Auf allen Kanälen:


Neues aus unserer


Forschung!


© Dagmar Heene / WWF
Was bedeutet nachhaltiger Konsum?


von LeNaBo
11.09.2016
0
9
27 P

Die Bereitschaft bzw. die Möglichkeit zum nachhaltigen Konsum ist von vielen Faktoren abhängig. Gewohnheiten, Lebenssituationen und der Geldbeutel sind nur einige Aspekte, die uns im Alltag dazu verleiten, doch eher zu der importierten Banane zu greifen, als zu einen regionalen Apfel vom Biobauern. Konsum – eine Einbahnstraße?

Es ist nicht zu bestreiten: Wir konsumieren jeden Tag eine Masse an Produkten. Angefangen bei dem morgendlichen Zähneputzen bis hin zu dem Protokollieren einer Unterrichtsstunde oder einer wichtigen Besprechung. Doch was bedeutet nachhaltiger Konsum? Ist nachhaltiger Konsum ausschließlich eine Angelegenheit privater Personen?

Konsum ist ein politisches Handlungsfeld. Die Förderung ökologischer Produktstandards, wie durch das Zeichensystem „blauer Engel“, Bewertungsmethoden und Ökobilanzierung, die Förderung von Initiativen innerhalb der Wirtschaft und Zivilgesellschaft oder die Erhöhung der Nachfrage ökologischer Produktalternativen, wie sie durch die Erprobung nachhaltiger Konsumformen wie Carsharing gefördert werden, ermöglichen dem Normalbürger erst Handlungsalternativen. Dies zeigte sich bereits 2002 in der Umwelt- und Verbraucherpolitik unserer Bundesregierung. Indikatoren dafür, dass unser Konsum eben meist nicht nachhaltig ist finden sich nicht nur in der Überschuldung privater Haushalte, die neben den ökologischen Defiziten auch volkswirtschaftliche Schäden hervorrufen, sondern spiegeln sich ebenso in der ökologischen und sozioökologischen Forschung bezüglich des Umweltbewusstseins in Deutschland.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) konnte bereits 2003 Fortschritte durch den nachhaltigen Warenkorb erreichen, sowie die UN-Dekade durch Verbraucherbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Schnell wird klar: Konsum ist ein breitgefächerter Begriff, nachhaltiger Konsum eine Angelegenheit vieler unterschiedlicher Sichtweisen und Perspektiven. In Deutschland ist nachhaltiger Konsum ein wichtiger Punkt innerhalb der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Es ist wichtig eine Strategie des nachhaltigen Konsums zu entwickeln. Möchte man allen Aspekten gleichzeitig gerecht werden bleibt nachhaltiger Konsum eine unüberwindliche Baustelle. Es ist wichtig gezielt und systematisch vorzugehen, um Erfolge zu erzielen.

Nichtsdestotrotz betrifft nachhaltiger Konsum jeden Menschen, jeden Tag. Deswegen erfordert es ebenso die Eigeninitiative eines jeden Bürgers sich zu engagieren. Nur durch das Zusammenspiel zwischen Unternehmen, Bürger und Konsumenten/Aktionären kann nachhaltiger Konsum von einer realitätsfernen Floskel zum Bestandteil eines jeden Alltags werden. Dies kann gezielt durch bewusste Entscheidungen, optimiertes Nutzerverhalten und entsprechende Entsorgung konsumierter Produkte umgesetzt werden. Insgesamt gibt es drei Dimesionen der Nachhaltigkeit: die Ökologie (Nutzen), Ökonomie (Effizienz) und Soziales (Gerechtigkeit), die den Unterschied zwischen einem Produkt industrieller Interesse oder nachhaltiger Errungenschaft macht. Das bedeutet außerdem, dass nachhaltiger Konsum mehr ist, als nachhaltige Produkte zu kaufen. Es besteht eine geteilte Verantwortung. Da es oftmals schwer zu definieren ist, wo nachhaltiger Konsum und entsprechend der Rahmen der Handlungsperspektiven anfängt hier drei Ansätze:

1. Wasserverbrauch bedenken!
Was oftmals vergessen wird ist, dass mit importierten Produkten, oftmals auch Wasser importiert wird. Dies meist aus Ländern, wo sowieso ein Wassermangel vorherrscht. Alleine in einer Jeans befinden sich 11 Liter Wasser. Eine Möglichkeit ist es mehr regionale und saisonale Produkte zu kaufen.

2. Die Kosten/ Ausgaben im Blick behalten!
Es wirkt zunächst absurd, dass durch das Überblicken von Kosten und Ausgaben etwas für die Nachhaltigkeit getan werden kann. Vor allem vor dem Hintergrund, dass oftmals nachhaltige Produkte mehr Geld kosten, wie reguläre Anschaffungen. Doch meist sparen diese Strom, Wasser oder ähnliche Güter die momentan größtenteils noch mit CO2-Emissionen zusammenhängen.

3. Produktgruppen mit CO2-Belastung einschränken!
Dieser Tipp ist meistens schon bekannt, aber ein wichtiger Punkt in Bezug auf nachhaltigen Konsum besteht darin weniger zu konsumieren, was mit einer CO2-Belastung zusammenhängt. Das kann damit anfangen, dass man mit dem Rad anstatt mit dem Auto zur Schule fährt und sich über den Anbau eines eigenen kleinen Gartens fortsetzen, um weniger Emissionen für den Transport aufzubringen.

Bild: CC0 Public Domain

Weiterempfehlen

Kommentare (0)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Könnte dir auch gefallen
Endlich wieder 2 Grad Campus! Die erste ENERGIE-geladene Woche in Münster
Endlich wieder 2 Grad Campu...
Nach vier langen Monaten ohne 2°Campus trafen sich die Energie- und die Mobilitätsgr... weiter lesen
Forschungsgruppe Gebäude – unsere Ergebnisse
Forschungsgruppe Gebäude ...
Wer kennt das nicht: man sitzt im Sommer beispielsweise in der Schule oder in einem anderen Geb&... weiter lesen
FORSCHUNGSGRUPPE ERNÄHRRUNG – UNSERE ERGEBNISSE 2°Campus 2016
FORSCHUNGSGRUPPE ERNÄHRRUN...
Wir von der Forschungsgruppe Ernährung haben während der letzten sieben Monate zum The... weiter lesen
Schützt die Kreisläufe - euer Planet ist wunderschön!
Schützt die Kreisläufe - ...
Die Wissenschaftler des fremden Sterns blicken vom Mond durch ihre Teleskope auf die Erde. Ei... weiter lesen
Nachhaltigkeitscheck am Gymnasium Essen-Werden
Nachhaltigkeitscheck am Gym...
Ich gehe zwar nicht mehr zur Schule aber im Rahmen des 2° Campus wollte ich einen Nachhaltig... weiter lesen
Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil