Marcel > Marcels Berichte

Nächste Woche wird's ernst: Vom 21. bis 25. Juni trifft sich die Internationale Walfang-Kommission (IWC) in Marokko zur 62. Jahrestagung. The same procedure as every year? Diesmal nicht: Auf der diesjährigen Plenarsitzung der IWC soll auch über einen neuen Kompromissvorschlag zum Walfang abgestimmt werden.

Der Vorschlag würde nach fast 25 Jahren erstmals wieder kommerziellen Walfang erlauben! Das Planungspapier sieht außerdem Fangquoten für Walarten vor, die auf der Liste der Weltnaturschutzunion IUCN für gefährdete Arten stehen. Das geht gar nicht! Die Annahme dieses Vorschlages wäre ein Rückschritt für den Schutz der Wale.

Der Kompromissvorschlag hat zum Ziel, das lähmende Patt zwischen Walfangnationen und Walfanggegnern aufzulösen und die IWC wieder zu einem handlungsfähigen Gremium zum Schutz der Wale zu machen. Denn einige wenige Länder nutzen nach wie vor ein juristisches Schlupfloch und töten Großwale aus angeblich wissenschaftlichen Gründen oder haben ganz offen Einspruch gegen das Verbot eingelegt.

In den letzten Jahren konnte die IWC daher nicht effektiv am Schutz der Wale arbeiten, obwohl in dem Gremium bislang die Walfanggegner noch eine geringe Mehrheit gegenüber den Walfangbefürwortern haben. Der WWF begrüßt deshalb den Versuch, die festgefahrenen Strukturen zu lösen und jeglichen Walfang der Kontrolle der IWC zu unterstellen.

Doch Walfang in Schutzgebieten und jede Jagd auf bedrohte Walarten - wie im derzeitigen Kompromiss vorgesehen - lehnt der WWF ab! Zudem müssten nach Auffassung der Umweltstiftung Fangquoten ausschließlich nach wissenschaftlichen Kriterien festgelegt werden. Weitere WWF-Forderungen sind ein Verbot des internationalen Handels mit Walprodukten sowie des wissenschaftlichen Walfangs.

Damit der Kompromiss keine Verschlimmbesserung wird, hat der WWF mit anderen Umweltverbänden ein Papier mit fundamentalen Forderungen veröffentlicht, die jeder Kompromissvorschlag enthalten müsste. Die Positionen des WWF findest du hier zusammengefasst.

Der WWF wird auf der IWC-Konferenz in Marokko außerdem einen Report zur Bedeutung des Walschutzgebietes im Südpolarmeer veröffentlichen. Weitere für den WWF wichtige Themen sind unter anderem auch die Veränderung der Lebensräume der Wale durch den Klimawandel und der notwendige Schutz für viele bedrohte Kleinwalarten.

Was sind eigentlich die Aufgaben der IWC? Die International Convention on the Regulation of Whaling (ICRW) ist eines der ältesten internationalen Umweltabkommen und wurde 1946 gegründet. Die Internationale Walfangkommission (International Whaling Commission, IWC) ist ihr ausführendes Organ.

Die IWC hatte ursprünglich die Aufgabe, das Management der Großwalbestände weltweit zu regeln. Mittlerweile sind zahlreiche weitere Aufgaben wie der Schutz bedrohter Delfin- und Tümmlerbestände hinzugekommen. Andere Einflüsse wie der Beifang von Walarten, also das Ertrinken der Wale in Fischernetzen, sind für viele der gefährdeten Groß- und Kleinwalarten inzwischen weitaus bedrohlicher als die direkte Jagd auf sie.

Einmal jährlich tagt die IWC in einem ihrer mittlerweile 88 Mitgliedstaaten, um über das Schicksal der Wale zu entscheiden. Auf Grund der starken Bejagung in der Vergangenheit und damit der drastischen Dezimierung vieler Walbestände wurde 1982 ein Walfangmoratorium auf Großwale verabschiedet, was 1986 in Kraft trat. Mit diesem Verbot kam der kommerzielle Walfang zum Erliegen.

Derzeit sind nur noch drei Länder der Nordhalbkugel am kommerziellen Fang von Großwalarten interessiert: Japan, Norwegen und Island. Zahlreiche vor allem sich entwickelnde Länder unterstützen die Position der Walfangländer, ohne jedoch echtes Interesse am Walfang zu haben.

