WWF

Was hat dich zur WWF Jugend geführt? Was motiviert dich?

Deine WWF Jugend Story!

Panda-Schnürsenkel © P. Jelinek

Irgendwann hat es dich erwischt - du bist WWF Jugend Fan geworden! Erzähl uns, wie es dazu kam, und was sich in deinem Leben verändert hat! Schreib uns deine WWF Jugend Story!

Wie der WWF mir hilft, gesund zu werden


von pusteblumenstaub
21.12.2014
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Heute möchte ich euch einmal meine WWF-Geschichte erzählen und wie er mir hilft, mein Leben wieder wahrhaftig zu leben. Vorweg muss ich euch dazu vielleicht erzählen, dass ich seit 6 Jahren an Magersucht leide. Dass ich damals erkrankt bin, hatte familiäre Gründe, es sind Dinge passiert, die ich bis heute nicht überwunden habe.

Vor drei Jahren hatte meine kleine Schwester ihre Weltretterphase. Wir haben Müll von der Straße gesammelt, säckeweise, und Kuchenbasare für die Wölfe gemacht. Und außerdem wurde meine kleine Schwester Mitglied beim WWF, bei den Young Pandas.

Es hat mir damals Freude gemacht zu beobachten, mit wieviel Eifer und Herzblut sich dieses kleine Mädchen auf die Rettung der Welt gestürzt hat. Auch war ich neidisch. Wisst ihr, Magersucht nimmt einem jegliche Lebensfreude und jegliches Interesse an dem eigenen Umfeld. Meine Schwester hingegen steckte voller Lebensfreude, sie fuhr in Camps und lernte tolle neue Freunde kenne, ich war allein zu Hause oder in einer Klinik.

Es war schwer für mich einen Sinn in meinem Leben oder im Leben allgemein zu sehen. Wo bleibt der Sinn in einer Gesellschaft, die sich langsam selbst zerstört? Ich denke, auch diese ewige Suche nach einem Sinn, hat mich krank gemacht.

Als es mir zeitweise etwas besser ging, habe ich mich gefragt, wieso ich nicht selber versuche, die Welt zu retten, auch wenn das vielleicht ein sehr hochgestecktes Ziel ist. Ich wollte etwas verändern auf dieser Welt, will es immer noch. Ich will nicht dazu beitragen, dass unser Planet untergeht. Ich habe angefangen auf Bio und Fair-Trade zu achten, wurde Vegetarierinlte, recyclte und versuche Müll zu vermeiden und ich fühlte mich gut dabei. Gedanken ans Essen oder an die Vergangenheit wurden von Gedanken um die Natur abgelöst, zumindest teilweise.

Im Sommer diesen Jahres habe ich mich dann endlich getraut, mich beim WWF Jugend und der WWF Community anzumelden. Ich dachte mir, wenn ich mein Taschengeld schon ausgebe, dann doch wenigstens für etwas, das in meinen Augen sinnvoll ist. Vielleicht habe ich auch nur weiterhin nach einem Sinn gesucht, aber egal. Der erste Schritt war gemacht.

Nun war eine große Hürde, dass ich mich zu diesem Zeitpunkt in einer Klinik befunden habe. Aus dem Krankenhaus die Welt retten? Das macht sich denkbar schlecht. Mir wurde wieder einmal deutlich, wie viel ich eigentlich durch meine Krankheit verpasse und was ich alles machen könnte, wäre ich nur gesund. Das und die Veränderung der äußeren Umstände haben in mir etwas angestoßen. Ich habe gegessen. Ich habe endlich meinen Mund aufgemacht und über Probleme gesprochen.

Im September war es dann endlich soweit und ich wurde entlassen. Und ich habe es hingekriegt. Es war schwer, aber ich habe mein Leben langsam wieder in geordnete Bahnen gelenkt. Ich gehe wieder zu Schule. Jetzt war ich endlich bereit meine erste Aktion mitzumachen. Die Astrein-Aktion in Nordderstedt kam wie gerufen. Allerdings stand mir meine Schüchternheit im Weg, aber auch die wurde einfach aus dem Weg geräumt.

Ok, jetzt könnt ihr vielleicht sagen: So'n bisschen Bäume pflanzen und schon ist sie geheilt, was für'n Quatsch.

So war es ja auch nicht. Natürlich kämpfe ich immer noch mit meiner Erkrankung. Aber als ich diese Bäume gepflanzt habe, habe ich mich zum ersten Mal seit Langem wieder nützlich und als Teil von etwas Ganzem gefühlt. Klingt albern? Ja vielleicht, aber ich bin halt ziemlich sentimental. 

Ich habe über die Community auch langsam wieder angefangen, neue Menschen kennenzulernen und nicht mehr das Gefühl, mich verstecken zu müssen. Ich fange ein neues Leben an, der WWF gehört dazu. Er hilft mir.

