Durchstarten für unsere Erde!


Uuuund


Action!


© Peter Jelinek / WWF


von peacemeinfreund
05.04.2016
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Innerhalb von 30 Tagen, jeden Tag 30 min in der Natur verbringen. Challange, exapted?! Die Rahmenbedingungen sind klar, doch auch die Umsetzung oder der Gedanke dahinter? Klar, Challange heißt übersetzt Herausforderung. Laut Duden versteht man unter einer Herausforderung: 1. Aufforderung zum Kampf; 2.a (Sport) das Herausfordern/ b (Sport) Kampf, bei dem ein Herausforderer mit einem Sportler um einen Titel kämpft, 3.Provokation oder 4. Anlass, tätig zu werden; Aufgabe, die einen fordert.

Damit aber auch unterschiedliche Herangehensweise. Ist es ein Kampf für euch sich 30 Minuten in der Natur aufzuhalten, mal keine Technik zu benutzen. Unter Martins Artikel ist ja diesbezüglich eine kleine Diskussion gestartet, um es aber mal mit Julia Engelmann zu sagen: „Es geht doch um den Inhalt viel mehr als um die Form, es geht um deinen Einzelfall viel mehr als um die Norm.“ Es geht darum tätig zu werden und sich selber mit dem Thema auseinander zu setzen. Wie bei allem in der WWF Jugend, oder? Wenn ich jeden Tag mit der Bahn zur Uni, zur Schule oder zur Arbeit fahre, dann nehme ich mal das Rad. Wenn du viel liest, dann schnapp dir doch dein Buch und setz dich zu mindestens in den Park. Martin gebührt natürlich Respekt, weil er sich eine -wie er sagt- 30x30x30 Challange- gestellt hat.

Sonntagsausflug in die Dresdner Heide

Der Name Challange verursacht aber bei den meisten unter uns, das verlangen einen imaginären Titel zu erkämpfen, ja nicht auf zu geben und die man um jeden Preis bestehen muss. Ist denn die Challange schon gescheitert, wenn man dann doch nur 25 von 30 Tagen in der Natur war? Meiner Meinung nach geht es doch hierbei um den Versuch. Das Bewusstsein zu entwickeln, mehr raus zu gehen oder mehr Natur in sein Leben zu bringen. Bei dem momentanen Wetter ist das vielleicht kein Problem, doch das kann sich im April bekanntlich schnell ändern. Wissentschaftlich betrachtet, haben wir innerlich von 30 Tagen auch die Hemmschwelle überschritten, die all dies zu einer Herausforderung machte. Es wird zur Gewohnheit.

Man muss aus meiner Sicht nicht nur den Begriff Herausforderung für sich überdenken, sondern auch den Begriff Natur! Im Prinzip ist Natur all das, was ohne zu tun vom Menschen existiert. Allerdings lebt ja ein Großteil von uns in der Stadt und da ist es nicht so schnell zu finden. Selbst in der Dresdner Heide oder anderen Waldstücken wird diese Definition auch nicht genau darauf zu treffen. Wirklich unberührte Natur ist daher nicht einfach zu finden. Schließlich sprechen wir mittlerweile von Ökosystemdienstleistungen – doch das ist wieder ein anderes Thema. Der kleine Park um die Ecke oder unweit von meiner Arbeitsstelle wartet nur darauf entdeckt bzw. genutzt zu werden. Mal wieder Erkältet? Dann such doch mal nach ein paar „Wundermitteln“ auf deiner Nachbarschaftwiese.  Natur finden kann man somit auch mit schaffen verbinden. Einen kleinen Garten auf seinem Balkon oder in seinem Hinterhof anlegen oder einfach mal seine Küchenkräuter mehr pflegen. Das Konzept einer essbaren Stadt wird nicht umsonst immer intensiver diskutiert.

Zählen die Enten zur wahren Natur? Und was ist die wahre Natur eigentlich?

An meinem ersten Tag habe ich so die Zeit im großen Garten genossen und mich genau mit diesen Gedanken auseinander gesetzt: Was bedeutet diese Challange für mich und wie möchte ich Sie umsetzten?

Zu gleich erstellte ich eine Liste mit Dingen, die ich machen könnte:

- Lesen

- Zeichnen

- Trashbustern

- Schreiben

- Spazieren gehen

- Gärtnern

- Am Wochenende neue Orte entdecken

- Picknicken

- Mit Freunden verabreden, Slacklinen…

- Oder einfach nur die Ruhe genießen

Meist kommt mir dann mein kleiner Schweinhund in den Weg und versucht mir ein zureden, dass ich gar nicht die Zeit dazu habe. Nun sind wir aber auch genau beim Grund für diese Herausforderung oder viel mehr für diesen Denkanstoß. Die Natur soll uns helfen unseren Alltag zu Entschleunigen, herunter zu kommen und uns helfen auf die wesentlichen Dinge zu fokusieren. Die Kunst des Mühiggangs haben viele verlernt, die Medien und unser Umfeld vermittelt uns auch fast täglich das Gegenteil – Produktiver, Aktiver, Gesünder, Fitter. Einfach gesagt: Höher, schneller, weiter – Grüße aus dem Kapitalismus.

Wenn ich meinen Blick hebe und mich im Park umherblicke wird mir das genau klar. Immer mehr Leute „laufen sich zu Tode“, die Jugendlichen sind nicht einfach im Park – schnell mal ein kleines Selfie für den Beweis. Während ich das Vogelgezwitscher genieße, hört ein Spaziergänger Musik und führt seinen Hund aus. Klar, an einem der ersten warmen Frühlingswochenenden sieht es hier recht voll aus, doch den Kontakt mit der Natur suchen nur wenige. Genau das versuche ich nun auch, vielleicht schaffe ich es nicht jeden Tag und in die Wildnis werde ich auch nicht immer kommen. Doch der Versuch ist da und ist doch was zählt oder?

Was sind eure meint ihr? Schreibt es in die Kommentare!

Gedanklich passt dieser Zeit Artikel: http://www.zeit.de/zeit-wissen/2015/03/minimalismus-einfaches-leben-rohkost-outdoor-kleidung/seite-4

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Kommentare (3)
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Sortieren nach Aktualität:
09.04.2016
Finkenstar14 hat geschrieben:
Sehe ich genauso wirklich unberührte Natur gibt es in Deutschland ja so gut wie gar nicht mehr.
Sorry für meine Unwissenheit aber was bedeutet "Trashbustern" ?
06.04.2016
Buchenblatt hat geschrieben:
Danke für den Kommentar zu deiner Sicht auf die Challenge. Ich sehe sie auch eher als Anlass, endlich mal raus in die Natur zu gehen und dir mich würde sie auch nicht scheitern, wenn es nicht jeden Tag klappt. Das Bewusstsein ist wirklich am wichtigsten und ich merke auch, dass es mir gut tut - besonders, wenn ich mich dann nach der Schule auch noch in der Natur oder zumindest naturnaher Umgebung bewege...
05.04.2016
B0uld3r hat geschrieben:
Schöner Bericht! Ich denke auch das ein Bewusstsein für die Natur zu entwickeln, wichtiger ist als krampfhaft jeden Tag in den Wald zu fahren.
Außerdem: Ich möchte zwar nicht die Grammatik-Polizei spielen, aber: *Challenge accepted!*
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