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© Dagmar Heene / WWF
Zwei Forscher zurück im Alltag


von MirjamK
21.07.2014
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Seit dem ersten Block des 2°Campus sind schon einige Wochen vergangen. In Berlin setzten wir uns eigene Ziele, die wir in unsere Zeit zuhause erreichen wollten. Doch was ist nun aus diesen Zielen geworden? Im Folgenden möchten wir euch davon berichten:


Mirjam: Ich hatte mir ja zwei Ziele gesetzt: zum einen die Reduktion meines Fleischkonsums auf maximal 2x pro Woche Fleisch und zum anderen hatte ich vor, mein Onlineshoppingverhalten auf 0 zu reduzieren.
Da ich generell sehr wenig Fleisch esse, fällt es mir in der Regel nicht schwer auf Fleisch zu verzichten. Durch meine Konzentration auf meinen Fleischbedarf viel es mir aber zunehmend schwieriger mein Ziel einzuhalten. Nach dem Motto „Ob zwei oder dreimal Fleisch in der Woche ändert ja sowieso nichts“, oder „Dann esse ich nächste Woche eben weniger Fleisch“, habe ich es letztendlich nicht geschafft, mein Vorhaben komplett durchzuziehen. Jedoch möchte ich nach dem zweiten Block erst einmal eine Zeit lang komplett auf Vegetarisch umsteigen. Strikte Vorgaben helfen mir persönlich nämlich besser, damit ich meine Ziele dann auch wirklich durchsetzen kann.
Meinem zweiten Vorhaben habe ich vollkommen den Rücken gekehrt. Dies hatte aber einen anderen Grund. Ich habe mich noch einmal näher mit dem Thema Onlineshopping befasst und habe gemerkt, dass mein Vorhaben nicht wirklich umweltfreundlicher ist. In manchen Fällen sogar das Gegenteil. Ich achte inzwischen vermehrt darauf was ich kaufe und vor allem auch woher die Ware kommt, die ich mir bestelle. Vor allem gibt es im Internet auch ein weites Spektrum an gebrauchten Artikeln. Diese zu kaufen wäre aus ökologischer Sicht wohl besser.
Vor kurzem erst bin ich über die Seite von „Fairtrade“ auf eine Menge Onlineshops gestoßen, auf welchen es unzählige Angebote fair gehandelter Kleider o.ä. gibt. Diese sind zwar Preislich etwas teurer, jedoch muss man sich gut überlegen, wofür man sein Geld ausgeben will. Will man billige Kleidung, unter welchen vor allem viele Frauen und Kinder zu leiden haben, oder gibt man dann doch lieber etwas mehr Geld aus? Ich möchte wenigstens einen kleinen Teil verändern und strebe es daher an, meine Kleidung Stück für Stück auf fair umzustellen.

Johannes:
Also bei mir war das mit dem Essen auch nicht immer das einfachste. Ich hatte mir das ehrgeizige Ziel gesetzt, ganz auf Fleisch zu verzichten und darüber hinaus fast gänzlich auf tierische Produkte, wie das Trinken von Milch, aber auch das Essen des üblichen Frühstückseies. Beim Verzicht auf diese tierische Produkte dachte ich natürlich nicht nur an meine eigene Gesundheit, sondern auch an die Konsequenzen, die hinter dem Konsum von tierischen Produkten stecken. Neben der für mich nicht vertretbaren Massentierhaltung, spielte natürlich auch der umweltliche Aspekt eine Rolle, da mit der Produktion dieser Produkte enorme Treibhausgasemissionen verbunden sind. Der Verzicht auf das Ei am Morgen fiel mir genauso wenig schwer, wie der Verzicht auf Kuhmilch, da es sehr gute Alternativen für Kuhmilch, wie z.B. Reismilch oder Sojamilch gibt, die dem Geschmack von Milch sehr nahe kommen und daher eine echte Alternative sind. Mich hatte irgendwann der Gedanke abgeschreckt, die Muttermilch einer anderen Spezies zu trinken, was nur wir Menschen tun. Gesundheitlich merkte ich den verringerten Konsum von Milch deutlich, da mich fitter als zuvor fühlte und auch das fehlende Frühstücksei machte sich positiv bemerkbar.


 

Neben dem verringerten Konsum tierischer Produkte wollte ich noch gerne mein Stromnutzungsverhalten verändern, was mir aber nur mittelprächtig gelang, da ich alleine von der Schule her wirklich häufig an die Nutzung des PCs gebunden war. Jedoch hoffe ich nach Ablauf des Schuljahres dahingehend mein Nutzungsverhalten entsprechend zu ändern.
---
Nun ist es bald soweit und der zweite Block beginnt. Wir freuen uns schon alle auf die kommenden Wochen und hoffen, genauso viel daraus mit zu nehmen, wie aus dem ersten Block.

Johannes und Mirjam

Bilder:

Titelbild: Flickr.com-Sascha Kohlmann, Uhr: Flickr.com-fogl83, Ballons: Flickr.com-John Sargent, Essen: Flickr.com-Brian

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Kommentare (3)
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02.08.2014
Ivonne hat geschrieben:
Danke, dass ihr euere Erfahrungen mit uns teilt! Klasse Bericht. Es macht Spaß, mit euch zusammen zu arbeiten. :-)
23.07.2014
Cookie hat geschrieben:
Danke für diesen tollen ehrlichen Bericht!

Das mit dem halb-vegetarischen kenne ich gut, ich habe mich auch eine Zeit als "Halbzeitvegetarier" versucht, aber man isst dann doch einfach häufiger Fleisch, als man sich vorgenommen hat. Außerdem habe ich damals meist bei meiner Oma gegessen, die häufig Fleisch kocht, und nicht ganz nachvollziehen konnte, dass ich an dem einen Tag Vegetarierin war und an dem anderen nicht. Mittlerweile ernähre ich mich seit über zwei Jahren komplett vegetarisch und seit ich alleine wohne, versuche ich auch, so oft wie möglich auf Milch und Eier zu verzichten (was mir aber leider nicht immer gelingt, da ich so gerne Käse esse).

Ich wünsche euch noch viel Erfolg mit euren Vorsätzen und einen tollen zweiten Block! :)
21.07.2014
Jonas_Kittel hat geschrieben:
Ja das mit den Vorsätzen ist so eine Sache.. ich hatte mir damals auch vorgenommen, Strom zu sparen. hat vom Stromverbrauch auch recht gut geklappt, aber die Annehmlichkeiten waren dann weg (ja, wenn ich den Strom am selbst eingebauten Hauptschalter aus gemacht habe konnte ich die Rollläden nicht mehr bedienen.. Sch*** System. Und wenn ich dann den Hauptschalter nochmals betätigt habe ist mein PC hoch gefahren.. Noch besch*** System. ) aber mittlerweile funktioniert alles wie ich will :D

Das mit dem Fleischkonsum hat sich bei mir auch irgendwie von selbst ergeben, lange Zeit habe ich nur am Wochenende Fleisch gegessen und einen veganen Tag eingerichtet. Eine Zeitlang habe ich auch vegan gelebt, die Erfahrung sollte glaube ich jeder machen. Aber mittlerweile esse ich leider wieder viel zu oft Fleisch, auf dem Bau ist das halt so üblich.. Wie wäre es mit einem gemeinsamen veganen Tag in der Woche mit Kochen und so? (wohnt ja nicht weit ;) )

ach ja.. und viel Spaß in Berlin! (und etc.)
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