Marcel > Marcels Berichte

Es wird wieder über das Leben der Wale verhandelt. Vor der 62. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Marokko sprachen wir mit WWF-Walexperte Volker Homes. Kann es eine Lösung geben beim Streit zwischen den Befürwortern und Gegnern des Walfangs?

WWF Jugend: Seit fast 25 Jahren ist es verboten, große Wale zu jagen. Wenige Länder nutzen aber ein juristisches Schlupfloch und töten Großwale aus angeblich wissenschaftlichen Gründen - oder sie haben ganz offen Einspruch gegen das Verbot eingelegt. Nun will die internationale Walfangkommission IWC einen Kompromiss zwischen Walfang- und Walschutzstaaten erreichen. Bedeutet ein Kompromiss wirklich Fortschritte für den Walschutz?

altVolker: Zunächst muss man sagen: Wir stecken seit Jahren in einer Sackgasse. Wir haben ein Moratorium und trotzdem werden jedes Jahr bis zu 2.000 Wale gejagt. Das kann so nicht weiter gehen. Deshalb begrüßen wir es grundsätzlich, dass die 88 IWC-Staaten das erkannt haben.

Zwölf von ihnen wurden beauftragt, ein Kompromisspapier zu erarbeiten. Das liegt nun rechtzeitig zur IWC-Konferenz 2010 vor. Zufrieden damit sind allerdings weder die Walschützer noch die Walfangbefürworter.

WWF Jugend: Was sind aus Sicht des WWF die Vorteile dieses Kompromissvorschlages und wo ist die Sache faul?

Volker: Von Vorteil ist zunächst, dass es überhaupt ein erstes Papier gibt, das eine Vision formuliert, was die IWC künftig einmal sein sollte - nämlich eine Organisation für modernen Walschutz. Das heißt vor allem, sich endlich auch mit anderen Gefahren für Wale zu befassen.

WWF Jugend: Zum Beispiel mit Beifang …

Volker: Genau. Oder mit Schiffszusammenstößen in bestimmten Regionen. Das ist zum Beispiel für Blauwale in Chile ein Problem. Oder mit dem Klimawandel, mit dem sich die IWC so gut wie noch gar nicht befasst hat. Es soll auch endlich das bereits länger geplante Schutzgebiet für Wale im Südatlantik verwirklicht werden.

altWWF Jugend: Würden dann auch die Kleinwale besser erfasst werden?

Volker: Ja, mit Sicherheit. Wenn es gelänge, mit einer ganz begrenzten Walfangquote die Walfangstaaten zufrieden zustellen, dann böte das aus unserer Sicht die große Chance, in einer modernen Konvention die Kleinwalarten ganz genauso zu behandeln wie die Großwalarten.

WWF Jugend: Aber im Gegenzug würde die Jagd auf Großwale begrenzt erlaubt werden?

Volker: Zunächst ist eine zehnjährige Übergangszeit vorgeschlagen, die man dann nutzen müsste, um die IWC zu reformieren. Man würde in dieser Zeit eine Walfangquote für bestimmte Arten festschreiben, die dann das Ausufern der Jagd, was zurzeit stattfindet, eindämmen würde. Alle Quoten müssten aber wissenschaftlich genau begründet werden.

WWF Jugend: Würde der Kompromiss auch den Fang bedrohter Walarten einschließen?

Volker: Den würde der WWF auf jeden Fall ablehnen. Wir wollen, dass es keinen Fang von zum Beispiel Finn- und Seiwalen oder anderer bedrohter Walarten geben wird.

WWF Jugend: Auch der Fang von Walen in Schutzgebieten müsste weiterhin verboten bleiben?

Volker: Richtig. Ein Schutzgebiet dient, wie der Name sagt, dem Schutz der Wale. Hierin den Fang von Tieren zu erlauben, wäre grober Unfug.

altWWF Jugend: Damit der Kompromiss keine 'Verschlimmbesserung' wird, hat der WWF mit anderen Umweltverbänden ein Papier mit fundamentalen Forderungen veröffentlicht, die jeder Kompromissvorschlag enthalten müsste.

