Durchstarten für unsere Erde!


Uuuund


Action!


© Peter Jelinek / WWF
Auf nach Japan!


von MarinaS
21.10.2010
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Es ist 16:00 Uhr deutscher Zeit und Sven und ich begeben uns auf den Weg zum Flughafen. Ein letzter Blick in den Rucksack, ob auch der Reisepass dabei ist, dann fällt die Tür ins Schloss.

So beginnt am 14. Oktober unser Abenteuer "Japan". Sven und ich machen uns auf den Weg zur Vertragsstaatenkonferenz der Vereinten Nationen zur Biologischen Vielfalt. Auf Einladung von WWF Mitarbeitern werden wir dort die WWF Jugend vertreten und für euch direkt von der Konferenz berichten, damit auch viele Menschen weit entfernt vom Geschehen mitbekommen, wie über unsere Zukunft verhandelt wird. Sicher haben schon einige von euch etwas über diese konferenz erfahren - einen Bericht dazu findet ihr hier.

Nach einer drei Viertel Stunde sind wir am Flughafen. Während ich mich auf den Flug freue, schmeißt sich Sven erst einmal einen Reisekaugummi ein. Man weiß ja nie ;-). Der Flug von Hamburg war ganz cool, aber der 11:30 Std. Flug von München nach Tokyo war für uns 'Langbeiner' eher unbequem und schlaflos. :) Kaum in Tokyo angekommen, mussten wir uns wieder schnell durchschleusen, um überhaupt das Flugzeug nach Nagoya zu bekommen, was sich als sehr schwierig erweisen kann, wenn der Flughafen nicht wirklich gut für in Stress geratene Ausländer ausgeschildert ist.

So kommen Sven und ich also etwas übermüdet am Flughafen Narita an und werden von Nina und Tatjana, zwei der vielen Organisatoren hier, ab und übergeben uns an Mark, der uns in den Zug ins Zentrum von Nagoya setzt. Die Zugfahrt ist superspannend. All die neuen Leute, Eindrücke und etliche Unterschiede zu Deutschland.

Wir haben einen unglaublichen Kohldampf und gehen mit ein paar anderen schon anwesenden Teilnehmern und zwei anderen Koordinatoren, Thora und Lukas, in ein typisch japanisches Restaurant. Der Abend war sehr lustig, denn nachdem ich zwei winzige Portionen von unidentifizierbarem Essen bekommen habe, schaffe ich es schließlich eine vegetarische Misosuppe zu bestellen. Mit Händen und Füßen kann man immer viele Sprachbarrieren überwinden, auch wenn man die Karte nicht lesen kann und einfach mal vorher irgendwas genommen hat. Es war super all diese neuen und fremden Geschmacksrichtungen kennen zu lernen.

Schnell sind die ersten zwei Tage seit unserer Abreise vergangen. Am 16. Oktober fahren wir bereits mit einem Reisebus zu unseren Unterkünften an den Fuji. Unterwegs halten wir an zwei weiteren Zugstationen an, um die restlichen Teilnehmer aufzusammeln und an einem japanischen Fastfoorestaurant, wo man sich das Essen wie normal auf einer großen Karte aussucht. Jedes Essen hat eine Nummer, welche man dann auf einem Automaten eingibt. Um, dann die Essensmarke zu bekommen, muss natürlich noch gezahlt werden. Das ganze kann man sich wie einen Fahrkartenautomaten am Bahnhof vorstellen, nur dass es noch die alte Version davon ist.

Was mir persönlich noch aufgefallen ist, sind die ganzen bunten Werbungen und normale Schilder, wie z.B. das einer Polizei, auf dem kleine Lustige Figuren abgebildet sind und es nicht so autoritär wirken lässt, wie sie eigentlich ist, besonders in Japan. Direkt nach unserer Ankunft im Fuji Village, wurden Sven und einige andere Teilnehmer sofort zur ca. 400m entfernten Küche geschickt, um dort zwei Karren voll Essen abzuholen und wieder bergauf zu ziehen. Während des Essen wurden wir alle in die Hausordnung eingeführt, welche hier in Japan doch ein wenig ausgeprägter ist, als bei uns in Deutschland. Außer Kochen, müssen wir den ganzen Rest vom Putzen bis zum Abwasch selbst regeln ;-)
Der Abend wurde anschließend relativ locker und offen gestaltet; spät ins Bett kamen wohl aber alle.

Soweit unsere ersten Berührungen mit der japanischen Kultur - aber bald wird es an die Arbeit gehen. Dann werden wir die UN-Konferenz besuchen und versuchen, euch über die wichtigsten Updates auf dem Laufenden zu halten. Wir sind gespannt.

Foto © Michel Gunther / WWF

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