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© Peter Jelinek / WWF
Jetzt für den Schutz der Roten Pandas stimmen!


von MatthiasAdler
30.03.2012
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Auf nationalgeographic.de könnt ihr unter sechs zu fördernden Projekten auswählen. Auch das Rote Panda Projekt des WWF steht zur Wahl. Die Naturschutzorganisation EOCA will den Gewinnern der Umfrage mit einer Spende fördern. Unterstützt den WWF und den drolligen Roten Panda mit eurer Stimme! 

JETZT für den Roten Panda voten!

Das „Rote Panda Projekt“ in Indien

Der Rote Panda ist eine ganz besondere Tierart, das erkannte schon Frederic Cuvier, der den drolligen Katzenbär erstmalig im Jahr 1825 wissenschaftlich beschreiben konnte. Cuvier gab ihm den Namen Ailurus fulgens – Katze mit glänzendem Fell. So richtig sicher war er sich nicht, welcher Spezies der Rote Panda denn nun zu zuordnen sei. Aber beieinem war er sich auf jeden Fall sicher: Er hat das „schönste Säugetier auf Erden“ entdeckt.

Der Rote Panda bevorzugt dichte Wälder mit hohem Kronenschluss © Peter Prokosch / WWF


Auch Stefan Ziegler vom WWF hat es der Rote Panda ganz besonders angetan: „Er ist allein schon deshalb etwas ganz Besonderes, weil er der einzige Vertreter einer eigenen Familie im Tierreich, den Katzenbären ist.“ So putzig der etwa einen Meter große Rote Panda auch sein mag, seine Spezies ist stark gefährdet. Die IUCN schätzt den Gesamtbestand auf weniger als 10.000 fortpflanzungsfähige Individuen.

Im Jahr 2005 initiiert der WWF im indischen Bundesstaat Sikkim, wo der Katzenbär auch auf dem Landeswappen abgebildet ist, das „Roter Panda Projekt“. Unterstützung erhält der WWF dabei vom Verband der Deutschen Zoodirektoren (VDZ).


Datenerhebung als Basis für die Schutzmaßnahmen

„Zunächst einmal haben wir eine Studie erstellt, um mehr über den Roten Panda zu erfahren, denn wirklich fundiertes Wissen gab es zuvor nur sehr wenig“, sagt Stefan Ziegler. Mithilfe von Satellitenaufnahmen wurde eine Landnutzungsklassifizierung vom zweitkleinsten indischen Bundesstaat Sikkim erstellt. Der Rote Panda bevorzugt typischerweise dichte Wälder mit hohem Kronenschluss. Der Anteil dieses Waldtypes entspricht in Sikkim allerdings nur 51 Prozent (684 km2).

Der Rote Panda ist auf dem Landeswappen der Provinz Sikkim dargestellt © WWF

Nach der Fernerkundung der Habitate erfolgten im Zeitraum von Mai 2007 bis Januar 2009 Feldstudien in den vier Schutzgebieten „Barsey Rhododendron Sanctuary“, „Pangolakha Wildlife Sanctuary“, „Kyongnosla Alpine Sanctuary“ und „Fambong Lho Wildlife Sanctuary“. Anhand der gesammelten Daten konnten die Forscher erstmalig die grundsätzlichen Ansprüche des Roten Pandas an seinen Lebensraum beschreiben.Sie fanden heraus, dass die Tiere auch offene Flächen betreten, um dort die Blüten des „Sikkim-Knöterich“ zu fressen. „Mit Hilfe der erhobenen Daten konnten wir den Bestand der Roten Pandas bestimmen. In Sikkim sind es lediglich zwischen 225 und 378 erwachsene Individuen“, sagt Stefan Ziegler.


Der Rote Panda - seit 1975 unter internationalem Schutz

Obwohl das Washingtoner Artenschutzübereinkommen(CITES) den internationalen Handel mit Roten Pandas und seinen Produkten schon seit 1975 verbot, ist nach wie vor die Wilderei und der Handel dafür verantwortlich, dass der Bestand der Roten Pandas in den vergangenen 50 Jahren um etwa 40 Prozent dezimiert wurde. Nachdem die Datenerhebung abgeschlossen war, erarbeitete der WWF gemeinsam mit dem Artenschutznetzwerk TRAFFIC eine Strategie um den Roten Panda in Zukunft besser zu schützen. Die unmittelbar betroffenen staatlichen Ermittlungs-, Vollzugs- und juristischen Organe wurden dabei in den Maßnahmenplan eingebunden.

