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© Dagmar Heene / WWF
2 Grad Campus - Ergebnisse der Wohnengruppe


von SimonL
28.07.2012
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 Wohnen-Gruppe: Ergebnisse

 

Während unseres viertägigen Aufenthalts in Wuppertal haben wir (Miriam, Peter, Jan, Tim, Fabian, und Simon) in zwei Gruppen gearbeitet. Wir hatten uns, wie ihr in unseren vorigen berichten lesen könnt, vorgenommen, ein Haus zu entwickeln, das unser Konzept der Symbiose (siehe Bericht „2 Grad Campus – Wohnen Gruppe: Erste Konzepte“) umsetzt. Wir hatten auch noch andere Anforderungen an unsere Entwürfe, wie zum Beispiel: Wohnen auf kleinem Raum, Multifunktionalität, Design, Komfort. All diese Punkte sollten mit aufgenommen werden, jedoch geht es in allererster Linie natürlich um die Klimafreundlichkeit.

In der Universität hatten wir die Möglichkeit mit verschiedenen Programmen und Computern zu arbeiten. Die Modelle haben wir aus spezieller Pappe gebaut und unter einer künstlichen Sonne mit Endoskopie untersucht. Außerdem konnten wir verschiedene Materialien inspizieren. Nun sind unsere Entwürfe, Modelle im Maßstab 1:50, Energiebilanzen und Computermodelle fertig und wir freuen uns sie euch präsentieren zu dürfen!

Das Haus von Tim, Peter und Jan ist mit 60 Quadratmetern das größere unserer beiden Häuser. Die beiden Fensterfronten sind nach Süd-Ost und Süd-West ausgerichtet. Der Energiebedarf, das heißt die benötigte Energie zum klimatisieren des Hauses (399 kWh/Jahr ) plus der Energie zum betreiben aller Haushaltsgeräte (1474 kWh/Jahr) beläuft sich auf 1837 kWh/Jahr. Durch die Photovoltaikanlage auf dem Flachdach mit einer Leistung von 6700 kWh/Jahr, wird das Haus zum Plusenergiehaus. Die Einspeisevergütung beträgt im Idealfall bei einem Strompreis von ca. 22 Cent/kWh ca. 600 Euro im Jahr.

Besondere Features des Hauses sind zwei Privaträume, die mit wandgroßen Glasscheiben von der Küche getrennt sind. Man kann sie je nach Bedarf der Privatsphäre matt oder klar schalten oder zur Seite schieben, wo sie in einem Schrank verstaut werden können. Die Schreibtische sind ausklappbar und geben in ausgeklapptem Zustand ein Regal frei.

Das Haus von Miriam, Fabian und Simon ist mit 20 Quadratmetern am Limit, was das Platzangebot angeht. Das Haus ist in vier Bereiche unterteilt: Zwei 4 Quadratmeter Meter große Privaträume und jeweils sechs Quadratmeter großem Bad und Küche. Damit diese minimalistische Struktur nicht auf Kosten des Komforts geht, haben wir multifunktionale Möbel und neuartige Staumöglichkeiten verbaut. So ist in die Unterseite der Betten je ein Arbeitsplatz mit Schreibtisch und Computer integriert. Alle Kleidungsstücke, Dokumente oder sonstige Aufbewahrungsgegenstände werden in Schubladen, die vertikal in den Boden eingelassen sind, untergebracht. Somit bleibt die komplette Wohnfläche erhalten. Die Schubladen finden in dem Boden unter den, um 30cm erhöhten, Privaträumen Platz. Durch diese Stufe wird die Illusion erzeugt, die Räume seien weitläufiger. Außerdem erzeugt sie ein wenig Privatsphäre, da man vom Rest des Hauses abgehoben ist.

Genau wie das Haus von Tim, Peter und Jan haben wir eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Deren einzelne Module sind ziehharmonikaförmig angeordnet und erzeugen so eine Leistung von 1630 kWh im Jahr. Minus dem Energiebedarf durch klimatisieren und Haushalt ergibt sich ein Überschuss von 542kWh. Noch dazu soll es mithilfe der Abluft des Altbaus geheizt werden.

Als elektronische Besonderheit werden alle Elektrogeräte in unserem Haus, vom Fernseher bis zum Smartphone mittels Induktion betrieben. Diese ist bereits über größere Distanzen anwendbar.

Fazit: Wir hatten eine tolle Zeit in Wuppertal, in der wir sehenswürdige Leistungen hervorgebracht haben. Denn mit Häusern wie unseren ließe sich im Wohnsektor eine Menge Energie und Emissionen einsparen. 

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