Durchstarten für unsere Erde!


Uuuund


Action!


© Peter Jelinek / WWF
Save the Date! *Internationale Menschenkette gegen Braunkohle*


von midori
31.07.2014
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In der malerischen Lausitz, an der polnisch-deutschen Grenze, spielt sich eine der größten Umweltkatastrophen Europas ab! Wir können verhindern, dass sie noch größer wird und dafür brauchen wir Euch!

Der schwedische Konzern Vattenfall plant auf deutscher Seite weitere Braunkohletagebaue. Damit würden die Kraftwerke der Region, die zu den schmutzigsten Europas zählen, bis über das Jahr 2050 hinaus klimaschädliche Braunkohle verbrennen. Auch auf polnischer Seite bahnt sich eine Katastrophe an. Der polnische Staatskonzern PGE will eine gigantische Kohlegrube ausheben und ein riesiges neues Braunkohlekraftwerk bauen.


© Paul Langrock / Greenpeace

Werden diese Pläne umgesetzt, verfehlen Deutschland, Polen und Europa selbst die schwächsten Klimaziele, tausende von Menschen verlieren ihre Heimat und die Energiewende wird massiv torpediert. Deshalb senden wir jetzt ein kraftvolles Signal an die Politik und an die Kohlekonzerne. Die erste internationale Anti-Kohle-Kette ruft laut und unüberhörbar: "Braunkohle stoppen - Energiewende retten!"

Um ein eindrucksvolles Zeichen zu setzen, wird es am Samstag, dem 23.August die erste internationale Menschenkette von Deutschland nach Polen geben! Sie verbindet die Kirche in Kerkwitz auf deutscher Seite mit der Grundschule in Grabice auf polnischer Seite. Beide Orte wie auch der Großteil des Gebiets, auf dem die etwa 8 km lange Strecke verläuft, sind von der Abbaggerung bedroht. Entlang der Neiße droht den Bürgern eine unzumutbare Randlage auf einem schmalen Streifen zwischen Tagebau und Staatsgrenze.


© Christian Mang / Greenpeace

Nähere Informationen zum Streckenverlauf, zum Zeitplan und zum anschließend stattfindenden Festival bekommt ihr auf der offiziellen Website von humanchain.org!

Auch der WWF unterstützt die Menschenkette gegen Braunkohle! Von Berlin aus wird eine WWF Reisegruppe mit Kind und Kegel nach Kerkwitz reisen. Ihr wollt dabei sein? Dann schreibt bitte eine Email an Viviane vom WWF: viviane.raddatz@wwf.de
Der Pandabus fährt am 23.August um 8 Uhr an der O2 Arena Berlin! :o)

Ihr habt keine Möglichkeit nach Berlin zu kommen? Kein Problem! Von überall aus Deutschland fahren Busse für einen kleinen Unkostenbeitrag zum Aktionsort! Hier könnt ihr herausfinden, wo der Bus in eurer Nähe startet.

Wenn ihr Lust und Laune habt auch noch ordentlich für die Aktion zu trommeln, könnt ihr auf der Website zusätzlich Flyer und Plakate bestellen. Und für alle, die nicht mitfahren können, aber trotzdem nicht untätig sein wollen - hier könnt ihr die Petition gegen weitere Tagebaue und einen Ausstieg aus der Kohle unterschreiben!

Wir freuen uns darauf, euch zahlreich bei der Menschenkette begrüßen zu können! Kommt vorbei und setzt mit uns und vielen anderen tausend Menschen ein Zeichen für die Energiewende! :o)

* Hier kommst Du zum Kalendereintrag! *

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Kommentare (13)
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21.08.2014
midori hat geschrieben:
Liebe Diskutierende,

damit hier ein wenig Klarheit in die Sache kommt, an dieser Stelle die Stellungnahme des WWF zum Thema Braunkohle.

