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© Dagmar Heene / WWF
Ein Forscher zurück im Alltag


von Joana-Kristin
28.04.2013
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Es ist nun schon einige Zeit her, dass ich den ersten Block des Projektes des 2° Campuses absolviert habe. Die Zeit dort hat mich sehr mit Freude erfüllt und ich habe dort eine Menge neue Leute kennen gelernt, die dieselben Interessen verfolgen: Das Klima schützen. Bevor ich die Klimaschutz AG meiner Schule und dieses Projekt besucht habe, war es mir dieses Thema ziemlich gleichgültig. Jedoch habe ich einige meiner grundlegen Werte geändert.

Bis zu dem Zeitpunkt des ersten Blocks des 2° Campuses habe ich wie viele andere Bürger Produkte aus dem Ausland, vor allem aus dem tropischen Raum, konsumiert. Jedoch habe ich während dieses Projektes viel darüber gelernt und seit dem meine Einstellung zu diesem Thema geändert. So bin ich nun davon überzeugt, regionale Produkte zu verzehren, um damit dazu beizutragen diese Produkte zu stärken und durch Nichtkonsum importierter Lebensmittel den Verkauf zu boykottieren.

In meinem sozialen Umfeld (Schule, Freunde, Familie, ...) setzte ich mich verstärkt für den Konsum von regionalen Lebensmitteln ein, auch kläre ich über die Folgen von verstärktem Import der Lebensmittel aus fernen Ländern auf und berichte über die Folgen bezüglich des Klimas, die dieser verstärkte Import zur Folge haben kann.

Bis jetzt bin ich durchweg auf positive Resonanz in meinem Umfeld gestoßen, allerdings spielt die Auf- bzw. Erklärung hierbei immer eine große Rolle.

Ich freue mich darauf, dass ich bald bei dem zweiten Block des 2° Campuses teilnehmen darf und hoffe nicht nur dort meine Freunde wieder zu sehen, sondern auch eine Menge neues bezüglich des Klimas zu lernen.

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Kommentare (2)
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30.04.2013
Ivonne hat geschrieben:
Liebe Joana,

sich klimafreundlich zu ernähren ist in der Tat gar nicht so einfach.
Wir versuchen dies auch zu tun und sind auf ein paar Punkte - insbesondere im Hinblick auf den Konsum von regionalen und saisonalen Produkten - gestoßen, die wir euch gern mitteilen würden.

Regional und saisonal einzukaufen, ist aus mindestens zwei Gründen klimafreundlich: Das Obst und Gemüse muss nicht lange transportiert werden ? der CO2 Verbrauch für Transportwege ist also vergleichsweise gering. Und: da frisch geerntet, hat regional und saisonal geerntetes Obst und Gemüse auch keine Energie in Kühlhäusern oder Nachreifungshallen verbraucht. Zu Recht sagt Ihr also: wenn es Produkte wie Spargel und Erdbeeren gerade nicht gibt, verzichten wir am besten darauf und greifen stattdessen auf regionale und saisonale Alternativen zurück und orientieren uns dabei am Saisonkalender.

Was du nicht angesprochen hast, ist die Kontroverse ? lieber regional oder lieber bio einkaufen? Folgende Situation hat bestimmt schon jeder einmal von uns erlebt: kaufe ich die Tomaten aus Deutschland (regional aber kein bio) oder Tomaten aus Spanien (bio aber kein regional)? Hier wird es ziemlich kompliziert für den Verbraucher, denn man muss viele Sachen wissen, die sich per se nicht beim Kauf der Tomaten erkennen lassen: Die Klimabilanz ist zum Beispiel besonders schlecht, wenn die Tomaten aus beheizten Gewächshäusern stammen. Die Klimabilanz ist aber auch schlecht, wenn die Tomaten mit dem Flugzeug ankommen. Wie entscheidet man sich nun? Leider gibt es noch keine CO2 Etikettierungen von Lebensmitteln. Grundsätzlich gilt aber die Faustregel: nicht nur regional allein, sondern regional + ökologisch schneidet in der Klimabilanz am besten ab.

Schließlich noch ein paar Worte von mir zu Bananen- und Mangofrage: Beides sind Früchte, die man hierzulande nie regional oder saisonal bekommen wird, weil sie unter unseren klimatischen Bedingungen nicht wachsen. Sollte man deswegen wirklich ganz auf Bananen und Mangos verzichten? Wir finden nicht. Denn viele Bananenplantagebauern leben von unserem Bananenkonsum. Arbeiten sie unter fairen Bedingungen und bauen sie ihre Produkte mit den Prinzipien des ökologischen Landbaus an, was spricht eigentlich dagegen? Allein was Bananenplantagen betrifft, gibt es inzwischen viele Öko- bzw. Öko-fairtrade-zertifizierte Ware. Außerdem kommen die allermeisten weitgereisten Importe, wie Bananen nicht per Flug, sondern per Schiff über die Weltmeere. Ich schaue bei tropischen Früchten immer, ob sie eingeflogen werden oder nicht und entscheide mich für die Variante, die per Schiff zu uns gekommen ist. Wenn ich dann noch mit dem Fahrrad einkaufe, kann ich die fairgehandelte Schiffsbanane mit gutem Gewissen und mit Genuss essen. Letztlich sollte aber jeder allein für sich entscheiden, ob er tropische Früchte kauft oder nicht.

Es ist kompliziert, alle ?wenn? und ?aber? abzuwägen, zumal man viele Informationen nicht vor sich hat beim Einkaufen, aber sicherlich bringt uns hier der II. Block des 2°Campus und der Dialog mit euren wissenschaftlichen Mentoren ein ganzes Stückchen weiter.

Unter diesem Link sind noch einmal, wie ich finde, die wichtigsten Fakten einer klimafreundlichen Ernährung übersichtlich zusammengefasst: http://www.klima-sucht-schutz.de/energiesparen/energiespar-spezial/konsum-spezial/tipps-fuer-eine-klimafreundliche-ernaehrung.html

Und hier findet Ihr auch nochmal einen anderen, sehr übersichtlichen Saisonkalender des aid-Infodienstes: http://www.aid.de/downloads/ansichtsbeispiel_saisonkalender.pdf

Liebe Grüße, Ivonne
29.04.2013
SimonL hat geschrieben:
Cool, dass schon der erste Block so viel bei dir bewirkt hat! :) Genau diese Überzeugungsarbeit ist ungemein wichtig und kann meiner Meinung nach viel auslösen. Ich erlebe das auch in meinem Umfeld. Erst könnte man denken, dass man nichts bewirkt, aber nach einiger Zeit zeigen sich dann doch Reaktionen. Es bleibt eben doch immer irgendwas hängen und das führt dann dazu, dass manche wirklich etwas ändern. Und sei es nur ein Tag weniger Fleisch, der Umstieg aufs Fahrrad oder der Griff zum Bioprodukt. Jede noch so kleine Änderung spart Treibhausgase und bewirkt wieder weitere Veränderungen...
Viel Glück weiterhin! ;)
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