Durchstarten für unsere Erde!


Uuuund


Action!


© Peter Jelinek / WWF
Earth Hour Leipzig


von peacemeinfreund
26.03.2016
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Die Außenwerbung des Pizza LAB, unser diesjährige Gastgeber der Leipziger Earth Hour, fällt sofort in mein Auge als ich von meinen Schwerbepackten Fahrrad steige. Svenja ist mit ihrer Freundin bereits da und hat auch schon ein paar Kerzen aufgestellt, die gleich danach in meinen Blick fallen. Zu gleich ist auch Tina angekommen, gemeinsam betreten wir den Laden mit meinem Infomaterial. Mich empfängt eine wunderbare Atmosphäre und mir wird klar, dass wir eine super WWF Aktion. Allerdings müssen noch einige Kerzen angezündet werden, um den Laden innerhalb der einen Stunde anderweitig zu erleuchten. Franzi und ihre Freundin Svenja sind nun auch eingetroffen und wir werden aktiv. Der Banner und unsere Lampions werden aufgehängt sowie die angezündeten Kerzen in der Küche, hinter der Bar und auf den Tischen verteilt. Beim Banner aufhängen können wir noch ein paar Leute dazu begeistern länger im Laden zu bleiben. Mit Begeisterung entdecken Sie die Spiele, die im Laden ausliegen und genießen so mit uns den Abend.

 

Noch ist das Licht an, doch die Laternen sind verteilt.

Leider gab es bei unserer Planung ein kleines Missverständnis und so mussten wir den Abend ohne Band auskommen. Der Laden ist recht klein und so konnten wir die kleine Sitzecke beibehalten auf der die Band ihren eigentlichen Platz gefunden hätte. Die „Erdenstunde“ rückt immer näher und auch wir müssen immer mehr zusammenrücken, denn immer mehr Gäste kommen an. Als endlich alles vorbereitet ist, wird es langsam ernst. Die Küche macht auch das Licht aus und es wird mehr nach Instinkt und mit viel Gefühl weiter gekocht. Nun beginnt die Stunde und wir müssen uns für eine Pizza entscheiden.

"Im Dunkeln ist gut munkeln"- Die Earth Hour nehmen wir mal genauer und so ist auch in der Küche das Licht aus.

Das Pizza LAB ist eine vegane Pizzeria und Bar. Der Name kommt auch nicht von ungefähr. Neben bereits vorgegebenen Pizzaangeboten werden, kann man sich seine Pizza auch frei zusammenstellen. Die Beläge sind ganz wie in einem Labor nach dem Periodensystem angeordnet. Anstelle der Gruppen Nicht-Metalle, Metalle oder Edelgase. Sind die Beläge in Preisklassen eingestellt. Bei der Bestellung gibt man dann auf einem kleinen Zettel die Atomzahlen der Elemente, die man seiner Pizza dazu „mischen“ möchte. Aber auch der Wein, die Smoothies und der Balsamico auf jedem Tisch wird in Laborutensilien kredenzt. Neben der Pizza kann man das gleiche Spiel auch mit seinem Salat betreiben und wer davon nicht satt wird, kann natürlich auch noch einen veganen Nachtisch bestellen.

Bei mir gab es Bananen, Erdnussmuss und Chilli auf die Pizza. Wirklich sehr zu empfehlen, wenn man nicht gerade auf die Chili beißt.

Kurz vor Ende der Stunde schneiden noch einmal viele Gäste rein, um gemeinsam die Earth Hour abzuschließen kommen wir noch zu unserem kleinen Highlight des Abends. Franzi konnte eine Freundin dazu gewinnen einen Peotry Slam zu schreiben, welches Sie nun mit uns teilten. Dieser sollte nun auch mit euch geteilt werden:

