angepriesen werden. Peter spaziert mit uns durch einen wunderschönen Laubwald, in dem wir Eisvogel und Kohlmeise beobachten können, als plötzlich ein Elch auf die Lichtung tritt. Ulis Reise nach Dzanga-Sangha hat einen eher tragischen Hintergrund. Wir begleiten ausgebildete Ranger und ihrer Suche nach Wilderern und entdecken einen toten Waldelefanten, dem die Stoßzähne entfernt worden. Ein trauriges Bild. Wir sind entsetzt. Carina bricht die betrübte Stimmung, indem sie uns Einblick in die Klimakonferenz von Kopenhagen gewährt. Bunt bemalte und motivierte Demonstranten recken ihre Banner in die Höhe und verkünden lautstark ihre Rufe.


Marcel ist begeistert! Wir diskutieren noch angeregt in unserer Runde und löchern Marcel mit Fragen. Schließlich ist es unser Ziel nur noch ganz tolle Reportagen für euch zu schreiben! ;o) "

Tja, und das werden wir hoffentlich auch ganz bald machen ;)
Nach diesem eigentlich ziemlich entspannenden Training heißt es aber: Raus ins Grüne! Wenn wir schon in einem Landschutzgebiet sind, muss das ausgekostet werden. Was wir alles dort erlebt haben, erzählt euch Cata:

„Es ist ein kontrastreiches Bild, wenn man durch die seichten Wiesen des alten Flughafens in Frankfurt läuft. Von weitem hört man die Autos auf der Autobahn, dessen Geräusch sich mit Vogelgezwitscher des Rotkehlchens, der Amsel und der Schwarzmeise mischt. Man sieht eine harte, lange und dunkle Lande- und Startbahn neben einer riesengroßen Wiese, auf der die Hunde rumtollen können, auf einem Holzstab sitzt ein Turmfalke. Dieses gegensätzliche Bild lädt zum Suchen nach weiteren Kontrasten ein, wie zum Beispiel ein grauer, metallener Stab mitten im Gras. Im Hintergrund sieht man große, graue Hochhäuser. Ein Zeichen dafür, dass die Frankfurter Wohngebiete immer näher an dieses grüne Fleckchen Natur rücken. Dies ist ein weiterer Gegensatz, der einem nicht in die Vorstellung eines Landschaftschutzgebietes passen will. Doch hier auf dem alten Flugplatz Frankfurt ist die Natur sich selber überlassen. Teilweise wurde der alte Beton zerbrochen und man hat die Natur entscheiden lassen, welche Baumarten sie dort pflanzen möchte. Inzwischen erkennt man die Betonreste kaum mehr. Die Natur hat die freie Fläche voller zerbröseltem Beton übernommen, und sich ausgebreitet.
 

Genau so ist es von der Naturschule Hessen, die den alten Flughafen der Natur zurückgeschenkt hat, vorgesehen, wie uns Torsten erzählt. Er führt uns über das Gelände und hat uns auch die Aufgabe gegeben nach Gegensätzen zu suchen. Und diese findet man reichlich. Wir gehen über eine kleine Brücke, von der man eine schöne Sicht auf den ruhigen Seitenarm der Nidda hat. Doch diese türkisfarbene Brücke gibt ein komisches Bild ab in unserer Naturidylle. Auch dass auf dem einen Teil des Flughafengeländes die Hunde frei rumlaufen dürfen und man ihre Bälle finden kann gibt einem Rätsel auf. Sollen nicht die Vögel in Ruhe brüten können?


Etwas weiter ist ein erneut Gegensatz zu bemerken:
Dort stehen zwei kleine Bäume mitten im Gras. Sie sind noch ganz am Anfang ihres Wachstums. Der eine von beiden wird gestützt, der andere darf frei wachsen. Hier wird der Zwiespalt deutlich, der zwischen unserem kultivierenden Leben und der Natur aufkommt. Doch man kann hier auch sehen, dass die Natur uns verzeiht, und an alten Stellen wieder neues Leben pflanzt.“
 

Nach dieser ruhigen Führung durch das belebte Grün brauchten wir nun aber ein bisschen Action. Eine Floßfahrt auf der Nidder kommt da doch wie gerufen!Mehr dazu morgen im zweiten Teil ;)


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Kommentare (13)
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13.12.2010
midori hat geschrieben:
@MarcelB. Dauert sicher noch ein wenig, aber morgen ist ja Redaktionskonferenz. Eventuell können wir da schon ein wenig in die Zukunft planen :D
12.12.2010
Maide hat geschrieben:
...ich glaub, dass will keiner wissen. der ist bestimmt von maden zerfressen, mit pelzigem schimmel überzogen und dient als nahrungsquelle für diverse, riesige, behaarte spinnen...
wer DEN isst, kriegt von mir 10?
10.12.2010
Bienenkoenigin hat geschrieben:
das war schon echt ein lustige Wochende =)... was ist eig aus meinem arem burger geworden?
09.12.2010
MarcelB hat geschrieben:
ohman war wohl n spitzen week end, ich will auch mal :) wann ist das nächste treffen?: P
09.12.2010
Maide hat geschrieben:
@Cata Ein paar schon. sobald ich IRGENDWAS, sei es nur ein wort, in diesen Bericht hinzufüge, stürzt der server ab. ich bin grad nach hause gekommen, ich versuchs jetzt nochmal ;)
09.12.2010
Cata hat geschrieben:
maide hast du die bilder nicht mehr reinbekommen?
09.12.2010
midori hat geschrieben:
"Jetzt haltet doch mal die Reihenfolge ein! Wer ist überhaupt dran? Peter, du bist doch schon tot!" :D :D :D
09.12.2010
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Sowas lese ich doch immer direkt!!! :)
08.12.2010
annelie hat geschrieben:
bis jetzt hört es sich aber nach einem echt lustigen wochenende an :D
08.12.2010
Maide hat geschrieben:
Noch nicht lesen, Leuddee, es ist noch nicht fertig xD Ich dachte mir, am Mittwoch Abend ist eh keiner online, um das zu lesen. Wie sehr man sich irren kann
08.12.2010
Marcel hat geschrieben:
"So bleibt der Burger übrig und soll uns noch das ganze Wochenende lang treu begleiten." :D Oh Mann, da kommen wieder die ganzen witzigen Dinge in Erinnerung... :) Das Wochenende war einfach klasse mit Euch! Die WWF Jugend hat wirklich eine Top-Redaktion! Freu mich schon auf die Fortsetzung :)
08.12.2010
Maide hat geschrieben:
Moment!! da kommt noch was :)) Musste es spliten, weils sonst nicht funktioniert hat! :D
08.12.2010
midori hat geschrieben:
niiiiice! *thumbs up* :D
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