Verbreitungsgebiet des Roten Pandas (Karte) © WWF


Inzwischen beteiligen sich zahlreiche Zoologische Gärten an der Aufzucht der Roten Pandas. In 249 Einrichtungen waren insgesamt 759 Katzenbären im internationalen Zuchtbuch registriert (Glatston, 2008). Unter diesen Zoos sind auch einige deutsche vertreten.

Handel, Wilderei und Bevölkerungswachstum bedrohen den Roten Panda

Trotz der ersten Erfolge des Projektes in Sikkim, ist der Rote Panda nach wie vor stark bedroht. „In Sikkim hat sich sie Bevölkerung seit 1970 mehr als verdoppelt. Die Siedlungsräume der Menschen überlappen sich oftmals mit den Habitaten der Roten Pandas“, sagt Stefan Ziegler. Die wachsende Nachfrage nach Feuerholz erhöhe unweigerlich den Druck auf die Katzenbären. Auch die Nutzung der Wälder zur Waldweide von Rindern beeinträchtigte den Aufwuchs bestimmter Bambusarten, die eine wichtige Nahrungsgrundlage für den Roten Panda darstellen. Neuere Untersuchungen deuten aber darauf hin, dass die staatlichen Verbote inzwischen stärker sanktioniert werden. Der wieder zunehmende Handel und die Wilderei an den Grenzregionen zu den benachbarten Staaten Nepal, Bhutan und China bereitet Ziegler jedoch große Sorgen.

Der Rote Panda als Inspiration

Dass der Rote Panda ein ganz besonderes Tier ist, hat im Übrigen auch die „Mozilla-Foundation“ erkannt. Der „Firefox“, einer der meistbenutzten Internet-Browser der Welt, verdankt seinen Namen nämlich eben jenem kleinen drolligen Katzenbären.

© Headerbild: Axel Gebauer / WWF

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Kommentare (12)
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11.05.2012
WolfSchlucht hat geschrieben:
Süß
29.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Wirklich süße Tiere und super Bericht ;D
04.04.2012
MatthiasAdler hat geschrieben:
Danke, dass Ihr uns unterstützt habt. Ich halte euch auf dem Laufenden, wenn wir wissen, wie das Voting ausgegangen ist. Ich gehe fest davon aus, dass der Rote Panda das Rennen gemacht hat.
31.03.2012
RosiR. hat geschrieben:
Die Tiere sind so schön und enzigartig und toller Bericht.
Ich werde dann jetzt auch mal Voten.
31.03.2012
Rhino hat geschrieben:
Ein wunderschönes Tier! :)

Sehr schön, das der WWF jetzt auch mal die Aufmerksmakeit auf den kleinen Verwandten des Maskottchen-Pandas lenkt! Er hat unseren Schutz ebenso nötig! :)

Danke für den super informativ geschreibenen Bericht! :)

@ isa584: in freier Wildbahn wird das schwierig, aber den gibt's in fast allen großen deutschen Zoos! ;)
30.03.2012
Alili hat geschrieben:
hab auch gevotet :)
30.03.2012
Marcel hat geschrieben:
gevotet! ;)
30.03.2012
micah hat geschrieben:
Ich wusste bis eben zwar nicht, dass es die überhaupt gibt, stimme aber Leon0220 zu, sie sind echt süß :) Hab natürlich für sie gevoted.
30.03.2012
Leon0220 hat geschrieben:
Rote Pandas sind richtig süß :D Hab jetzt auch für ihn gevotet und hoffe das er irgendwan mal wieder von der Roten Liste runter kommt! :D
30.03.2012
Anne95 hat geschrieben:
Ich habe auch für den Roten Panda gevotet :)
30.03.2012
Lars0220 hat geschrieben:
Ich hab auch schon gestern für ihn gevotet :) Das ist aber ein sehr interessanter Bericht über den Roten Panda :D
30.03.2012
Maddy hat geschrieben:
Rote Pandas sind soo süß!
Hab gestern schon für das Projekt gevotet :)
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