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Forschung!


© Dagmar Heene / WWF
If I could turn back time - Rückblick auf den 2°Campus 2015 (2.Block)


von GreenLulu
31.07.2015
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Ungeduldig bewege ich (Luisa - GreenLulu) mich auf meinem Sitz im ICE der Deutschen Bahn. Mein Herz klopft stark vor Aufregung und Freude. Ich bin gespannt auf das, was alles auf mich zukommen wird, aber auch total froh, die anderen 2°Campus TeilnehmerInnen, Teamerinnen und MentorInnen wiederzusehen. Langsam nähert sich der Zug Wuppertal. Die Zeit verfliegt wie im Flug. Nachdem alle der „Wohnengruppe“ endlich angekommen sind, fühlt es sich für mich an, als würden wir uns schon lange kennen. Das Forschen an der Bergischen Universität Wuppertal kann also beginnen.

Gleichzeitig sitze ich (Johanna - Buchenblatt) ebenfalls im Zug auf dem Weg nach Münster. Im Kopf gehe ich noch einmal den Stoff, den wir uns in der „Mobilitätsgruppe“ zwischen dem ersten und dem zweiten Block durchlesen sollten, durch. Ich bin total gespannt, ob es dieses Mal genauso gut wird wie beim ersten Block. In Münster angekommen, entdecke ich zum Glück sehr schnell Antonia und Anna-Lena (unsere Teamerinnen), Arnold (unseren Fotografen), die restlichen TeilnehmerInnen aus der „Mobilitäts- und Energiegruppe“ und Birgit (Organisatorin des 2°Campus). Zusammen fahren wir zur Jugendherberge und beziehen unsere Zimmer. Es ist so, als wären wir nie voneinander getrennt gewesen. Das Forschen kann also auch bei uns losgehen.

Während wir nach Münster bzw. Wuppertal reisten, fuhr die Ernährungsgruppe nach Eberswalde.

Vier Gruppen. Vier Tage. So viel Zeit blieb uns nun in den Universitäten in Eberswalde, Münster und Wuppertal, um an den großen Themen rund um den Klimaschutz zu forschen. Eine anstrengende, aber auch sehr lehrreiche Zeit begann für uns.

In Laboren, Küchen und in Windparks nahmen wir uns den Themen Energie, Ernährung, Mobilität und Wohnen an. Für jedes Thema gab es eine Forschungsfrage, die uns ordentlich auf Trab hielt:

1. Energie: Um herauszufinden, ob man Windkraftanlagen flächeneffizienter gestalten kann, führte diese Gruppe verschiedene Messungen durch, besuchte einen Windpark und baute ein Modell ihres „Monster-Windrades“.



2. Ernährung: Die TeilnehmerInnen entwickelten hier mithilfe von ExpertInneninterviews, einer Umfrage und Literaturrecherche ein Strategiekonzept zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung. Ein veganer Kochabend rundete das Ganze ab.

3. Mobilität: Im Batterieforschungszentrum Münster (MEET) ging die Mobilitätsgruppe der Frage nach, ob sich die Umweltfreundlichkeit von Akkus für Elektroautos optimieren lässt, wenn nachwachsende Rohstoffe als Ausgangsmaterial für die Anode genommen werden. Das Labor wurde zum vertrauten Arbeitsplatz. Zusätzlich machten die Energie- und die Mobilitätsgruppe in ihrer Freizeit zusammen eine Fahrradtour durch Münster, besuchten eine Biobrauerei und waren im Freilichtkino Münster.

4. Wohnen: „Wohnen auf kleinem Raum“ – ist das möglich? Bei ihrer Forschung ging es der Gruppe um eine strategische Reduzierung ihres Wohnraums und darum, wie viel diese Reduzierung zum 2°C-Limit beitragen würde. Außerdem besuchte die Wohngruppe eine Klimasiedlung, in der die vorher erarbeiteten Aspekte, anschaulich umgesetzt wurden.

In den vier Forschungstagen ging es darum, uns einen Einblick in die Forschung zu geben und klimafreundliche Ansätze in den verschiedenen Sektoren zu entwickeln. Nach den vier intensiven Tagen fuhren wir alle nach Berlin. Dort freuten wir uns, die anderen wiederzusehen und es gab direkt viel zu erzählen. Dabei kam es uns so vor, als würden wir uns alle schon viel länger als „nur“ die 6 Tage vom ersten Block im Frühling kennen.

Beim Fußball und Fangen spielen, Slacklinen und Quatschen hatten wir nicht nur eine Menge Spaß, sondern tauschten uns auch intensiv aus.

Bevor wir uns am Montag auf die Erstellung unserer Präsentationen stürzten, stand noch eine spannende Exkursion auf dem Plan: das energieautarke Dorf Feldheim. Es handelt sich dabei um ein Dorf, welches sich komplett selber mit erneuerbaren Energien versorgt. Zu dieser spannenden Exkursion wird auch noch ein Artikel erscheinen.

