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© Dagmar Heene / WWF
Grüne Zukunftsvisionen- Bakterien produzieren in Kläranlagen elektrischen Strom


von Birty.
22.06.2013
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19 P

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, was Bakterien mit dem Umweltschutz zu tun haben.
In Zukunft vielleicht eine Menge, denn diese kleinen Mikroorganismen können mehr als gedacht.
Sie können in Kläranlagen Energie herstellen und sind dabei sind sie fast komplett CO2 neutral.

Wie das geht? Das erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Wie funktioniert das?

Normalerweise sind die Bakterien in den Kläranlagen dazu da, das Wasser zu reinigen, doch vor Allem Bakterienarten, die Metalle aus dem Wasser entfernen sind für die Stromerzeugung geeignet. Da die Bakterien ihre Energie aus dem Abbau und der Verwertung der Metalle gewinnen, entstehen Elektronen. Die Idee ist, diese Elektronen, mit Hilfe von Elektroden, die in der Kläranlage installiert sind, einzufangen. Dabei haften die Bakterien an den Elektroden. Durch ein bestimmtes Protein, das die Bakterien in ihrer Zellmembran haben, ist das möglich.


Welches Potenzial hat diese Idee?

Der Nachteil ist, dass es ziemlich teuer ist solche Anlagen zur Energiegewinnung in Kläranlagen einzubauen.
Der Vorteil liegt darin, dass Kläranlagen, die ohnehin benötigt werden, durch diese Technik Strom erzeugen können. Bis jetzt verbrauchen die ca. 10 000 Kläranlagen, die es in Deutschland gibt, 10% des Stroms aller kommunaler Einrichtungen. Das würde damit entfallen. Zudem könnte man überschüssigen Strom ins Netz abgeben.
 

Woran wird noch geforscht?

Ganz ausgereift ist die Idee allerdings noch nicht, denn bisher gibt es nur kleine funktionierende Anlagen. Zurzeit arbeitet die Uni Braunschweig mit Hilfe der Unis in Marburg, Leipzig und Darmstadt noch daran, größere zu entwickeln, die dann auch wirklich eingesetzt werden können. Anfangen möchte man jetzt erst einmal damit, das Material und die Form zu optimieren. Voraussichtlich wird die Energiegewinnung durch Kläranlagen erst in den nächsten Jahrzehnten soweit entwickelt sein, dass sie wirklich einsatzfähig ist.

In Kläranlagen befinden sich ungefähr 3000 verschiedene Bakterienarten. Bei vielen von ihnen ist noch nicht bekannt, ob sie für die Stromproduktion geeignet sind, oder nicht. Die Wissenschaftler hoffen aber, noch ein Strom produzierendes Bakterium zu entdecken, das Antibiotika aus dem Wasser entfernt.


 

Bild2: Das Becken einer Kläranlage - hier könnte in Zukunft Energie gewonnen werden

 

 

 

 

 

Bild1: Bakterium produziert biobasierte Bernsteinsäure/Bacterium produces biobased succinic acid© flick via cc_ BASF - The Chemical Company


Bild2: SH103142© flick via cc_Digitoxin
 

Quellen: vgl.: http://www.kreiszeitung.de/lokales/niedersachsen/bakterien-produzieren-strom-klaeranlagen-1545463.html 18.6.2013

 

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Kommentare (21)
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01.07.2013
RosalieS hat geschrieben:
Ich finde es gut, dass in der Forschung immer weiter nach Möglichkeiten der Energiegewinnung gesucht wird. Das sind gute Schritte in die richtige Richtung. Das größte Hindernis sind leider meistens die Kosten. Danke für den Beitrag, ich hatte bisher nichts von diesen Bakterien gehört.
30.06.2013
Jonas_Kittel hat geschrieben:
Toller Bericht!

ich habe letztens gelesen, dass Forscher nun dran sind, Viren so zu verändern, dass sie allein durch ihr biologisches Leben Elektrizität erzeugen. Sie führen hierfür Zink-Elektroden in die Viren ein, was dazu führt, dass diese sich zu kleinen Elektroden entwickeln. Auch ein interessanter Ansatz, der jedoch noch sehr stark erforscht werden muss. Diese Viren könnten dann jedoch nicht nur in Kläranlagen zur Stromgewinnung genutzt werden, da sie keine Biologischen Stoffe zersetzen. Stellt euch mal vor, euer Taschenrechner oder Smartphone läuft nicht mehr mit Akku sondern mit der Kraft von Viren.
Einen LCD- Bildschirm eines Taschenrechners kann man zumindest schon damit betreiben.

aus: PM Magazin 07/13
30.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
30.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
30.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
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30.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
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30.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
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30.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
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30.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
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30.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
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30.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
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30.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
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30.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
24.06.2013
Naturfreund2.0 hat geschrieben:
Die Idee ist schön.noch toller wäre es,wenn man damit dauerhaft Strom erzeugen könnte.
Das würde bestimmt der Umwelt helfen! ;-)

Naturfreund2.0
24.06.2013
Ivonne hat geschrieben:
Wirklich interessant, was es alles so gibt! Vielleicht können wir in Zukunft Kläranlagen auch allein dadurch noch mehr entlasten, indem wir vielmehr auf intelligente Wasserkreisläufe im Haushalt setzen (Duschwasser wird bspw. noch für die Toilettenspülung benutzt) und noch viel mehr Wasser sparen. Danke für den schönen Artikel!
23.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
23.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
23.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
23.06.2013
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
23.06.2013
MrPara hat geschrieben:
Ich persönlich finde die Idee gar nicht so verkehrt! So wie in dem Bericht schon erwähnt könnte man damit die vorhanden Kläranlagen mit ihrem eigenem Strom versorgen. Das macht immerhin 10% der kummunalen Einrichtungen aus! Die Frage ist nur noch lässt es sich auch so in größeren Anlagen umsetzen??? Abwarten und hoffen ;)
23.06.2013
AlexButterfly hat geschrieben:
Wenn diese Idee tatsächlicht funktionieren würde, also ohne schädliche Abfallstoffe oder hohen Energieverbrauch, dann wäre das sicherlich ein guter Weg zur AKW freien Welt!
*-*
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