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© Peter Jelinek / WWF
Die WWF-Jugend - Was uns unterscheidet!


von MarcelB
05.06.2012
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100 P
Tags: WWF-Jugend

Ich sitze im Auto meiner Mitfahrgelegenheit, schräg vor sitzt ein Mann mit Zeitung. Ich kann die Seite erkennen, die er gerade liest. Auf ihr steht „Wie die Queen erfuhr, dass sie Queen wurde“. Ich gucke wieder weg, diesmal ins Leere, aus dem Auto, in die Landschaft die sich jenseits der Autobahn erstreckt und träume ein wenig vor mich hin.
Messen wir Zeit, Epochen und Momente wirklich nur an berühmten Persönlichkeiten? Werden mich meine Kinder eines Tages fragen „Papa, du warst doch damals noch jung, als die Queen, Michael Jackson und Johannes Paul II. noch gelebt haben??“, „Wie ist es so beinahe gleich alt wie Justin Biber und Miley Cyrus zu sein??“ oder „Wie war das damals, als Mark Zuckerberg Facebook gründete??“. Mich gruselt's.

Ich denk ein wenig an mein eigenes Leben bisher. War es nicht im Geschichtsunterricht genauso? Klar hat man immer die wichtigen Ereignisse im Kopf: Französische Revolution, Gründung der EU oder Mauerfall. Aber wie oft standen die beteiligten, bekannten Personen im Vordergrund. Zitate, Gesichter und Gesten entscheiden bis heute das Leitbild unserer Geschichte.
Man denkt hier vor allem an die Politik. Die mit ihren Musterbeispielen die Vorreiter sind. Merkels Mundwinkel und die Haltung ihrer Hände bestimmen bis heute die Stimmung um den Euro, Röttgens Brille – ein Symbol des Rauswurfs aus dem Umweltministerium aber auch Seehofers „wahren“ Worte im ZDF. Alle tragen sie dazu bei Merkmale in unser Gedächtnis zu brennen.

Wer heutzutage in der Öffentlichkeit präsent sein will, muss Signale setzen. Wird es Zeit, dass die „Öko-Lobby“ auch endlich mal Gesichter, Gesten oder Sprüche bekommt die überall auf der Welt erkannt werden, frage ich mich...

Uns begegnen ständig solche Zeichen im Alltag. Von der morgendlichen Busfahrt mit den gleichen Personen, dem Freund in der Pause mit der gleichen Brotbox jeden Tag oder dem Lehrer vorne mit seinen ganz eigenen Macken. Was unterscheidet sie von uns?

Wir lernen uns die Römer wie Krieger in Uniformen vorzustellen, die alle gleich aussahen und das gleiche gedacht haben mussten. Dabei waren sie genau so Menschen wie wir heute mit Gedanken, Gefühlen und Gesten. Würde jemand aus der Zukunft in diesem Augenblick eine Infotafel über „Uns“ im Jetzt lesen. Stellt er sich sicherlich eine Person vor und überträgt sie auf uns alle. Dabei sind wir alle völlig unterschiedlich. Stehen für die Verschiedenste Sachen, kleiden und sprechen anders. Ob dieses Problem schon die Alten Kulturen hatten und damit auch die zukünftigen kämpfen werden?

Wir „Normalos“ sind die Säulen unserer Kultur. Der Kultur um die Menschheit. Von den Azteken über die Chinesen, bis hin zu den Normannen und Ägyptern.
Nach langen hin und her stelle ich fest, dass es ganz gut ist, dass unsere kleine „Öko-Lobby“ weltweit keine allzu bekannten Gesichter hat.

Eine Gemeinschaft in der alle das gleiche Stimmengewicht haben und in der man zu jedem frei das sagen kann, wovon man überzeugt ist, halte ich für das beste. Und ich denke, dass es hier in der WWF-Jugend nicht anders ist. Und das gefällt mir so ungeheuer!

