Auf allen Kanälen:


Neues aus unserer


Forschung!


© Dagmar Heene / WWF
Der 2. Block in Berlin


von Squirrel
11.08.2016
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Nachdem wir spannende Forschungstage an unseren jeweiligen Partneruniversitäten verbracht hatten (wie genau das ablief, könnt ihr hier nochmal nachlesen), kamen wir am Samstag den 30.7.2016 wieder zusammen.

Zunächst trafen die Gruppen Mobilität, Energie und Gebäude am Bahnhof in Hamm aufeinander und es herrschte große Wiedersehensfreude. Am Nachmittag im Hauptgebäude des WWF in Berlin sahen wir dann auch die Ernährungsgruppe mit ihren Teamerinnen wieder.
Nach einer kurzen (Wieder)kennlernrunde, in der sich herausstellte, dass doch fast alle noch die Namen der Andere kannten, präsentierten wir uns zum ersten Mal die Forschungsergebnisse.


Kurz darauf bezogen wir unsere sehr gemütlichen Zimmer in der Ufa-Fabrik und aßen gemeinsam, das erste vegane Abendessen. Wir hatten im ersten Block abgestimmt vier Tage vegan und drei Tage vegetarisch zu leben. Da Geschmäcker sehr verschieden sind, fielen auch die Urteile sehr unterschiedlich aus. Vielen hat es aber insgesamt gut geschmeckt und verhungert ist keiner.


Sonntags konnten wir ein wenig ausschlafen und gemütlich frühstücken, bevor es mit der Bahn in Richtung Ku´damm ging. Im Museum Story of Berlin wurden wir durch einen in den 70er Jahren erbauten, aber nie genutzten Atomschutzbunker geführt und hatten danach Zeit uns in der Ausstellung mit den letzten 800 Jahren Berliner Geschichte vertraut zu machen.


Der freie Nachmittag und Abend wurde sehr unterschiedlich genutzt, zum Beispiel für das Durchstöbern des Flohmarkts im Mauerpark oder ein paar entspannten Stunden auf dem Tempelhofer Feld.

Schmetterlinge auf dem Tempelhofer Feld (c) Lara Kannegieser

Mit dem Beginn einer neuen Arbeitswoche ging es auch für uns wieder richtig los. Montagmorgen bekamen wir Besuch von Gaby Schlag und Benno Wenz, zwei Wissenschaftsjournalisten die uns bei der Erstellung von Podcasts zur Veranschaulichung unserer Ergebnisse anleiten würden. Alle Forschungsergebnisse wurden vorgestellt und Umsetzungsmöglichkeiten in einen Radiospot wurden überlegt. Nach der Verteilung verschiedener Aufgaben in den Gruppen, der Absprache von Interviewterminen und ersten kurzen Einweisungen in die Technik freuten wir uns schon auf die Erstellung unserer eigenen Podcasts, diese würde allerdings erst Donnerstag beginnen und noch viel Arbeit mit sich bringen.


Unsere wissenschaftlichen Mentoren kamen bald darauf, pünktlich zum Mittagessen, an. Und dann hieß es: Auf die Plätze, fertig, Power Point!
Alle Forschungen sollten in schriftlicher Form dokumentiert werden, um sie später ins Internet zu stellen oder für Vorträge an Schulen etc. zu nutzen. In manchen Gruppen mussten zunächst noch Ergebnisse von Langzeitversuchen ausgewertet werden, in anderen waren bereits zuvor schon einige Folie erstellt worden.


Abends ging es dann raus in den Park um die Natur zu erleben. Dem von Jürgen Klühr geleiteten Workshop standen zunächst einige, ich eingeschlossen, skeptisch gegenüber. Nach einigen Spielchen und Fragen auf dem Weg waren wir im Park angekommen.

Bei der ersten größeren Aktion waren ein genaues Beobachtungsvermögen und ein gutes Gedächtnis gefragt. Acht Pflanzenteile (Blätter, Blüten, Früchte) wurden für zehn Sekunden aufgedeckt und wir hatten fünf Minuten Zeit alle zu sammeln und genau so angeordnet wie im Muster zu positionieren. Es war schwerer als gedacht und die Ergebnisse auch teilweise ein wenig ernüchternd.

Das zweite Spiel war dafür umso schöner und hat auch wirklich viele in seinen Bann gezogen. In Zweiergruppen wurden einem die Augen verbunden und sein Partner hat denjenigen auf Umwegen zu einem der Bäume im Park geführt. Dort hat der „Blinde“ den Baum ertastet, umarmt, in seltenen Fällen auch was abgebissen und wurde wieder zurückgeführt. Vom Ausgangspunkt aus hat er dann versucht seinen Baum wiederzufinden und in fast allen Fällen hat das auch hervorragend funktioniert. In der Abschlussrunde wurde deutlich, dass alle eine kleine Verbindung zu „ihrem“ Baum aufgebaut hatten und der Natur noch ein Stück näher gekommen waren.
Alle Leser, die mir grade nicht so richtig glauben wollen, schnappt euch Familienmitglieder oder Freunde, geht in einen Park oder Wald und probiert es aus. Es ist eine schöne Erfahrung.


Am nächsten Tag arbeiteten wir weiter unter Hochdruck an unseren Präsentationen. Es wurden Grafiken erstellt, Texte geschrieben, Folien wieder gekürzt, Quellen angegeben und Layouts verfeinert.

