Durchstarten für unsere Erde!


Uuuund


Action!


© Peter Jelinek / WWF
Marcel, der Gipfelstürmer


von Marcel
13.07.2010
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Marcel hat es geschafft! In nur drei Stunden und 22 Minuten lief er eine Strecke von 2.100 Metern. Höhenmetern! Denn Marcels Weg führte nicht entlang einer normalen Joggingstrecke, sondern auf den Gipfel von Deutschlands höchstem Berg: der Zugspitze! Seine Aktion hatte ein Ziel: Hilfe organisieren für unser Regenwaldprojekt Dzanga-Sangha. Und es hat funktioniert!

Der Zugspitz Extremberglauf gilt als einer der landschaftlich spektakulärsten und zugleich anspruchsvollsten Bergläufe in den Alpen. 626 Läufer kamen nach Tirol, um dort beim zehnten Extremlauf auf die Zugspitze dabei zu sein. Eine harte sportliche Herausforderung, auf die sich die Läufer wochen- und monatelang intensiv vorbereiteten. Bei solchen Temperaturen, wie in diesem Sommer, alles andere als ein lockeres Training.

alt"Die Kombination Laufen und 30 Grad passt absolut nicht", berichtete Marcel, der auf Strecken trainierte, die für normale Sportler sicher das Maximum bedeuten würden. "Nach einer Runde auf dem Berg war ich froh, endlich wieder daheim gewesen zu sein und einen großen Schluck Wasser trinken zu können."

Die Bedinungen bei Bergläufen sind jedoch unberechenbar. So gab es drei Wochen vor dem Zugspitzlauf einen Kälteeinbruch. 8 Grad, Nieselregen, und trotzdem 18 Kilometer lang bergauf und bergab. Marcel ließ sich vom Training nicht abhalten. "Mit teilweise bis zu 40cm Neuschnee auf den Bergen, blieb mir dennoch nichts anderes übrig als mir meine Schuhe anzuziehen und loszulaufen." Die Kühle stellte sich als geradezu angenehm heraus - und so war Marcel zwar bis auf die Knochen nass, und trotzdem zufrieden. Körperlich war er bestens vorbereitet auf seinen Zugspitzlauf.

altNeben der Ausdauer kam es aber auch auf die richtige Konzentration an. "Ich ging die Strecke schon im Schlaf durch und bereitete mich immer mehr gedanklich darauf vor", erzählt Marcel. Nebenbei kam immer wieder die Öffentlichkeitsarbeit dran. Immer wieder Freunde ansprechen, Telefonate mit Sponsoren, immer wieder Postings und Spendenaufrufe auf unserer Homepage und auf Facebook. Mit Erfolg! Der Sportartikelhersteller O-Motion stattete Marcel mit hochwertiger Laufkleidung aus, die Internetagentur Weitclick spendet aufgrund Marcels Aktion 300 Euro für unser Regenwaldprojekt, eine Unterstützerin gab 10 Euro, und das Sportlabel Thoni Mara legt nochmal 2 Euro pro Kilometer drauf - insgesamt also 396 Euro für das grüne Herz Afrikas! Wieder ein Beitrag, der zählt. So haben wir bereits die 10.000 Euro-Marke für Dzanga-Sangha geknackt.

Dann, der 11. Juli, der Tag der Entscheidung. Dem einen oder anderen Läufer dürften sicher Fragen durch den Kopf gegangen sein. Bin ich ausreichend vorbereitet? Kann ich heute die Form halten, auf die ich trainiert habe? Wird das Wetter mitspielen? Denn der Zugspitzlauf hatte in der Vergangenheit bereits für traurige Schlagzeilen gesorgt. Vor zwei Jahren waren zwei Menschen an Unterkühlung gestorben. Die Sportler waren auf dem Weg zum Gipfel in Schneetreiben und eisige Winde geraten. Den Veranstalter traf keine Schuld, urteilte das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen. Die Läufer seien selbst verantwortlich. Umso wichtiger ist es, bei einer solchen Extremsituation genau auf seinen Körper zu hören und auch wirklich aufzuhören, wenn es nicht mehr geht. Das war Marcel immer klar.

altGeübte Bergsteiger benötigen etwa sieben Stunden bis zum Gipfel der Zugspitze. Der Rekord bei der Disziplin Extremberglauf wurde 2005 erreicht und liegt bei 2 Stunden und 3 Minuten. Dabei geht es nicht kontinuierlich im Joggingschritt nach oben. "So schnell kann man ja nicht bergauf laufen," erklärt Marcel. Da bleibt sogar Zeit für einen gelegentlichen Blick auf die gigantische Bergkulisse. "Auch wenn ich mich wirklich konzentrieren muss nicht falsch aufzutreten und zu stolpern, kann ich dennoch recht viele tolle Impressionen mitnehmen. Ich würde ja gerne mit einer Kamera meinen Lauf filmen, aber das ist leider wirklich nicht möglich", lacht Marcel.