Volker: Ja, folgende Punkte müssten auf jeden Fall verwirklicht werden, damit wir den Kompromissvorschlag mittragen könnten:

- Beendigung des Walfangs im Schutzgebiet Südozean,
- keine Jagd auf bedrohte Walarten,
- wissenschaftliche Grundlagen für alle Fangquoten,
- kein internationaler Handel mit Walfleisch und
- es darf künftig keine Ausnahme mehr für so genannte wissenschaftliche Fänge geben.

All diese Punkte müssen alle IWC-Länder ausnahmslos unterzeichnen. Diese Forderungen haben die Umweltverbände an alle IWC-Staaten übermittelt. Wir haben auch gemeinsam einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben.

WWF Jugend: Warum wollen Länder heute noch große Wale jagen? Wirtschaftliche Gründe können es ja nicht sein.

altVolker: Nein, deshalb will ja auch Island mit Walfleisch künftig Handel treiben, damit es sich vielleicht doch noch wirtschaftlich lohnen könnte. Nach wie vor sind es, vermutlich selbst bei Japan, wo es den größten Markt für Walfleisch gibt, vorrangig landeseigene kulturelle Gründe, Wale zu jagen.

WWF Jugend: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kompromisspapier in Marokko tatsächlich zur Abstimmung gelangt?

Volker: Das Papier dient als Einstieg in die Grundsatzdiskussion mit dem Ziel, die IWC zu erneuern und die jahrelangen Blockade zwischen Walfangbefürwortern und Walfanggegnern endlich zu überwinden. Nun kommt es ganz stark auf die Mandate der einzelnen IWC-Staaten an, welche ihnen die Politiker von zu Hause mitgeben - deshalb ja auch unser Brief an Frau Merkel. Wahrscheinlich wird es dazu auch einen parlamentarischen Beschluss geben. Das wäre ein starkes Mandat für die deutsche Delegation. Ob man allerdings bei der IWC bereits dieses Jahr einen Kompromiss erreichen wird, scheint mir derzeit fraglich.

 

Bilder: Buckelwal bei Kolumbien © Diego M. Garces / WWF-Canon; Volker Homes ist biologe und leitet beim WWF Deutschland den Bereich Artenschutz und TRAFFIC. Er kümmert sich darum, wichtige Arten zu schützen und den internationalen Handel mit bedrohten Tieren und Pflanzen naturschonend zu gestalten. © Andreas Eistert / WWF; zwei Nordkaper © Brian J. Skerry / National Geographic Stock / WWF; Walbeobachtung vor Canada © Damian Lidgard / WWF-Canada; Walfleisch auf Tokios Fischmarkt. © Michel Gunther / WWF-Canon.

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Kategorie: Aktionen

Bilder sagen manchmal mehr als tausend Worte. Der WWF hat auf dem Comic Salon in Erlangen die sechs Gewinner seines Wettbewerbs "Kein Kahlschlag für Bücher“ ausgezeichnet. Geehrt wurden Gewinner in zwei Altersklassen: 13- 18 Jahre und 18-24 Jahre. Das Ziel: Junge Künstler veranschaulichen mit Comics ihre Einstellung gegen die Zerstörung von Regenwald für Bücher. Die Beiträge waren Fortsetzungen des WWF-Comics "Linda auf der Spur der Regenwalddiebe“.

Neben der Preisverleihung wurden die besten Beiträge während des gesamten Comic Salons in den Erlanger Stadtwerken ausgestellt. Mit dieser Aktion reagiert der WWF auf die Ergebnisse einer eigenen Studie vom Herbst, in der Tropenholz in mehreren deutschen Kinderbüchern nachgewiesen wurde. Die Gewinner wurden von einer Fachjury ausgewählt und stammen aus dem ganzen Bundesgebiet:

Altersklasse 13-18:

1. Preis Theresa Heilscher, Berlin

2. Preis Alexander Görisch, Berlin

3. Platz Judith Langer, Jettingen-Scheppach

Altersklasse 18-24:

1. Preis Anne Sander, Schwalbach

2. Preis Mathias Bart, Hamburg

3. Preis Caty Blättermann, Berlin

Sämtliche Einsendungen wurden am vergangenen Dienstag zusammen mit rund 20.000 Unterschriften an die Verlagsgruppe Random House in München überreicht, die in Deutschland Vorreiter für die nachhaltige Produktion von Büchern ist.