(c) Arnold Morascher

Nachdem Mittagessen gab es zudem noch die Auswertung der Selbstverpflichtungen, die wir uns im ersten Block vorgenommen und zwischen den Blöcken durchgeführt hatten. Durchweg waren die Ergebnisse positiv und es wurden viele neue Verpflichtungen aufgenommen oder die alten verlängert.


Mittwochs wurde noch letzte Hand an die PowerPoints angelegt und die Vorträge geübt, bevor die Ergebnisse, nun medial gestützt, vor allen Teilnehmern, Mentoren und Teamern präsentiert wurden.
Das war auch der einstweilige Abschluss unserer Arbeit mit den wissenschaftlichen Mentoren, die wir im Herbst noch einmal wiedersehen werden.


Der Nachmittag wurde fleißig genutzt um Skripte für die Podcasts zu schreiben. Abends ging es dann los um Berlin mal von einer anderen Seite kennenzulernen. Nach einem leckeren Essen in einem veganen Imbiss sahen wir uns das Impro-Theater „Ick und Berlin“ der Gorillas an. Die kurzen, zu einem Großteil auf Zuschauererlebnissen basierenden Szenen bereiteten vor allem wegen des Talents der Schauspieler große Freude.


Der nächste Tag begann sehr früh, da wir viel vorhatten. Im WWF-Büro besprachen wir kurz mit Gaby Schlag und Benno Wenz die Tagesabläufe der einzelnen Gruppen, dann ging es an die Arbeit. Aufgrund der aufwendigen Arbeit und der relativ kurzen Zeitspanne konnten nur zwei Gruppen professionell angeleitet werden. Die Energiegruppe half daher bei dem Podcast der Ernährung mir, woraus eine sehr gute und lustige Zusammenarbeit entstand und die Mobilitätsgruppe arbeitet viel auf eigene Faust.

Am ersten Tag ging es darum O-Töne (Interviews und Statements) ebenso wie Atmos (z.B. Straßenlärm, Tastaturklappern etc.) einzufangen. Dafür durften wir ein weiteres Mal mit sehr interessanten Leuten sprechen und ihre Meinungen zu unseren Forschungen anhören. Danach sprachen wir noch eigene Statements ein, fingen an die Interviews abzutippen und die Aufnahmen zu schneiden.

Arbeit am Podcast (c) Julia Himmelsbach

Am nächsten Tag ging es vormittags ganz ähnlich weiter, nur der Zeitdruck stieg. Nachmittags schließlich erwartete uns die große Ehre im ARD-Hauptstadtstudio dabei zu zuschauen wie einer der schnellsten Toningenieure unsere Aufnahmen zusammenschnitt. Es war unglaublich, nachdem der Sprecher der Gruppe jeweils seinen Text noch eingesprochen hatte zuzusehen wie die einzelnen Atmos, O-Töne und Sprecherpassagen nach unserem Skript zusammengefügt wurden.


Die fertigen Podcasts werden im Herbst hier in der Community hochgeladen werden.


Zum Abschluss des Tages gab es eine offene Bühne, bei der einige beeindruckende Talente offenbart, viele Rätsel geknackt, Spiele gespielt und Lieder gesungen wurden. Es war ein schöner, lustiger und leider letzter Abend.


Samstagmorgen mussten schließlich die Koffer gepackt werden und es ging noch ein letztes Mal ins WWF-Büro. Dort wurde über die positiven wie die negativen Dinge der letzten zwölf Tage reflektiert und geplant was jetzt, nachdem die eigentliche Forschung abgeschlossen ist, noch weiter passieren wird.


Wir werden uns weiter für den Klimaschutz einsetzen, sowohl bei uns zuhause als auch in Schulen oder noch größerem Kreis. Ferner planen einige zu Jugend forscht zu gehen und ihre Projekte weiterzuführen. Außerdem werden hier in der Community wöchentlich Artikel von uns, zu verschiedensten Themen erscheinen.

Redaktionsplan (c) Giula Magrini


Der Abschiedsschmerz war bei der Abreise am Samstagmittag schon spürbar, hielt sich aber noch in Grenzen, da wir uns alle hoffentlich im Herbst zur großen Abschlussveranstaltung wiedersehen werden.


Ich freue mich schon auf euch.

Titelbild: (c) Tony Oehm

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Kommentare (5)
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Sortieren nach Aktualität:
24.08.2016
GreenLulu hat geschrieben:
Schöner Artikel. Das klingt nach einer tollen und lehrreichen Zeit. Ich bin schon gespannt auf die Podcasts. :)
16.08.2016
Ivonne hat geschrieben:
Toll! Danke für den schönen Rückblick. Es war eine schöne Zeit mit euch!! :-)
14.08.2016
Buchenblatt hat geschrieben:
Schöner Artikel!
Das Spiel, wo man "seinen" Baum im Wald wiederfinden muss, haben wir auch gespielt. Das war eine wunderbare Erfahrung.
Aber auch die Zeit danach und die Aufnahme von den Radiopodcasts klingt sehr spannend. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse!
14.08.2016
LisaWilhelm hat geschrieben:
Der Artikel ist super geworden:) Besser hätte man die Zeit nicht zusammenfassen können.
11.08.2016
Juli_0804 hat geschrieben:
Sehr schön Lara ????
Hätte ich nicht besser schreiben können ;)
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