WWF
„Gib mir Fünf!“ (46) - Gemeinsam gegen die Wildtiermafia


von AlinaSky
18.02.2015
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Zwei Jahre ist es nun her, dass sich die WWF Jugend in den Straßen und an den Flughäfen Deutschlands stark gemacht hat, um die Wildtiermafia zu stoppen! Ein schöner Anlass, um auf eine großartige Wildlife Crime Kampagne zurück zu blicken!                                                 

 Ich weiß noch genau, wie aufgeregt ich war, als ich nach Frankfurt zu meiner ersten WWF Jugend Aktion fuhr, um dort Unterschriften gegen Elfenbeinhandel zu sammeln.  „Was sage ich am Besten, wenn ich auf die Passanten zugehen? Reicht mein Englisch überhaupt aus, um unser Anliegen den Leuten zu erklären, die kein Deutsch können?“, fragte ich mich. 

Um optimal auf Gespräche vorbereitet zu sein, informierte ich mich natürlich vorher, denn als absoluter Community-Neuling wusste ich über die grausamen Massakern an Elefanten und Nashörnern und die Hintergründe noch recht wenig.

Wie dramatisch ist die Wilderei-Krise? Ich kam zu dem Schluss: Sehr dramatisch, mit Opferzahlen in Rekordhöhe.

Und wer steht dahinter? Eine Mafia, vergleichbar mit der die hinter Drogen-, Waffen- und Menschenhandel steckt. Skrupellose Killer, angetrieben von Geldgier und Mythen.

 

Der Handel mit afrikanischem Elfenbein ist verboten, doch Stoßzähnen der thailändischen Dickhäuter dürften in Thailand ganz legal gehandelt werden. Mit bloßem Auge ist die Herkunft allerdings nicht zu unterscheiden. Diese Gesetzeslücke macht es Händlern möglich, illegales afrikanisches Elfenbein „weißzuwaschen“.

Um die thailändische Regierung zum Schließen dieser Gesetzeslücke und dem Verbot des Elfenbeinhandel aufzurufen, startete der WWF eine Petition.

Die WWF Jugend war natürlich sofort dabei:

Mit Klemmbrettern und Unterschriftenlisten bewaffnet ging es los!

Jonathan berichtete von dem Topspiel am 16. Februar: Dortmund – Frankfurt.

Doch hier ging es nicht um das Fußballspiel der beiden Clubs, das zufällig am selben Tag stattfand „sondern um die Unterschriftensammlung gegen den Elfenbeinhandel.“

 

Weiter gesammelt wurde am 20. + 21. Februar in Frankfurt und am 21. + 22. Februar in Hamburg an den Flughäfen. Außerdem verteilten wir hier auch noch den WWF-Souvenirführer, der den Reisenden zeigt, was sie beim Kauf von Souvenirs beachten müssen, welche Andenken sie problemlos mitnehmen können und von wovon sie die Finger lassen sollten. 

Einsatz in Frankfurt:

   

   

Wie die Spurensicherung – Die Overalls sind tolle Blickfänger, aber es ist auch ganz schön warm da drin! ;)

 

Und so sah es in Hamburg aus:

            

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 3042 Unterschriften sind durch das Unterschriftensammeln der WWF Jugend in Dortmund, Frankfurt und Hamburg zusammen gekommen!

Insgesamt konnten der Thailändischen Premierministerin Yingluck Shinawatra über 500.000 Unterschriften übergeben werden! Und das wenige Tage vor dem Beginn der 16. Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) in Thailands Hauptstadt Bangkok, bei der über den internationalen Artenhandel, insbesondere Wilderei diskutiert werden sollte.

Das Engagement zeigte Wirkung -  Thailands Premierministerin kündigte an den Elfenbeinhandel zu verbieten! Und nach der CITES-Konferenz ließen sich ebenfalls Teilerfolge vermerken. Die betreffenden Staaten wurden verpflichtet den unkontrollierten, illegalen Handel mit Elfenbein und Nashorn in ihren Ländern aktiv zu bekämpfen und die Auflagen zu erfüllen, andernfalls drohen Handelssanktionen.

   

WWF Aktion während der Konferenz: "You don't need Superpowers to be a hero! Stop Wildlife Crime!"

Zu diesen Helden ohne Superkräfte gehören zum Beispiel die mutigen Ranger, die versuchen Elefant und Co. vor Wilderern zu beschützen und dabei Tag für Tag ihr Leben riskieren!  

Aus diesem Grund sammelten WWF und WWF Jugend Dankespostkarten, die an die Ranger im Kongobecken und nach Südafrika geschickt werden sollten.

Am 7. August.2013 fand im Rahmen der Wildlife Crime Kampagne der „Tag des leeren Geheges“ statt. Anstelle von Elefanten und Nashörnern, waren in den Gehegen auf den Boden gezeichnete Umrisse, Patronenhülsen und Absperrband zu sehen. Die erstaunten Besucher der Zoos in Leipzig, Köln, Münster und Kronberg bei Frankfurt a.M. sollten hiermit auf die Wilderei-Krise aufmerksam gemacht werden und hatten die Möglichkeit einen aufmunternden Dankesgruß an die Ranger zu schicken.

 

Bis die Wilderei besiegt ist, schweben die Tiere und ihre Wildhüter noch immer in Gefahr.  Schweben ist hier natürlich nicht wortwörtlich gemeint – obwohl ein paar Nashörner wirklich durch die Luft geflogen sind, bei ihrem vom WWF organisierten Umzug per Hubschrauber. Diese Umsiedlungsaktion war Teil eines Programms zur Vergrößerung der Nashorn Population in Südafrika in Gebieten, die zudem mehr Schutz vor Wilderern bieten.

               

Doch ob die Nashörner hier oder dort sind, die Wilderei ist damit noch nicht besiegt. Und auch wenn jetzt neue Kampagnen in den Vordergrund gerückt sind heißt das nicht, dass das Thema abgeschlossen ist. Illegaler Artenhandel stellt immer noch ein Problem dar, dem entgegen gewirkt werden muss.

Mehr Informationen u.a. über Artenhandel und Wilderei und echte, vom Zoll beschlagnahmte Asservate enthält außerdem der Artenschutzkoffer, den der WWF an außerschulische Bildungseinrichtungen verleiht. Hier könnt ihr nach Standtorten in eurer Nähe suchen.

                  

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In der letzten Folge von „Gib mir fünf!“  berichtete Anja über die interessantesten Gruppen der Community! 

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Kommentare (4)
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26.02.2015
Rhino hat geschrieben:
Das ist bis heute meine Lieblingskampagne! :)

Die Tage am Frankfurter Flughafen und beim Tag des leeren Geheges in Münster werd ich nie vergessen! :)
19.02.2015
Ronja96 hat geschrieben:
Super Kampagne und toller Bericht! Wirklich klasse, dass so viele Unterschriften zusammengekommen sind =)
19.02.2015
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Eine beeindruckende Kampagne und beeindruckendes Engagement der WWF Jugend! Genial, wie viele Unterschriften zusammen gekommen sind! :-)
18.02.2015
FabianN hat geschrieben:
Die Wildlife Crime Kampagne war echt sensationell! Super Aktion!:) Ich weiß noch, dass ich eigentlich nach Frankfurt kommen wollte, an dem Tag dann aber krank war... Echt ärgerlich:/

Danke für den tollen Rückblick! :D
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