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Neues aus unserer


Forschung!


© Dagmar Heene / WWF
Gemüse aus meinem eigenen Garten


von Lilith99
11.07.2015
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10 P

4. April - Ende des 1. Blocks des 2° Campus - denken zumindest viele. Aber alle, die selbst dabei waren wissen: Das war es noch lange nicht - und man muss mit dem Klimaschutz noch nicht einmal bis zum Beginn des zweiten Blocks warten. Nein! Denn zum Schluss dieses ersten Blocks wartete noch etwas ganz Besonderes auf uns Teilnehmer: die Selbstverpflichtung. Es bringt schließlich wenig, etwas zu lernen, andere mit Ratschlägen zu überhäufen und eine Fragestellung wissenschaftlich zu
untersuchen, wenn wir gleichzeitig selbst nichts aus dem Gelernten in unserem
eigenen Leben umsetzen. Es gibt wirklich in jedem Haushalt Potential etwas zu
verändern, um noch klimafreundlicher zu leben– so natürlich auch bei mir.

 

 

Am Anfang hatte ich erst einmal etwas länger überlegen müssen: Vegetarierin bin
ich schon seit längerem, alle Strecken, bei denen es möglich ist, lege ich mit
dem Fahrrad zurück und mein Handy benutze ich sowieso sehr selten, sodass es
sich auch in diesem Bereich nicht wirklich gelohnt hätte, etwas zu verändern. Inspiriert von den anderen entschloss ich mich also schließlich dazu, ein eigenes Hochbeet in meinem Garten anzulegen und dieses bis zum Sommer mit reichlich Gemüse zu bepflanzen. Ich war seit meiner Geburt in eher kleinen Dörfern aufgewachsen und meine Familie besaß daher auch schon immer einen Garten, sodass ich die Arbeit in diesem gewohnt war. Bisher hatte sie sich jedoch auf kleine Hilfsarbeiten beschränkt: Laub zusammenfegen, Hecken schneiden, Rasenmähen...
– aber ein eigenes Gemüsebeet – das war einmal etwas Neues für mich. Also  war ich ziemlich gespannt, was aus meiner Selbstverpflichtung werden würde. 

 

07.04. – eine halbe Woche nach meiner Ankunft zu Hause zurück vom ersten Block: 

Yeah! Erster Schritt gemacht! Ich habe mir meine ersten eigenen kleinen Beete zugelegt!

 

Jetzt fehlten nur noch die Samen und Pflanzen, was sich als etwas schwieriger herausstellte, denn – wir mussten uns in meiner Familie erst einmal einig werden, was genau wir nun anbauen sollten - und wie das nunmal so ist - bei vier Mitgliedern bevorzugt eben jeder eine andere Gemüsesorte! Also: Tagelange Diskussionen folgten, bis schließlich aber dann auch diese Frage geklärt war und ich endlich mit Anbauen anfangen konnte!

Auf welche Pflanzen wir uns schließlich geeinigt haben?? Na, das werdet ihr später erkennen - voraugesetzt mein grüner Daumen stellt sich nicht als ganz so miserabel heraus! 

 

Nach dem Einpflanzen hieß es jetzt nur noch: Pflegen,abwarten und hoffen

Und tatsächlich, Es ließ nicht lange auf sich warten, da kamen auch schon die ersten Sprösslinge ans Tageslicht: 

Nach ein wenig mehr Geduld und ein paar mehr Sonnenstrahlen, begannen die Pflänzchen, noch stärker zu wachsen.

 

 Und noch ein bisschen mehr:

 

Jetzt also noch fleißig weiter pflegen (während der schrecklichen Hitzeperiode, die bei uns für Temperaturen von bis zu 40°C geführt hatte, mit besonders viel Wasser!)...

 

...und: Gegen Ende Juni konnten wir dann schließlich unser erstes Gemüse
ernten.

 

 

Von Zucchini über Tomaten, Paprika, Radieschen und Kohlrabi bis hin zu Salatköpfen - so konnte wirklich jeder aus meiner Familie etwas zu seinem Geschmack Passendes finden!

Aber: schmeckte es denn wirklich!?

Mmmh! Lecker!!

 

Leider ist die gesamte Ernte im Endeffekt dann doch relativ rar ausgefallen – Zu viele Schnecken hatten mein gepflanztes Gemüse abgefressen, sodass beispielsweise von acht gepflanzten Kopfsalaten nur drei Stück überlebten – schade zwar, aber dafür konnten wir die nicht abgefressenen umso mehr genießen

Also. Als Fazit bleibt festzuhalten: Ein eigenes Gemüsebeet ist zwar ein wenig aufwändig, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Die Arbeit daran macht wahnsinnig Spaß und das eigene Gemüse, das man später in den Händen hält und letztendlich auf den Tellern landet, kann man auf eine ganz besondere Art genießen. Vollkommen ohne schlechtes Gewissen und mit dem Wissen, selbst dafür gearbeitet zu haben. Und auch, wenn Gäste kommen, ist es immer eine ganz große Besonderheit. Denn das Gemüse ist „direkt aus dem eigenen Garten“ – und es ist nicht ausschließlich der reine Geschmack, an dem man Gefallen findet. Auch der Stolz macht den Gemüsegenuss noch komplett! 

Auf jeden Fall sowohl gesundheits-als auch klimaschonend!!

Bitte nachmachen!!

 

 

 alle Bilder: Lilith Diringer

 

 

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Kommentare (5)
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Sortieren nach Aktualität:
19.07.2015
Ivonne hat geschrieben:
Super! Danke für den Bericht. Ich hab "nur" einen Balkon, ernte hier aber immer fleißig Salat und hier kommen die Schnecken nicht an. :-) Ich freu mich auf den II.Block!!
12.07.2015
david.s hat geschrieben:
Das ist eine Klasse Idee. Wir haben in unserem Garten Möhren, Paprika, Zuckererbsen, Radieschen und Sonnenblumen.
12.07.2015
Lilith99 hat geschrieben:
Danke für den Hinweis!! Ich werde es nächstes Jahr auf jeden Fall so versuchen!! ;)
12.07.2015
BlueLikeTheSky hat geschrieben:
Super, danke für den tollen Bericht! Sehr inspirierend! :) Ein kleiner Tipp: Schnecken gehen an rotblättrigen Salat eigentlich nie dran, du kannst auch abwechselnd einen Rotblättrigen und Grünblättrigen pflanzen, dann bleiben sogar die Grünblättrigen auch verschont! :) (meine Eltern pflanzen auch Gemüse im Garten und da hat das sehr gut geklappt - keine Schneckenprobleme am Salat! Nach dem motivierenden Artikel mach ich mich nächstes Jahr auch mal ans Werk :))
12.07.2015
Raquel hat geschrieben:
Hey, toller Bericht:)
Ich habe auch ein Gemüsebeet und auch diese endlosen Probleme mit den Schnecken, die fressen einfach alles ab:|
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