WWF
„Gib mir fünf“ (33) - Rückblick auf unser Energieexperiment und die besten Energiespartipps!


von RichardParker
19.11.2014
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 Energie war schon immer ein problematisches Thema. Wie speichert man Energie möglichst effektiv? Wie kann man den Verbrauch möglichst gering halten? Das war und ist in der WWF Jugend ein präsentes Thema…   Eine Aktion zum Thema Energie sparen nahm bereits in frühen Jahren seinen Lauf. Basierend auf einem Interview wurde das Projekt „Euer schönes Leben kotzt mich an“, ins Leben gerufen. Marcel führte damals ein Gespräch Saci Lloyd die den Umweltroman „Euer schönes Leben kotzt mich an“ geschrieben hat. Wie sieht die Welt wohl aus, wenn einem die Welt egal ist, wenn die Energie einfach so verbraucht wird, ohne sich Gedanken über die möglichen Konsequenzen zu machen?
Das Buch über die 16-jährige Laura, die mitten in einer Welt aufwächst, die auf Sparkurs getrimmt ist, versetzt uns in das Jahr 2015 wo der Strom alles andere als eine sichere Energiequelle ist.
Euer schönes Leben kotzt mich an gab dem Energieexperiment seinen Namen. Die WWF Jugend ist gefragt! 15 Teilnehmer haben folgende Aufgaben zu lösen: Eine Woche lang den Energieverbrauch um die Hälfte zu reduzieren. Und das auch noch dokumentieren! Da stellte sich dann doch die spannende Frage: Wer macht das? Und wer hält bis zum Schluss durch? Die besagte Woche war vom 10. – 16. August 2009. Wenig später stehen sie dann fest, die tapferen Jungs und Mädels aus der WWF Jugend. Jan100, Esther, 7abian, lolfs, M0stlyH4armless, Freitag, Kudu, MadameM, littlewestwalker, noodle, Loba, DerBenni, NatureGirl, somniata und straetsi wagen den Sprung ins kalte Wasser, eine harte Woche steht bevor…  
Wie es allen in der Extrem-Energiespar-Woche ergangen ist beschreibt Marcel in seiner Zusammenfassung Carbon Diaries: Klagen aber auch positive Aspekte sind im Mix enthalten.  
„Manche Dinge sind in unserem doch extrem eingefahren“ beschreibt 7abian als er aufwacht und realisiert, dass er sich ab jetzt in einem Extremexperiment beweisen muss. Das Grauen kann beginnen. Dass diese Woche eine krasse Lebensumstellung verlangt ist allen 15 Teilnehmern klar.
Staetsi will das Tageslicht voll ausnutzen, heißt, 6 Uhr aufstehen und um 22 Uhr ins Bett. Kudu allerdings hat ein ganz anderes Problem, eiskalt duschen ist nicht in Worte zu fassen! Ihm wird aber auch der Luxus bewusst, sonst immer warm duschen zu können.
Auch uncool, oder vielmehr gewöhnungsbedürftig ist das Zähneputzen ohne Licht, berichtet lolfs.

Eine Woche ohne Schokolade, ohne Nervennahrung? Wie soll das denn gehen?“ MadameM sehnt sich schon jetzt nach ihrer Nutella. Für Loba ist das einzige Problem der Verzicht auf Ananas und noddle hält es ohne Kiwis einfach nicht mehr aus und kauft in einem schwachen Moment welche.

„Das Problem mit dem: Das- darf-ich- die- Woche- ja –nicht- essen kann einem aber auch die Geschwister erleichtert werden, wenn sie dir einfach den Pfirsich aus der Hand schnappen“, meint lolfs und weiß nicht ob er dankbar oder sauer darüber sein soll.
Aber NatureGirkl und MadameM bemühen sich um ehrliche Standhaftigkeit, Biobrot statt Mc Donalds (unter Verlust der Fingernägel), Nektarinen aus Italien im Laden lassen und die Tiefkühlpizza wird verschenkt. Noodle unterdessen regt sich über die Weltreise vieler Produkte auf und somniata meint, dass gegen sowas eigene Konsequenzen und Selbstdisziplin helfen.

Kudu füllt eine Wanne mit warmem Wasser zum Abspülen, was ja eigentlich viel effektiver ist, als den Wasserhahn jedes Mal wieder aufzudrehen. Fahrrad statt Auto fahren und wenn nass bis auf die Knochen ist, weil man natürlich in einen Regenguss fahren musste, dient ein warmer Waschlappen zum Aufwärmen, statt eine heiße Dusche zu nehmen. Littlewestwalker lässt ihre Fahrstunden sausen und somniata freut sich über ihre neuere Aktivität. Rad fahren kann auch schön sein und vor allem eine vernünftige Alternative zum alltäglichen Mediengebrauch.

Kein Lift mehr fahren wollen, aber im achten Stock wohnen, noodle ist ratlos. Lolfs will warmes Wasser, er füllt Flaschen mit Wasser und stellt sie in die Sonne und dann regnet es nur…

Ohne die Versüßungen der Unterhaltungselektronik, wie Jan100 es nennt, ist die Langeweile ein lästiger Störenfried. Freitag kann sich Abhilfe leisten, ihre Arbeitskollegen in dem Café in dem sie arbeiten, vom Strom verschwenden abhalten. Auch wenn man schon böse Blicke zugeworfen bekommt.

Das schlimmste für fast alle ist das Leben ohne Musik, auf die anderen Medien lässt sich ja ganz gut verzichten, aber diese Stille ohne Musik ist äußerst unangenehm, erzählt derBenni. 7abian besorgt sich Schaltuhren um möglichst energiesparend Musik hören zu können. Lolfs hat seinen Energieverbrauch um ganze 40 Prozent gesenkt.

