WWF
"Gib mir Fünf!" (17) - Praktika und FÖJ beim WWF


von Marcel
23.07.2014
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5 Jahre WWF Jugend: Auch für alle, die später gerne im Umweltbereich arbeiten wollen, gibt es hier seit der Gründung unserer Community immer Interessantes zu entdecken. Die WWF Jugend Redaktion sucht für dich regelmäßig die neuesten Stellenangebote raus - vor allem solche, die für Jugendliche geeignet sind. Vom FÖJ über's Praktikum bis zum Nebenjob findest du jede Menge Zukunftschancen in unserer Rubrik Praktika & Jobs.

Manchmal sind sogar Stellen beim WWF dabei. Und tatsächlich haben in den letzten Jahren einige ein Praktikum oder FÖJ bei uns gemacht. So wie Alina. Sie besucht gerade unsere Internet-Redaktion und die Umweltbildung. Von der Redaktionssitzung über Seminarvorbereitungen für den 2°Campus bis zum Verschicken des Newsletters hat Alina schon viel bei uns erlebt. Und natürlich will sie in den nächsten Tagen für euch auch einen Bericht über ihr Praktikum schreiben.

Was an diesen Praktikumsberichten immer besonders schön ist: Sie geben euch einen Einblick direkt in die Arbeitswelt des WWF. Ihr könnt hinter die Kulissen schauen und bekommt einen Eindruck, wie vielseitig der WWF ist. Und vielleicht bekommst du dabei auch gleich Lust, selbst mal ein Praktikum beim Panda zu machen. ;)

Wie sieht die Arbeit beim WWF aus? Die WWF Jugend berichtet: 

Als das FÖJ auch beim WWF Deutschland eingeführt wurde, war Leo der erste, der sich erfolgreich für ein solches Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der Panda-Organisation beworben hatte. 12 Monate, die für Leo voller Erlebnisse und Erfahrungen steckten: "So habe ich zum Beispiel der Presseabteilung bei der Vorbereitung einer Pressekonferenz, dem Kinder- und Jugendclub auf der Jugendmesse YOU oder dem Kampagnenteam bei der Earth Hour geholfen. Man kann eigentlich sagen, als FÖJler hat man die Chance bei allen spannenden Veranstaltungen dabei zu sein und tatkräftig mitzuhelfen." Welche Vorteile ein FÖJ bringt, erzählt Leo in seinem Bericht "Als erster FÖJler beim WWF".

Janine hat einige Jahre als Fundraiserin gearbeitet - d.h., sie hat auf der Straße Passanten angesprochen und versucht, sie für eine Spende zugunsten des WWF zu bewegen. Ein harter Job, denn viele Menschen auf der Straße sind skeptisch oder sogar unfreundlich. Aber man gewinnt auch sehr viel Menschenkenntnis hinzu. "Unverzichtbar bei der Arbeit für den guten Zweck ist natürlich die feste Überzeugung, die jeder einzelne Werber haben muss, um selber überzeugen zu können", erzählt Janine in ihrem Bericht Arbeiten als Fundraiser. "Denn wenn er sich seiner Sache nicht sicher ist, wird es unmöglich sein, einen wildfremden Menschen von ebendieser zu beeindrucken."

Arnulf wagte den Schritt in ein sehr exotisches Land und absolvierte ein Praktikum beim WWF Kambodscha! Sechs Monate arbeitete er in den Trockenwäldern, zwischen Tigern, Leierhirschen und Schweinsaffen. Arnulfs Bericht liest sich so, als wäre man selbst vor Ort: "An den Wasserlöchern findet man dann alle möglichen Tierspuren im Schlamm, meistens von Wildschweinen, von denen ich auch zwei Mal welche aufgescheucht habe, oder Banteng, sehr hübschen, vom Aussterben bedrohten Wildrindern mit beige-orangem Fell..." Und das ist noch nicht alles - Arnulf nimmt uns in seinem Bericht "Auf Spurensuche in den Trockenwaeldern Kambodschas" auch mit zu den größten Kranichen der Welt! Aber auch in der Hauptstadt Phnom-Penh war Arnulf im Einsatz. Im zweiten Teil seines Berichts erzählt er uns vom waghalsigen Berufsverkehr und dem Aufbau einer neuen Website. Im dritten Teil ist Arnulf schließlich Elefanten und Leoparden auf der Spur: "Immer öfter schießen die vielen Kamerafallen Fotos von Leoparden, auch wenn Begegnungen weiterhin extrem selten sind. Da ist so ein Fußabdruck schon ziemlich eindrucksvoll, vor allem wenn er nicht mal einen Kilometer vom Camp entfernt ist..."