Die Route führte das internationale Starterfeld vom Tiroler Ort Ehrwald über das Gatterl, Knorrhütte und Sonn Alpin entlang der deutsch-österreichischen Grenze bis zur Gipfelstation der Tiroler Zugspitzbahn auf 2.950 Metern Höhe. Auf einer Gesamtstrecke von 17,9 Kilometern meisterten die Extremsportler mehr als 2.100 Höhenmeter. Über den Plattensteig führte der Lauf von dort aus über Schotter- und Schneefelder zur Knorrhütte und weiter zum Zugspitzgipfel - den Marcel erschöpft, aber strahlend erreichte.

altAls 191. Läufer unter allen Männern durchlief er das Ziel. In seiner Altersklasse der 20-jährigen schaffte er es sogar auf Platz 27. Doch der Erfolg auf der Rangliste war in diesem Moment überhaupt nicht mehr wichtig. Nun zählte nur noch das Gefühl: Es ist geschafft. Auf dem Gipfel konnten Marcel und die anderen Läufer noch den atemberaubenden Blick auf die Berge genießen - dann wurde die Zugspitze von einer Wolke verschluckt. Vielleicht dachte Marcel an diesem Moment an die Nebelwolken der Dzanga-Bai, wo die Waldelefanten leben. Durch seinen Beitrag können wir den Tieren Zentralafrikas noch ein Stück besser helfen. Und dass durch seinen Lauf wieder mehr Leute über Dzanga-Sangha informiert wurden, ist ein weiterer Erfolg.

Wie geht es weiter? Marcel hat direkt neue, ehrgeizige Ziele vor Augen: "Danach wollte ich auch mal wieder einen Halbmarathon laufen und der Marathon sollte dann das nächste anstrebbare Ziel sein", grinst er. "Vielleicht laufe ich in Wien im kommenden Jahr!" Alles klar - wir bleiben Dir auf den Fersen, Marcel.

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Kommentare (16)
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Sortieren nach Aktualität:
22.07.2010
Solveig hat geschrieben:
Toll! Coole Aktion! Und herzlichen Glückwunsch! =)
17.07.2010
Maikaefer hat geschrieben:
Da zieh ich doch einfach mal meinen Hut vor dir! Glückwunsch!!
17.07.2010
Killari hat geschrieben:
Super, Marcel! Echt Wahnsinn, dass du das geschafft hast. Das ist mal wirklicher Einsatz! :)
Es wäre super, wenn du nächstes Mal für die Tiger läufst! :)
16.07.2010
Cata hat geschrieben:
wow ich bin neidisch. sowas wuerde ich nie schaffen. respekt auch von meiner seite aus. klasse aktion!!
15.07.2010
Janine hat geschrieben:
Ich finde es auch total super, dass du diese Aktion gestartet hast! Da gab es im Voraus sicherlich allerhand zu organisieren! Respekt! Dass du die Strecke überhaupt gelaufen bist ist der absolute Hammerl! Super dein Einsatz!! :)
14.07.2010
Bienenkoenigin hat geschrieben:
Respekt! Find ich gut... klasse Idee!
14.07.2010
MarcelKi hat geschrieben:
vielen Dank! ja das wäre eine echt gute Idee mit der Kamera! ich hatte das auch schon im kopf aber mir hätte eine kamera oder ein kameramann dazu gefällt!
13.07.2010
Florilla hat geschrieben:
Respekt! Super Leistung - wir sollten uns mal überlegen, deine nächste Aktion mit der Kamera zu verfolgen! Glückwunsch!
13.07.2010
Anni09 hat geschrieben:
Super Marcel! Ich bin stolz auf dich :)
13.07.2010
BackToNature hat geschrieben:
Respekt! War auch schon mal da oben ;) bin allerdings ganz gemütlich mit der Zahnradbahn gefahren^^
Auf Dzanga-Sangha und die nächsten 1000?!
13.07.2010
nera8 hat geschrieben:
Yeahhhh! Das ist echt Spitzenklasse, Respekt! Und viel Spaß bei deinen zukünftigen Läufen :)
13.07.2010
Nivis hat geschrieben:
Daumen hoch!!!! =)
13.07.2010
LeLe hat geschrieben:
Unglaublich!!-ich finde es echt bewundernswert, wie du das durchgezogen hast, Marcel! Ich gehe auch gerne mal joggen (25 Minuten auf flachem Grund:), aber ich würde niemals sowas schaffen-du kannst stolz auf dich sein! Und die Idee, mit dem Lauf auch noch für Dzanga-Sangha zu werben und direkt zu helfen war echt super! Ich kann mich den anderen eigentlich nur anschließen: Mach weiter so=)
13.07.2010
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Superklasse, echt bewundernswert ...!!!!
YEEEAAAH !!!!
13.07.2010
Biebele hat geschrieben:
Respekt!
13.07.2010
midori hat geschrieben:
Supiiiii! Hast Du toll gemacht! Und nächstes mal läufst Du für die Tiger!! *rawr* :D
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