Durchstarten für unsere Erde!


Uuuund


Action!


© Peter Jelinek / WWF
WWF Jugend Treffen in Leipzig am 27.6.


von FranziL
10.07.2015
5
12
100 P

Dieser Bericht wurde von Jenni (JenniNightnight) verfasst, die ihn jedoch auf Grund einiger technischer Probleme nicht online stellen konnte.

Wie wir einen berühmten Schauspieler trafen und tatkräftig die Leipziger Flüsse unsicher machten.

Eine Picknick-Decke voller leckerem Essen, schönes, sonniges Wetter, einen Superstar und eine Kanutour durch noch nicht entdeckte Waldregionen von Leipzig. Mehr braucht man nicht für einen perfekten Tag. Wenn man diesen Tag dann noch nicht allein, sondern mit anderen leicht verrückten, aber super netten Leuten (Felix - Felix_der_Blaue, Franzi - Schilffeder, Tina - Tina271, Laura - travelhummel) erlebt, dann entsteht ein Tag, den man nicht so schnell vergisst.

Nach wochenlanger Planung war er endlich da, das Erste WWF-Jugend Treffen aus Sachsen.
Am Samstag, den 27 Juni machten wir uns alle aus verschiedenen Himmelsrichtungen, von Fern und Nah, auf nach Leipzig. Ich bin mir sicher, dass jeder ein bisschen aufgeregt war, da es doch ein ganz anderes Gefühl ist, die Leute persönlich kennenzulernen, als nur in der Community mit ihnen zu schreiben. Wenn ich ehrlich sein soll, war ich auch sehr aufgeregt. Was, wenn die Anderen mich nicht mögen, oder wenn ich sie nicht mag? Diese Fragen stellte ich mir die ganze Zeit, als ich am Leipziger Hauptbahnhof wartete. Doch meine Angst war wie weggeblasen, als die Anderen nach und nach eintrudelten. Als Erstes kamen Laura, die erst vor zwei Wochen auf der Leipziger Ökofete auf uns aufmerksam wurde und Franzi. Wir verstanden uns von Anfang an super, es gab nie auch nur den Anflug von Unbehagen, da ich Franzi auch schon von früheren Aktionen kannte. Wir drei hatten die Idee, die WWF-Jugend Fahne, die wir ebenfalls noch als Überbleibsel der Ökofete hatten, als Erkennungszeichen für die Anderen, aufzuhängen, was mit Kopfhörern und etwas Spucke auch sehr gut klappte, bis ein netter Polizist kam, und uns daran erinnerte, dass campen am Hauptbahnhof nicht erlaubt sei. In Zwischenzeit waren auch die beiden Anderen, Felix und Tina da und wir berieten den weiteren Ablauf. Plötzlich waren alle in großer Aufregung, als ein richtiger Star und Schauspieler an uns vorbei lief, Felix erkannte ihn sofort als Jan Joseph Liefers, der unter Anderem im Tatort einen etwas merkwürdigen Gerichtsmediziner spielt und es entstanden ein paar sehr schöne Bilder mit den Beiden.


Nach einem kurzen Einkaufstrip, indem die Energiereserven für den weiteren, sehr sportlichen Tagesablauf gesichert wurden, ging es dann, von leichtem Nieselregen begleitet, auf Richtung Clara Zetkin Park. Dort angekommen ließen wir uns, an einem schönen, ruhigen Plätzchen am Fluss, weiße Elster, nieder. Der Regen hatte bis dahin aufgehört und es wurden sogar ein paar sonnige Stellen am Himmel sichtbar. Wir packten unsere Picknick-Decke und das Essen aus und lernten uns bei Bananen und Baguette mit Frischkäse etwas besser kennen.


Die Natur zeigte sich in ihrer facettenreichen Artenvielfalt. Wir sahen junge Enten, die sich später als Teichhuhn-Küken herausstellten, die ihre Umgebung erkundeten, geschützt von Mama, Eichhörnchen, die sich mutig einem großen Goldenen Retriever entgegenstellten, und einen Bären, der auf einem Ball rumtollte.

Sie alle stellten uns ihre Zeit, für ein kurzes Fotoshooting zu Verfügung und so entstanden diese wunderschönen Bilder. Leider konnten wir diese Momente nicht allzu lange genießen, da wir einen straffen Terminplan hatten und um 15:30 Uhr bei der Kanuausleihe sein mussten. Wir teilten uns in ein 3er und ein 2er Kanu auf und sofort ging es los.