So langsam liegen die Nerven blank. 7fabian regt sich auf, im Halbdunkel kann man doch seinen Schulsachen nicht packen!! M0stlyH4rmless stellt fest, dass man das Licht im Bad eigentlich gar nicht braucht und noodle kann einen Freund von Kerzen statt Licht überzeugen.

Viel Zeit kann einen zu seltsamen Dingen verleiten. Plötzlich räumt man seine Schubladen auf oder knotet Taschentücher aneinander. Man strickt angefangene Schals weiter oder hält Ausschau nach Sternschnuppen.

Fazit: Diese Woche war sicherlich eine Erfahrung, aber Energierationierung kann nicht durch totalen Verzicht vernünftig umgesetzt werden, wir sind von technischen Hilfsmitteln abhängig.

Das Experiment ist nicht wirklich zukunftstauglich, es würde eher die Konflikte häufen, aber der Klimaschutz sollte ernster genommen werden. Unsere 15 Teilnehmer haben mehr als einmal in dieser Woche über eine energiesparende Zukunft nachgedacht.   Aber die Community probierte nicht nur Sachen selber aus, sondern konnte auch immer mal wieder ein paar nützliche Tipps für den Alltag geben.
Seien es nur die nur die einfachen Energiespartipps, die jeder in sein Leben einbauen kann:   - Heizung ausmachen, wenn man die Fenster offen hat

- Licht ausmachen, wenn man aus dem Zimmer geht

- Geräte vom Stromnetz trennen auch wenn sie ausgeschaltet sind, denn auch das zieht unnötig Strom

- Duschen statt Baden

- Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel statt mit dem Auto zu fahren

- Wäsche draußen trocknen

- Geräte nicht auf Stand-By laufen lassen

- Türen geschlossen halten, wenn geheizt wird
….
Und und und, es gibt viele nützliche Tipps für den Alltag die jeder kennt und die Mitglieder der Community haben allesamt ein paar coole Tipps auf Lager.
Da gibt es aber auch noch einige andere Tipps zum Energie sparen, die Community war kreativ in den letzten Jahren. Entweder man stößt auf eine böse Energiefalle und fragt den WWF persönlich um Rat, um dies in eine spannende Reihe von Bericht zu verwandeln.
Anfangen mit der Betrachtung des eigenen ökologischen Fußabdrucks, und die spannende Frage, wie ich ihn nicht zu einem RIESEN-Fußabdruck mache. Weiter geht’s mit der möglichst klimafreundlichen Mobilität, wie ist das zu schaffen? Klimafreundliche Ernährung, was bietet sich an? Und zum krönenden Abschluss STROM/ENERGIE sparen.  
Ashleyhickin, will diese Last nicht mit sich herumschleppen und fragte diverse Experten des WWF um Rat und wie so häufig ist auch hier das abschließende Fazit, ohne, dass wir etwas an unserer Lebenseinstellung verändern, können wir uns mit dem Energie sparen zu Hause noch sehr auf den Kopf stellen. Wenn das Ganze nicht großflächiger abläuft können wir keine entscheidenden Veränderungen bewirken. Da können wir noch so dicke Ratgeber lesen, seien sie vom WWF oder einer anderen Organisation, wenn wir es nicht umzusetzen lernen, bringt uns all dieses Wissen nichts.   Das Experiment „Euer schönes Leben kotzt mich an“ hat gezeigt, Energie sparen kann ein echter Härtetest sein, aber es ist sehr wichtig, dass das Thema Energie heute wie morgen nicht untergeht, es wird entscheidend für das weitere Leben sein.   Was meint ihr denn? Würde ihr euch so etwas Ähnliches wie das Experiment vor fünf Jahren zutrauen oder habt ihr andere grandiose Ideen entwickelt?

**************
Und nächste Woche dreht sich alles um die WWF Jugend Redaktion und die lustigsten Momente bei den bisherigen Treffen!

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Kommentare (4)
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20.11.2014
FranziL hat geschrieben:
Das ist er ja endlich! Dein erster Bericht als WWF Jugend Redakteur ;D Supi, also wie immer echt schön geschrieben, wusste ich doch, dass deine Schreibkünste die Redaktion bereichern werden ;D
Also das Experiment klingt ja super! Ich wäre voll gerne auch dabei gewesen, auch wenn meine Eltern das mit Sicherheit nicht mitgemacht hätte. Naja, eine Situation die so ähnlich war, war die zweite Woche im Schwedencamp ;D Dort hatten wir kein fließend Wasser, wir waren also jeden Tag im See baden, hatten keinen elektrischem Strom (den braucht im schwedischem Wald aber auch absolut niemand!) und haben auf 'nem Gaskocher gekocht... Also wenn der Energieverbrauch da mal nicht auf ein Minimun runtergeschraubt war, dann weiß ich auch nicht... Schweden war ja allerdings auch keine Alltragssituation, da weiß ich nicht wie weit ich den Energieverbrauch hätte senken können.
19.11.2014
Squirrel hat geschrieben:
Das Experiment hört sich sehr spannend an, ich verstehe nur nicht so ganz woher man weiß wieviel Prozent man gespart hat ;) Ein guter Bericht :))
19.11.2014
Janinadl hat geschrieben:
Warum weiß ich nie, dass solche Experimente gemacht werden??? :D :/
19.11.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Danke für den interessanten Bericht! Das ist wirklich ein sehr spannendes Experiment. Ich wüsste gar nicht, wie das bei mir klappen würde.=)
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