Durchstarten für unsere Erde!


Uuuund


Action!


© Peter Jelinek / WWF
Earth Hour Nimwegen - Interview zum Projekt WorldWeWant


von Madamsel
17.03.2015
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Heb je zin om een geweldige avond samen met leuke mensen te verbrengen en daarbij ook nog het goede doel te steunen? Wil je graag deel uitmaken van een gigantisch globaal event en een signaal geven voor meer duurzaamheid en milieubescherming? Hou je van andere landen, culturen en aventuur? Dan kom naar Nijmegen en vier de Earth Hour met ons!

Für wen das gerade wie Kauderwelsch klang, der sei somit informiert: Das war Holländisch :-)

Globaal event – klimaat – licht uit – Na, worum geht’s? Klar, um die Earth Hour natürlich! Stolz darf ich verkünden, dass in diesem Jahr auch eine Earth Hour in Nimwegen stattfinden wird, genauer gesagt in einem veganen Café in der Altstadt. Was uns erwartet ist ein bunter Abend mit Kerzen basteln, leckerem Essen aus ‚geretteten‘ Lebensmitteln und ein Wissensquiz rund um Klima und Nachhaltigkeit.  Damit das ganze zum Erfolg wird, ist eins besonders wichtig: Eure Unterstützung! Kommt vorbei und lernt unsere Nachbarn ein bisschen besser kennen! Die Holländer sind ein offenes, lustiges Völkchen und Nimwegen ist lebendig, bietet viel zu entdecken und liegt nur 10 km hinter der deutschen Grenze. Außerdem passt in mein Zimmer locker noch eine zweite Matratze für einen WWF Jugend Gast. Also, wenn du Bock auf einen Wochenendausflug inklusive Earth Hour hast, dann bist du herzlich willkommen! :-)

Hier gehts zum Kalendereintrag und hier zur Gruppendiskussion.

Neben Essen, Quiz und guter Laune wird während der aber noch etwas anderes am Laufen sein:  Eine Foto-Aktion von WorldWeWant. Denn bei der Organisation der Earth Hour wurde ich von Marlen, die bei der Initiative von WorldWeWant aktiv ist, tatkräftig unterstützt. Was es damit genau auf sich het? Nun, das erfahrt ihr am besten von Marlen persönlich!

 

 

Marlen, bevor wir zur Sache kommen, magst du dich kurz vorstellen und uns erzählen was du machst und welche Dinge dich interessieren oder beschäftigen?

Ich bin Marlen, 19 Jahre alt und studiere Künstliche Intelligenz in Nimwegen  in den Niederlanden. Ich bin schon sehr lange bei UNICEF aktiv und interessiere mich für Kinderrechte, Umwelt und nachhaltige Entwicklung. Über WorldWeWant hatte ich die Chance mich über diese und andere Themen mit vielen anderen Jugendlichen auszutauschen.

 

Und was genau ist WorldWeWant?

WorldWeWant ist eine Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und UNICEF Deutschland. Für die neuen Millenniumsentwicklungsziele der UN ab 2015 sollten auch die Meinungen von Jugendlichen einfließen, denn schließlich werden mit diesen Zielen wichtige Grundsteine für die Welt in der wir später leben werden gelegt.  Deshalb wurde das Online-Forum www.worldwewant.de eingerichtet, um Jugendlichen die Möglichkeit zu geben über die Welt von Morgen zu diskutieren.

Von allen Jugendlichen, die dort diskutiert haben, wurden 17 zu einem Workshop in Berlin eingeladen, um die Ergebnisse dem damaligen Entwicklungsminister Dirk Niebel vorzustellen. Etwas später wurde dann entschieden, dass das Projekt weiter gehen und internationaler werden sollte. Zu zwei weiteren Workshops in Bonn und Berlin wurden deshalb neben 10 deutschen Jugendlichen auch 10 junge Menschen aus der ganzen Welt, unter anderem aus Burundi und den Philippinen, eingeladen.

Beide Male wurden auch zwei Vertreter aus unserer Gruppe ausgewählt, die unsere Ergebnisse in New York vor Vertretern der United Nation und anderen wichtigen Entscheidungsträgern vorstellen durften. So sind unsere Forderungen auch in die Diskussionen der UN-Vollversammlung zu den Millenniumsentwicklungszielen eingeflossen.

 

Wow, das klingt nach einem großem Projekt mit viel Potential! Wie bist du denn eigentlich zu WorldWeWant gekommen? Und was waren deine Beweggründe für eine Bewerbung?

Ich habe bei einem Workshop von UNICEF von WorldWeWant erfahren. Bei den Onlinediskussionen habe ich sehr gerne mitgemacht, weil es mir Spaß gemacht hat, mich mit anderen Jugendlichen auszutauschen und zu erfahren was ihnen wichtig ist. Außerdem fand ich, dass es eine tolle Möglichkeit war, um als Jugendlicher gehört zu werden.