Eine gute Stunde paddeln später, wobei wir alle erst einmal ein riesiges Problem mit dem geradeaus fahren hatten, kam es zum schwersten Teil des Tages. Die Kanus mussten aus dem Fluss (Elsterflussbett) raus, 100 Meter weit getragen und an einem anderen Fluss (Karl-Heine-Kanal) wieder ins Wasser gelassen werden. Niemand hat uns vorher gesagt, dass Kanus so verdammt schwer sind, vor allem wenn sie vollbeladen und nass waren. Doch auch dass war irgendwann geschafft. Glücklich ließen wir die Kanus ins Wasser, setzten uns rein und...
... wurden mit der Strömung zu einem der vielen Sandbänke getrieben wo wir Erstmal auf Grund liefen und uns keinen Millimeter vom Fleck bewegten, egal wie sehr wir paddelten. Felix und ich schafften es dann doch, das Boot loszubekommen und trieben langsam und gemütlich weiter. Das andere Kanu, besetzt mit Franzi, Tina und Laura hatte nicht so viel Glück. Sie drehten sich quer zur Strömung oder trieben kurzzeitig sogar rückwerts...
Hier muss ich erst Einmal meine Hochachtung vor den Dreien aussprechen, dass sie es aus dieser missligen, für uns und den umstehenden Passanten aber sehr lustigen Situation, ohne zu kentern oder Verletzungen davon zu tragen, raus geschafft haben. Dann endlich haben auch sie das Kanu drehen können und wir konnten uns alle gemütlich von der Strömung treiben lassen.
Ich hätte nie gedacht, dass Leipzig so schöne Ecken hat. Wir haben uns wie im Amazonas auf einer Erkundungstour gefühlt und auf den Moment gewartet, bis der Erste Amazonasalligator unseren Weg kreuzt. Dies passierte dann leider doch nicht, dafür trafen wir Nutrias, eine aus Südamerika stammende und in Mitteleuropa eingebürgerte Nagetierart, die Nester bauten.

Unterwegs planten wir auch unsere weiteren Aktionen und unser nächstes Treffen, dass aber, da es doch sehr kalt war, nächstes Mal in einer warmen Sauna mit Bowlingbahn stattfinden soll. (Wer so eine Sauna kennt, Adresse bitte an mich :-))

Gegen 19 Uhr waren wir dann wieder am Ausgangspunkt angekommen, vollkommen nass aber glücklich und bereit für den Rückweg. Am Ende des Tages waren wir uns alle sicher, dass es nicht das letzte Treffen war und dass wir, obwohl wir nur eine kleine Truppe sind, viele Aktionen auf die Beine stellen können und auch werden. Ich freue mich schon.
Liebe Grüße: Jenny

PS: Paddeln macht echt Spaß, wenn nicht die verdammten Muskelkater hinterher wären. AUAAA...

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Kommentare (5)
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23.07.2015
Tina271 hat geschrieben:
Toller Bericht, Jenni!
13.07.2015
Felix_der_Blaue hat geschrieben:
Super Bericht! Mir hat es mit euch auch sehr viel Spaß gemacht, und sicherlich können wir auch einige dem Naturschutz dienende Aktionen auf die Beine stellen! :)
10.07.2015
JenniNightnight hat geschrieben:
Jahuuu, der Bericht ist online und echt super geworden.
Danke noch einmal Franzi, dass du den ihn übernommen hast
10.07.2015
midori hat geschrieben:
"... bis ein netter Polizist kam, und uns daran erinnerte, dass campen am Hauptbahnhof nicht erlaubt sei." Haha! Sehr cool! :D

Euer Tag klingt wirklich fantastisch! Beim nächsten oder übernächsten Mal bin ich sehr gern dabei! :o) Und ein Glück, dass euch der Fluss wieder hat gehen lassen..! ;o)
10.07.2015
FranziL hat geschrieben:
Das Bild von dem Nutria fehlt leider, aber ich hab's partout nicht geschafft mein Tastenhandy mit dem Computer zu verbinden (wenn jemand weiß wie das geht, dann lasst es mich bitte wissen, damit ich das Bild nachträglich einfügen kann).
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