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© Peter Jelinek / WWF
"GreenLeaks" - Eine Enthüllung


von Franzi
23.02.2011
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Jeder von uns erinnert sich bestimmt noch an den Unfall der "Deep Water Horizon" im Golf von Mexiko im April letzten Jahres. Elf Menschen kamen dabei ums Leben und Unmengen von Öl flossen ins Meer und schädigten Menschen und Umwelt.

Zunächst wurde angenommen, dass es sich bei diesem Unglück um einen Unfall gehandelt hatte, später kam jedoch heraus, dass dieses tragische Ereignis durchaus hätte verhindert werden können, hätte BP nicht an wichtigen Sicherheitseinrichtungen gespart. Die Bohrinsel war zwar mit einem sogenannten „Blowout-Preventer“ ausgestattet, dieser besaß jedoch entgegen der weltweiten Standards keine Fernzündung und war technisch mangelhaft, weswegen er die Katastrophe nicht verhindern konnte.

Wäre die Öffentlichkeit früher auf diese Mängel aufmerksam gemacht worden und hätte entsprechend Druck ausgeübt, wäre BP vermutlich gezwungen gewesen, die Fehler zu beheben, bevor das Unglück passiert wäre.

Die Bilder der brennenden Bohrinsel und der ölverschmierten Vögel, die an den Küsten angespült wurden, beherrschten einige Zeit die Nachrichten, inzwischen hört man so gut wie gar nichts mehr von der größten Umweltkatastrophe dieser Art in der Geschichte.

Ein anderes Beispiel ist die Flutung des "Lake Pedder" in Tasmanien im Jahre 1972, um einen Damm zu errichten. Obwohl dieser See einzigartig in seiner Schönheit war und Lebensraum für viele in Tasmanien endemisch vorkommende Arten bot, sah die Regierung die Flutung als unvermeidbar und deklarierte, sie sei der Preis, den man für den Fortschritt zu zahlen hätte.

Später kam heraus, dass die Regierung jedoch schon Jahre zuvor Ersatzpläne in Auftrag gegeben hatte, die die Überflutung verhindert hätten. Vermutlich wäre diese Lösung jedoch sehr viel teuerer geworden.

Auch hier hätte die Öffentlichkeit - wäre sie denn informiert gewesen - handeln können.

Die Explosion der "Deep Water Horizon" gehört zu einer der eher wenigen Umweltkatastrophen, die auf der ganzen Welt Schock und Verzweiflung hervorgerufen haben. Oft bekommen wir ähnliche Desaster gar nicht mit, da die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen werden wollen bzw. ihren Ruf in Gefahr sehen und das Geschehene bzw. die Folgen vertuschen.

Dieses Problem sah auch Scott Millwood, und gründete mit einer Gruppe von Juristen, Journalisten und Umweltschützern die Plattform "GreenLeaks" im Internet, um auf Missstände im umweltverträglichen Handeln sowie im Verbraucherschutz aufmerksam zu machen.

Inspiriert wurde er dazu von Julian Assange’s "WikiLeaks", doch obwohl Millwood Assange sehr schätzt und ihn bewundert, verdeutlicht er immer wieder, dass "GreenLeaks" eine andere Ausrichtung als "WikiLeaks" hat. Zum einen liegt der Fokus von "GreenLeaks" nicht nur auf internationalen Themen, auch nationale und regionale Geschehen werden bedacht. Außerdem möchte "GreenLeaks" nicht nur auf Missstände aufmerksam machen, sondern diese so lange verfolgen, bis sie aus der Welt geschafft sind, oder, wie die Organisation es ausdrückt: "We follow our stories through to fruition."

Das Ziel liegt dabei nicht nur in der Behebung der Probleme, sondern auch in der Sensibilisierung der Menschen - und gerade der Unternehmer und Regierungen – für Umweltthemen. Es soll Überzeugungsarbeit geleistet werden, damit Unternehmen sehen, dass es auch in ihrem Interesse liegt die Forderungen der Öffentlichkeit zur Einhaltung von Umweltstandards ernst zunehmen.

Um zu vermeiden, dass Menschen, die brisante Informationen an "GreenLeaks" weiterleiten, deshalb in Schwierigkeiten geraten, soll bald ein sicherer elektronischer Postkasten eingerichtet werden. Bis jetzt erfolgt die Informationenweiterleitung noch ganz altmodisch über die Post.

Nach Meinung der Organisation ist es nur möglich Katastrophen wie die der "Deep Water Horizon" zu verhindern, wenn Unternehmen zum Einlenken bewegt werden können und die Bevölkerung frühzeitig über solche Mängel informiert wird.

So leistet "GreenLeaks" neben der Aufklärungsarbeit auch Präventionsarbeit und schützt damit die Natur und die Gesundheit vieler Menschen. Noch befindet sich die Idee in ihren Kinderschuhen, bald schon könnte sie jedoch einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Für mehr Info's: http://greenleaks.com/

Quellen:

http://greenleaks.com/

http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5020&tx_ttnews%5Btt_news%5D=97654&tx_ttnews%5BbackPid%5D=23&cHash=d276a66a8e

http://lochmaier.wordpress.com/2011/02/03/greenleaks-umweltklon-von-wikileaks-nimmt-arbeit-auf/

http://lochmaier.wordpress.com/2011/02/03/greenleaks-interview-mit-grunder-scott-millwood-wir-sind-anders-als-wikileaks/

http://www.sebastianbackhaus.de/page/2/

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Kommentare (6)
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Sortieren nach Aktualität:
23.03.2011
Carphunter hat geschrieben:
Hey!
Echt ne klasse Idee, ne top sache!
werde es weiter verfolgen und hoffe, dass es sehr viel erfolg haben wird
03.03.2011
LaLoba hat geschrieben:
Eine tolle Sache! Das werde ich auf jeden Fall im Auge behalten. Danke fuer den Bericht!
24.02.2011
LarissaKlemme hat geschrieben:
Ich find auch ,dass sich das gut anhört. Mich nervt es schon lange, dass man vieles erst nach Katastrophen erfährt, was hätte vermieden werden können. Dann denke ich immer:" Warum haben die das nicht vermieden? Muss ich erst an die Macht kommen, damit soetwas nicht mehr passiert ;)? Können wir Bürger denn da gar nicht gegen machen?" Jetzt mit hilfe von "GreenLakes" anscheinend schon, zumindest ein bisschen. Das wäre toll!
23.02.2011
UnsereGeneration hat geschrieben:
Super Sache finde ich. Vor allem die Tatsache, dass auch regionale Infos mit einbezogen werden, finde ich richtig gut.
23.02.2011
Franzi hat geschrieben:
Die website gibt es schon mit Informationen über das Selbstverständnis von "GreenLeaks", konkrete News haben sie aber noch nicht. Ich denke das braucht ein wenig Zeit bis es angelaufen ist, also müssen wir einfach dranbleiben :)
23.02.2011
Stoffie hat geschrieben:
hey :)
coole sache! weiß du wann das ganze online geht?
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