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© Peter Jelinek / WWF
Abholzung des Regenwalds, Folgen und was wir dagegen tun können


von rainforestfriend
28.12.2010
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Warum wir der Regenwald weniger?


Hauptsächlich, weil die Menschen ihn abholzen, um damit Geld zu verdienen!
Es werden täglich ca. 550.000.000 m2 (550 Millionen Quadratmeter) Regenwald abgeholzt oder einfach abgebrannt. Das sind pro Jahr ungefähr 200.000 km2, kannst du dir das vorstellen?! Pro Minute macht das 35 große Fußballfelder!Die jährlich abgeholzte Fläche Regenwaldist fast so groß wie England.
Auch wenn sich die Regenwälder auf den verschiedenen Kontinenten in ihrem Artenspektrum, in der Bodenbeschaffen- heit oder der Besiedlungsdichte teilweise deutlich voneinander unterscheiden, sind die Hauptursachen ihrer Zerstörung weltweit sehr ähnlich: Brandrodung zur Schaffung landwirtschaftlicher Fläche und von Rinderweiden, Umwandlung von Wäldern in Ölpalm-, Bananen- oder Kaffeeplantagen, Ausbeutung von Boden- schätzen wie Eisenerz, Gold, Öl oder Gas, der Bau von Großstaudämmen zur Ener- giegewinnung und Holzeinschlag sind die wichtigsten Zerstörungsursachen.
Das Tropenholz für unseren Konsum stammt aber tatsächlich nur aus wenigen Ländern, beispielsweise von der Insel Borneo. Dort ist vor allem der Holzexport für die Waldvernichtung verantwortlich. In Asien werden beim Holzeinschlag bis zu
zwei Drittel der gesamten Vegetation zerstört, nur um ein paar Baumarten aus dem Wald zu schlagen, mit denen besonders gut Geld verdient werden kann. Das gilt auch für afrikanische Länder.
Die Jagd nach dem „grünen Gold” der Regenwälder, den edlen Tropenhölzern, war oder ist in fast allen Regenwaldländern der Motor für die Vernichtung großer Waldflächen. Unter Tropenholz versteht man Hölzer, die aus den tropischen und subtropischen Wäldern in Asien, Afrika und Lateinamerika stammen. Mahagoni, Teak oder Palisander werden zu edel wirkenden Möbeln und anderen Produkten verarbeitet und erwecken den Eindruck von Luxus und Reichtum. Doch viele Regenwaldhölzer wie Meranti, Gabun oder Ramin werden für ganz gewöhnliche Zwecke verwendet: als Sperrholz, Besenstiele, Fensterrahmen oder Lärmschutzwand. Ein großer Teil des Holzes, das die Menschen verbrauchen, stammt von sehr alten Bäumen, die in Regenwäldern wachsen. Dort standen die Bäume Hunderte oder manchmal Tausende von Jahren, ohne dass je ein Mensch sie angetastet hat. Wenn in solchen Wäldern Bäume gefällt werden, verlieren viele Arten ihren Lebensraum. Häufig werden sie sogar für immer ausgerottet und verschwinden von der Erde. Auch viele unserer Lebensmittel stammen ursprünglich aus den Regenwäldern: Bananen, schwarzer Pfeffer, Nüsse, Schokolade, Cola, Reis, Kaffee und Orangen.
Manche Holzfirmen rühmen sich damit, sie würden genau so viele Bäume wieder anpflanzen, wie sie abholzen. Bäume zu pflanzen ist immer eine gute Sache, aber es ist ein Unterschied, ob ich einfach nur Bäume in den Boden setze oder sich ein Wald entwickelt, wie es in der Natur geschieht. Wer Bäume auf einer Fläche pflanzt, die er vorher kahl geschlagen hat, hat trotzdem den Wald vernichtet. Denn ein Wald ist viel mehr als nur die Bäume, die in ihm stehen. Keine Holzfirma ist in der Lage, die vielen Tier- und Pflanzenarten "aufzuforsten", die früher in dem Ökosystem gelebt haben.
Die abgeholzten Bäume werden fast immer dazu verwendet, um daraus Möbel, Fensterrahmen, Besenstiele und Fußböden zu bauen oder Papier herzustellen. Deshalb ist es so wichtig, dass deine Eltern keine Möbel oder Holzfußböden aus Tropenholz kaufen und ihr Recyclingpapier verwendet.
Wenn Regenwald abgebrannt wurde, wird die Asche der verbrannten Bäume als Dünger liegen gelassen, denn ohne den Regenwald wachsen hier nur sehr schlecht Pflanzen. Die gedüngten, freien Flächen werden dann mit Gras besät und als Weidefläche für tausende von Kühen verwendet. Diese Kühe werden geschlachtet, um das Fleisch an die USA oder nach Europa zu verkaufen.

Was passiert, wenn der Regenwald abgeholzt wird?


Es ist schlimm, wenn der Regenwald abgeholzt wird, weil dadurch viele Tiere und Pflanzen ausgerottet werden und das ganze schöne Paradies stirbt.