"Es ist uns durchaus bewusst, dass die Energiegewinnung aus Kohle in Deutschland nach wie vor eine große Rolle spielt und viele tausend Menschen in Deutschland davon direkt oder indirekt leben. Gerade deshalb ist die Energiewende aus unserer Sicht eine zentrale Aufgabe für die gesamte Gesellschaft um den Wandel zu erneuerbaren Energien sozialverträglich und planbar zu machen. Die weltweit führenden Wissenschaftler des Weltklimarates haben in diesem Jahr erneut betont, dass ein Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland und weltweit essentiell ist für die Bekämpfung des Klimawandels, der viele der von uns geschützten Arten und Lebensräume bedroht und negative Auswirkungen hat auf das Leben und die Einkommensquellen vieler Menschen auf dem Planeten. Um das zu verhindern muss nach unserer Überzeugung die Kohle langfristig aus dem Strommix verschwinden, dies geschieht jedoch nicht Hals über Kopf sondern planbar über die nächsten 20-30 Jahre, gleichzeitig werden neue Arbeitsmöglichkeiten und Chancen in der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien und der Bereitstellen der dafür benötigten Anlagen entstehen. Wir sind der Überzeugung, dass die Energiewende zwar eine gewaltige Aufgabe ist, die wir aber meistern können und von deren Bewältigung die Wirtschaftskraft Deutschlands und damit auch der Arbeitsmarkt langfristig profitieren werden."

Ich möchte an dieser Stelle noch zusätzlich anfügen, dass die Braunkohle natürlich nicht von Jetzt auf Gleich abgeschalten werden kann. Es wird schon noch viele Jahre dauern, so dass existierende Anlagen weitestgehend ihre geplante Lebensdauer erreichen werden. Hier geht es uns zunächst darum, nicht weitere Tagebaue aufzuschließen für eine Energieform die in den nächsten 2 bis 3 Jahrzehnten zunehmend weniger gebraucht wird. Was jetzt da ist kann noch eine Weile genutzt werden, aber neue Braunkohle zu erschließen, das würde heißen, Geld zu investieren, das sich dann bei unseren Zielen für den Ausbau der Erneuerbaren nicht rentieren wird.

Dementsprechend empfinden wir die Menschenkette als ein wichtiges Symbol der Gesellschaft, mit Nachdruck an die Energiewende zu erinnern und freuen uns in diesem Sinne über jeden, der dabei ist! :o)

