Durchstarten für unsere Erde!


Uuuund


Action!


© Peter Jelinek / WWF
Was passiert mit deinem Geld? Erfolge des WWF in 2013


von Marcel
13.01.2014
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Unglaublich, aber wahr! Du kannst mit drei Euro im Monat am anderen Ende der Welt Tiere und Pflanzen retten! Ohne die Mitgliedsbeiträge und Spenden der WWF-Förderer wären diese Erfolge nicht möglich gewesen - Erfolge, die uns ermutigen, noch mehr Veränderungen anzustreben! Doch dafür brauchen wir weiter jede mögliche Unterstützung! Jede Spende wirkt - hier kommt der Beweis:

Das Problem der Wilderei endlich auf politischer Agenda: Das globale Wilderei-Problem ist weit davon entfernt, gelöst zu sein. Doch erste politische und diplomatische Erfolge der WWF-Kampagne gegen Wilderei und illegalen Wildtier-Handel zeichnen sich ab: Als Reaktion auf öffentlichen Druck versprach die thailändische Premierministerin auf der CITES-Vertragsstaatenkonferenz im März in Bangkok eine Gesetzesreform zum Verbot des Elfenbeinhandels in Thailand. Das Land bietet derzeit eines der größten Schlupflöcher für den internationalen Elfenbeinschmuggel. Mit Unterstützung des Staatspräsidenten Gabuns und des Präsidenten der Afrikanischen Entwicklungsbank sowie unter Beteiligung des WWF wurde die Marrakesch-Deklaration verabschiedet, die konkrete Maßnahmen enthält, um Wilderei und Artenschmuggel in Afrika und Asien zu bekämpfen. So konnte bereits der Schutz der Nationalparks im südlichen und östlichen sowie in Zentralafrika durch zusätzliche Ranger verbessert werden.

Zuwachs für Amur-Leoparden: Seit 2008 hat sich die Zahl der seltenen Amur-Leoparden im russischen Fernen Osten um gut 50 Prozent auf etwa 50 Tiere erhöht - ein wichtiger Erfolg bei den niedrigen Bestandszahlen dieser bedrohten Art. Diese Entwicklung ist unter anderem zurückzuführen auf verbesserten Schutz, wie im Leopardovy-Nationalpark in der Provinz Primorje, der auf WWF-Betreiben eingerichtet wurde. Im Oktober trafen sich dort hochrangige russische Regierungsvertreter - mit der Order von Präsident Putin - zu umfassenden Zusagen für den Schutz des Waldes, der Amur-Tiger und der Amur-Leoparden. Unter anderem will nun die russische Regierung die Bikin-Region, ein WWF-Projektgebiet, als Nationalpark ausweisen und so die Anerkennung als UNESCO-Welterbe erreichen. Grünes Licht gab die russische Regierung zudem für ein Leoparden-Auswilderungsprojekt im Lazovskiy-Reservat zur Etablierung einer zweiten Leoparden-Population in Primorje.

Rückkehr der Großen Säuger im Kaukasus: In über 20 Jahren Naturschutzarbeit des WWF im Kaukasus konnten in der Ökoregion mehr als 900.000 Hektar Schutzgebiete ausgewiesen werden, die meisten mit direkter Beteiligung des WWF. Die Wilderei wurde in vielen Regionen effizient bekämpft. Somit wurde die Grundvoraussetzung für die Rückkehr regional ausgestorbener Wildtiere geschaffen. 2013 konnte der WWF beispielsweise die ersten 30 Kropfgazellen im georgisch-aserbaidschanischen Grenzgebiet aussetzen und zehn Wisente wurden in das russische Teberdinsky-Reservat gebracht, wo sie auf die Auswilderung vorbereitet werden.