Dafür sagen ich ein riesengroßes DANKE!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare (11)
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30.12.2014
Laura619 hat geschrieben:
Du bist ganz sicher ein riesiges Vorbild für viele junge Mädchen. Ich bin wahnsinnig beeindruckt von deiner Offenheit und deinem Mut, uns alle an deiner Vergangenheit teilhaben zu lassen.
Ich habe mich, als ich deinen Bericht gelesen habe, selbst in die Vergangenheit zurück versetzt gefüht- ich hatte vor 2 Jahren lang selbst eine solche Phase, in der mich die familiäre Situation innerlich so zermürbt hat, dass auch ich nichts mehr essen konnte und wollte und in der Zeit auch keinen Lebensmut mehr hatte. Als mein Interesse am Umweltschutz dann, genau wie bei dir, geweckt wurde, hatte ich endlich mal wieder einen Lichtblick, ein Projekt, in das ich mich stürzen konnte. Ich wurde erst Vegetarierin, dann Veganerin, und als wir umgezogen sind und meine Eltern sich getrennt haben ging es mir auch endlich wieder gut. Es ist schön jemanden hier zu haben, dem es so ähnlich erging wie einem selbst. Und es ist schön zu wissen, dass die Menschen hier, egal wie alt, hinter einem stehen und dasselbe Ziel verfolgen wie man selbst. Wir sind eine Gemeinschaft, und du bist Teil dieser Gemeinschaft. Wir alle fühlen uns geehrt, dich bei uns zu haben :-).
22.12.2014
Birty. hat geschrieben:
Ich kann mich den anderen nur anschließen, es ist echt bewunderswert deine Geschichte mit uns zu teilen :). Ich glaube du hast mit deiner Geschichte ganz viele von uns motiviert und inspiriert, das soll dir erstmal einer nachmachen :).
Ich wünsche dir weiterhin alles Liebe!
21.12.2014
Pandafreundin hat geschrieben:
Stark! Ich danke dir, dass du deine Geschichte so offen mit uns teilst - ich fühle mich geehrt ein Teil einer Gruppe zu sein in der eine so persönliche und berührende Geschichte erzählt werden kann, denn das ist ein Zeichen von Vertrauen und Zusammengehörigkeit!
Ich wünsch dir weiterhin Alles Gute! Ich denke, du kannst wirklich stolz auf dich sein :-)
21.12.2014
LSternus hat geschrieben:
Nein, das klingt nicht albern. Ganz im Gegenteil, es ist überaus bewundernswert wie du hier mit deiner Krankheit umgehst.
Ich wünsche dir soviel Kraft wie du braust um die von dieser Krankheit loszureißen.
21.12.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Danke, dass du deine Geschichte mit uns teilst! Ich kann mir vorstellen, dass es bestimmt nicht leicht war, diesen Bericht zu schreiben. Du hast dafür meinen vollen Respekt. Es ist schön, dass die WWF Jugend dir Kraft schenkt, und ich hoffe, dass wir es auch weiterhin tun können. Ich wünsche dir für die Zukunft viel Kraft und alles Gute!
21.12.2014
Luke24 hat geschrieben:
Ich kann mich den anderen nur anschließen.
Eine mir sehr nahe stehende Person leidet auch an Magersucht. Es ist einfach eine schreckliche Krankheit.
Es ist sehr schön, dass du mit deinem Engagement für den WWF eine Stütze in deinem Leben gefunden hast.
21.12.2014
OekoTiger hat geschrieben:
Toll das du die Geschichte so offen mit uns teilst. :-)
21.12.2014
RichardParker hat geschrieben:
Vielen Dank, dass du deine Geschichte mit uns teilst, dazu gehört viel Mut!! Und dass zeigt doch eigentlich, wie stark du schon geworden bist. :))
Mich hat die WWF Jugend auch wieder ins Leben zurück geholt, weil dass Schicksal auch vor mir keinen Halt gemacht hat und ich seit meiner Geburt nicht laufen kann. Aber kämpfen lohnt sich immer und der WWF spielt dabei sicherlich eine ganz entscheidende RolleC! Gib nicht auf, es lohnt sich nicht!
21.12.2014
midori hat geschrieben:
Ohje, jetzt habe ich ein Tränchen verdrückt! Ich finde es phänomenal, dass Du bei uns bist, um mit uns zusammen die Welt zu retten. Auch ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Energie für die Zukunft - unsere gemeinsame Zukunft! :o)
21.12.2014
Cosima hat geschrieben:
Vielen Dank, dass du deine Geschichte so ehrlich mit uns teilst :)
Das finde ich wirklich toll.
und wie auch Julius schon sagt, es ist nicht albern.. sondern wichtig und schön zu sehen, dass du etwas gefunden hast, dass dir hilft dich von deiner Magersucht loszusagen!
Ich wünsch dir weiterhin alles Liebe und Gute und hoffe, dass die WWF Jugend dich weiterhin begleitet und dir helfen kann, neue Lebensfreude und -kraft zu schöpfen.
21.12.2014
JuliusS hat geschrieben:
Albern? Keines Wegs. Ich verstehe genau, was du meinst. Geht mir ähnlich :)
Danke für den Artikel, es ist immer wieder interessant zu sehen, welche Leute hier sind, und wie der WWF und wir auch über den Umweltschutz hinaus den Menschen innerhalb der Community helfen könne und es schon getan haben. :)
Danke das du hier bist.
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