Wir sind eine Gemeinschaft in der man sich einzigartig und zugehörig fühlen kann, ohne einem Idol nacheifern zu müssen.
Bei mir seid ihr alle Popstars wie die Queen! Ich hoffe, dass die Community niemals diese Eigenschaft verlieren wird!!!
Die Autofahrt endet, ich bin Zuhause und freue mich schon wieder auf eine Startseite voller interessanter Kommentare und Artikeln von Usern denen die Umwelt, der Klimaschutz und die Artenvielfalt genauso viel bedeutet wie mir!
Ihr seid klasse und dafür ein *Daumen hoch* von mir!!! :D

 (c) Peter Jelinek/ Marcel Brüssow

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Kommentare (26)
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Sortieren nach Aktualität:
21.11.2012
Stoffie hat geschrieben:
ich finde berühmte gesichter sind ja in sofern wichtig, da sie zum beispiel auch als vorbild dienen können wie zum beispiel wangari maathai

und echt super geschrieben!
21.11.2012
Stoffie hat geschrieben:
ich finde berühmte gesichter sind ja in sofern wichtig, da sie zum beispiel auch als vorbild dienen können wie zum beispiel wangari maathai

und echt super geschrieben!
05.11.2012
Carinaa hat geschrieben:
Hammer Bericht!!!
05.07.2012
Oekojule hat geschrieben:
Supertoller Bericht. Solche nachdenklichen Phasen sind Balsam für die Seele. :)
10.06.2012
Sarah25 hat geschrieben:
interessant Marcel und schön geschrieben ;)
me gusta :D
08.06.2012
MaRyLoU hat geschrieben:
Vielen Dank für den Artikel. Der war echt schön zu lesen :) Mir ist das bis jetzt auch nicht so aufgefallen, aber ich kann dir voll zu stimmen :)
08.06.2012
Veggieburger hat geschrieben:
Stimmt, dass ist mir bisher noch gar nicht aufgefallen, dass die Idole in der Ökolobby bisher fehlen.
Aber so kann wenigsten jeder seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten, ohne irgend einem Vorbild hinterher zu rennen.
Irgendwass wird es aber auch berühmte Vertreter der Ökolobby geben. Mach so weiter und du hast gute Chancen ;)
06.06.2012
KatevomDorf hat geschrieben:
und genau dies offenheit und harmonie findet man in skandinavien zu hauf. von denen soltle man sich echt ne scheibe abschneiden.
ich ahbe noch keinen getroffen der nicht hilfbereit war. oder kein lächlen auf den lippen. diese postive einstellung kann einem nur weiter bringen. nicht das "deutsche" rummäckern über die eigene situatiion. anpacken. sacehn mit teamgeist bewegen!!!
06.06.2012
midori hat geschrieben:
Da fällt mir so auf - am liebsten würde ich gemeinsam mit der WWF Jugend die ganze Welt überrennen :D Das kann ja nur gut werden! Ich würd euch am liebsten alle mal drücken, so genial finde ich euch! *hihihi*
06.06.2012
Aquene hat geschrieben:
Wow also wo du echt hast hast du recht, mann kann von Idolen lernen aber hier gibt es so viele tolle Personen dass es schade wäre sie durch eine einzige zu ersetzten oder einen Spruch oder etwas in der Art.
06.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Super Text!!
Stimme Urmeli zu. Ich denke, dass Idole nützlich sein können, z.B als Motivation, aber ich fühle mich hier auch einfach nur super wohl! :))
06.06.2012
MarcelB hat geschrieben:
Danke für den Tipp, LSternus und ganz deiner Meinung, Uli....!!!
Ideale sind schon gut, aber die kann man auch anhand von Kriterien festlegen, da muss niemand den Führer spielen. Wenn ich uns mit einer Jugendpartei vergleiche, bin ich einfach unglaublich stolz hier sein zu dürfen. Null Konkurrenzkampf, null rumgezicke und nur positive Leute um einen herum. Wenn es irgendwo Harmonie gibt, dann verdammt nochmal hier!!! :D
06.06.2012
LSternus hat geschrieben:
Ein schöner Text. Wirklich, er ist super.