Hier findest du alle Comics inklusive der Gewinner-Storys.

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Nach dem Untergang der Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko am 20. April treten aus mehreren Lecks inzwischen vermutlich mindestens 800 Tonnen, vielleicht sogar 2.000 Tonnen Erdöl pro Tag aus. Wir sprachen mit dem WWF-Meeresschutzexperten Stephan Lutter über die Folgen und Auswirkungen der Katastrophe.

WWF Jugend: Bis jetzt hat keine technische Maßnahme von BP den Ölfluss am Meeresgrund im Golf von Mexiko stoppen können. Warum nicht?

altStephan: Weil alle diese Techniken, die es im Inventar der Ölindustrie gibt, nur in flacheren Gewässern erprobt sind. Doch das ist keine Gewähr dafür, dass sie auch in Tiefen von mehr als 1.500 Metern funktionieren. Dort muss man Roboter einsetzen und hat daher keinen direkten Zugriff mehr auf die Ölquelle. Somit wird es unkalkulierbar, ob der Einsatz nutzt oder den Schaden sogar noch vergrößert.

WWF Jugend: Möglicherweise, so Carol Browner, Energieberaterin des US-Präsidenten, sprudelt die Ölquelle noch bis August. Das klingt unvorstellbar. Hat es je eine vergleichbare Ölpest gegeben?

Stephan: Die Ölpest hat inzwischen ein Ausmaß, das weit über das hinausgeht, was an Rohöl durch die historisch schlimmsten Tankerunfälle freigesetzt wurde - in Europa zum Beispiel die Torrey Canyon 1967 oder die Amoco Cadiz 1978, beide vor der bretonischen Küste. Es übertrifft auch die Ölmenge, die bei der Havarie der Exxon Valdez vor Alaska 1989 ins Meer austrat. Bei all diesen Fällen trieb das Erdöl an der Oberfläche und wurde an die Küsten gespült – mit den bekannt schlimmen Folgen. Im Golf von Mexiko ist das ganz anders: Das Öl bleibt mit dem Wasserkörper ständig durchmischt. Das wurde kurzfristig durch den Einsatz von Chemikalien sogar noch begünstigt.

WWF Jugend: Was bewirkt die Durchmischung von Öl und Salzwasser?

altStephan: Diese Durchmischung bewirkt einerseits, dass Bakterien das Öl besser abbauen können und dabei viel Sauerstoff verbrauchen. Andererseits werden dadurch die Schadstoffe über das ganze Ökosystem verbreitet. Das betrifft dann im großen Stil vor allem die Larven von Tieren, die im Wasser aufwachsen und sich später an der Küste oder auf dem Meeresboden niederlassen wie zum Beispiel Fische, Muscheln oder Krebse. Und noch viel mehr Kleintiere am Anfang der Nahrungskette.

Der Lebensraum Meer wird im großen Stil durchseucht – bis hin zu den giftigen Stoffen, die auch von Öl abbauenden Bakterien gar nicht geknackt werden können und sich in den Nahrungsketten anreichern. Mit noch ungeahnten Folgen. Die Ölpest ist daher ein Super-GAU für die Natur und die Menschen im Golf von Mexiko - und zugleich für die Erdölindustrie weltweit. Ein "Weiter so“ wie bisher wird es nun nicht mehr geben können.

WWF Jugend: Jetzt beginnt die Hurrikan-Saison im Golf von Mexiko. Auf welche Folgen müssen wir uns jetzt einstellen?

Stephan: Das Öl könnte nun in noch mehr Wasserschichten verteilt werden, es könnte aber auch verstärkt an die Küste geschwemmt werden. Man weiß es nicht. Es könnte auch sein, dass das Öl-Wasser-Gemisch in den Atlantik gelangt, dort in den Golfstrombereich und von dort in die Karibik. Sollte das Öl in den Atlantik gelangen, bestünde das große Risiko, dass es auch in sensible Gewässer wie die Sargassosee gelangt, in der zum Beispiel die europäischen und amerikanischen Aale laichen. Deren Bestände sind bereits heute durch Überfischung dezimiert.

