Durchstarten für unsere Erde!


Uuuund


Action!


© Peter Jelinek / WWF
Earth Hour Erfahrung in Hamburg


von Gaelithil
24.03.2013
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Die Earth Hour in Hamburg - Eine Geschichte von Wind, Kälte und... hab ich den Wind schon erwähnt?

Aber fangen wir erst mal von vorne an... Lange haben wir Hamburger überlegt, was wir aus unseren vielen Kerzen basteln wollen... irgendwann kam von meinem Bruder die spontane Idee, eine Glühbirne zu legen und den Glühdraht pünktlich um 20:30 Uhr wieder auszublasen. Eine super Idee, die ich denn auch vorher schon mal ausprobiert habe:

Sooo schlecht sah das wirklich nicht aus, also zog ich um 16:30 Uhr mit einem Kofferraum voller Infomaterial, einem Tapeziertisch, vielen Kerzen, meinem Bruder im Schlepptau und vor allem voller Motivation und mit einem Dauerohrwurm (natürlich 'City Lights') los. Doch schon bei der Parkplatzsuche (möglichst in der Nähe von unserem Standort) kam Frustration auf, es war einfach nichts zu finden. Also Bruder rausschmeißen, damit er mit Mary-Lou zum Parkhaus kommen kann und endlich ein Plätzchen für mein Wägelchen gefunden. Jetzt noch das Infomaterial (und den Tisch und die Kerzen und den Tee) zur Brücke schleppen und anfangen aufzubauen.

Der Kampf mit der nigelnagelneuen WWF-Jugend-Flagge (danke nochmal dafür an den WWF, die kam genau pünktlich) gegen den ziemlich starken Wind, war ziemlich anstrengend, aber schließlich haben wir auch das geschafft. Vom letzten Jahr hatten wir noch kleine Steine, die wir auch dieses Jahr wieder benutzen wollten, um unser Infomaterial vor dem Wegwehen zu schützen. Doch wir hatten diese Rechnung ohne den Wind gemacht. Dem wollte es offenbar absolut nicht gefallen, dass wir ihm trotzten, also hat er immer wieder sehr starke (und furchtbar kalte) Böen geschickt. Ihr glaubt nicht, wie oft wir losgelaufen sind und unsere Flyer und Broschüren wieder einzufangen... da bekommt der Begriff 'Flugblatt' ne ganz neue Bedeutung :D

Als wir erkannten, dass es nichts bringt unser Infomaterial weiter auszupacken, haben wir alles wieder eingeräumt und stattdessen ne Probekerze aufgestellt. Wir hatten die Befürchtung, dass die Kerzen (vor allem die Teelichter, die den Glühdraht darstellen sollten) genauso wegfliegen, wie die Flyer. Und richtig, die Kerze wäre uns auch fast weggeweht worden. Zu diesem Zeitpunkt waren wir fast festgefroren und auch unsere Motivation ist entweder eingefroren oder vom Wind fortgeblasen worden. Auf jedenfall hatten wir nicht mal mehr Lust unseren Tee zu trinken. Auch die Passanten waren nicht wirklich interessiert an unserem Infostand (eine Dame hat uns irrtümlich für Leute von der IBA gehalten, denn direkt neben unserem Stand befand sich eine Figur, die auf diese Bauaustellung aufmerksam machen wollte. Sie wollte von uns wissen, wie sie denn 'rüberkäme' und war ziemlich genervt als ich gefragt habe, wohin denn. ;) Dann ist sie frustriert wieder abgezogen). Also haben wir beschlossen, wieder abzubauen und uns erstmal aufzuwärmen. Also alles wieder zusammengepackt, ab zurück ins Auto gepackt und los ins nächste Café. Da saßen wir denn bis 20:15 Uhr, sind denn zum Rathaus zurückgegange und haben brav unsere Fotos gemacht.

Das Rathaus vor der EH

Und während der EH

Als wir denn noch ein wenig auf dem Rathausplatz standen und uns unterhalten haben, wurden wir auf ein Grüppchen von 4 Personen aufmerksam, die in der Nähe standen und sich über die Earth Hour unterhielten. Wir kamen miteinander ins Gespräch und erfuhren, dass sie nur wegen der EH nach Hamburg gekommen waren und ziemlich enttäuscht waren, dass Hamburg als ehemalige Umwelthauptstadt nicht mehr auf die Beine stellt, als nur das Rathaus und die Kirchen in Dunkelheit zu hüllen. Bevor wir uns voneinander verabschiedeten, kam noch Verwirrung auf. Offenbar hat die Firma adidas sich überlegt, das wegen der EH verdunkelte Rathaus als Leinwand zu nutzen und Werbung zu machen - FRECHHEIT!

Schade, dass uns der Wind einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hat, doch Mary-Lou hat schon einen Plan für das nächste Jahr: Es soll ein großes Kerzenbild auf dem Rathausmarkt geben, notfalls auch ohne Infostand (sowas ist auf dem Platz verboten, wenn ich das richtig verstanden habe). Vielleicht erreicht man damit ja mehr Menschen und hoffentlich spielt denn auch das Wetter mit!

Liebe Grüße

Kristina (die inzwischen wieder komplett aufgetaut ist)

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Kommentare (4)
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25.03.2013
MaRyLoU hat geschrieben:
Ach ja unsere lieben Flugblätter ;) Nächstes Jahr wirds aber bestimmt was :DD
25.03.2013
Marcel hat geschrieben:
Danke, dass ihr so tapfer durchgehalten habt! Trotz der Kälte und des Windes habt ihr nicht aufgegeben. Das ist wiederum mehr als ein deutlich sichtbarer Punkt - das ist ein Ausrufezeichen! ;)
25.03.2013
gelöschter User hat geschrieben:
An dieser Stelle noch einmal mein Eindruck zur Stunde für die Erde in Hamburg:

Wetter: Schrecklich. Sonne, ja. Aber eben auch eisige Kälte und viel zu viel Wind, die für gefühlte arktische Temperaturen sorgten.

Termin: Ungünstig. An einem Wochenende in Hamburg ist prinzipiell viel los - und an diesem war es ganz besonders viel. Nicht nur, dass der Hamburger Dom (http://www.hamburg.de/dom) zum ersten Mail in diesem Jahr öffnete, auch die Internationale Bauausstellung (IBA, http://www.iba-hamburg.de) feierte große Eröffnung mit Reden, Musik & Show - und Unmengen von Besuchern. Da hatte dann auch die Stadt nicht mehr allzu viele Kapazitäten für noch eine Veranstaltung.

Und doch: Der allergrößte Teil von Hamburgs öffentlichen Gebäuden schaltete sein Licht aus. Nicht nur das Rathaus, auch alle Hauptkirchen, die nach wie vor die Skyline prägen, blieben im Dunkeln. Und nicht zuletzt der weltgrößte Lagerhauskomplex der Welt, die Speicherstadt, war unbeleuchtet.

Earth Hour in Hamburg: Ja, sie war da, sie ist angekommen, sie wurde durchgeführt. Aber es war eine leise Stunde - ohne großes Tamtam, aber mit vielen dunklen Häusern. Vielleicht wurde kein großes Ausrufungszeichen gesetzt, aber doch ein deutlich sichtbarer Punkt. Denn das geht auch ohne laute Musik, tausende Kerzen und unzählige Reden.
24.03.2013
anni95 hat geschrieben:
Die Kälte war in Berlin auch schrecklich, aber das Wind war okay.
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