Viele Grüße
Ulrike vom WWF Jugend Team

ps.: Bitte behaltet eine sachliche und freundliche Diskussion bei! Danke!
21.08.2014
gelöschter User hat geschrieben:
Hallo Nick97. Bisher waren die Kommentare hier bei diesem Bericht von Sachlichkeit und einem vernünftigen Ton geprägt. Mit Deinem Kommentar ändert sich dies dramatisch. Du argumentierst unsachlich und beleidigst. Daß Du mich rotzfrech aus reiner Dummheit und Bequemlichkeit beleidigst, darüber kann ich noch hinwegsehen, denn meine Identität, meine Funktion und mein Bestreben sind für jeden 6jährigen Pfadfinder innerhalb von Minuten zu finden. Auch wenn Du der Meinung bist, Du könntest mit Deinem unangebrachten Benehmen hier Menschen vergraulen, die Du nicht verstehst, weil Du sie nicht verstehen willst, werde ich trotzdem auf Deine Fragen antworten und auf Deine Kommentare eingehen.
Frage 1: Welche Stellung oder Position habe ich innerhalb des WWF?
Antwort: Gar keine. Ich unterstütze den WWF seit 32 Jahren finanziell. Seit 20 Jahren bin ich WWF-Botschafter, eine Funktion die es zwar nicht mehr gibt, aber an meiner Einstellung dem WWF gegenüber nichts geändert hat. Ich reise viel. So wie in 10 Tagen auch wieder. Ich reise zu Fuß. Mit Rucksack und Zelt, einmal um die Welt, durch alle Länder. 125.000 Kilometer, ca 15 Jahre. Und während ich dies tue, stehe ich für unsere Natur ein, für diesen Planeten. Das ist Sinn und Aufgabe eines Botschafters. Damit habe ich dann eigentlich auch gleich Deine zweite Frage beantwortet, ob ich Lobbyist bin. Ja, ich bin Lobbyist. Für den Planeten, für die Umwelt, für uns alle. Nun zu Deinen "Argumentationen". Mach Dir mal bitte Gedanken über den Unterschied zwischen den Begriffen "Umsiedelung" und "Vertreibung". Mach Dir Gedanken über Begriffe, die Du offensichtlich nicht verstehst. Jemanden vertreiben tun man, in dem man ihm eine Waffe an den Kopf hält und sagt "Geh!" Ich wage zu bezweifeln, daß dies in der Lausitz geschiet. Das ist die Form von Polemik, die man Dir bei Greenpeace beibringt. Klar, würdest Du das Wort "Vertreibung" nicht nutzen, wäre das ja auch uninteressant. Tatsache ist, und da bist Du leider bemerkenswert schlecht informiert, es werden 3 Dörfer abgerissen und über 2.000 Menschen umgesiedelt. Ja, ich befürworte das. Ich stehe hinter dieser Entscheidung! Denn diese Entscheidung wurde von Gerichten geprüft und nach Deutschem Recht gefällt. Wenn Dir das Deutsche Recht nicht gefällt, dann mußt Du hingehen und das Deutsche Recht ändern. Dazu bist Du berechtigt. Und das ist auch gut so. Du schreibst weiterhin, WWF und Greenpeace hätten Pläne. Tja, Haribo und Katjes haben auch Pläne. Aber leider haben WWF und Greanpeace genauso wenig zu melden, wie Haribo und Katjes. Die besagten Pläne sagen uns eine Reduzierung der Co2-Emmissionen bis 2050 um 95% voraus. Es ist eine Voraussage. Eine Prophezeiung. Eine Wahrsagung. Tut mir leid, ich kann damit nichts anfangen. Ich gehöre nun doch schon zum älteren Semester mit einer ganzen Menge Lebenserfahrung und ich wage es nicht, vorauszusagen, was wohl in den nächsten 30 oder 40 Jahren so alles passieren kann. Für gute Pläne bin ich immer zu haben, besonders wenn sie umsetzbar sind. Märchengeschichten über eine Zeit in ferner Zukunft bringen uns nicht weiter. Wir brauchen vernünftige, fundierte, nachvollziehbare Pläne. Und wir brauchen Ziele, die wir auch tatsächlich erreichen können. Nicht irgendwelche Hirngespinste für das Jahr 2050.

Ich arbeite weder für Vattenfall, E.On, RWE noch für sonst jemanden. Ich arbeite gar nicht mehr. Ok, mit einem 65 Kg schweren Rucksack durch die weglose Natur zu stiefeln ist Schwerstarbeit. Aber ich bin niemandem gegenüber verpflichtet. Verpflichtet bin ich nur mir, meinem Leben, meiner Gesundheit und diesem Planeten!

So wie Du. Ich finde es ausgesprochen gut, daß sich junge Menschen wie Du für die Umwelt, für die Natur, für unsere Lebensgrundlage und Zukunft interessieren und einsetzen. Nur die Art und Weise, wie Du es tust, ist inakzeptabel.