 Blaues Gold
Du hast mich lebend ins Leben gebracht, mich zu diesem und jenem gemacht und dafür habe ich nie eine Gegenleistung erbracht.
Ich habe es als selbstverständlich hingenommen und dadurch irgendwie auch angenommen, dass es ist wie es ist, vernommen dabei maximal, dein Vorkommen  - dass es dich gibt, irgendwo da draußen.
Doch wie es dich gibt und warum es dich gibt und was du uns gibst, das habe ich so nie gefragt. Ich habe gefragt, wie wir hier sein können und warum es ist wie es ist, aber warum du gibst, was du gibst, das habe ich nie gefragt, nie gesagt, nie gewagt auch nur zu denken.
Gedacht habe ich vieles – ich habe oft daran gedacht, wie ich Marienkäfer retten kann. Und dann habe ich eine Marienkäferfarm in meinem Zimmer aufgemacht und aufgewacht bin ich dann unter Marienkäferleichen – leider. Dabei habe ich sicher mehr kaputt gemacht als dir zu helfen, aber damals hey, da war ich ein Kind.
 Ich habe auch oft darüber nachgedacht, wie es wäre, Wasser in unser Haus zu pumpen und dann vom Dachfenster aus hinein zu springen.
Ich dachte an die blauen klaren Fluten die dann durch mein Zimmer fließen würden, die belebende Erfrischung beim Eintauchen nach dem Sprung und habe mich gefragt, wie es ist, unter Wasser Klavier zu spielen. An das, was dabei kaputt gehen würde, habe ich nicht gedacht. Und auch nicht, wie das Wasser im Haus bleiben sollte oder wo es dann hinfließt und schon gar nicht, wo es herkommt und warum wir hier so viel davon haben und dort so wenig. Aber hey, damals, da war ich ein Kind.
Nachgedacht habe ich über Möglichkeiten, ein Haus zu bauen. Ich malte unzählige Grundrisse und konstruierte die verrücktesten Räume. Ich baute eine Rollschuhbahn und eine Eislaufhalle ein und ein Kletterturm durfte auch nicht fehlen. Wo dieses Haus stehen sollte und wo es überhaupt herkäme, daran dachte ich nicht. Und noch viel weniger habe ich mich gefragt, wie dieses Haus versorgt werden sollte. Doch damals, hey, da war ich ein Kind.

Aber jetzt bin ich kein Kind mehr. Jetzt bin ich ein Mensch, der Verantwortung übernehmen kann, wenn er will. Und ich muss, verdammt nochmal, ich muss! Denn jetzt, jetzt weiß ich immer mehr wer du bist. Du bist ein verstricktes und verzwicktes Netz aus Fragen und Theorien und wenigen Antworten verworren in Worten fremder Sprachen… von denen ich keine einzige spreche. Ich verstehe dich nicht. Du bist ein Phantom, ein Schatten, sobald ich dich fangen will entgleitest du mir. Du bist ein strahlender Stern der nur am Tag leuchtet und ein schwarzer Fleck in der Nacht, ein… ein.. .ich weiß es nicht.
Was ich weiß ist: Du hast mich lebend ins Leben gebracht, mich zu diesem und jenem gemacht und dafür hab ich nie eine Gegenleistung erbracht.
Doch dafür wird es langsam Zeit. Und das nicht nur für mich, sondern auch für alle anderen. Denn du hast uns lebend ins Leben gebracht, uns zu diesem und jenem gemacht und dafür haben wir nie eine Gegenleistung erbracht.

Denn, du bist und bleibst ein ewiges Phantom, du bist da aber wir wissen nicht warum und du bist so gütig und so grausam, du bist glühend heiß und eiskalt und KRANK. Du bist unsere Mutter, unser blauer Planet, die Erde, auf der alles steht. Und fällt. Wenn es so weiter geht.
Wir verschmutzen dich und nutzen dich… - viel zu oft aus, wir verpesten dich mit Abgasen und verätzen dich mit Säuren, dabei bist du… unsere Basis…
DU bist unser Zuhause.
Wir erleuchten, wir beleuchten dich, wir durchleuchten dich. Wir rauben dir den Schlaf. Aber jetzt sind wir keine Kinder mehr. Jetzt sind wir Menschen, die Verantwortung übernehmen können, wenn sie wollen. Und wir müssen, verdammt noch mal, wir müssen! Und, so schenken wir dir, wenigsten eine Stunde – kurze – Ruhe. Bis du wieder ganz gesund werden kannst.

Nach einer Stunde wird dann vor allem im Bar und Küchenbereich wieder das Licht angemacht und wir genießen noch ein wenig die Zeit im LAB. In Leipzig war dieses Wochenende „leider“ auch Buchmesse weshalb es ein wenig schwieriger war, die Aktionen neben der Vielzahl der Veranstaltungen des „Leipzig Liest Festes“ zu werben. Der Lesungsschluss hat dann dafür gesorgt, dass es noch etwas voller wurde im Laden. Wir hatten trotzdem einen super Abend und freuen uns auf das kommende WWF Jugend Jahr!

created by Svenja

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Kommentare (5)
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Sortieren nach Aktualität:
01.04.2016
Sunlight hat geschrieben:
Sehr coole Aktion, danke für den schönen Bericht!
so eine Pizzeria möchte ich hier in der Gegend auch haben ;)
Und der Poetry Slam ist echt genial!!
29.03.2016
Buchenblatt hat geschrieben:
Der Poetry Slam geht echt unter die Haut... Danke!
27.03.2016
OekoTiger hat geschrieben:
Toller Beitrag
26.03.2016
Ronja96 hat geschrieben:
Klingt super und unglaublich lecker. =)
26.03.2016
Cookie hat geschrieben:
Klingt nach einer unglaublich leckeren Earth Hour! In diese geniale Pizzeria muss ich unbedingt auch mal! Wahnsinn, dass sie bereit waren, sogar in der Küche dunkel zu machen
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