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© Dagmar Heene / WWF
Wie können Verbraucher*innen in Deutschland Lebensmittelverschwendung wirkungsvoll reduzieren?


von becci42
19.04.2015
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Der erste Block des 2°Campus 2015 ist nun schon zwei Wochen her – höchste Zeit also, euch unsere Forschungsvorhaben vorzustellen! Auch dieses Jahr beschäftigen wir uns mit Forschungsfragen aus vier verschiedenen Themengebieten. In der Ernährungsgruppe geht es dieses Jahr um Lebensmittelverschwendung.

Die Landwirtschaft war 2012 für rund 14 Prozent der ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich. Dass wir, um diese Emissionen zu senken, nicht einfach weniger essen können, liegt auf der Hand, aber was wäre denn, wenn viele dieser schädlichen Gase ganz umsonst und ohne Nutzen in die Luft geblasen würden?
Jedes Jahr werden in Deutschland pro Kopf etwa 80 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen, wovon der größte Teil vermeidbar ist. Man könnte alleine in den Privathaushalten durch eine Vermeidung dieses „Abfalls“ 2,4 Millionen Hektar Agrarfläche einsparen. Durch diese Zahlen wird schnell klar: Verschwendung ist in unserer Gesellschaft ein zentrales Problem, durch das wir die Umwelt viel mehr belasten, als es eigentlich notwendig ist.

Doch was kann man dagegen tun und wo liegt überhaupt das größte Einsparungspotential? Diese Fragen haben auch wir uns gestellt, als wir mit der Problematik konfrontiert wurden. Schnell kristallisierte sich heraus, dass die meisten Lebensmittel bei den Verbraucher*innen weggeworfen werden, also bei uns allen zu Hause, im Restaurant oder in der Kantine. Wir sammelten viele Ideen und überlegten uns erste Konzepte, mit denen man Lebensmittelverschwendung vermindern kann.

So entstand unsere Forschungsfrage, mit der wir uns im zweiten Block beschäftigen werden: Wie können Verbraucher*innen in Deutschland Lebensmittelverschwendung wirkungsvoll reduzieren?

Wir, das sind Melanie, Johann, Felix und Rebecca. Unterstützt werden wir von der Juniormentorin Eva, den Teamerinnen Maria und Monika und natürlich unser wissenschaftliche Mentorin Christina von der FH Eberswalde. Dort werden wir im Sommer auch forschen und unserer Frage auf den Zahn fühlen.

Dafür werden wir ab dem 1. Juni eine Umfrage im Internet durchführen, durch die wir die Haltung und den Informationsstand einer möglichst diversen Gruppe von Befragten feststellen wollen. Aber auch bis dahin gibt es noch viel zu tun: Schon jetzt sind wir mit einer umfassenden Literaturrecherche beschäftigt, die uns die notwendige Grundlage für unser Forschen garantiert. Neben der Befragung, werden wir im Sommer Expert*innen interviewen, um auch ihre Meinung miteinbeziehen zu können.

Unser Ziel ist es, am Ende unserer Forschung verschiedene Möglichkeiten zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung zusammenzustellen und so eine konkrete und hilfreiche Handlungsanleitung als unseren Beitrag zum Klimaschutz anzufertigen.


Bilder: Titelbild: US department of agriculture/ flickr creative commons, restliche Bilder: Arnold Morascher/WWF

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Kommentare (5)
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23.04.2015
Rado1987 hat geschrieben:
Liebe Rebecca, du sprichst in diesem Artikel ein ernsthaftes Thema in unserer heutigen Gesellschaft an. Es kann nicht sein, dass wir so viele Lebensmittel verschwenden (wo andere Menschen am Hungertod nagen).

Ich wünsche Dir und Deinem Team viel Erfolg beim Projekt und gute sowie erfolgreiche Forschungsergebnisse ;)

LG
20.04.2015
Ivonne hat geschrieben:
Liebe Rebecca,
vielen Dank für den schönen ersten Artikel! Ich bin auch schon sehr gespannt, was ihr erforschen werdet!
Liebe Grüße,
Ivonne
19.04.2015
luisa2412 hat geschrieben:
Tolles Thema! Ich bin gespannt auf die Ergebnisse!
Ich denke nicht, dass die meisten Leute sich dieser schrecklich hohen Zahl ueberhaupt bewusst sind, was fuer mich ein Hauptgrund ist: Unwissenheit!
Wenn Menschen sich dessen bewusst werden fuer was und wen dies schaedlich ist, werden sie meiner Meinung nach auch verantwortungsvoller damit umgehen und vielleicht auch zweimal darueber nachdenken, ob sie die Banane jetzt wegwerfen, nur weil sie braun ist!
19.04.2015
Alina22 hat geschrieben:
Gerade bei Lebensmittelverschwendung gibt es echt keine Gegenargumente – egal was für eine Einstellung der Einzelne zu Lebensmitteln und deren Qualität hat. Ihr habt da, denke ich, genau das Hauptproblem erfasst. Viele sind ja bereit, nachhaltiger mit Lebensmitteln umzugehen, haben nur keine Ahnung wie... Das geht mir leider auch oft so. Ich bin schon sehr gespannt auf eure Handlungsanleitung :)
19.04.2015
KikiFi hat geschrieben:
Ein super Vorhaben, das ein wirklich wichtiges Problem unserer Gesellschaft behandelt. Bin schon sehr gespannt auf eure Ergebnisse!
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