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© Dagmar Heene / WWF
Der (nicht ganz) normale Wahnsinn: Eine Forscherin zurück im Alltag


von becci42
02.07.2015
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Ich muss zugeben: Ich gehe gerne shoppen, sehr gerne sogar. Wenn ich an einem Samstagnachmittag zusammen mit einer Freundin umgeben bin von Kleiderständern und Schuhregalen, wenn ich in einer neuen Stadt neue Läden entdecke und wenn ich am Abend mit vollgepackten Einkaufstüten wieder nach Hause zurückfahre, dann bin ich glücklich. Seit etwa einem Jahr schon ist das allerdings anders geworden. Im Sommer letzten Jahres, als ich mich mehr und mehr nicht nur mit nachhaltiger Ernährung, sondern auch mit einem nachhaltigen Leben als ganzes beschäftigte, wurde ich aufmerksam auf ein Verbrechen, das ich immer verdrängt hatte und dessen Ausmaß mir gar nicht bewusst gewesen war. Kinderarbeit und ausbeuterische Arbeitsbedingungen sind leider in weiten Teilen des Kleidungsbranche noch immer grausamer Alltag.
Von diesen Gedanken inspiriert fasste ich so am Ende des ersten Blocks des 2°Campus meine Selbstverpflichtung: Nur noch fairtrade Kleidung kaufen. Dies war für mich zudem eine besondere Herausforderung, da ich nächste Woche meinen Abiball habe und noch dringend ein Kleid brauchte. Anders als Sophie in ihrem Artikel berichtete, fiel mir dies zum Glück nicht so schwer. Dies kann zu einem daran liegen, dass ich schon viel Zeit hatte, um mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, zum anderen haben wir vielleicht in Kiel einfach bessere Möglichkeiten als Sophie in ihrer Stadt.
Die Kleidung, die ich in den letzten Monaten und auch schon in der Zeit davor erworben habe, kommt von folgenden Marken:
-american apparel
-armedangels
-cyroline: Fräulein Stachelbeer, home edition
-earth positive / continental clothing
-project social-T über topshop
-Jack Wolfskin 

Weitere faire Marken findet ihr hier, andere faire online Versandhandel sind z.B. der avocadostore, greenality oder Zündstoff. Auch Merchandise von Bands oder T-Shirts mit lustigen Sprüchen sind häufig von continental clothing oder american apparel unter guten Arbeitsbedingungen hergestellt.
Aber auch in der Innenstadt vieler Städte gibt es wirklich mehr fairtrade Kleidung, als man es vielleicht vermutet: Im Weltladen, in kleineren Boutiquen und sogar Surfshops wird man oft fündig: In Kiel sind das z.B. tofte, cyroline, JoJo Mode, Frau Beta, surfhouse und viele mehr. Auch in größeren Geschäften wie Karstadt, Galeria Kaufhof, urban outfitters oder tk maxx findet man vereinzelt fairtrade Marken, wenn man Ausschau hält.
Faire Kleidung ist selbstverständlich aufgrund der fairen Bezahlung immer ein bisschen teurer als Klamotten von H&M, primark & Co. Daher ist es ratsam, und sowieso auch ressourcenschonender, weniger zu konsumieren und dafür Kleidungsstücke zu kaufen, die man wirklich gerne hat und lange tragen wird. Wem das trotzdem noch zu teuer ist, für die*den habe ich eine weitere gute Alternative: kleiderkreisel. Auf dieser online Plattform kann man gebrauchte Klamotten erwerben, die meistens deutlich günstiger sind als der ursprüngliche Preis. Wenn man hier entweder Begriffe wie „fairtrade“ oder die entsprechende Marke in die Suchmaske eingibt, findet man viele tolle Sachen zu bezahlbaren Preisen. Auch auf ebay und anderen Klamottenbörsen im Internet findet man vergleichbare Angebote.
Zusammen mit meinem besten Freund habe ich für euch einige Bilder gemacht, um zu zeigen, wie einfach faire Kleidung und faires Einkaufen sein kann, wenn man weiß, wo man einkaufen muss und seinen Konsum einschränkt. Die „fairen Elemente“ unserer Outfits ist immer unter den Bildern zu finden!

Becci: Kleid armedangels - Laurin: T-Shirt armedangels

Becci: Crop Top american apparel, Rucksack Westford Mill

Becci: Top american apparel, Jacke cyroline (Home edition) - Laurin: T-Shirt armedangels, Jacke armedangels

Becci: Top cyroline (Fräulein Stachelbeer) - Laurin: Pullover armedangels

 

Bilder: Titelbild flickr/ creative commons by jakeliefer, andere Bilder: Laurin Z.

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Kommentare (7)
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09.07.2015
becci42 hat geschrieben:
Danke für all eure lieben Kommentare! :) Ich freue mich, wenn mehr Menschen auf die Möglichkeit von ethisch und ökologisch vertretbarer Kleidung aufmerksam werden und wir gemeinsam den Markt für fairtrade Produkte ausbauen können.
06.07.2015
Anais hat geschrieben:
Als 2°Campus-Almuni freu ich mich immer über Berichte von den "Forschern" der Schülerakademie - und um so mehr, wenn es darum geht, dass daraus die Motivation geschaffen wird den Alltag nachhaltiger zu gestalten. Mega cool, dass du nur noch fairtrade-Kleidung kaufst und sind schöne Sachen mit bei. Mir gefällt das schwarz-weiß gestreifte Shirt echt gut - bei dem Wetter bestimmt genau das Richtige :))
03.07.2015
Ivonne hat geschrieben:
Cool! Jetzt kann man auch die Fotos sehen! Danke, dass du dir nochmal die Mühe gemacht hast. Liebe Grüße, Ivonne
02.07.2015
Buchenblatt hat geschrieben:
Jetzt, wo man auch Fotos dazu sieht, ist der Artikel echt super. Danke, dass du die Bilder noch hinzugefügt hast.
02.07.2015
BlueLikeTheSky hat geschrieben:
Interessanter Bericht, danke!
Ja, die Bilder kann man jetzt sehen :)
02.07.2015
becci42 hat geschrieben:
Die Bilder müssten jetzt zu sehen sein, oder?
Hat wohl mit dem Upload nicht geklappt.
30.06.2015
Buchenblatt hat geschrieben:
Ich wusste gar nicht, dass es so viele ökologische Marken gibt. Danke, für den Hinweis.
Du erwähnst allerdings am Schluss ein paar Fotos, die in deinem Artikel nicht angezeigt werden. Vielleicht könntest du deinen Artikel noch ändern und die Fotos einfügen.
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