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© Dagmar Heene / WWF
Von Wind, Wetter und Widersachern


von JuliusS
30.03.2015
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Es ist ein ganz normaler Tag im 2°Campus. Nach Vorträgen über die Arbeit am Nordpol und die Bandbreite der Klimaprognosen kommt nach einer Mittagspause der Vortrag von Jascha Lehmann. Es geht darum, wie man die verschiedenen Argumente der Klimaskeptiker widerlegen kann. Nach einer guten Stunde hat man viel erfahren und fühlt sich gerüstet, um in die Diskussionen einzusteigen. Wir vom 2°Campus gehen weiter zum nächsten Vortrag. Aber was macht Herr Lehmann eigentlich, wenn er nicht gerade bei uns referiert?

Jascha Lehmann arbeitet am PIK, dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Dort arbeitet er gerade in Zusammenarbeit mit der Uni Potsdam an der Erforschung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Luftströme in der Atmosphäre. Es gibt größere Luftströmungen in der Atmosphäre, die Auswirkungen auf das Wetter, hier unten auf dem Boden haben. ¨Wir konnten zeigen, dass die menschengemachte Klimaerwärmung in der Vergangenheit diese Luftströme gestört hat¨, so Jascha Lehmann. Doch was genau passiert dann, vor allem in den mittleren Breiten, also bei uns in Europa oder den USA? Diese Veränderungen waren hier bereits deutlich spürbar, zum Beispiel als extreme Hitzewellen und Dürreperioden im Sommer oder Niederschlagsrekorde im Winter. Also ein sehr spannendes Thema im Bereich des Kliamwandels und Klimaschutzes. Ein Bereich in dem Herr Lehmann nicht erst seit gestern tätig ist.

Er hat Physik mit Nebenfach Umweltmanagement studiert. Eine Kombination, bei dem beide Fächer Vorteile habe. An der Physik gefalle ihm die analytische Herangehensweise an Probleme, am Umweltmanagement die Anwendung und das Thema. Mit seiner Doktorarbeit hat er es glücklicherweise geschafft, diese beiden Interessen mit einander zu kombinieren.

Wer selbst gerade studiert und nebenbei vielleicht noch jobben geht, der weiß, dass es manchmal sehr stressig werden kann, und man kaum Freizeiten hat. Und aus Filmen kennt man ja die Szenen, wo der eifrige Wissenschaftler sich in seinem Zimmern einschließt, oder einfach nichts mehr mitbekommt, wenn er mal wieder einer Idee nacheifert. Aber wie sieht das bei normalen Menschen aus, die kein Gehalt von Hollywood dafür erhalten? ¨Irgendwo einschließen musste ich mich zum Glück noch nie¨, sagt Herr Lehmann mit einem Lächeln im Gesicht. ¨Es stimmt aber,¨ so gesteht er weiter, ¨dass man bei einer forschenden Tätigkeit nicht jeden Tag mit einem Erfolgserlebnis nach Hause kommt.¨ Und obwohl auch die Frustrationsgrenze schon das ein oder andere mal strapaziert wurde, gefällt ihm diese Arbeit dennoch sehr gut, denn: ¨Auf der anderen Seite hat man in der Regel auch viele Freiheiten, z.B. was die Themenwahl, die Arbeitszeiten oder den Arbeitsort anbelangt.¨ Neben der Arbeit hat er natürlich auch Freizeit. Dann spielt Jascha Lehmann Basketball. Oder fährt bei schönem Wetter durch die Gegend. Natürlich mit dem Fahrrad.

 

Das war der erste Teil des Interviews mit Jascha Lehmann. Der zweite Teil folgt am nächsten Dienstag, nach dem Vortrag von ihm beim diesjährigen 2°Campus.

Wenn ihr noch bestimmte Fragen habt, schreibt die einfach in die Kommentare, dann guck ich mal, was sich da machen lässt :)

 

Bis bald, Euer Julius

 

Bildrechte: WWF/A.Morascher

 

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Kommentare (3)
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Sortieren nach Aktualität:
10.04.2015
Ivonne hat geschrieben:
Danke für dein Interview, Julius. Wann hast du das denn noch hochgeladen zwischen all den Aktivitäten beim 2°Campus?? :-)
05.04.2015
Sunlight hat geschrieben:
Sehr interessant, ich freue mich auf die Fortsetzung! :)
30.03.2015
seastar hat geschrieben:
Aha, spannend :)
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