Niedergebrannte Regenwaldfläche
Und was noch viel wichtiger ist: Je mehr tropischer Regenwald abgeholzt oder abgebrannt wird, umso mehr verändert sich das Klima auf der ganzen Welt!
Es ist so: Wird der Regenwald abgeholzt, verliert der Boden dort sehr schnell seine Fruchtbarkeit. Das heißt: Durch den vielen Regen in den Tropen wird die dort nur sehr dünne Schicht nährstoffreiche Erde weggeschwemmt. Daher ist es schwer bis unmöglich, größere kahle Flächen wieder mit Regenwald zu bepflanzen.
Wird ein Wald zerstört, werden auch die Menschen vertrieben, deren Vorfahren Tausende von Jahren im und vom Wald gelebt haben, ohne ihn zu zerstören. Heute ist das Überleben von Indianern, Pygmäen, Penan und anderen Waldvölkern akut bedroht, weil unter den Bulldozern und Kettensägen der Holzfirmen Tiere und Pflanzen sterben. Damit wird auch die „Vorratskammer” der Waldmenschen geplündert. Zusätzlich leiden Millionen von Bauern unter der Regenwaldvernichtung, denn sie brauchen intakte Wälder als Wasserspeicher, der Regen- und Trockenzeiten ausgleicht.
Die Vernichtung der Regenwälder bedroht aber auch uns, weil die riesigen feuchten Gebiete wichtig für ein stabiles Weltklima sind. Hinzu kommt, dass in den Regenwäldern Millionen von Tier- und Pflanzenarten leben, von denen die Menschen die meisten bis heute nicht erforscht haben. Wer die Wälder zerstört, vernichtet damit beispielsweise auch die Pflanzen, deren Wirkstoffe vielleicht gegen Krebs, Rheuma und andere Krankheiten helfen könnten.
Werden immer mehr Regenwälder zerstört, verändert sich das Weltklima und damit unser tägliches Wetter. Es steigen dann nämlich große Mengen Kohlendioxid (CO2in die Atmosphäre auf, die vorher in den Wäldern gebunden waren, also dort praktisch „gefangen” waren. Die Schicht aus Kohlendioxid in der Atmosphäre wirkt wie das Glasdach eines Treibhauses. Dadurch wird es auf der ganzen Welt wärmer. Das hört sich zwar toll an, ist es aber nicht: Die Eisberge, auf denen zum Beispiel die Eisbären leben, schmelzen dann nämlich. Dadurch steigt der Meeresspiegel und Inseln und Länder (z.B. Sylt oder die Niederlande) werden vom Wasser überflutet! Dann können weder Menschen noch Tiere mehr darauf leben! Vor kurzem wurden bereits die ersten ertrunkenen Eisbären gefunden, weil sie keine Eisschollen finden konnten. Das gab es vorher noch nie.

Was können wir tun?


- Wir können darauf achten Bücher zu kaufen die das FSC Zeichen tragen oder nicht in China, Thailand, Malaysia oder Singapur gedruckt wurden
- Wir können darauf achten Recycling-Papier zu kaufen
- Wir können Spenden
- Wir können Unterschriften sammeln
 

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Kommentare (5)
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23.04.2012
Edwina-I. hat geschrieben:
Guter Artikel !
19.02.2011
Ossi hat geschrieben:
Wir können Papierprodukte mit dem blauen Umweltengel kaufen. Das ist noch besser, als das FSC-Siegel, denn es wird komplett auf Abholzung von Bäumen verzichtet.
Außerdem können wir Papier beidseitig bedrucken und beschreiben und generell weniger Papier verwenden.
Wir können beim Bergwaldprojekt mitmachen, einen Baumsparvertrag abschließen oder Bäume pflanzen. Wenn man ganz viel Geld hat, dann kann auch man auch einen Wald kaufen und ihn vor der Abholzung schützen.
Wir können in Copyshops dazu bewegen, auch Recycling-Papier anzubieten. Schulen und Firmen könnten auch auf RC-Papier umstellen.
26.01.2011
Angelina hat geschrieben:
Ich kann mir das garnicht vorstellen, dass angeblich pro Minute ca. 5 o. mehr Hektar Regenwald abgeholzt wird!!
Aber das stimmt wohl oder übel..wirklic sehr sehr schaade.. :(
05.01.2011
PantheraOnca hat geschrieben:
Toller bericht! wir haebn in geo mal was über brandrodungswanderfeldbau (superlanges wort xD) gelernt. Der Wald braucht immer viele jahre '(so ca. 20) um sich vom abbrennen wieder zu erholen, aber durch die zunehmende verstädterung werden die gebiete, in denen die menscehn herumziehn und wandern können, immer kleiner! dadurch werden dann auch die rodungszyklen immer kürzer und der wald kann sich nicht mehr davon erholen. das hat dann natürlich auch langfristige folgen aufs klima!
29.12.2010
rainforestfriend hat geschrieben:
...Bilder kommen noch
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