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Energiewendendemo München - Wahlveranstaltung oder doch noch Demo?


von JaneCS
22.03.2014
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Heute am 22.3. war diese eigentlich sehr sinnvolle, bundesweite Demo für die Energiewende.
Ich war in München und war absolut enttäuscht. Nicht nur, dass echt wenig da waren, grade wenn man bedenkt, dass hierfür ganz Bayern angesprochen wurde. Auch wurde es schon bei den ersten Rednern mehr zur Wahlwerbeveranstaltung. Klar: es wurden wichtige Punkte angesprochen: Die Energiewende GEHT schneller und die Regierung verweigert sich grade der Umsetzung. Aber mir fehlten konkrete Ansagen der anwesenden Politiker, anstelle von Wahlaufforderung und Säten mit der ungefähren Übersetzung: "Wir sind die Einzigen, die eure Wünsche und Begehren nicht egal sind"
Vielleicht haben es die in Bayern lebenden schon mitbekommen, dass auch Radio etc. die Veranstaltung als lächerlich darstellten.
Allein schon der Ort: Mitten in der Pampa am einzigen Windrad bei der Allianzarena. Und in dem Schatten von diesem spricht der Moderator davon, dass es rein unmöglich sei in Bayern Windkraft zu nutzen. Ironie pur.
Meiner Meinung nach wäre es sehr viel wirksamer und sinnvoller gewesen, wenn uns Leute gesehen hätten, als die, die es sowieso schon interessiert und die, die Ahnung haben, oder es zumindest glauben.
Am Ende setzen die Demonstranten, die scheinbar nur gegen die Kohlestromtrasse waren - falls ihr davon noch nichts gehört habt: Ecosia weiß auch alles - dem ganzen die Krone auf. Während der eine noch seine Rede hält fangen diese an, so laut "Die Trasse muss weg" brüllten, dass dieser trotz Mikrofon schreien musste, damit die erste Reihe ihn verstand.

Gut anzumerken wäre, dass auch aufgefordert wurde mehr Allianzen zu bilden und in dem Thema zusammenhalten und gemeinsam dazustehen...
und auch hier folgt ein großes ABER: Die Demonstranten selbst schienen sich ja auch nicht zu halten. Immer wieder viel die Floskel: "Wir in Bayern" und "Bayern hat als erstes" oder "Bayern hat am Besten" und Seiten hiebe auf etliche Bundesländer. Vielleicht kam mir letzeres auch als NRWlerin mehr so vor, wer weiß.

Schlussendlich, als die Veranstaltung sich dem Ende näherte, waren schon 2/3 weniger da, als zu Beginn. Ich könnte es mir erklären...

Mich würde mal eure Meinung interessieren, ist eine solche Demonstration mit solcher Planung und Umsetzung sinnvoll? Bringt das überhaupt etwas?
Oder setzt das die Bewegung für die Energiewende sogar in ein falsches Licht?
Und ist es in den anderen beteiligten Städten besser gelaufen?

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Kommentare (5)
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24.03.2014
Peet hat geschrieben:
Ich kann immer nur empfehlen, die Reden einfach außen vor zu lassen...Bei jeder Demo/Veranstaltung wie diese, sind die Redner meistens grausam schlecht und versuchen nur ihre Politik zu verkaufen. Dabei ist es dennoch wichtig ein Zeichen zu setzen und mit bei der eigentlichen Aktion zu sein. Beeinflussen, was am Ende geredet wird, kann man dann leider weniger.

Im Grunde kann man nur versuchen es mit klugen Demo-Rufen, Bannern oder Aktionen wieder gut zu machen.