Das hätte dann auch internationale Folgen, denn die Sargassosee ist Hohe See. Das würde bedeuten: Durch ein national verursachtes Desaster wird internationales Naturerbe verseucht. Und niemand wird vermutlich für den Schaden bezahlen.

WWF Jugend: Nach heutigem Kenntnisstand: Wird die Natur je wieder den Stand vor der Ölpest erreichen? Oder wird es bleibende Schäden geben?

Stephan: Das Öl wird in den Küstenablagerungen, den Schlick- und Sumpfflächen, nicht abgebaut werden können, weil der Sauerstoff fehlt, der dazu notwendig wäre. Es wird also dort begraben bleiben. Nach bisherigen Erfahrungen wird es dann mindestens 10 bis 20 Jahre brauchen, bis sich das Ökosystem einigermaßen regeneriert hat. Aber danach wird es auch nicht mehr dasselbe wie vorher sein.

altWWF Jugend: Warum wird das Öl nicht im großen Stil aufgesaugt?

Stephan: Was im Golf von Mexiko auffällt, dass es dort anscheinend keine staatliche, unabhängige Bekämpfungsflotte gibt, sondern alles in der Hand der Ölindustrie selbst liegt. Ursache ist vermutlich ein Filz zwischen der Industrie und den Behörden, der auch schon thematisiert worden ist.

In Deutschland haben wir zum Beispiel ein unabhängiges, staatliches Havariekommando – die allerdings ab bestimmten Windstärken und entsprechenden Wetterbedingungen auch machtlos wäre bei einem solchen Unfall.

WWF Jugend: So ein Unglück könnte demnächst auch in der Arktis, aber auch in Europa westlich von Irland, Schottland und der Barentssee passieren. Können wir das verhindern? Wenn ja, wie?

Stephan: Momentan üben wir als WWF politischen Druck aus, vor allem der WWF Norwegen in der Barentssee im Norden gegen weitere Ölbohrungen dort. Zudem müssen wir jetzt auch gegen die Erschließung tieferer Ölquellen westlich der Nordsee politisch vorgehen. Genau das ist von Irland und Großbritannien geplant und findet vor den Shetland-Inseln längst statt. Auch Dänemark hat vor den Färöer-Inseln Ölbohrpläne, sogar Island – obwohl der Inselstaat eigentlich eine ausreichende eigene Energieversorgung besitzt. Auch dort müssen wir politisch vorbeugen. Im Nordpolarmeer und bei den Lofoten ist der Druck seitens des WWF bereits aufgebaut, aber westlich der Nordsee an der atlantischen Front müssen wir noch mehr tun.
 

Die Fragen stellte Donné Norbert Beyer.

Bilder: Ein verölter Vogel infolge der Ölkatastrophe an der Küste der Bretagne, 1999 © Nigel Dickinson / WWF-Canon; Stephan © WWF; Erdölgewinnung im Meer: Der Einsatz in der Tiefsee ist unkalkulierbar. © U.S. Coast Guard; Die US-Küstenwache beim Ausbringen von Ölbarrieren. © U.S. Coast Guard

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Kategorie: Tigerkampagne

Die Entscheidung war verdammt schwer! Und nein, das soll alles andere als eine typische Jury-Floskel sein. Wir haben junge Leute gesucht, die die Rolle von Botschaftern für die WWF Jugend übernehmen können und sich für den Schutz der Tiger einsetzen wollen. Was wir erlebten, war eine Gruppe von 13 super-motivierten Menschen voller individueller Talente. Die Tatsache, aus diesen 13 tollen Menschen letztlich vier aussuchen zu müssen, die auf die Tigertour nach Wladiwostok mitkommen werden, war wirklich schwierig. Die WWF-Jury, bestehend aus dem Jugendprogrammleiter Steffen, den beiden Campleitern Steffie und Torsten, dem Fotografen Flo und dem Kameramann Torsten sowie mir, hat sich die Entscheidung wirklich nicht einfach gemacht.

Die Gruppe trug sich durch Seilnetze, kletterte wagemutig über virtuelle "Säurefüsse", interviewte den WWF-Tigerexperten Frank, organisierte eigenständig ein Nachtlager im Wald, baute Flöße, hangelte über einen Teich... unglaublich, was wir in diesen zweieinhalb Tagen alles erlebt haben.

