Durchstarten für unsere Erde!


Uuuund


Action!


© Peter Jelinek / WWF
Das Apfeldenkprinzip für Lebenssinnsucher


von LeLe
22.03.2010
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Warum bin ich ich? Warum lebe ich genau hier und jetzt? Was kann, soll, muss oder will ich tun?

Der Sinn meines Lebens- ein echt abstraktes Thema. Doch je mehr Gedanken ich mir darüber mache, desto klarer wird mein Bild. Jetzt weis ich: Ich will soviel für den Erhalt unserer Erde tun, wie ich nur kann. Das fängt ganz klein an, z.B. mit Papiersparen oder mehr Fahrradfahren. Ich lebe um zu verändern und dazu beizutragen, unsere Erde zu bewahren, um Menschen zum Lachen zu bringen und um mich selbst zu verwirklichen.

Also, hier kommt das kurze Gedankenexperiement:

Stellen wir uns vor, das Leben wäre ein knackig roter Apfel.
Du siehst ihn zum ersten mal und bist sofort fasziniert von seinen wohlgeformten Rundungen und seiner frischen, roten Schale. Du genießt diesen Anblick für eine gewisse Zeit, aber du weist: Da ist noch mehr.

So knabberst du nach und nach die ganze Apfelschale ab. Sie ist lecker und irgendwann siehst du zum ersten mal das Fruchtfleisch, das vorher unter der Schale verborgen lag: Es sieht so verlockend saftig und wohlschmeckend aus und du überlegst nicht lange und nimmst den ersten großen Bissen- du bist überwältigt, so unglaublich süß ist dieses Etwas in deinem Mund.

Der letzte große Bissen rutscht durch deine Speisröhre und der klebrige Saft der Frucht rinnt dir die Mundwinkel entlang und tropft auf deinen Arm. Bald spüren deine Lippen einen festen, harten Widerstand.
Du verspürst erst einmal Angst. Du zögerst. Doch ganz tief in dir sitzt Neugierde, die mir aller Kraft gegen diese Angst ankämpft. Was ist da unter dem Fruchtfleisch? Warum gibt es diesen knackig roten Apfel? Woher kommt er?

Dies ist der alles entscheidende Punkt. Jeder Mensch wird sich früher oder später (abhängig von Apfelgröße, Kaugeschwindigkeit und Mundvolumen) in folgender Situation wiederfinden: Ein fast abgeknabbertes Kerngehäuse in der Hand haltend muss er sich entscheiden und hier spaltet sich die Menschheit auf in zwei Gruppen: Der feige Mensch wird bis zu seinem Ende mit einer Hand krampfhaft die Überreste seines Apfels umklammern und die letzten Fruchtfetzen vom Kerngehäuse abnagen. Der mutige hingegen, wird mit seinen stumpfen Zähnen nach und nach das Kerngehäuse zerkauen.
Stell dir vor, du bist letzteres: Der neugierige, hartnäckige Kerngehäusezerkauer: Du willst es wissen!

Es ist mühselig das Gehäuse zu zerlegen, aber du schaffst es und irgendwann erblicken deine vor Erstaunen geweiteten Augen einige kleine braune Kerne. Du beisst auf einen dieser Kerne- er schmeckt bitter. Zweifel: War es richtig tiefer zu dringen, nach dem Sinn des Daseins zu forschen? Wäre es nicht besser gewesen, den süßen Apfel einfach und naiv zu genießen anstatt das Kerngehäuse mit den Zähnen aufzubrechen um schließlich mit einem bitteren Geschmack im Mund zurückzubleiben?
Doch genau in diesem Moment verstehst du und der bittere von Zweifel begleitete Geschmack weicht der Erkenntnis, die noch süßer, noch lohnender und noch wertvoller ist als alles was du kennst.
Du hast verstanden. Warum er ist, woher er kommt, der knackig rote Apfel. In dem kleinen unscheinbaren bräunlichen Kern laufen alle Fäden zusammen. Und so wurde die bittere Nuance in deinem Mund von einem Geschmackserlebnis überrollt, das für den naiven feigen Fruchtfleischkauer, der sich nie an das Kerngehäuse heranwagt, niemals erfahrbar sein wird.
 

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Kommentare (2)
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12.04.2010
Artemis777 hat geschrieben:
Wow, danke Dir für diesen Gedankenanstoß! =)
23.03.2010
midori hat geschrieben:
=/ Nu hab ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich den Apfel nicht ganz aufesse.. Q_Q
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