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© Dagmar Heene / WWF
Ein Tag im Leben eines Forschers (2)


von LinusKu
25.07.2013
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Wir von der Mobilitätsgruppe wollen die Lithium-Ionen Batterie verbessern. Dazu veränderten wir eine Elektrode, so dass wir zwei Elektroden haben, die mit Graphit beschichtet sind. Das Graphit ist billiger als das Salz, was sonst benutzt wird. Da die Elektrode mit Abstand das teuerste Teil einer Batterie ist, würde man mit dem Graphit die Batterie viel billiger machen und somit auch attraktiver.
Zum Forschen sind wir mit unserem Mentor Sergej Rothermel an das MEET in Münster gefahren. Dort haben wir gestern versucht aus Bleistiftminen Graphitpulver herzustellen. Wir haben die Bleistiftminen in eine Kugelmühle gelegt. Doch leider blieben die Minen unversehrt.
Währenddessen haben wir einen Kleber hergestellt, mit dem wir das Graphitpulver aus den Minen mischen wollten. Da der Versuch die Minen zu zerkleinern, mussten wir fertiges Graphitpulver nehmen. Um den Kleber herzustellen muss man eine bestimmte Menge einer zuckerähnlichen Substanz mit Wasser mischen. Nach einigen Versuchen haben wir das perfekte Verhältnis gefunden. Mit diesem Kleber mischten wir das Graphitpulver.
Danach mussten wir die Graphitpampe auf Aluminium- und Kupferfolien auftragen und gleichmäßig verteilen. Diese Folien trockneten über Nacht im Trockenschrank.
Heute haben wir die trockenen Folien aus dem Schrank genommen und jeweils 15 gleichgroße Kreise ausgestanzt. Diese Plättchen haben wir gewogen, denn ihr Gewicht ist für die Auswertung von großer Wichtigkeit.
Da wir leider nicht in den Trockenraum konnten, um Knopfzellen herzustellen – wie am Anfang geplant - entschieden wir uns für andere Zellen. Diese Zellen stellten wir in einem Glaskasten her, der mit Argon gefüllt war, damit die Zellen nicht durch Wasserdampf verunreinigt werden. Trotz 32°C und 66% Luftfeuchtigkeit glückte es uns 5 funktionierende Zellen zu fabrizieren. Zwei dieser Zellen schlossen wir nach einer Eis-Pause an ein Testsystem an.
 

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Kommentare (4)
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30.07.2013
LinusKu hat geschrieben:
@Monamona: Nein leider hat es nicht geklappt. Die Batterie hatte nur eine Ladekapazität von 23 mAh/g, eine herkömmliche LIB hat eine Ladekapazität von 100-150 mAh/g. Aber bei unserer Batterie war die größtmögliche Ladekapazität nicht erreicht. Ich kann dir leider nict sagen auf welche Kapazität die Batterie noch angestiegen wäre.
@PeddyTiger: Die Knopfzellen bzw. die sogenannten Swagelok-Zellen haben die Funktion, zu verhindern, dass das Graphit mit Wasser in Berührung kommt, denn das Wasser würde die Batterien negativ beeinflussen. Letztes Jahr hat das Wasser die Graphitplatten zerstört.
27.07.2013
PeddyTiger hat geschrieben:
Das ist echt soooo cool, dass der WWF auch jungen Leuten eine Möglichkeit bietet, Umweltprobleme greifbar zu machen. So versteht man richtig, was diese Elektroden r ein Problem darstellen und, dass man etwas dagegen tun kann.

Noch eine frage:

Was haben die knopfzellen bzw am Ende ja die Aragon Zellen für eine Funktion? Und warum darf da kein Wasserdampf rein?
26.07.2013
Monamona hat geschrieben:
Klingt spannend! Und, hat es geklappt?
26.07.2013
Ivonne hat geschrieben:
Das hört sich nach echtem Forschen an! :-) Viele Grüße nach Münster!
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