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Forschung!


© Dagmar Heene / WWF
Wenn ich groß bin, werde ich Klimaschützer!


von Ivonne
07.02.2013
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DIESES IST DER LETZTE STREICH von unserer Interviewreihe zum Thema Studienwahl und Berufsfindung. Wir sprachen bereits mit Thomas - er war früher Banker und wechselte dann radikal zu den Umweltwissenschaften. Und mit Tanja - sie begeisterte sich für das Fach Meteorologie und spezialisierte sich später im Bereich der Agrarpolitik. Heute erfahrt ihr, auf welchen Wegen Tobias - WWF Experte für Energiepolitik und 2°Campus Referent -  zum Klimaschutz gekommen ist:

 

Tobias, welcher Moment in Deinem Leben war ausschlaggebend, Dich für den Klimaschutz zu engagieren?

Klima- und Energiepolitik hat während meiner Jugend- und Schulzeit keine so große Rolle gespielt – leider. Wenn, dann ging es eher um geopolitische Fragen, die nicht zuletzt durch Energie- und Ressourcensicherung beeinflusst wurden – beispielsweise den Golfkrieg 1990/91.

Hast Du schon im Studium zum Klimawandel geforscht?
Jein. Ich habe Politik- und Rechtswissenschaft studiert. Spezialisiert habe ich mich u.a. auf Energie- und Energiesicherheitspolitik. Zum Klimawandel habe ich also nicht geforscht, sondern eher zu negativen Begleiterscheinungen wie dem Kampf um die verbleibenden fossilen Energieträger.

Welche beruflichen Stationen bist Du durchlaufen, bevor Du zum WWF gekommen bist?

Nach insgesamt neun Praktika, u.a. bei PR-Agenturen, im Bundestag und Landtag Baden-Württemberg und einem Pharmaunternehmen war ich insgesamt 18 Monate als Diplomand bei einem großen Energieversorger. Danach habe ich beim Bundesverband der Deutschen Industrie ein Projekt zu Energieeffizienz im Gebäudesektor betreut. Seit August 2010 bin ich beim WWF.

 

Welchen Tipp würdest Du Jugendlichen geben, die auch einmal im Bereich des Klimaschutzes forschen oder arbeiten wollen?

Das kommt ganz darauf an, was man denn machen möchte. Wer im politischen Bereich, wie beispielsweise wir als Klima- und Energiepolitik-Team des WWF, arbeiten möchte, für den ist neben der inhaltlichen Expertise (beispielsweise im Bereich erneuerbare Energien, Energieeffizienz, internationale Klimapolitik etc.) auch ein gutes Verständnis politischer Prozesse auf nationaler und europäischer Ebene wichtig. Ein sicheres Auftreten, gute rhetorische Fähigkeiten und eine gute „Schreibe“ können auch nicht schaden. Doch auch für diejenigen, die tatsächlich in der Forschung arbeiten möchten, gibt es vielfältige Studienmöglichkeiten. Das reicht von Meteorologie über Physik und zahlreiche der Ingenieurswissenschaften bis zu den ökonomischen Disziplinen.

Vielen Dank an Tobias!

Die Interviews mit Thomas, Tanja und Tobias verdeutlichen, in wie vielen gesellschaftlichen Bereichen Klimaschutz von Relevanz ist - ob das der Finanzsektor, die Landwirtschaft oder die Politik ist. Das heißt nicht zuletzt, dass wir beim Klimaschutz überall anpacken müssen, wenn wir tatsächlich etwas erreichen möchten. Dabei gibt es noch weitere Forschungs- und Berufsbereiche, die in den Interviews gar nicht erwähnt wurden – z.B: die Kulturwissenschaften und die Soziologie. Ich habe beide Fächer studiert und könnte Euch berichten, wie man aus geisteswissenschaftlicher Sicht einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten kann. Wollt Ihr mehr darüber erfahren?


Einen schönen Donnerstag wünscht Euch

Eure Ivonne vom WWF-Team
 

Bilder: Strom © WWF; Tobias Krug © WWF, Ehemaliger Bundestag © Andrew Kerr / WWF; Solar Power © Kevin Schafer / WWF

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Kommentare (6)
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Sortieren nach Aktualität:
18.02.2013
AnnaGreen hat geschrieben:
Vielen Dank für die 3 Inteviews! Ich würde mich auf jeden Fall noch über einen vierten Artikel über geisteswissenschaftliche Möglichkeiten freuen! Besonders Soziologie, die hab ich persönlich nämlich auch schon genauer ins Auge gefasst. (:
12.02.2013
laura-therese hat geschrieben:
Toller Artikel! =) Danke Ivonne!
09.02.2013
Ivonne hat geschrieben:
Liebe ClaraG, Madamsel und Sunlight, danke für Euer Feedback! Sehr gern schreibe ich nächste Woche mehr. Bis dahin! :)
08.02.2013
Madamsel hat geschrieben:
Ich kann mich Sunlight anschließen. Gerade für Schüler ist es immer sehr interessant aus erster Hand zu erfahren, auf welchen Wegen und Umwegen die Erwachsenen zu ihren jetzigen Berufen gelangt sind. Denn oftmals helfen die Informationen, die bei Studiengängen unter Berufsperspektiven stehen nur mäßig weiter. Ich persönlich finde es immer erleichternd zu erfahren, dass man nicht schon hundertprozentig wissen muss, was genau man mit einem Studiengang machen will, sondern zu sehen, wie man Schritt für Schritt zu seinem Traumberuf gelangt, wenn man seine Stärken austestet, die richtigen Weichen stellt und Engagement zeigt. ;) Dementsprechend: bitte erzähl uns doch, wie du zum WWF gekommen bist! :)
08.02.2013
Sunlight hat geschrieben:
Danke für die tollen Interviews und Tipps! :) Mich würd's auf jeden Fall interessieren, wenn Du noch was zum geisteswissenschaftlichen Bereich berichten könntest!
07.02.2013
ClaraG hat geschrieben:
Tolles Interview und definitiv interessanter Studiengang!
War vor einer Woche auf den Hochschulinfo Tagen bei uns in der Nähe in Umwelt- und Ressourcenmanagement. Muss aber leider sagen, dass ich schon ziemlich genau weiß was ich später machen will und mir einzelne Pflicht-Bereiche des Studiums nicht so sehr gefallen, dass ich dadurch meine Überlgeungen ändern würde.
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