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Kleidung und Klima - Wie läuft's mit der Selbstverpflichtung?


von GiuliaMag
28.05.2016
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Im März haben wir vom 2°Campus beschlossen, wir wollen jeder bis zum Sommer eine Selbstverpflichtung eingehen. Jeder soll sich bis zum Sommer (bis wir uns in Berlin wiedersehen) einer Sache widmen, mit der er oder sie das Klima schützt.

Viele haben sich vorgenommen, weniger Fleisch und andere tierische Nahrungsmittel zu essen. Andere wollten im Bereich Konsum an sich arbeiten. Da habe ich mir gesagt, ich muss an meinem Kaufverhalten arbeiten! Ab jetzt will ich nur noch nachhaltig produzierte bzw. Second-Hand Klamotten kaufen.

Gesagt, getan, von da an habe ich nichts mehr bei H&M, Primark und co gekauft. Denn die Umweltbelastung, die langen Transportwege, ganz zu schweigen von den unmenschlichen Bedingungen in der Produktion sind für mich mehr als genug Gründe, auf diese Läden zu verzichten. Mit jedem Euro, den wir ausgeben, geben wir eine Stimme ab, und solch unfaire und umweltschädliche Unternehmen will ich nicht unterstützen.

Aber lest selbst darüber im Artikel  von Orcara (der mich übrigens erst auf die Idee gebracht hat, mal über meine Selbstverpflichtung zu schreiben. Danke für die Motivation ;) )

Ohne Shoppen läuft mein Leben übrigens auch ganz normal weiter :D. Ich will sogar behaupten, dass die ganze Sache für mich nur Vorteile hat. Denn mal ganz davon abgesehen, wie viel Geld ich bisher schon gespart habe (second-hand ist viel günstider als neu), habe ich auch ein paar neue Lieblingsteile gefunden, die ich euch mal zeigen will:

 

Meine Jeansjacke habe ich von Kleiderkreisel, einer Tauschbörse für Kleidung, Schuhe, Schmuck und Kosmetikartikel. 

 

Der Bikini hat seinen Zweck im Urlaub schon mehr als erfüllt. 

(Entschuldigt die Billdqualität)

 

Und meine Sportsachen trage ich sowieso jeden Tag ;)

 

Nur weil man nicht andauernd shoppen geht, sieht man ja nicht direkt "Öko" aus ;) Neue Sachen habe ich allerdings gar keine gekauft, meine Klamotten habe ich alle gebraucht bekommen (einige sogar geschenkt!). Dabei waren z.B. noch ein Oberteil, ein Sommerkleid von einer Freundin, sogar mein Abiballkleid! Und mal ganz ehrlich, gerade bei so Sachen, die man nur einmal im Leben trägt, brauch man doch nichts Neues kaufen.

 

Natürlich verändert meine Selbstverpflchtung nicht die Welt, aber viele kleine Teile ergeben ein ganzes. Und wenn jeder von uns regelmäßig kleine, bessere Entscheidungen trifft, können wir zusammen etwas ändern!

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Kommentare (8)
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01.06.2016
Ivonne hat geschrieben:
Danke für das Teilen deiner Erfahrung mit uns Giulia! Schön, dass Veränderung wirklich passiert!
30.05.2016
Affen.Brot.Baum hat geschrieben:
Oh wie schön, dass du über deine Erfahrungen berichtest. Danke. (:

Ich kaufe auch so gut wie keine Klamotten mehr und wenn, dann bei armedangels (danke WWF für den Tipp) oder im Secondhand-Shop. Wenn man einfach weniger kauft, hat man dann natürlich auch mehr übrig, um sich die etwas teureren, aber fair, ökologisch und nachhaltig produzierten Kleidungsstücke zu kaufen.
Ich finde es immer ziemlich nervig und echt bedrückend, wenn Freunde, von denen ich weiß, wie viele Klamotten sie haben, ständig erzählen, wie wenig sie doch haben und dass sie ständig neues brauchen, weil ihnen das, was sie haben, noch nicht einmal gefällt.

Geht das nur mir so? Wie geht ihr damit um?

LG. (:
30.05.2016
GiuliaMag hat geschrieben:
@Akatsuki Sehr gut :) Wo kaufst du denn dann, und tust du das Online oder im Laden?
30.05.2016
Akatsuki hat geschrieben:
Ich persönlich habe nicht das Problem, dass ich andauernd shoppen gehe, aber mittlerweile schaue ich schon drauf wie das ganze Produziert wurde etc.
30.05.2016
Stracca hat geschrieben:
Ich finde deine Selbstverpflichtung super! Ich selbst habe meine Klamotten eigentlich größtenteils aus zweiter Hand. [Vor allem, weil SecondHand-Klamotten meistens ja nicht mehr der aller neusten Mode entsprechen und es dann nicht mehr so viele anhaben, wenn ich es dann trage ;)]
29.05.2016
GiuliaMag hat geschrieben:
@Orcara Gerne :)

@Greenlife Ja, wäre ich nicht schon an Kleiderkreisel gewöhnt (mind. 50% meiner Klamotten und Schuhe habe ich von dort), würde sich das wohl nicht so entspannt gestalten. Aber man wächst da ganz leicht rein und entscheidet immer mehr automatisch ;)
Außerdem macht es richtig Spaß, aussortierte Kleider von Freundinnen durchzuschauen und ab und zu selber Sachen weiterzugeben :)
29.05.2016
Greenlife hat geschrieben:
Wow, meine Respekt!
Ich persönlich finde es sehr schwierig, mich bei Läden wie H&M zu beherrschen. Die Kleidung dort ist oft so billig, dass man gar nicht drumherumkommt daran zu denken, was da für Arbeitsverhältnisse und Umweltverschmutzungen dahinter stecken. Aber es ist so einfach und faire Mode zu kaufen bedeutet ja auch ein bisschen mehr Zeitaufwand, besonders für Anfänger wie mich. Aber ich gebe mir Mühe...
29.05.2016
Orcara hat geschrieben:
Das ist echt eine richtig gute Selbstverspflichtung! :)
Und du hast völlig recht: wenn wir bei solchen Läden einkaufen gehen, bestätigen wir das was sie tun, und darum sollten wir nicht bei ihnen kaufen.

Ps: Noch ein Dankeschön dafür dass du meinen Bericht verlinkt hast :)
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