Falsche Informationen, fehlerhafte Informationen, Polemik und wüste Beleidigungen passen gut zu Greenpeace aber nicht zum WWF und dessen Zielen. Mit Deinem Kommentar schadest Du dem WWF, der Sache für die wir kämpfen und Dir selbst.
21.08.2014
Nick97 hat geschrieben:
@ michael meyer: habe deinen beitrag gelesen. mir stellen sich momentan 2 fragen: 1. welche stellung(position) hast du im WWF und die 2 frage lautet: bist du ein lobbyistß
denn das was du schreibst passt zumindest nich für mich zusammen: umweltverträgliche anlagen. mit einer erweiterung deskohlegebietes sagst du nicht nur ja zum abrissvon mind. 2 dörfern und damit sagst du ja zur umsiedelung und damit vertreibung von über 2000 menschen vor ort. und nicht nur das. du sagst auch ja bundesweite als auch europaweite emmissionsziele zu unterwandern. von wwf und greenpeace gibt es pläne wie die energiewende ablaufen könnte unter breücksichtigung des zieles unsere co2 emmissionen bis zum jahr 2050 um 95% zu reduzieren im vergleich zum stand des jahrers 1990. die argumentationsstruktur die du an den tag legst kenne ich. sogar sehr gut. ich habe sie in erster linie von 2 typen von menschen kennengelernt. 1. menschen die bei E.ON ,vattenfall, und RWE im bereich der informierung für die öffentlichkeit arbeiten. und 2. bei Kohlelobbyisten. ich hoffe du hast dir den kohletagebau in der laustiz mal selber angesehen. ich habe es gemacht. ich war mit greenpeace vor ort. das ist ein einziges riesiges dreckiges und braunes loch. darüber hinaus hinkt vattenfall mit der renaturierung der fläche mehr als 3 jahre hinterher. und mein letztes wort ist: leute geht zur menschenkette, setzt ein zeichen dass unsere generation umdenkt und sachen verändern will, verändern kann und verändern wird. leider ist dieses gedankengut anscheinend bei unserem meyer (noch) nicht vorhanden. AN ALLE: setzt ein internationales zeichen für die energiewende und gegen den fortwährenden kohletagebau
20.08.2014
gelöschter User hat geschrieben:
Bei diesem durchaus interessanten Bericht, bei diesem Aufruf, eine Menschenkette zu bilden um auf das Problem in der Lausitz aufmerksam zu machen, stehen wir vor einem ganz massiven Problem. Ein Problem, dessen Auswirkungen von immensem Ausmaß sind. Und über diese Auswirkungen, die Konsequenzen einer Demonstration gegen den Ausbau von Abbauflächen zur Nutzung der Braunkohle in Braunkohlekraftwerken, berichtet hier niemand. Es wäre dabei so schön einfach. Wer "A" sagt, muß auch "B" sagen. Jede Aktion zieht eine Reaktion nach sich. Die Bundesrepublik Deutschland, das heißt die Menschen, die hier leben, haben eine Entscheidung getroffen: Weg von der Atomenergie! Ich denke, eine sehr gute Entscheidung. Aber wir können aufgrund dieser Entscheidung jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken und sagen "wir brauchen keine Braunkohlekraftwerke, bei uns kommt der Strom aus der Steckdose". Wir haben uns aktiv GEGEN Atomenergie entschieden. Damit haben wir uns aktiv FÜR Braunkohle als Energieträger entschieden. Das ist nun leider ein Punkt, den viele Menschen nicht wahrhaben wollen. Wenn wir zwei Möglichkeiten der Energiegewinnung haben, und wir entscheiden uns aus gutem Grunde, eine dieser Möglichkeiten nicht mehr zu nutzen, so bleibt nur noch eine Möglichkeit übrig. Und das ist in unserem Falle - ZUR ZEIT - die Braunkohle. Daß der Braunkohleabbau und deren Verarbeitung zur Energiegewinnung das definitiv schmutzigste und umweltschädigenste Geschäft weltweit ist, das wissen wir. Das wussten wir auch, als wir uns gegen die Atomenerige richteten. Die alten Anlagen zur Gewinnung und Nutzung der Braunkohle als Energieträger in den Neuen Bundesländern sind wahre Giftspritzen. Umweltschutz war damals, vor der Wende, ein Fremdwort, das nur wenige Menschen in der ehemaligen DDR kannten. Auch heute noch, nach vielfachen Optimierungsmaßnahmen, Verbesserungen und sogar Außerbetriebsetzungen zu schädigender Anlagen, ist das Bild nicht unbedingt