Saola-Waldrind wiederentdeckt: Das seltene Saola-Waldrind wurde 1992 entdeckt und seit 14 Jahren nicht mehr in der Wildnis nachgewiesen. Entsprechend euphorisch war die Reaktion, als eine Fotofalle des WWF im September ein Tier in der Grenzregion zwischen Laos und Vietnam fotografierte. Bis heute ist kaum etwas über die Lebensweise des Saola oder die Zahl der noch existierenden Individuen bekannt. Die Wiederentdeckung ist ein positives Signal für die Zukunft der vom Aussterben bedrohten Art und ein Indiz dafür, dass sich die langjährige Arbeit des WWF in dieser Region auszahlt.

Weltnaturerbe Dzanga-Sangha vor Übergriffen verteidigt: Durch schnelle Reaktion und beherztes Eingreifen konnte der WWF das Schlimmste verhindern. In der Zentralafrikanischen Republik töteten schwerbewaffnete Wilderer im Schutzgebiet Dzanga-Sangha innerhalb weniger Tage 26 Elefanten, konnten dann aber nach intensiven Protesten und politischer Einflussnahme des WWF und trotz bürgerkriegsartiger Zustände im Land dauerhaft aus dem Gebiet gedrängt werden. Ein unausweichlich scheinendes Massaker an Hunderten weiterer Elefanten konnten wir so vereiteln und die Kontrolle über den Park wiederherstellen.

Namibias Geschenk an die Erde - eine Naturschutzfläche von der Größe Deutschlands: Namibia erhielt die höchste Auszeichnung des WWF, das "Geschenk an die Erde", für hervorragende Erfolge im Naturschutz. Seit 1996 wurden insgesamt 79 Gemeindeschutzgebiete gemeinsam mit dem WWF und anderen Partnern eingerichtet. Dies entspricht knapp 20 Prozent der Landesfläche, sodass nun insgesamt 42 Prozent Namibias unter Naturschutz stehen, was der Größe Deutschlands entspricht. Eine Erfolgsgeschichte, die 1996 mit einer bahnbrechenden Gesetzgebung begann, die den Gemeinden ermöglicht, aus nachhaltiger Ressourcennutzung Einkommen zu erzielen, was gleichzeitig Natur und Wildtiere schützt. So haben die Gemeinden bis heute umgerechnet mehr als 24 Millionen Euro durch Ökotourismus erwirtschaftet, die Wilderei ist drastisch zurückgegangen und die Wildtierbestände erreichen wieder neue Höchstzahlen in Namibia.

Positive Zwischenbilanz - Mangrovenschutz im Senegal: Mangrovenwälder sind von zentraler Bedeutung für den Schutz der Biodiversität im Meeres- und Küstenbereich sowie als Schutz vor schweren Stürmen infolge des Klimawandels. Noch immer werden Mangroven weltweit massiv abgeholzt, um Fischfarmen anzulegen, Straßendämme und Hotels am Strand zu bauen oder zur Herstellung von Holzkohle. Der Schaden für die Natur und die lokale Bevölkerung ist immens. Der WWF war daran beteiligt, ein Umdenken zu bewirken: In vielen Küstenregionen engagieren sich die Menschen für eine nachhaltige Nutzung und forsten bereits verloren gegangene Mangroven mit großem Engagement wieder auf. Im WWF-Mangrovenprojekt im Senegal wurden bisher über 400 Hektar Mangroven aufgeforstet, davon allein 300 Hektar im vergangenen Jahr. Bis 2015 sollen es insgesamt 1000 Hektar sein. Zusätzlich wird das Dreifache dieser Fläche von der lokalen Bevölkerung nachhaltig gemanagt und dadurch erhalten.