PS.: So super der Text auch ist man klein und mit einem n ;)
06.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Der Text gefällt mir sehr gut :) Du hast so Recht mit dem, was du geschrieben hast.
Dein Schreibstil ist super!
06.06.2012
Zerschmetterling hat geschrieben:
@Marcel: "Ich finds nur schade, dass ganze wundervolle Jahrzehnte auf eine Person oder ein Ereignis pauschalisiert werden. Am Ende ist das einzige was uns unsere Enkel fragen, wie das damals so mit der Eurokrise war... so wie wir unsere Großeltern nur nach dem Nationalsozialismus fragen. Dabei haben sie ja viel mehr Eindrücke in ihrem Leben gesammelt.
Es ist praktischer, aber schade. Irgendwie geht da immer was verloren, versteht ihr? :/ "

Jap, verstehe ich. Stimmt auch, so was passiert leider öfter.
06.06.2012
regentag hat geschrieben:
Schöner Bericht und ich bin ganz deiner Meinung :D
06.06.2012
midori hat geschrieben:
Für mich gibt es auf jeden Fall eine Person, die ich sehr stark mit Klimaschutz verbinde und das ist Al Gore. Ich wünschte, er hätte es geschafft. Dann wäre die Welt jetzt wahrscheinlich schon ein besserer Ort.
06.06.2012
Marcel hat geschrieben:
Beeindruckende Gedanken! Ich finde auch, dass die WWF Jugend etwas ganz Besonderes geworden ist. Jeder hier ist anders, hat andere Ideen, Talente, Interessen, einen anderen Background. Aber trotzdem verstehen sich hier alle total gut, behandeln sich gleich und jede Person wird mit offenen Armen empfangen! Das ist für mich der Grund, weshalb die WWF Jugend definitiv zu den besten Communities gehört, und weshalb sie langfristig auch alle Ziele erreichen wird, die sie sich vornimmt. Wir können so viel bewegen dank unseres Teamgeistes! Weiter so! ;)
06.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
*schnief*.....das hast du echt toll geschrieben :)

Ein Idol oder ein Ideal zu haben ist grundsätzlich nichts schlechtes. Man kann zu jemanden aufblicken wenn man selbst grad nicht weiter weiß und sieht, dass diese Person, mit all ihren Schwächen und Fehlern auch weiter machen konnte. Es wird einem bewusster, dass ein Mensch doch etwas verändern und verbessern kann.

Es liegt an uns wie wir unsere Zeit prägen und gestalten. Wenn wir von unseren Enkeln über viele verschiedene Dinge ausgefragt werden wollen, sollten wir dafür sorgen, dass es viel zu berichten gibt und eben nicht nur die Eurokrise und Angies Mundwinkel.

Aber wir hier in der Community brauchen (noch) keinen Leitwolf der für uns alle steht. Dafür sind wir alle zu verschieden und individuell. Jeder spricht für sich selbst und solange man das bewahren kann, sollte es auch so sein.
05.06.2012
MarcelB hat geschrieben:
Ich finds nur schade, dass ganze wundervolle Jahrzehnte auf eine Person oder ein Ereignis pauschalisiert werden. Am Ende ist das einzige was uns unsere Enkel fragen, wie das damals so mit der Eurokrise war... so wie wir unsere Großeltern nur nach dem Nationalsozialismus fragen. Dabei haben sie ja viel mehr Eindrücke in ihrem Leben gesammelt.
Es ist praktischer, aber schade. Irgendwie geht da immer was verloren, versteht ihr? :/

