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© Dagmar Heene / WWF
Die 2°Campusmentoren im Interview (1)


von IndianSummer
11.08.2013
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Zum Ende des Zweiten Blocks wollen wir euch noch unsere fleißigen Mentoren vorstellen. Wir beginnen mit Mark, unserem Energie-Mentor der in der Westfälische Wilhelms-Universität Münster tätig ist. Er unterstützt den 2°Campus, weil es ihm Spaß macht, mit engagierten Jugendlichen an aktuellen Forschungsthemen zu arbeiten. :)


Was gefällt Dir besonders am Forschen und speziell deiner Arbeit?
Für mich ist es die Suche nach Zusammenhängen und neuen Lösungsansätzen.

Wann hast du deine Leidenschaft für dein aktuelles Forschungsthema entwickelt? Gab es dazu einen ausschlaggebenden Moment oder ein besonderes Ereignis?
Als ich als kleiner Junge den Aufbau des ersten Windrades bei uns in der Nachbarschaft miterlebt habe. Ich komme aus dem platten Westfalen und das Windrad überragte mit seinen ca. 40 Metern alles andere weit und breit.

Wenn du ganz allein entscheiden könntest, woran du die nächsten Jahren forschen kannst, was wären deine wichtigsten Fragen, die du gerne herausfinden wollen würdest?
Wie schaffen wir es in Deutschland, die Mehrheit nicht nur für die Energiewende zu begeistern, sondern auch sie aktiv teilhaben zulassen.

Welchen Tipp würdest Du Jugendlichen geben, die auch einmal gern in Deinem Bereich forschen wollen?
Spaß an der Sache und viel Geduld haben sowie auch mal nicht den direkten Weg zum vermeintlichen Ziel nehmen.

Welchen großen Wissenschaftler / Architekt / politische oder sonstige berühmte Persönlichkeit würdest Du gerne einmal persönlich kennenlernen bzw. hättest du gerne einmal kennengelernt (wenn er nicht mehr lebt) ? Und warum?
Stanislav Petrov, den sowjetischen Oberst, der 1983 den dritten Weltkrieg verhindert hat. Hätte als gelernter Ingenieur dem Raketenwarnsystem "Oko" blind vertraut, welches den Start von 5 amerikanischen Atomraketen meldete, gäbe es uns heute wahrscheinlich nicht mehr.

Was wünschst du dir für den 2°Campus?
Ich wünsche mir, dass meine kleine Tochter auch noch am 2°Campus teilnehmen kann. Sie ist jetzt fünf Monate und mitmachen könnte sie mit 14 Jahren.

Denkst Du, dass Forschung die Welt verändern kann?
Ich denke schon, aber oftmals dauert es länger als man es sich erhofft.

Wenn du alle Möglichkeiten der Welt hättest, was wäre das erste was du tun würdest?
Ein System einführen, was Unternehmen aber auch Privatpersonen direkt zur Kasse bittet, wenn die Umwelt direkt oder indirekt verschmutzt wird.

Was bräuchte es, damit dein Forschungsbeitrag zum Schutz des Klimas Gehör findet und auch alltagstauglich wird und in der Realität umgesetzt wird?
Trocken aber wahr: mehr Forschungsarbeit. Die organischen Solarzellen werden erst für den Verbrauchermarkt interessant, wenn sie eine Leistungseffizienz von 12% haben und alltagstauglich sind. Ersteres hat die Forschung unter Laborbedingungen bereits erreicht. Letzteres ist leider noch nicht der Fall, da es vor allem immer noch Probleme hinsichtlich der Langlebigkeit der organischen Solarzellen gibt. Ist die Alltagstauglichkeit erreicht, werden diese Solarzellen als Ergänzung der siliziumbasierten Solarzellen meiner Meinung ein Selbstläufer werden.

Was sind deine Visionen der Zukunft?
Ich wünsche mir für die Zukunft, dass in der politischen Diskussion weniger über die Kosten, sondern vielmehr über den Nutzen von regenerativen Energien diskutiert wird. Natürlich muss es sich für Unternehmen rechnen, aber das würde es sich meiner Meinung nach auch, wenn ökologische Schäden in den Bilanzen als Kosten auftauchen würden.

Mit welcher Einstellung begegnest du Klimakritikern?
Ich höre Ihnen zu und versuche mich von Ihnen durch stichhaltige Argumente überzeugen zu lassen. Bisher hat das aber nicht geklappt.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Mark für das Interview und für die tolle Zeit in Münster und Berlin bedanken! In den nächsten Tagen werden wir noch weitere interesante Interviews aus den Bereichen Mobilität, Wohnen und Ernährung von Sergej, Matthias und Anja für euch hochladen.

Hier der Link zu den Profilen der Mentoren 
www.wwf-jugend.de/durchstarten/2-grad-campus/kontakt-partner/mentorinnen-und-referentinnen/


Liebe Grüße,

Kira & Lukas

 

Foto: WWF/Arnold Morascher

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