schöner geworden. Aber wir sind auf einem guten Weg. Nicht von heut auf morgen, aber langfristig schon. Im Zuge des Ausbaus des Abbaugebietes steht dieser Weg, dieser gute, saubere, umweltverträglichere Weg, genau vor uns. Wir müssen ihn nur gehen. Und genau das wird durch den Bericht hier und durch die Menschenkette, durch Demonstrationen torpediert. Warum? Ganz einfach! Vattenfall und PGE haben die Genehmigung, die Abbaugebiete zu erweitern, nur unter strikten Voraussetzunge bekommen, welche von der Europäischen Union und in unserem Fall von der Bundesregierung, Greenpeace und dem WWF!!! diktiert wurden. Diese beiden Unternehmen halten sich an diese Vorgaben. Vattenfall und PGE errichten zwei nagelneue Anlagen zum Abbau und zur Verwertung von Braunkohle als Energieträger. Diese Anlagen erfüllen nicht nur die internationalen Standards zur minimierung der Abgabe-Emissionen, sie unterbieten sie bei Weitem!!! Diese beiden Anlagen setzen neue Maßstäbe. Darüber hinaus arbeiten diese beiden Anlagen so effizient, daß sie insgesamt 5 alte Dreckschleudern ersetzen können. Oder sollte ich lieber sagen "könnten"? Denn jetzt regt sich Widerstand. Jetzt kommt Ihr. Ihr demonstriert gegen die Erweiterung der Braunkohleabbauflächen. Damit demonstriert Ihr auch gegen den Bau diesser beiden neuen Anlagen. Denn Vattenfall kann diese Anlage nur bauen, wenn er die Kohle abbauen darf. Ihr demonstriert damit auch gegen den Abriß von insgesamt 5 uralten Braunkohle-Dreckschleudern innerhalb der nächsten 6 Jahre. Damit demonstriert Ihr GEGEN den Bau neuer, umeltverträglicherer Technik. Ihr demonstriert FÜR den Erhalt alter, giftiger Dreckschleudern!!! Das kann nicht in Eurem Sinne sein, und es ist absolut nicht im Sinne der Umwelt. Ich möchte eine Frage stellen. Ihr braucht mir diese Frage nicht zu beantworten. Beantwortet die Frage Euch selbst, denn es geht schließlich um Eure Zukunft:
Wer von Euch stellt sich nachher hin und sagt: "Ja, ich habe gegen die Erweiterung der Abbaugebiete demonstriert. Ich bin verantwortlich dafür, daß Vattenfall keine neue umweltfreundlichere Anlage gebaut hat. Ich bin verantwortlich dafür, daß die uralten Dreckschleudern auch weiterhin Dreck schleudern. Ich bin verantwortlich dafür, daß auch in den nächsten 25 Jahren uralte Braunkohleanlagen unsere Umwelt verpesten und die Menschen krank machen!" ? Wer von Euch wird bereit sein, das von sich zu behaupten???? @Anais: Du hast Recht, wir wollen nicht weitermachen, wie bisher. Denn wenn wir so weitermachen, gibt es - wie Du richtig schreibst - nichts mehr, wofür es sich zu kämpfen lohnen würde. Wir brauchen eine Alternative. Nicht von heut auf morgen. Aber längerfristig sollte da schon Licht am Ende des Tunnels zu sehen sein, denn unsere Umwelt ist schon sehr geschädigt. "Wir fordern nachhaltige Energie!" Das ist eine schöne Forderung. Wen forderst Du? Kannst DU denmjenigen denn auch Vorschläge machen, wo diese nachhaltige Energie herkommen soll? Fordern kann man viel. Ich habe jeden Monat 3.000 Euro in meiner Geldbörse. Damit kann ich ins Geschäft gehen, wo ein Zelt für 4.200 Euro steht. Dann nehme ich meine Geldbörse und schreie laut " ICH FORDERE 4.200 EURO!!!" Diese Forderung kann ich so laut und so oft schreien, wie ich mag, die Forderung wird solange nicht erfüllt werden, ich nicht den Weg oder die Art ändere, auf der das Geld in meine Geldbörse kommt. Ich muß, um meine Forderung erfüllt zu bekommen, die Voraussetzungen ändern. Schreien und rumhampeln bringt da überhaupt nichts. Du schreibst richtig "Wir müssen Zeichen setzen." Das ist richtig. Absolut. Die Zeichen müssen klar sein. Sie müssen verstanden werden. Und für diese Zeichen müssen wir dann auch einstehen und kämpfen. Aber es müssen die richtigen Zeichen sein. Und wir müssen sie am richtigen Platz setzen. Die Erweiterung des Braunkohleabbaugebiete ist nicht der Schritt in die FALSCHE Richtung. Es ist der Weg in die RICHTIGE Richtung. Und diese Richtung lautet ganz klar:

"Her mit den neuen, umweltverträglichen Anlagen! Weg mit den alten Dreckschleudern!"

Wenn wir dann unser bestehendes Energieproblem im Griff haben, wenn die Lampen leuchten und die Computer arbeiten, dann können wir uns an die Arbeit machen, umweltverträgliche, saubere, nachhaltige, erneuerbare Energien zu entwickeln bzw. serienreif und effizient zu optimieren. Das Ziel ist klar. Der Weg dahin auch. Willst Du gegen Ziel und Weg demonstrieren? Ich mit Sicherheit nicht! Am Beginn meiner Nachricht sprach ich von einem großen Problem. Das Problem, welches ich meinte, war die Unterscheidung zwischen Strategie und Taktik. Ich bin kein Lehrer, will es auch nicht sein, macht Euch selbst schlau, was es damit auf sich hat. Die Bundesregierung und die Europäische Union haben eine Strategie. Sie wollen die Energiegewinnung durch Braunkohle sauberer und deutlich umweltverträglicher machen. Das ist ein Vorgang von vielen Jahren. Während dies passiert, soll die Energiegewinnung durch Braunkohle Stück für Stück durch umweltneutrale, erneuerbare, saubere Energiegewinnungen ersetzt werden. Wenn Ihr gegen die Abbauerweiterung demonstriert, was ja Euer gutes Recht ist, verfolgt Ihr eine Taktik. Ihr seht nur das Problem in der Lausitz, Ihr seht nur die Umweltschädigungen dort. Ihr verliert dabei aber das Ziel aus den Augen. Ihr torpediert die Bemühungen der Bundesregierung und der Europäischen Union. Ihr torpediert die Bemühungen von Vattenfall, denn die haben die neuen Anlagen schließlich entwickelt. Ihr torpediert den Umweltschutz und damit Eure eigenen Ziele und Ideen. Und das ist dann sehr sehr schade.
20.08.2014
Anais hat geschrieben:
@MichaelMeyer: Es behauptet ja auch keiner, dass die erneuerbaren Energien keine Ecken und Kanten hätten, aber trotzdem ist es doch wichtig zu zeigen, dass wir nicht weitermachen wollen, wie bisher. Ganz zu schweigen davon, dass das doch auch garnicht mehr möglich. Wenn wir einfach so weitermachen, dann wird es garnichts mehr geben, für das es sich zu demonstrieren lohnt. WIr brauchen eine Alternative. Es geht darum ein Zeichen zu setzen. Wir fordern nachhaltige Energie. Und es sagt ja auch keiner, dass es von heute auf morgen gehen muss, aber das Erweitern von Braunkohleabbau ist ein Schritt in die falsche Richtung. Das hat mit Energiewende reichlich wenig am Hut.

@Ulli: Danke für den Bericht :))
15.08.2014
gelöschter User hat geschrieben:
Die Jugend.
Wertvollstes Gut unserer Gesellschaft.
Unsere Jugend übernimmt nicht einfach nur, was wir "Alten" ihr überlassen. Unsere Jugend wächst in die Gesellschaft hinein. Sie lebt und lernt in der Gegenwart, um in der Zukunft zu bestehen. Und das ist gut so. Wir sollten die Jugend viel intensiver an dem teilhaben-und mitgestaltenlassen, was wir "Alten" das Tagesgeschäft nennen. Hierzu gehört natürlich auch der Umweltschutz, den wir alle bitter nötig haben. Überall auf der Welt, also auch hier bei uns in Deutschland, in Europa. Mißstände gibt es mehr als genug, man muß sich nur umschauen. Möglichkeiten, gegen diese Mißstände vorzugehen, dagegen zu demonstrieren, aufzustehen und seine Meinung zu sagen, gibt es auch genug. Der WWF bietet hier eine gute Möglichkeit, auch - aber natürlich nicht nur - als Jugendlicher, als Heranwachsender, die Zukunft mitzugestalten. Und natürlich gegen Mißstände vorzugehen. Aufzustehen. Zu sagen "Bis hier, und nicht weiter!" Aber würde ich als "Alter" gegen den Braunkohletagebau oder die Verwendung der Braunkohle als Energieträger demonstrieren wollen, sollte ich tunlichst Alternativen in der Hinterhand haben. Und genau das könnte ich derzeit nicht liefern. Vielen Menschen würden sofort Alternativen einfallen: Windkraft, Sonnenenergie, Wasserkraft. Ja, die sogenannten "Erneuerbaren Energien". Erneuerbar sind sie, diese Energien. Aber sind sie auch nachhaltig? Wollen wir diese Energien nutzen? Wollen wir die Nachteile dieser Energien in Kauf nehmen? Wie, es gibt Nachteile??? Oh ja, die gibt es! Es gibt sogar sehr gute Gründe, sich einmal Gedanken über diese ach so sauberen Energien zu machen. Um dann feststellen zu können, daß diese "Erneuerbaren, sauberen, umweltfreundlichen Energieträger" gar nicht so sauber und umweltfreundlich sind. Nehmen wir einfach einmal die Windkraft. Die Windkraft als Energieträger ist an sich eine äußerst saubere Sache. Wind ist fast immer kostenfrei zu haben. Ein Rotorblatt, welches sich während des Betriebes im Wind dreht, verursacht keinerlei oder nur minimalste Belastungen. Soweit so gut. Aber leider ist es nun so, daß diese Windkraftanlagen nicht im Wald an den Bäumen wachsen. Sie müssen gefertigt werden. Eine einzige Windkraftanlage besteht aus tausenden Einzelteilen, die zu einem großen Ganzen zusammengefügt werden. Eine solche Anlage hat ein durchschnittliches Betriebsalter von 14 Jahren, dann ist sie verbraucht, selbst wenn die Verschleißteile ständig erneuert werden. Denn diese Anlage ist dann 14 Jahre lang Wind und Wetter ausgesetzt gewesen. In diesen 14 Jahren hat sie angefangen von der ersten Konzeptzeichnung über die Planung, Fertigung, Betrieb und Instandhaltung bis hin zur Außerbetriebnahme, Rückbau und ordnungsgemäßen Entsorgung inklusive Recycling 30 bis 40 Mal soviel Energie VERBRAUCHT, wie sie erzeugt hat. Das ist keine wirklich gute Energiebilanz. Von dem, was übrigbleib, nämlich hochbelasteter, nicht recyclefähiger Sondermüll, der in Sondermülldeponien aufwändig zerlegt oder endgelagert werden muß, will ich gar nicht reden. Sonnenenergie - das gleiche Spiel. Die derzeit qualitativ hochwertigste Solartechnik erreicht ein maximales Alter von 25 Jahren. Etwas mehr als die Windkraft, da es hier fast keine mechanischen Komponenten gibt. Nach 25 Jahren ist eine Solarzelle durch Wind und Wetter derart abgewirtschaftet, daß der Enerigieertrag unter 22 Prozent sinkt und damit der Betrieb und die Instandhaltung des Systems energie-und kostenaufwändiger ist, als der zu erzielende Ertrag. Viel schlimmer ist jedoch, daß eine wie auch immer geartete Solarzelle in diesen zu erwartenden 25 Jahren des Betriebes nicht einmal ein Viertel der Energie erwirtschaftet, die zur Fertigung nötig war. Also auch eine Milchmädchenrechnung. Ein ökologisches wie ökonomisches Desaster. Einzige die Wasserkraft wäre eine Alternative, allerdings auch nur dann, wenn wir uns auf die Energieerzeugung durch Gezeitenkraftwerke oder Nutzung kinetischer Energie durch