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Neues aus unserer


Forschung!


© Dagmar Heene / WWF
Monsterwindräder in Münster


von SophiesWelt0815
26.04.2015
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Und schon wieder ist eine weitere Woche vergangen, seitdem wir in der Forschungsgruppe Energie des diesjährigen 2°Campus in Berlin gemeinsam unsere Forschungsfrage formuliert haben:

„Wie ist es möglich ein komplexes Windenergiegewinnungssystem bestehend aus einzelnen Rotorelementen flächeneffizient zu planen und zu konstruieren?“

Umgangssprachlich könnte man unser Vorhaben also das Planen und Konstruieren eines Riesen-, oder eben eines „Monsterwindrades“ nennen.

Die Energiegewinnung ist mit 40% der größte Verursacher der Treibhausgasemissionen in Deutschland, da ist es nur logisch, dass die energiebedingten Emissionen am Drastischsten reduziert werden müssen, da diese außerdem große Auswirkungen auf die Sektoren Wohnen und Mobilität haben;
nach der Studie „Modell Deutschland“ bis 2050 um mindestens 90%.

Natürlich werden durch neue Technologien nahezu alle Elektrogeräte und Produktionsvorgänge stromsparender, aber wie viel nützt das, wenn die benötigte Energie weiterhin aus der Verbrennung fossiler Energieträger oder der Atomkraft bezogen wird?
Diese Energiequellen sind, das sollte nun langsam anerkannt werden, auf keinen Fall nachhaltig oder zukunftstauglich, deshalb gilt es jetzt vor allem, erneuerbare Energiegewinnung auszubauen und zu optimieren.

Im Kontrast zum Forschungsgebiet unserer Vorgänger, die sich mit dem interessanten Thema der Windenergie im kleineren Maße und in Städten beschäftigten, haben wir unseren Schwerpunkt auf Offshore-Windenergieanlagen gesetzt.

Bei der Betrachtung der mehreren Quadratkilometer großen Windparks und ihrer Ausbaufähigkeit stellten wir uns vor allem die Frage, wie man diese vergrößern könnte, ohne noch mehr Meeresboden zu begradigen und den Lebensraum vieler Meerestiere stören zu müssen. So kam uns die Idee einer Konstruktion, innerhalb welcher einzelne Rotoren nicht nur hintereinander, sondern auch übereinander angebracht werden.
Dadurch würde im Vergleich zu konventionellen Windparks die für Fundamente benötigten Flächen kleiner und die Energieeffizienz würde, ebenfalls bezogen auf die Ressource Fläche, höher.

Eine energiegeladene Forschungsgruppe: Erik, Finn, Newan, Sophie und Yves.

Alle diese Ideen logisch zu verknüpfen und als Forschungsfrage zu formulieren, hätten wir vermutlich ohne die Hilfe unserer wissenschaftlichen Mentorin Pia Bäune, unserer Juniormentorin Alina Schubert und unserer Teamerin Anna-Lena nie geschafft.
Im Sommer werden wir dann wieder gemeinsam an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster im Schülerlabor MExLab Physik an unserer Idee forschen und haben uns als Ziel gesetzt, mithilfe eines 3D-Druckers ein Modell unseres „Monsterwindrades“ im Vergleich zu einem konventionellen Windrad zu konstruieren. Außerdem erwarten uns einige grundlegende Experimente zu Windströmungen und natürlich jede Menge Spaß.

Bis zum Sommer heißt er allerdings auf keinen Fall auf der faulen Haut liegen, denn bis dahin werden wir jeder selbstständig Literaturrecherche über Grundlagen der Windenergie, die Statik von Windrädern und ihren optimalen Standort betreiben. Auf diesem Grundlagenwissen aufbauend, werden wir jeweils eine Konstruktion eines komplexen Windenergiegewinnungssystems anfertigen und diese, nachdem wir uns auf eine geeinigt haben, so weit optimieren, dass sie modular aufgebaut werden kann und sozusagen als Stecksystem realisierbar ist.

So soll am Ende des 2. Blocks ein anschauliches Modell unserer Vorstellungen entstanden sein, das einen flächeneffizienteren Ausbau der Offshore-Windenergie ermöglicht.

 

 

Titelbild: Sophie Geier; restliche Bilder: Arnold Morascher/WWF

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Kommentare (3)
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Sortieren nach Aktualität:
04.05.2015
Ivonne hat geschrieben:
Toller Artikel! Ich bin auch schon sehr auf euer Monsterwindrad gespannt! :-)
29.04.2015
Sunlight hat geschrieben:
Sehr interessant, was Ihr Euch dieses Jahr für einen Forschungssschwerpunkt gesetzt habt :) Ich bin schon sehr gespannt, was Ihr herausfinden werdet!
27.04.2015
Cookie hat geschrieben:
Toller Bericht und vor allem supertolles selbstgemaltes Titelbild! Was ihr vorhabt, klingt unglaublich spannend und ich wünsche euch ganz viel Spaß und Erfolg dabei! :)
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