Etappensieg im Kampf gegen Ölförderung im Virunga-Nationalpark: Ein wichtiger Erfolg konnte für Virunga, den ältesten Nationalpark Afrikas, im Kampf gegen die dort geplanten Ölbohrungen errungen werden. Der französische Ölkonzern Total, der eine große, mit dem Park überlappende Ölkonzession besitzt, hat sich nach massiven, weltweiten Protesten des WWF verpflichtet, nicht innerhalb des Parks nach Öl zu suchen. Als weiteren Schritt konzentriert sich der WWF darauf, die englische Firma Soco, die ebenfalls eine Konzession besitzt, zu einer vergleichbaren Zusage zu bringen. Über 500.000 Menschen haben die Protest-Petition an Soco unterzeichnet. Zahlreiche Regierungen, darunter die deutsche, unterstützen den WWF aktiv beim Kampf für den Schutz von Afrikas artenreichstem und für seine Berggorillas berühmtem Park.


Neues EU-Fischereigesetz ist eine kleine Revolution: Am 10. Dezember wurde das neue Fischereigesetz verabschiedet. Erstmals hat die EU die Gefahr der jahrzehntelangen Überfischung erkannt und Lösungen für nachhaltigen Fischfang entwickelt. Der WWF hat sich hier stark eingesetzt, ein Umdenken bei den Politikern zu bewirken. Nach mehrjährigen, harten politischen Verhandlungen wurde ein Rückwurfverbot von unerwünschtem Beifang beschlossen. Auch das Nachhaltigkeitsziel wurde im Gesetz verankert, sodass ab 2020 nur noch so viel gefischt werden darf, wie nachwachsen kann. Dies sollen unter anderem Bewirtschaftungspläne sicherstellen. Bisher verhandelten die EU-Mitgliedsstaaten jährlich und hinter verschlossenen Türen über die Fangquoten. Zudem müssen sich die EU-Fischer auch außerhalb der EU-Gewässer an die neuen Regeln halten. Ergänzend sollen mehr Subventionen für Forschung und bessere Kontrollen fließen, statt für den Flottenausbau. Illegale Fischerei soll stärker geahndet werden.

Der Nordschwarzwald wird Nationalpark: Es wird einen neuen Nationalpark in Deutschland geben. Im November hat der baden-württembergische Landtag den Gesetzentwurf zum Nationalpark Schwarzwald beschlossen. Dieser großartige Erfolg für den Naturschutz in Deutschland ist nicht zuletzt der Unterstützung des WWF auf politischer Ebene zu verdanken. Wichtige Lebensräume und Arten werden sich auf 10.000 Hektar nahezu ungestört entwickeln können. Gegner und Befürworter des Nationalparks Schwarzwald haben zwei Jahre miteinander gerungen. Mit dem Nationalpark Schwarzwald gibt es in Deutschland 15 Gebiete mit diesem Schutzstatus.

Zwei Bundesländer bekennen sich zum Klimaschutz: Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, die als Industriestandorte von besonderer Bedeutung sind, verankern Klimaschutzziele gesetzlich und verpflichten sich zum effektiven Klimaschutz. Damit verdeutlichen sie, dass Klimaschutz machbar ist - auch und gerade bei positiver wirtschaftlicher Entwicklung an einem starken Industriestandort. Der WWF Deutschland ist am Klimaschutzplan Nordrhein-Westfalen beteiligt.

Besserer Schutz für Haie: Bei der 16. Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES im März 2013 in Bangkok wurden historische Erfolge in der Regulierung der Nutzung bedrohter Arten erzielt. Fünf bedrohte Haiarten und beide Arten Mantarochen werden künftig stärker geschützt und dürfen nur noch unter strikten Auflagen international gehandelt werden. Bahnbrechend waren auch die Entscheidungen zum Schutz tropischer Rosen- und Ebenhölzer. So dürfen die Rosen- und Ebenholzarten Madagaskars, die alle stark durch unkontrollierte Abholzung bedroht sind, nur noch unter strengen Auflagen international gehandelt werden.


Du siehst, wir können viel bewirken! Bist du schon Mitglied? Wenn auch du solche Veränderungen in der Welt möglich machen willst, dann werde jetzt Teil der WWF Jugend - und hole am besten auch gleich deine Freunde mit dazu.