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Dann kam der spannendste Moment: die Ergebnisverkündung in den Rheinauen. Das Team, das im September nach Wladiwostok aufbrechen wird, um von dort über die Tiger zu berichten und vielleicht sogar eine Botschaft an das Präsidententreffen zu richten, sind: Christoph, Johannes, Franka und Julia! "Ich kann es noch gar nicht fassen", rief Franka noch Minuten später. "Nun brauchen wir die Unterstützung der Community", sagte ein sichtlich glücklicher Johannes.

"Ich möchte Russland und seine Natur so gut ich kann in Deutschland bekannter machen", nahm sich Julia vor, die sich mit diesem gigantischen Land gut auskennt, weil dort Verwandte von ihr leben. Und Christoph schmiedete sofort Pläne, noch schnell die Basics der russischen Sprache zu lernen.

In unserem SMS-Blog kannst du nachverfolgen, welche Gedanken den Teilnehmern an diesem Wochenende durch den Kopf gingen. Hier findest du außerdem weitere Fotos und bald auch Videos!

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Was hat den Ausschlag gegeben? Es flossen viele unterschiedliche Faktoren in die Entscheidung ein. Wer ergreift gerne die Initiative, hört aber auch im richtigen Moment auf die anderen? Wer hilft der Gruppe, macht konkrete Lösungsvorschläge, übernimt Verantwortung, behält auch im Stress die Nerven und den Humor? Wer schreibt Texte mit Spannung, wer komt mit der Filmkamera klar? Und und und...

altDoch nicht nur Medienstärke und Social Skills waren entscheident. Kristallisierten sich bereits Teams heraus? Kann die Zusamenstellung die Community widerspiegeln? Ist die Verteilung Jungs und Mädels, jünger und älter ausgeglichen? Kommen die Botschafter aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands? Das alles galt es in die Entscheidung einzubeziehen.

Diejenigen, die nicht bei der Tigertour dabei sein können, haben keinesfalls enttäuscht! Auch unter ihnen sind 'geboren Botschafter'. Wir hoffen, dass sie gemeinsam mit den vier Sibirienreisenden eine große WWF Jugend-Tigerkampagne aufbauen werden. Und wir hoffen, dass alle in der Community mit der Entscheidung so zufrieden sind wie wir es sind. Die vier Botschafter brauchen jetzt Eure Hilfe! Kontaktiert sie gleich jetzt in der Community, gebt ihnen Ideen, Wünsche und Vorschläge mit! Nur so kann die Tour ein Erfolg werden!

Wladiwostok, wir kommen!!!

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Marcel > Marcels Berichte
Kategorie: Aktionen

Es ist viel los bei der WWF Jugend - daher hier ein kurzer Überblick über unsere nächsten Highlights, wo ihr helfen und was ihr tun und weitersagen könnt.

altEinigen ist sicher schon aufgefallen, dass hier seit knapp zwei Wochen immer wieder auch englische Beiträge auftauchen. Das hat seinen guten Grund: WWF Jugend goes global! Wir haben drei englischsprachige Blogs auf unserer Homepage eingerichtet, die von deutschen und indonesischen Jugendlichen geschrieben werden. Ihr Thema: Wald- und Klimaschutz. Die Aktion läuft unter dem Namen "Forest Friends" und ist nicht nur bei uns zu finden, sondern auch in Facebook, so dass Menschen aus allen Ländern leicht mitmachen können.

> Was du tun kannst: Die Forest Friends brauchen deine Unterstützung und vor allem dein Feedback. Schalte dich mit deinem Profil in die Diskussion ein und poste Kommentare oder Fragen in die Blogs. Nur so können die sechs Forest Friends das zu ihrem Thema machen, was dich am meisten umtreibt. Was wolltest du schon immer über Indonesien erfahren? Was sind die Wünsche der deutschen Forest Friends für ihre Zukunft? Welche Ideen haben die Blogger für den Schutz der Wälder?... Außerdem kannst du die Aktion bekannter machen. Zeige Deinen Freunden die Forest Friends Blogs oder zeig ihnen die dazugehörige App auf Facebook! (p.s. bald gibt es die App auch für VZ). Jeder kann Fan eines der drei Teams werden und damit zehn Bäume im indonesischen Regenwald schützen.
 

altAber auch bei der Tigerkampagne geht's bald richtig rund! An diesem Wochenende werden die vier WWF Jugend Tigerbotschafter gekührt. Sie werden nach Russland fahren und dort für uns und die Medien vom Tiger berichten. Das ist aber noch längst nicht alles!