In Düsseldorf lief es soweit ganz gut und wir waren knapp 5.000 Leute. Für das angekündigte Wetter war die Anzahl ganz ok. Aber am Ende hatten auch wir die seltsamsten Redner am Start. Ist leider immer so...Frag mal Fabia. :p
23.03.2014
regentag hat geschrieben:
Oh, Cosima und ich waren auch dort, allerdings haben wir euch nicht gesehen...
Dass so wenig Menschen da waren, hat mich persönlich auch enttäuscht. Und natürlich wäre es besser gewesen, wenn die Veranstaltung zentraler gewesen wäre oder zumindest ein Marsch in die Innenstadt stattgefunden hätte, anstatt nur auf dem doch ziemlich abgelegenen Berg zu sitzen.
Was die Reden angeht, natürlich stimmt es, dass einige Politiker das ganze eher als Publicity genutzt haben, andererseits fand ich, dass gerade die ersten Reden die Thematik sehr gut aufgefasst haben bezüglich der Inkonsequenz des Atomausstiegs und der Energiewende, der immer wiederkehrenden Behauptung es könne zu Energieengpässen oder Black outs kommen... Und wer hat denn gesagt, die Windenergie sei in Bayern sinnlos? Wurde nicht die 2km-Abstand-von-Ortschaften-Regelung aufs schärfste kritisiert? Ich fand es auch gut, dass den ganzen Umweltverbänden nochmal vor Augen geführt wurde, dass man nicht alle Naturschutzgebiete zerstören müsste um das Ziel der Windenergie zu erfüllen.
Etwas kritisch bin ich allerdings auch. Parteien wie die DKP nutzten die Veranstaltung offensichtlich auch, um als grüne, umweltfreundliche Alternativen in den Medien zu erscheinen. Und viele Anwesende jubelten Biogas als Lösung hoch, was ja auch fraglich ist...
23.03.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Ich denke, dass vor allem die Ironie, die du angesprochen hast, unangemessen ist. Wie sollen die Leute, dass Thema denn ernst nehmen, wenn sich nur darüber lustig gemacht wird? Das ist meiner Meinung nach ein sehr entscheidender Aspekt.

@FranziV:Ich habe gestern Abend noch in den Nachrichten was zu den Demos gesehen, wo sich auch viele Leute postitiv über die Demos geäußert haben und auch gesagt haben, dass sie dieses Thema sehr wichtig finden.
23.03.2014
Monamona hat geschrieben:
Also, in Hannover war die Stimmung super, die Reden waren okay und die 40 Traktoren waren schon ziemlich cool... Aber zu Anfang kam es mir eher vor wie auf dem Jahrmarkt mit lauter Ständen und Musik und (veganer!) Bratwurst und lauter Luftballons und Fahnen :)

Deine Bedenken verstehe ich. Ist natürlich schade, bei so einer wichtigen Demo. Aber in Hannover war es, glaube ich, ziemlich wirksam, wir waren fast 8000 Demonstranten und haben über zwei Stunden lang die komplette Innenstadt blockiert. Die gesamte Aktion dauerte sechs Stunden.... Ich schreibe in den nächsten Tagen mal einen Bericht darüber, wenn ich die Fotos habe :)
22.03.2014
FranziV hat geschrieben:
Ja..ich kann dich verstehen, ich war dort und ich war auch echt enttäuscht, dass so wenige Leute da waren (vor allem kaum junge!)
Wegen der Wahlwerbung denk ich schon, dass die Politiker das so gut nutzen wie sie können (z.B. natürlich Dieter Reiter, der extra gekommen ist, um sich noch die Stimmen von Linke-/Die Grünen-/ÖDP-Wähler zu sichern, aber die Politiker, die auf der Bühne standen warscheinlich auch...)
Ich kann's auch wirklich nicht verstehen, warum sie's da draußen beim Windrad gemacht haben, symbolisch natürlich toll, aber damit verfehlen sie natürlich ihr Ziel, auf ein Problem aufmerksam zu machen..
Aber gut, ich hoffe heute Abend kommt ein kurzer Beitrag in der Tagesschau und auch das wär ja dann auch schon irgendwie eine gute Sache!
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