Deklination beschränken. Denn Staudämme oder Fließwasserkraftwerke verbieten sich durch den schieren Platzbedarf. Der WWF und andere Umweltschutzorganisationen demonstrieren ja schon seit Jahrzehnten gegen den Bau von Staustufen, Dämmen und Becken. Verständlich, denn der Bau dieser Anlagen ist für die Umwelt desaströs und gar nicht abzusehen. Über den Energieaufwand zum Bau solcher Anlage brauchen wir uns gar nicht unterhalten. Tja, da befinden wir uns in einer sehr misslichen Lage. Wir alle. Wir "Alten", aber die Jugend, die Entscheidungsträger von Morgen noch viel mehr. Was bleiben für Alternativen? Atomkraft? Nicht wirklich. Zumindest nicht, solange wir nicht wissen, was wir mit den Abfällen machen sollen. Einfach vergraben ist keine Lösung. Helium 3 ist noch in weiter Ferne, nicht ansatzweise Spruchreif. Und ich habe auch meine Bedenken, welche Auswirkungen ein Abbau von Helium 3 für unsere Umwelt bedeuten kann. Aber das steht wie gesagt wortwörtlich in den Sternen.
Was ich letztlich damit sagen möchte, ist folgendes. Meiner Meinung reicht es beim besten Willen nicht aus, gegen etwas zu demonstrieren, Menschenketten zu bilden, Unterschriftensammlungen zu machen, Petitionen zu unterschreiben, wenn ich keine Alternativen anzubieten habe. Und genau das ist hier leider der Fall. Der WWF ruft genau hierzu auf, hat aber nicht eine einzige alternative Energiequelle anzubieten, die das Problem nicht einfach nur verlagern würde. Wir könnten uns natürlich alle den Forderungen von WWF und Greenpeace anschließen und unseren Energiebedarf durch Lieferungen aus dem Ausland decken. Kein Problem. Die Bundesrepublik hat gute Erfahrungen damit gemacht. Wir bezogen vor vielen Jahren guten, günstigen und sauberen Strom aus der Ukraine. Leider hatte das AKW Tchernobyl einen kleinen Störfall. So bleibt noch Frankreich. Die hatten mit ihren AKW´s erst 155 Störfälle, die aber alle nicht allzu dramatisch waren. Norwegen könnte uns tollen, sauberen Strom aus Wasserkraft liefern. Das würde aber bedeuten, daß wir Staudämme als Umweltfrevel verteufeln, den Norwegern aber durchaus zumuten wollen. Um zum springenden Punkt zu kommen: Ihr seid die Zukunft dieses Landes. Ihr seid die Zukunft eines hoffentlich umweltfreundlichen, sauberen Europas. Vielleicht schafft Ihr auch eine ganze Welt, die im Einklang mit der Natur existieren kann. Nur bitte, bevor Ihr Hand in Hand durch die Gegend lauft, mit Eurem guten Namen für etwas einsteht, eine Unterschrift leistet, gegen etwas demonstriert, aufsteht und sagt "Bis hier und nicht weiter", bevor Ihr das tut, solltet Ihr Alternativen in der Hand haben. Handfeste Alternativen. Keine Hirngespinste. Keine Thorien. Es ist Eure Zukunft. Es ist Eure Welt. Es ist Euer Planet.
15.08.2014
kristin hat geschrieben:
Echt ne tolle Aktion!!
Kann leider nicht kommen, hab aber die Petition unterschrieben.
Viel Erfolg weiterhin!!!!!!
15.08.2014
Zohar7 hat geschrieben:
gibt es irgendeinen bus oder so der aus nordrheinwestfalen fährt? ich würde sooo gerne kommen, aber ich weiß nicht wie :( !!!!
13.08.2014
Julischatten hat geschrieben:
Diese Nachricht hat mich wirklich schockiert! Ich würde auch gerne zu der Menschenkette kommen jedoch hab ich an dem Tag keine Zeit :( Wenigstens die Petition hab ich unterschrieben :)
10.08.2014
Marfrie hat geschrieben:
Das muss verhindert werden!
Ich finde, eine Menschenkette ist eine sehr schöne Idee um zu protestieren. Auf jeden Fall sehr wirkungsvoll!
31.07.2014
EvaUll hat geschrieben:
Danke für den bericht! Habe schon bei einem stand von greenpeace unterschrieben ;)
Hoffentlich wird es nicht dazu kommen!!!
31.07.2014
Helen98 hat geschrieben:
Hoffentlich können wir das verhindern. Zur Menschenkette kann ich leider nicht kommen, weil ich da keine Zeit habe und auch zu weit weg wohne. Aber die Petition werde ich auf jeden Fall unterschreiben :)
31.07.2014
somebodywholovesourearth hat geschrieben:
Das wäre graunvoll! Ich weiß nicht ob ich es schaffe zur Menschenkettw zu kommen aber ich habe gleich unterschrieben!
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