Cata machte ihr zweiwöchiges Praktikum beim Kinder- und Jugendprogramm des WWF und war hierfür sowohl in Berlin als auch in Frankfurt im Einsatz. "Ich war sogar bei einem Interview dabei von einem WWF Mitarbeiter aus Vietnam. Dort gibt es keine WWF Jugend, sondern die gehen zum Beispiel mit Jugendlichen aus den Schulen in die Wälder, um den Müll aufzusammeln. Das ist zwar auch eine Aktion, aber ich bin schon froh, dass wir hier in der Community diskutieren können, und uns gegenseitig über bestimmte Themen informieren können! Ich habe auf jeden Fall super tolle Leute kennengelernt, die mir Mut gegeben haben, dass wir was verändern können!" Cata hat, wie sie in ihrem Bericht schreibt, beim WWF eine Vorstellung von ihren Traumjob gefunden. 

Ravel lernte in seinem WWF-Praktikum die Internet-Redaktion sowie ein Team aus der Naturschutzabteilung kennen. Die Zeit bei Vera und Volker, zwei Artenschutz-Experten, war wie Bio-Unterricht - nur viel spannender! "Am Anfang hat Vera mein Allgemeinwissen zu bedrohten Tieren, Tieren allgemein und zum Naturschutz getestet. Danach sollte ich einen Katzenstammbaum erstellen, klären wo verschiedene Papageienarten leben und herausfinden welche Bärenarten es gibt und wie bedroht sie sind. Nebenbei zeigte sie mir einige Exponate, die der WWF vom Zoll bekommt, wie z.B. Figuren aus Elfenbein. Diese sollte ich dann verschiedenen Tieren zuordnen." Wie es wohl so in den Büros des WWF aussieht? Ravel hat seine Arbeitsplätze fotografiert - hier geht's zu seinem Bericht.

Pascal brachte sein WWF-Praktikum unter anderem sogar in die Büros von Bundestag-Abgeordneten! Für Filmaufnahmen begleitete er unser Team, das einen Clip zur Bundestagswahl produzierte. Danach ging es daran, die Website mit neuen Bildern zu bestücken oder den WWF-Artenschutzkoffer für seinen Einsatz vorzubereiten. "Ich fand es ziemlich bedrückend diese Dinge wie einen Elfenbeinarmreifen oder einen Gürtel aus einer Kobra in der Hand zu halten. All diese Tiere / Pflanzen die für solche Souvenirs oder angeblichen Potenz steigernden Mittel getötet worden." Pascal war so Feuer und Flamme für sein Praktikum, dass er fast die Zeit vergaß... "Als ich wieder im Büro war meinte Marcel auch schon zu mir: 'Pascal du kannst schon gehen'. Ich war ganz in meiner Arbeit, den Bericht zu schreiben, vertieft und dachte das sei ein Scherz. Dann fragte ich: 'Was? Schon?' - alle im Büro lachten daraufhin. Es war ein interessanter Tag, wie immer." Pascal hat viele schöne Erinnerungen und Fotos aus dem WWF-Büro online gestellt - hier geht's zu seinem Artikel "Hinter den Kulissen der WWF Jugend"

Taminas FÖJ beim WWF war nicht weniger abwechslungsreich als bei Leo. Projekte wie der 2°Campus, der Artenschutzkoffer oder das Junior-Ranger-Programm gehörten ebenso zu ihrem Arbeitsalltag wie das Sortieren von Briefen, Schreiben von Newslettern und Mitlaufen bei Demos. Am Ende bearbeitete sie sogar ein ganz eigenes Projekt: die Planung, Gestaltung und Koordination eines WWF-Stands auf der Wassermesse „WASsERLEBEN“. In ihrem Bericht "FÖJ beim WWF" hat Tamina viele wertvolle Tipps für Leute zusammengestellt, die sich für ein FÖJ interessieren.