Ich denke wir müssen hier mal n bisschen unterscheiden. So ne globale Klimabewegung braucht natürlich ne Leitung und eine Person die für die Gruppe spricht, Positionen der Presse mitteilt und so.
Aber mal ehrlich, brauchen wir sowas hier in der WWF-Jugend? Ich denke (noch) nicht. Vllt. wird es mal dazu kommen, dass wir als gleichstarker Partner mit Naju und Bund am Tisch sitzen. Da wäre es hierarchisch nicht schlecht, wenn die reden, die auch was drehen.
Aber ich denke solange wir das nicht brauchen und so stark in der Presse gefragt sind, brauchen wir das nicht. Genau das macht die WWF-Jugend aus, egal ob Redaktion, Botschafter oder Mitglied des Monats, alle werden gleich behandelt und jeder ist genau gleich viel Wert in der Gruppe, den Kommentaren und Aktionen. Einfach genial!! :)
05.06.2012
MJ1499 hat geschrieben:
Ich finde dir Gleichheit auch super, da hast du völlig recht ;)

Allerdings muss ich micah zustimmen, hast du echt gut gesagt. Es muss ja nicht gleich ein Obama sein, aber Mensch kann sich Gesichter/Bilder halt einfach besser merken...merkst du ja selber, auch wenn du an Themen denkst, die nicht in der Schule unterrichtet wurden. Wenn ich zum Beispiel an mein Camp in Lenggriess 2008 denke, dann weiß ich nicht, welches Datum das hatte. Aber ich weiß sehr wohl, wer ungefähr mit da war. Also: Die grüne Bewegung braucht (leider) ein Gesicht.
05.06.2012
Peet hat geschrieben:
Kann micah aber natürlich auch dir, Marcel, nur zustimmen! ;)
05.06.2012
micah hat geschrieben:
Ich glaube, das Zeitdenken in Ereignissen ist uralt und das, was jeder Mensch automatisch macht. Zeitrechnung nach Datum und Uhrzeit ist viel jünger und in gewisser Weise künstlich. "Das Jahr, in dem die Bisons nicht kamen" war nunmal die einzige Möglichkeit, Zeitangaben zu machen, bevor man Jahreszahlen hatte. Und ich finde das auch heute nicht schlimm. Mit Ereignissen verbindet man Emotionen und deswegen kann man sie sich besser merken als trockene Zahlen. Keine Ahnung, was ich am 20. Juni 2009 gemacht habe, aber an "den Tag, an dem ich mein Abizeugnis in der Hand hielt" kann ich mich noch sehr gut erinnern. Und gerade Kinder können sich unter "Da war die Oma noch ein kleines Mädchen" mehr vorstellen als mit "vor 60 Jahren".

Und zu dem zweiten Punkt: Ich finde es super, dass hier alle auf Augenhöhe miteinander umgehen können, aber ein "Obama für die grüne Bewegung" würde dem Erfolg auf jeden Fall gut tun.
05.06.2012
Zerschmetterling hat geschrieben:
Ich finde deinen Artikel auch supertoll! :)

Und du stellst dir wirklich interessante Fragen.
Auf die Frage, ob wir Zeiten an berühmten Persöhnlichkeiten messen, würde ich - für mich - eher sagen: nein.
Ich glaube die einzige Person an der Menschen die Zeit messen ist Christus.
"So und so vieltes Jahr100 vor od. nach Christus."
Aber ich kenne kein "so viele Jahre vor od. nach Caesar".

Ansonsten gibt es Ereignisse an denen die Zeit gemessen wird:
Vor und nach dem Krieg/Mauerfall etc.

Dieses "über einen Kamm scheren", "einen wie den anderen halten" hat glaube ich einfach mit Vorurteilen zu tun.
Türken sind alle Machos, Latinos können alle tanzen, Soldaten sind alles abgedroschene & harte Männer, Krieger generell machtbesessen, Ökos erkennt man sofort an der Kleidung und Reaggy - Musiker oder Liebhaber kiffen alle.
- Ist natürlich alles Schwachsinn. Wir sind alle Individuen. Und das ist toll und das sollten wir feiern! :)

Liiieebe Grüüüüße ;)
05.06.2012
Anne95 hat geschrieben:
Der Bericht ist richtig toll, du hast echt einen super Schreibstil! :-)
Und ich finde auch, dass die Community eine wunderbare Gemeinschaft ist!!!
05.06.2012
peacemeinfreund hat geschrieben:
Echt toller Bericht!!! :D
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