Von Montag bis Mittwoch arbeiteten wir an unseren Präsentationen. Es war teilweise schwierig, die vielen gewonnenen Erkenntnisse in eine kurze und verständliche PowerPoint-Präsentation zu verpacken. Trotzdem konnten wir den anderen alle unsere Ergebnisse am Mittwoch vorstellen. Diese werden Ende Oktober auch in der WWF Jugend veröffentlicht.

Zwischendurch stand zur Entspannung noch eine Exkursion auf dem Programm. Wir waren mit Jürgen Klühr, einem Wildnispädagogen, im naheliegenden Wald. Dort spielten wir zuerst ein paar Spiele und machten dann eine Meditation. Es ging darum, im Hier und Jetzt zu sein und unser gesamtes Umfeld mit allen Sinnen wahrzunehmen. Cosima besuchte uns bei dieser Exkursion.

Am Dienstagnachmittag stellten wir uns auch noch die Ergebnisse unserer Selbstverpflichtungen vor. Im ersten Block (Frühling) hatte sich jede(r) der 2°Campus TeilnehmerInnen und Teamerinnen eine oder mehrere Selbstverpflichtungen ausgesucht (z.B. auf Plastiktüten zu verzichten, faire Kleidung zu kaufen….), die größtenteils erfolgreich umgesetzt werden konnten. Ein Artikel dazu folgt.

Mittwoch fuhren wir nach der Vorstellung unserer PowerPoint-Präsentationen zum WWF-Büro, wo uns Matthias Kopp die Zusammenhänge zwischen der Finanzwirtschaft und dem Klimaschutz erklärte. Doch keine Sorge, Rebecca und Marie schreiben dazu noch einen Artikel für euch.

Das nachfolgende Improtheater „Ick & Berlin“ kam wie gerufen. Es ging nach Kreuzberg, wo uns die SchauspielerInnen mit ihrem enormen Imrovisationstalent beeindruckten.

Aber was nutzen uns all die Informationen, wenn wir sie nicht mit euch teilen können? Genau, rein gar nichts. Der Donnerstag sollte Abhilfe schaffen. Die kreative Phase konnte beginnen: die Bloggerwerkstatt. Dazu halfen uns Matthias Adler (freier Journalist), Peter Jelinek (WWF Jugend Redakteur), der uns auch bei diesem Artikel unterstützt hat, sowie Ivonne (Organisatorin des 2°Campus).Wir schrieben Artikel für das WWF Blog, die WWF Jugend, das Jugendmagazin „Spießer“, „Die junge Wissenschaft“ und „zdi (Zukunft durch Innovation)“.

Auf jeden Fall war auch der 2. Block eine super Erfahrung für jede(n) von uns. Wir haben nicht nur Einblicke in die Forschung erhalten und an unseren Forschungsfragen gearbeitet, sondern uns auch näher kennengelernt und viel Spaß zusammen gehabt.

Hier sind noch ein paar persönliche Meinungen zum 2. Block über den 2°Campus:

Finn (Energie): "Ich fand den zweiten Block sehr gut. Besonders gefallen hat mir die Arbeitsphase in Münster.“

Lilith (Mobilität): „Das Forschen am MEET hat mir am meisten gefallen. Unser wissenschaftlicher Mentor hat uns Einblicke in die Forschung gegeben und uns eigenständig arbeiten lassen. Es ist sehr schade, dass der 2. Block jetzt schon wieder vorbei ist.“

Marie (Wohnen): „Erstaunlicherweise hat das Modell bauen sehr viel Spaß gemacht.“

Rebecca (Ernährung): „Der zweite Block vom 2°Campus hat mich sehr inspiriert und motiviert etwas für den Klimaschutz zu tun, besonders auf das Thema Lebensmittelverschwendung werde ich in Zukunft mehr achten.“

Diesen Artikel haben wir (Luisa - GreenLulu und Johanna - Buchenblatt) zusammen geschrieben.

Bilder: Arnold Morascher/WWF

Bild Vortrag und Präsentation: eigene Bilder (Luisa)

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Kommentare (4)
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Sortieren nach Aktualität:
10.08.2015
Ivonne hat geschrieben:
Danke für den tollen Rückblick!! Es waren zwei wunderschöne Wochen mit euch allen!!!
03.08.2015
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Danke für die Eindrücke! Bin gespannt auf eure Ergebnisse! :-)
31.07.2015
Sunlight hat geschrieben:
Vielen Dank für diesen tollen Einblick und Rückblick! Es klingt als wäre der 2°Campus mal wieder eine geniale Erfahrung gewesen! ;)
Ich bin schon sehr gespannt auf Eure Ergebnisse und freue mich, Euch dann beim Alumnitreffen auch persönlich kennenzulernen ;)
31.07.2015
LinusKu hat geschrieben:
Klingt nach einem total spannenden Block. Da wird man ja als Alumni ganz neidisch. :D Ich freue mich schon auf die anderen Artikel
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