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Neues aus unserer


Forschung!


© Dagmar Heene / WWF
„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“ *


von Alina22
07.11.2014
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Genau das sollten wir tun, um die Co2-Emissionen bis 2050 um 95 % zu senken, denn noch haben wir die Möglichkeit unseren Kurs zu ändern. Wir sollten den Wind also nutzen, damit unser 2°-Schiff sicher im Hafen der erneuerbaren Energien landet.


Windkraft hat viele Facetten. Es gibt die großen Windkraftanlagen, die dank wissenschaftlicher Erkenntnisse immer mehr Strom produzieren. Unterstützend dazu gibt es aber auch Kleinwindkraftanlagen, mit denen sich Privatleute selbst versorgen können.
Wer seinen eigenen Strom produziert, ist unabhängig von Märken und Wirtschaft. Mit Kleinwindkraftanlagen ist somit ein weiterer Schritt in Richtung Dezentralisierung der Stromnetze getan. Sie sind jedoch noch weitgehend unbekannt und die Entwicklung wird teilweise skeptisch betrachtet, da sie Schatten werfen, laut sind und das Landschaftsbild stören.


Genau an diesen Problemen hat die Energiegruppe vom 2°Campus 2014 angesetzt und sich überlegt, wie man die Rotoren dieser Anlagen leiser und effizienter machen kann, damit die Akzeptanz in der Gesellschaft steigt.


Zum Experimentieren hatten wir verschiedene, unter anderem 3D gedruckte Modelle mit unterschiedlichen Drehachsen. In einigen Versuchsreihen haben wir diese mit Luftstromerzeugern getestet und die erzeugte Spannung und Frequenz gemessen.


Und hier stellen wir euch die Rotoren vor, die uns am meisten überzeugt haben:


Der verdrehte Savoniusrotor ist für eng besiedelte Gebiete wie Städte gut geeignet. Er dreht sich um die vertikale Achse und sieht damit eher nach einen Kunstwerk, nicht nach einem Kraftwerk aus. Außerdem fängt er schon bei sehr kleinen Windgeschwindigkeiten an, Strom zu produzieren, ist Windrichtungsunabhängig und recht leise.


Der verdrillte Savoniusrotor mit drei für Rotorblättern kommt vor allem in Städten mit etwas mehr Wind in Frage. Auch er dreht sich um eine vertikale Achse, was die Lautstärke reduziert.


Bei freien Flächen mit viel Wind bleiben Windräder mit drei oder 6 Rotoren, die um eine horizontale Achse drehen, ungeschlagen. Dort stören die Geräusche nicht und die Nachbarn fühlen sich auch vom Aussehen nicht beeinträchtigt.


Ist euer Interesse geweckt? Die genauen Ergebnisse und ein Flowchart, bei dem ihr testen könnt, welches Windrad zu euch passt, findet ihr hier in unserer Powerpoint-Präsentation.
Beim 2° Campus bekommt man die Möglichkeit, ein wenig in die Welt der Wissenschaft hinein zu schnuppern und spannende Vorträge zu hören. Es ist jedoch nicht alles kompliziert, sondern macht vor allem viel Spaß. So haben wir in Münster kleine Aufwindkraftwerke aus einem Teelicht und schwarzer Pappe gebaut – Experimente, die man auch zu Hause nachmachen könnte. Man sieht: Es ist gar nicht immer alles kompliziert.


Im Bereich Kleinwindkraftanlangen muss sich noch viel verändern, damit sie gleichwertig wie die Solaranlagen auf Hausdächern stehen können. Jetzt seid ihr gefragt! Kleinwindkraft bietet noch so viel unerforschtes Potential wie weitere Anwendungsmöglichkeiten, die tatsächliche Meinung der Bevölkerung zur Ästhetik der Rotoren und vieles mehr.

Macht mit und bewerbt euch noch bis zum 2. Dezember!


Lasst uns mit Rückenwind zusammen zum 2°-Ziel gelangen :)
 

Bilder:

Titelbild:Flickr_ Robert Nyman_Sailing trip to Sandhamn - Bearbeitung

Bild 2,3: WWF/Arnold Morascher

Bild 4,5,6: WWF

Bild 7:Maxim Podobed

* Zitat von Aristoteles

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Kommentare (4)
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12.11.2014
Sunlight hat geschrieben:
Leider kommt mein Kommentar etwas verspätet (sorry, es ist gerade zeitlich etwas eng bei mir :/).
Also, super Bericht, Du hast die Ergebnisse sehr schön zusammengefasst und mir gefallen auch die Windmetaphern sehr gut! :)
Insgesamt hat die Arbeit mit Euch auf jeden Fall super viel Spaß gemacht und ich kann einfach nur allen empfehlen, sich zu bewerben :)
LG ;)
08.11.2014
JuliusS hat geschrieben:
*VAWT :)
08.11.2014
JuliusS hat geschrieben:
Jetzt brauche ich nur noch einen VWAT Mit verdrehtem Savoinus :) wo bekommt man soetwas her? :)
08.11.2014
tricky_thuy hat geschrieben:
Cooler Artikel, Alina :) ! Stimmt, lässt uns schnell das Schiff zum sicheren Hafen bringen, bevor wir die Kontrolle darüber verlieren, wenn es in die offene See steuert. - geniale Schiff-Metapher:)
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