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Forschung!


© Dagmar Heene / WWF
Die Vermessung des Lichts


von MirjamK
22.07.2014
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„Machst du mal bitte die Rollläden runter und die Fenster auf, hier drin wird es zu warm“
Wer kennt das nicht? Man sitzt im Hochsommer im Klassenzimmer, die Sonne knallt auf die Fenster, und man hat das Gefühl, in einem Brutkasten zu sitzen. Die Lösung für dieses Problem ist immer die gleiche: Rollläden runter, Gardinen zu. Raus mit der Sonne und der damit verbundenen Wärme und Fenster auf, damit wenigstens noch ein bisschen Luft in den Klassenraum kommt.
Das Sonnenlicht ist draußen und im Raum ist es plötzlich zu dunkel zum Lernen. Also wird die Deckenbeleuchtung angeschaltet. Anstatt nun die CO2 freie und kostenfreie Variante des natürlichen Lichts zu nutzen, versucht man, das verlorene Licht durch künstliches zu ersetzten. Dies ist jedoch weder CO2 arm, noch kostengünstig. Was viele zudem nicht wissen, ist, dass es nur minimal hilft, die Sonne dann auszusperren, wenn der Raum schon aufgewärmt ist.

Doch so sieht die Realität bis jetzt leider noch in viel zu vielen Schulen aus. Wir von der Gebäudegruppe des 2°Campus wollen daran etwas ändern! Daher beschäftigen wir uns dieses Jahr mit den Lichtverhältnissen in unseren Schulen.
Manch einer wird sich jetzt vielleicht fragen, warum man sich so ein Thema aussucht, denn schließlich scheint es doch wichtigere Themen zu geben, als einfach nur Licht.

Und das ist auch richtig, es gibt tatsächlich wichtigere Bereiche als Licht. Bereiche, in welchen die CO2 Emissionen weit höher sind als im Bereich Licht. Also warum forschen wir genau zu diesem Thema?
Nun ja zum einen, weil es so schön greifbar ist. Die oben beschriebene Situation wird wahrscheinlich wirklich jeder schon mal erlebt haben. Zum anderen sind die Forschungen zu den anderen Themengebieten schon ziemlich ausgeschöpft, sodass es für uns nicht mehr viel zu forschen gibt. Doch im Bereich Licht gibt es noch einiges zu tun!
 

Jetzt da wir das „warum“ geklärt haben bleibt uns noch die Frage, wie wir ran gehen müssen, um unsere Ziele zu erreichen. Und da fängt der Spaß an. :) Wir haben in der ersten Woche von unserem Mentor Herrn Rottmann sogenannte Luxmeter bekommen. Das sind Geräte, mit denen man die Helligkeit messen kann. Und das erste was er zu diesen Geräten zu uns gesagt hat, war „messt mal“. Sonst haben wir keine Einleitung bekommen. Also haben wir uns dran gemacht, die Helligkeit zu messen und ein bisschen zu experimentieren.
 

Dabei kam folgendes raus:
- Tageslicht ist heller als künstliches
- Weiße Gegenstände sind heller als schwarze

Aus diesen Erkenntnissen mussten wir jetzt eine genaue Forschungsfrage entwickeln. Außerdem mussten wir herausfinden, was wir dafür tun müssen, damit wir zu unserer Forschungsfrage auch forschen können.
 

Das war vor einigen Wochen. Seit dem ist einiges passiert.
Bei einigen mehr als bei andern, was einfach an den vielen Voraussetzungen liegt, die wir haben.
Denn um diesen Forschungsfragen auf den Grund zu gehen müssen wir bei uns in den Schulen zwei Messreihen durchführen. Eine mit künstlichem und eine mit Tageslicht. Die genaue Prozedur erläutre ich euch nicht, denn das wäre hier zu viel Arbeit. Nur so viel: Wir mussten für den zu messenden Raum ein Gitter anlegen und dann an den verschiedenen Punkten jeweils das Tageslicht und das künstliche Licht messen.
Um eine genaue Messung für das Tageslicht zu bekommen brauchten wir eine gleichmäßige Bewölkung, da die Werte sonst viel zu stark schwanken. Für die Messungen des künstlichen Lichts muss der Raum komplett abgedunkelt sein, damit auch kein Tageslicht die Messungen verfälscht. Also haben wir noch viel vor bis zum nächsten Treffen, bei dem wir die Daten analysieren werden und dann eine Computersimulation für einen perfekten Klassenraum starten können. Denn das ist ja unser Ziel. Zu schauen, wie man die Klassenräume so optimieren kann, dass man auch im Sommer verstärkt das Sonnenlicht nutzen kann, ohne, dass es innen zu heiß wird.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick geben und wie immer könnt ihr natürlich gerne Fragen unten kommentieren oder einem von uns per Nachricht schicken.


Autor: Julius
Unser Team in der Community:
ahaupt (Alessia)
MirjamK (Mirjam :) )
ettli97 (Johannes)
seastar (Daniëlle)
und ich natürlich :) (JulisS)

 

 

Bilder: Titelbild: WWF/Arnold Morascher, restliche Bilder: Julius
 

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Kommentare (4)
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Sortieren nach Aktualität:
02.08.2014
Ivonne hat geschrieben:
Ihr habt die Problematik super auf den Punkt gebracht. Inzwischen sind bereits einige Forschertage in Wuppertal vergangen und wir um einige Erkenntnisse reicher. Gar kein einfaches Thema, das Licht. Aber spannend! :-)
29.07.2014
Celine2Grad hat geschrieben:
Klingt echt super interessant und das Problem kenne ich natürlich auch :)
Ich hoffe, ihr findet einfache und kostengünstige Lösungen, sodass in Zukunft niemand mehr in überhitzten Klassenräumen braten oder Strom verschwenden muss!
28.07.2014
somebodywholovesourearth hat geschrieben:
@xaverleinus:Hallo? Braucht da jemand Aufmerksamkeit?

Ziemlich interessant, bei unserer Schule kommt noch hinzu, dass die Heizungen erst IM Sommer abgestellt werden, so das in den sehr warmen Tagen, bei denen die Heizung noch nicht abgeschaltet war, der Klassenraum noch sehr viel wärmer ist.
Ich hoffe, dass irgendwann das Sonnenlicht optimal in der Schule eigesetzt wird.
Euch viel Erfolg noch!
28.07.2014
xaverleinus hat geschrieben:
Hallo
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