Für den ersten nationalen Workshop in Berlin wurden zunächst anhand der Online-Beiträge einige Jugendliche ausgesucht, von denen dann anhand eines Bewerbungsbogens mit ein paar Fragen zum bisherigen Engagement und persönlichen wichtigen Themen die 17 Geeignetsten ausgewählt wurden.

 

Und unter diesen 17 warst auch du. Na, da konnte die Reise nach Berlin ja losgehen! :) Wie genau sahen die Workshops denn aus? Was war dein persönliches Highlight und was sind die wichtigsten Dinge, die du aus der Zeit dort mitnimmst?

Wir konnten uns für ein bestimmtes Thema entscheiden und haben dann in kleineren Gruppen diskutiert, was uns bei diesem Thema am wichtigsten ist. Bei dem nationalen Workshop ging es vor allem darum, unsere wichtigsten Botschaften an Dirk Niebel zu formulieren. Bei den zwei internationalen Workshops haben wir an einer Youth Charta gearbeitet, also einem Dokument, in dem unsere wichtigsten Forderungen standen. Neben den Diskussionen haben wir auch Trainings bekommen, zum Beispiel wie man am besten mit Politkern diskutiert und seine Botschaft wirklich übermittelt.

Für mich waren die beiden internationalen Workshops ein besonderes Highlight. Wir kamen aus so vielen verschieden Ländern und hatten alle ganz unterschiedliche Ideen, Einstellungen und Persönlichkeiten, aber trotzdem sind wir als Gruppe sehr zusammengewachsen und hatten inspirierende Diskussionen!

 

Das kann ich mir gut vorstellen! Und wie ging es dann nach dem Workshop weiter?

Wir haben auf dem Workshop entschieden, dass wir nicht nur viel von den Politikern fordern wollen, sondern auch unser eigenes Handeln überdenken wollen. Wir haben uns deshalb alle eine Sache ausgesucht, die wir für ein Jahr anders machen wollen, ich habe mich z.B. entschlossen kein Fleisch mehr zu essen. Wir wollten auch andere Menschen dazu motivieren, ihr Handeln zu überdenken und haben deshalb eine  facebook-Seite erstellt, auf der jeder sein eigenes „Commitment“, gerne auch mit Foto, posten kann. Die ersten Commitments hatten wir während des Zukunftscharta-Events in Berlin gesammelt. Dort waren alle Menschen total aufgeschlossen und haben sehr gerne mitgemacht!

 

Ja, Commitments zu sammeln ist auch bei anderen Aktionen eine gute Möglichkeit um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und sie zum Nachdenken zu bringen. Genau das, was wir uns von der Earth Hour in diesem Jahr erhoffen!

Obwohl das WorldWeWant-Projekt vorerst keine neuen Bewerbungen zulässt, gibt es ja noch eine Reihe anderer Workshops und Kongresse, an denen man als Jugendlicher teilnehmen kann. Möchtest du den WWF Jugend Mitgliedern diesbezüglich noch etwas mit auf den Weg geben?

Haltet die Augen offen, wo es Möglichkeiten gibt, euch und eure Meinung einzubringen! Es gibt immer wieder tolle Projekte für Jugendliche, die selten von vielen wahrgenommen werden. Und wenn es solche Projekte gerade nicht gibt, sucht trotzdem nach Möglichkeiten, um eure Forderungen an Politiker zu übermitteln! Denn eure Meinungen sind wichtig und müssen gehört werden!

 

 

Wahre Worte! Augen offen halten – aber wie und wo am besten? Hier in der Community tauchen ja immer wieder Erfahrungsberichte zu Kongressen auf oder Aufrufe zu Bewerbungsrunden. Der jährliche Biodiversitätskongress Jugend Zukunft Vielfalt, der Mitmachkongress von utopival oder der kommende J7 Jugendgipfel sind nur wenige Beispiele. Ihr habt noch andere coole Projekte dieser Art gefunden oder wart bereits auf einem und könnt eure Erfahrungen dazu teilen? Dann schießt los, ich bin gespannt auf eure Kommentare!

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Kommentare (3)
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Sortieren nach Aktualität:
22.03.2015
Sunlight hat geschrieben:
Sehr interessantes Interview! :)
Ich kann mich den anderen nur anschließen, klasse dass Du die EH auch mit nach Holland trägst und ich wünsche Euch ganz tolle Stunden :)
18.03.2015
Cookie hat geschrieben:
Danke für den tollen Bericht! Was ihr vorhabt, klingt super und ich wünsche euch eine wunderschöne Earth Hour! :)
17.03.2015
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Das WorldWeWant-Projekt klingt echt interessant! Danke, für das Interview und cool, dass die Earth Hour über Grenzen hinweg organisiert wird! Ich bin mir sicher, das wird ein Erfolg!
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