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© Dagmar Heene / WWF
Eine Matratze bitte, aber die aus CO2 - Grüne Zukunfsinovationen


von Cosima
04.07.2013
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Aus dem Schaden einen Segen machen.

Nach diesem Prinzip klingt die Idee CO2 für Kunststoffaufbau zu nutzen, anstatt als Klimakiller dieses in die Luft zu pusten.
In dem Forschungsprojekt „Dream Production“ soll genau das gelingen. CO2 soll als Rohstoff dienen und somit einen Teil des Erdöls ersetzen, das zur Herstellung von Kunststoffen nötig ist. Das CO2 dient als Baustein für Polyurethankunstoffe.
Die Abgase eines Kohlekraftwerks zum Beispiel werden abgefangen und als Ausgangsmaterial zur Weitererarbeitung verwendet. Es wurde nach Katalysatoren (Stoffe, die eine Reaktion beschleunigen, aber unverändert aus dieser hervorgehen) geforscht, die das CO2 binden, ohne viel Energie zu verbrauchen. Das Forscherteam hat unter Zusammenarbeit mit Bayer Material Science solch einen Katalysator gefunden. Aus den hergestellten Polyurethanschäumen können nun zum Beispiel Schaumstoffmatratzen gefertigt werden. Hier findest du eine bildliche Darstellungsform.

Der Anteil des CO2 an den verwendeten Rohstoffen liegt laut den Angaben im zweistelligen Prozentanteil. Das hört sich viel versprechend an. Denn einerseits wird CO2 vermieden und andererseits wieder genutzt, somit stellt das Projekt eine tolle Zukunftsinnovation dar.
Doch man darf die Relationen nicht aus den Augen verlieren. Allein ein Steinkohlekraftwerk emittiert über neun Millionen Tonnen CO2 jährlich.
Außerdem sei zu bedenken laut Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, dass sich nur ca. 10 % der von uns Menschen verursachten CO2 Emissionen zur Weiterverarbeitung nutzen lassen.


Deswegen muss das Ziel den ökologischen Fußabdruck zu verringern weiterhin verfolgt werden. Trotzdem zeigt dieses Projekt, dass CO2 in die Atmosphäre zu blasen, nicht das Ende des Kreislaufs sein muss.

Quellen: www.bine.info/newsuebersicht/news/vom-klimakiller-zur-bequemen-matratze/
                www.ltt.rwth-aachen.de/forschung/energiesystemtechnik/energiesystemtechnik /project/Dream_Production_Technische/
 

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Kommentare (4)
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05.07.2013
Jonas_Kittel hat geschrieben:
Genau weiß ich das nicht, aber bei meiner Forschungsarbeit für einen Wettbewerb zum Thema Nachhaltigkeit und Zukunft der Städte ist mir die Idee gekommen, auf die erneuerbare Methanproduktion zu setzen und dieses Methan, wie unten schon erwärmt als Brennstoff zu nutzen, jedoch ist bei der Recherche und dem Gespräch mit Profs. der Uni herausgekommen, dass das CO2 eben schon so stark nachgefragt wird, dass eine Speicherung in Methan zu teuer wäre.
Ich vermute mal, dass es immer in kleinen Mengen in der Chemie benutzt wird, beispielsweise um Harnstoff oder Kohlensäure herzustellen, die ja bekanntlich in den Meisten Getränken vorhanden ist. Dann gibt es auch noch CO2-Löscher, viele Anwendungen, in denen CO2 als Treibmittel als ersatz für FCKW's verwendet wird, was wiederum positiv ist, da FCKW's bekanntlich ein enorm höheren Klimawirksamkeit besitzen als CO2.
Dann habe ich mich noch ein bisschen im Internet schlau gemacht:
- Einsatz als Kältemittel
- Einsatz als Dünger in Gewächshäusern und Aquarien.
- Einsatz in Schlachthäusern zum Betäuben der Tiere.

ich hoffe, ich konnte die Ausreichend Informationen liefern, bin ja auch nicht der Profi in diesem Bereich.

Es gibt eine tolle Möglichkeit, CO² aus der Luft zu filtern, die sogar CO²-neutral durch den Einsatz von regenerativen Energieen betrieben wird. Hierbei werden große Gitterplatten mit Karbonat- Ionen in die Luft gehalten, die das CO² einspeichern. Diese werden anschließend mit Wasserdampf besprüht, wodurch die Karbonat-Ionen regeneriert werden und das CO² in reiner Form in der Luft des Regenerators vorliegt. Dieses kann nun abgesogen werden und die Gitterplatten wieder verwendet werden.
Dieses Methan wird vor Ort verbrannt und durch einen Generator so in Strom umgewandelt. Das hierbei entstehende CO2 kann durch den Kamin entweichen. Es ist jedoch keine zusätzliche Emission, da es wieder bei der Methansynthese aus der Luft entnommen und verbraucht wird. (Kopie aus meiner Projektarbeit)
04.07.2013
Foster hat geschrieben:
@Jonas_Kittel: wofür wird denn das CO2 benutzt?
04.07.2013
Jonas_Kittel hat geschrieben:
Hallo Cosima,

eine interessante Idee, aber umsetzbar? Ich denke vorerst nicht. Denn unser CO2 Bedarf, der im Moment vorliegt kann bei weitem nicht mit den Abgasen aus Kohlekraftwerken und Stahlwerken gedeckt werden. Auch bei der Zementproduktion fällt sehr viel CO2 an, dass jedoch auch wieder von der Industrie genutzt wird. Derzeit wird sogar CO2 künstlich aus Methan (Erdgas) hergestellt. Ich denke, die Idee ist erst dann realisierbar, wenn das CO2 als wirkliches Abfallprodukt vorliegt.
Eine Idee, die ich auch höchst interessant finde, ist, CO2 gemeinsam mit Wasserstoff als Methan zu speichern und dieses später zum Kochen/Heizen/Autofahren zu nutzen. Man könnte sowohl das CO2 als auch den H2 in Stromhochphasen herstellen und ihn bei gegebener Zeit in sog. BHK (Blockheizkraftwerken) verbrennen. In diesen BHK's wird dann gleichzeitig Strom und Wärme hergestellt, womit man das Haus sowohl heizen als auch mit Licht versorgen kann.
Diese wie auch jede regenerative Energieform macht jedoch nur Sinn, wenn das Endprodukt am Ende auch wirklich CO2- neutral ist.
Wenn man bedenkt, dass momentan 95% des Wasserstoffs aus Erdgas hergestellt wird, stellt sich die Frage, wieso die Forschungen in diesem Bereich im Moment auf ihrem Höchststand sind.

Liebe Grüße und bis bald,
Jonas
04.07.2013
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
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