"Ein erster Schwenk mit dem Spektiv zeigt mir: Es sind unglaublich viele. Noch viel mehr als vor zwei Wochen. Und die Zusammensetzung ist teilweise ganz anders", berichtet Anne, die ein wiederum ganz anderes FÖJ gemacht hat. Sie verbrachte ein Jahr beim Wattenmeer-Zentrum des WWF an der Nordseeküste. Bei Wind und Wetter machte sie sich auf, Vögel zu zählen. "Ich verschaffe mir einen Überblick und lege eine Liste an. Dann zähle ich jede Art mit der Zähluhr durch." Doch einem fleißigen Naturschützer kann so mancher Strich durch die Rechnung gemacht werden... "Ich höre auf einmal laute Stimmen. Und sehe zu meiner Verärgerung, wie drei Kajakfahrer direkt aus der Hafenschleuse gefahren kommen, in Richtung der Lachmöwen. 'Supertoll', denke ich mir, als die Vögel reißaus nehmen..." Aber Anne behielt Geduld und zählte unermüdlich weiter. In ihrem Bericht "Wie eine echte Vogelzählung aussieht" bekommst du nicht nur die Gesamtbilanz präsentiert, sondern auch atemberaubend schöne Fotos von den tollen Vögeln des Wattenmeers!

Natürlich gab es in den letzten fünf Jahren auch wunderschöne Berichte von Praktika bei anderen Organisationen oder bei Unternehmen. Simon beispielsweise schenkte uns tolle Einblicke in sein Praktikum bei einer Solarfirma (Teil 1, Teil 2, Teil 3). Helen schilderte uns, wie spannend ihr naturpädagogisches FÖJ in einem Schullandheim ist ("Wild und wichtig"). Und Mona teilte mit uns unvergessliche Eindrücke von ihrem Einsatz in einer Tierauffangstation im ecuadorisnischen Regenwald ("amaZOOnico - den Regenwald retten ist gar nicht so einfach").

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Du machst auch ein Umwelt-Praktikum oder ein FÖJ? Dann schreib deine Eindrücke in die Community! Dein Bericht ist absolut wertvoll, denn er motiviert die anderen, ebenfalls für den Naturschutz zu arbeiten. Die WWF Jugend Community ist voller engagierter Leute, die sich gerne gegenseitig helfen - auch beim Thema Praktika und Jobs sind wir ein supertolles Netzwerk!

Du willst auch ein FÖJ machen? Dann erkundige Dich am besten direkt beim Bundesarbeitskreis FÖJ: www.foej.de. Das nächste offizielle FÖJ-Jahr beginnt in wenigen Tagen. Noch sind in manchen Bundesländern ein paar Stellen frei. Man kann sich also noch bewerben!

Für FÖJ-Stellen beim WWF ist die Stiftung Naturschutz zuständig: www.stiftung-naturschutz.de Im Frühjahr 2015 wird der WWF wieder neue FÖJler suchen. Bewirb dich - wir würden uns freuen!

Praktika beim WWF sind leider nicht immer möglich, da uns manchmal freie Arbeitsplätze in den Büros fehlen oder WWF-Mitarbeiter viel unterwegs sind. Aber wir versuchen, Praktika so häufig wie möglich einzurichten. Es lohnt sich eigentlich immer, auch wenn keine Stelle ausgeschrieben ist, sich als Interessent zu melden. Für uns ist es immer etwas ganz Besonderes und Tolles, Praktikanten da zu haben und ihnen bei ihrem Werdegang etwas helfen zu können. Interessenten können sich gerne per Email direkt an mich wenden.

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Hier geht's zur letzten Folge von "Gib mir Fünf!": Die schönsten Momente der Fahrradstaffel

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Kommentare (2)
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01.08.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Das hört sich super interessant an. Da ich nächstes Jahr mit dem Abi fertig sein werde, könnte ich mir auch vorstellen erst ein FÖJ zu machen.
24.07.2014
Jessika hat geschrieben:
Das klingt ja alles Super interessant! Ich bin schon 20 und habe auch schon ein Berif, aber für Jugendliche finde ich das FÖJ richtig toll. Wenn ich nicht schon eine Ausbildung hinter mir hätte, dann hätte ich mich auch beworben.
Noch eine Frage und zwar kann man auch so wie Arnulf und Tamina bei einem Projekt mitwirken. Ich habe keine Fachausbildung in diesem Bereich würde aber gerne ein Projekt unterstützen. Und das vor Ort und nicht "nur" finanziell. Ich bin gerne Fördermitglied, damit die Projekte gefördert werden, aber ich glaube richtig dabei zu sein, ist dann doch nochmal etwas anderes. Vielleicht gibt es in dieser Hinsicht Möglichkeiten. Liebe Grüße Jessika
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