Wir vom WWF danken allen Mitgliedern, die uns in der Vergangenheit unterstützt haben, sowie allen, die uns in Zukunft unterstützen wollen. Ohne eure Hilfe wäre unsere Arbeit nicht möglich.


Fotos: © Sittichai Jittatad / WWF; © naturepl.com / Lynn M. Stone / WWF-Canon; © Elena Smirnova / WWF-Russia; © David Hulse / WWF-Canon; © WWF-Canon / Carlos Drews; © Martin Harvey / WWF-Canon; © U. Johannsen / WWF; © naturepl.com / Andy Rouse / WWF-Canon; © European Union 2013; © Wild Wonders of Europe / Erlend Haarberg / WWF; © iStock / Getty Images; © David Fleetham / WWF-Canon / naturepl.com

 

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Kommentare (16)
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Sortieren nach Aktualität:
22.01.2014
Nina1505 hat geschrieben:
Das ist echt beeindruckend! Ich freu mich, das so viele Ziele erreicht worden und hoffe, das 2014 noch besser wird!
18.01.2014
Maikaefer hat geschrieben:
Vielen Dank für den tollen Bericht. Ich freue mich total, dass so viel erreicht werden konnte und hoffe, dass das Neue Jahr auch so erfolgreich wird! :)
17.01.2014
Tigerlein hat geschrieben:
super! Erst einmal vielen Dank für den Artikel!
Total schön, das mal "hautnah" zu sehen, wo das Geld hinfließt.

2014 wird super! :)
17.01.2014
Makanie hat geschrieben:
Ein Ziel zu haben ist das Eine.
Es zu erreichen ist das Andere.
Fantastisch!!!
15.01.2014
Pandafreundin hat geschrieben:
Alle Daumen nach oben!
Es freut mich wirklich das zu hören!
Auf ein weiteres erfolgreiches Jahr!
:))
15.01.2014
Sandsturm hat geschrieben:
Es ist immer schön zu hören, dass der WWF Ziele mit unserer Unterstützung erreicht hat.
Besonders freut es mich immer, wenn sich Tierbestände erholen oder wiederauftauchen.
14.01.2014
RichardParker hat geschrieben:
Wow, ich bin so stolz!!! Was der WWF alles in einem Jahr auf die Beine gestellt hat!! Ich einfach nur stolz zu so vielen wichtigen Erfolgen beizutragen! Und natürlich auf alle die hier in der Community so engagiert dabei sind :D Und wie Marcel immer so schön sagt,der WWf ist das Beste, was mir in meinem Leben passieren konnte! :)
14.01.2014
vince hat geschrieben:
Find ich auch super, mal zu wissen wo genau das Geld hinfließt bzw. wie es weiterhilft. Der WWF ist auch die einzige Organisation, der ich persönlich vertraue.
14.01.2014
LSternus hat geschrieben:
Toll; es ist schön zu wissen was mit dem Geld passiert was man spendet und es freut mich das damit so viel unterstützt wird.
14.01.2014
Celine1 hat geschrieben:
So toll! Ich freu mich so für euch und das ihr so viel Erfolg hattet, ganz große klass!!!! :-))))))
14.01.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Vielen Dank für den tollen Bericht mit den ganzen Erfolgen! Das ist wirklich super!
14.01.2014
Morgentau hat geschrieben:
Danke für diesen schönen Gute-Laune-Bericht!
Von vielen dieser Erfolge hatte ich ja gar nichts mitbekommen.
14.01.2014
Anne95 hat geschrieben:
Ein langer und informativer Bericht. Wie schön, von diesen ganzen Erfolgen zu hören! :)
14.01.2014
SarahU hat geschrieben:
Toller und erfreulicher Bericht!!! :)
Danke für die vielen Informationen ;)
13.01.2014
Franzi hat geschrieben:
Toller Bericht, Marcel, der sehr viel Mut macht weiter für den Naturschutz einzutreten :) Der WWF kann wirklich stolz auf sich und alle seine Unterstützer sein :)
13.01.2014
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
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