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© Dagmar Heene / WWF
Wenn ich groß bin, werde ich Klimaschützer!


von Ivonne
31.01.2013
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KLAPPE, die ZWEITE! Wie letzte Woche angekündigt, bekommt ihr heute das Interview mit Tanja - WWF Expertin für internationale Agrarpolitik und Referentin des 2°Campus - zu lesen. Ich wollte von Tanja wissen, auf welchen Wegen sie zum WWF gekommen ist, um sich hier für den Klimaschutz zu engagieren. So wie unser Klimakollege Thomas, hat auch Tanja einige interessante Einblicke und Tipps rund um grüne Studiengänge und Praktika für Euch:

Tanja, welcher Moment in Deinem Leben war ausschlaggebend, Dich für den Klimaschutz zu engagieren?

Mein Vater hatte sich immer sehr für den Umweltschutz und insbesondere für den Klimaschutz engagiert. Sein Engagement war in jedem Fall der Ausschlag dafür, dass ich mich ebenfalls auf diesen Weg gemacht habe. 

Hast Du schon im Studium zum Klimawandel geforscht?

Nicht lange nach der Wende habe ich mein Geografie-Studium an der Humboldt-Universität in Berlin angefangen. Klimatologie war ein Teilbereich des Studiums, welches ich aber so spannend fand, dass ich als Nebenfach Meteorologie dazu genommen habe. Dadurch dass wir nur acht Studenten waren, die als Nebenfach Meteorologie gewählt hatten, war die Lehre sehr familiär und sehr intensiv und hat mir dementsprechend sehr viel mit auf den Weg gegeben. Der Klimawandel war in der Lehre ein großer Schwerpunkt.

Welche beruflichen Stationen bist Du durchlaufen, bevor Du zum WWF gekommen bist?

Während des Hauptstudiums hatte ich das große Glück, als studentische Hilfskraft bei Ecologic zu arbeiten. Ecologic ist ein internationaler Think Tank für Umwelt und Entwicklung, bestehend aus einem sehr interdisziplinären Team. Maßgeblich geht es in den Projekten um die Europäische Umweltpolitik und deren Implementierung in den EU-Mitgliedstaaten. 

Meine Themenfelder waren vorwiegend der Boden- und Gewässerschutz (z.B. Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie) und die Gemeinsame Agrarpolitik (Anm. d. R.: Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist ein Politikbereich der Europäischen Union). Von der studentischen Hilfskraft wurde ich zur Mitarbeiterin und als meine Projektleiterin sich selbständigmachte, übernahm ich die Projektleitung für deren Projekte. So kam ich zur Gemeinsamen Agrarpolitik und damit zu dem Thema Landwirtschaft, an dem ich bis heute arbeite. Als ich 2005 beim WWF anfing, hatte ich erneut die Möglichkeit, durch verschiedene Projekte und Studien, das Klima wieder ins Boot zu holen und habe mir die Schnittstellen zwischen Landwirtschaft und Klima genau anschauen können. Mit der Studie „Methan und Lachgas: die vergessenen Klimagase“ haben wir das Thema 2008 gut in die politische und öffentliche Diskussion bringen können.

Welchen Tipp würdest Du Jugendlichen geben, die auch einmal im Bereich des Klimaschutzes forschen oder arbeiten wollen?

Aus meinen eigenen Erfahrungen heraus kann ich nur empfehlen, sich möglichst frühzeitig und vielseitig für Praktika zu bewerben, um verschiedene Arbeitswelten aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen. Die Erfahrungen, die man im Rahmen der Praktika macht, helfen häufig viel mehr als das Studium an sich, um auszuloten, welche Art von Arbeit wirklich zu einem passt – nicht nur vom Thema her. So hat mir z.B. ein Praktikum am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung die Augen dafür geöffnet, dass die Arbeit an Klimamodellen nicht meine Welt ist, obwohl das Thema mich absolut interessiert hat. Die Erfahrungen durch die Praktika haben mir auch sehr dabei geholfen, Schwerpunkte im Studium neu zu setzen und meine Diplomarbeit entsprechend auszurichten.

Vielen Dank an Tanja!

Alle guten Dinge sind drei, deswegen dürft ihr gespannt sein auf das dritte und letzte Interview zum Thema Studienwahl und Berufsfindung mit unserem WWF Klimaexperten Tobias Krug.


Bis dahin,

Eure Ivonne vom WWF Team
 

Bilder: Runde Tische wollen landwirtschaftliche Produktion in umweltfreundlichere Bahnen lenken © Ilka Petersen / WWF; Tanja Draeger de Teran © Andreas Eistert / WWF; Pfluegen eines Maisackers © agrarfotocom / WWF; Weizenfeld © agrarfotocom / WWF

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Kommentare (5)
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Sortieren nach Aktualität:
24.03.2013
Juliaaa hat geschrieben:
Super Bericht :-)
12.02.2013
Mare92 hat geschrieben:
Wirklich cooles Interview. Ich selber studiere Geografie und würde gerne später was in dieser Richtung machen. Top. :)
04.02.2013
Ivonne hat geschrieben:
Lieber Mr. Hoffmann, Du hast vollkommen Recht! Danke für den Hinweis - ich habe den Namen korrigiert. Ich freue mich, wenn euch die Interviews gefallen. Das dritte erscheint am Donnerstag!
31.01.2013
Mr.Hoffmann hat geschrieben:
Potsdam Institut für KlimaFOLGENforschung, sicher ein kleiner Setzungsfehler :) Wunderbares Interview. Bin schon auf Teil 3 gespannt.
31.01.2013
Carina hat geschrieben:
Hmm, ich glaube das Potsdam Institut für Klimaforschung werde ich mal als mögliche Praktikumsidee im Kopf behalten. ;)
Vielen Dank für das Interview!
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