Wir wollen auf Euren Wunsch eingehen, noch mehr Aktionen anzubieten. Deshalb wird es Anfang Juli einen Ideenwettbewerb geben, bei dem jeder mitmachen kann, der eine coole Idee für eine wirksame Aktion hat. Die besten Ideen werden dann auch tatsächlich umgesetzt. Gemeinsam mit dem Kampagnenteam des WWF kannst du deine Idee Wirklichkeit werden lassen - und dabei die Arbeit des WWF hinter den Kulissen kennen lernen.

> Was du tun kannst: Du wirst dich mit deinem eigenen Konzept bewerben können. Die Tigergruppe hat schon einige erste Ideen gesammelt - lass Dich inspirieren. Wir das funktioniert, werden wir rechtzeitig vorher bekannt geben - aber im Grunde wird die Bewerbung nicht sehr viel anders funktionieren als bei der Bewerbungsphase für die Tigerbotschafter. Du wirst aber auch, sobald die Ideen feststehen, die Möglichkeit haben, Dich als Teamer oder als Supporter anzumelden. Das werden Leute in der Community sein, die bei der Durchführung der Ideen konkret helfen wollen. Anpacken ist angesagt! Bist Du dabei?
 

altUnd was noch? Jede Menge: Du kannst die Community mitgestalten! Wir laden dich zu einer großen Umfrage hier in der Community ein. Da kommen einige Fragen auf dich zu, aber es gibt auch Preise zu gewinnen ;) Warum machen wir das Ganze? Weil wir diese Homepage noch besser machen wollen.

Eure Wünsche sind für uns dabei die wichtigste Info. Also: Klick Dich durch alle möglichen Seiten und überlege, was dich stört, was dir gefällt, und was du gerne anders hättest. Und hier kommst du zur Umfrage und kannst Lob, Kritik und Wünsche loswerden.
 

altMitte des Jahres endet außerdem unsere große Spendenaktion für Dzanga-Sangha! Jetzt heißt es Endspurt einlegen und nochmal richtig Gas geben! Und zwar nicht nur sprichwörtlich...

> Was du tun kannst: Mach mit beim WWF Jugend Spendenlauf. Überzeuge so viele Menschen wir möglich, auch mitzumachen! Macht die Aktion bekannter. Fragt nach, wo es überall in Eurer Stadt Läufe gibt und ob nicht ein Sponsor vielleicht etwas für einen guten Zweck geben möchte. Unser Ziel: 10.000 Euro = 5.000 gemeinsame Kilometer! Das können wir schaffen!

Es wird also ein heißer Sommer für die WWf Jugend... Wir freuen uns drauf!

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Kategorie: Aktionen

Rund 20.000 Menschen fordern zusammen mit dem WWF die deutschen Kinderbuchverlage auf, ihre Produktion verantwortlich zu gestalten. Ein Riesenerfolg, bei dem auch die WWF Jugend ein großes Stück mitgeholfen hat! Die Unterschriften wurden als Buch gebunden und zusammen mit den Beiträgen unseres Comicwettbewerbs am Dienstag der Verlagsgruppe Random House übergeben. Die Verlagsgruppe ist in Deutschland der Vorreiter bei der nachhaltigen Produktion von Büchern. So hat sie bundesweit als einzige in der Verlagsbranche ihre Herstellung nahezu komplett auf Papier mit FSC-Siegel umgestellt.

altDas Siegel des Forest Stewardship Council garantiert international als einziges Siegel, dass Holz- und Papierprodukte aus verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung und nicht aus Raubbau stammen. Das Verlagsprogramm des Riemann Verlages wird zusätzlich komplett auf Recyclingpapier gedruckt. "Das Beispiel Random House zeigt, dass selbst bei großen Verlagen eine umfassende Umstellung auf umweltfreundliche Papiere möglich ist. Das ist vorbildlich! Wir fordern alle Verlage auf, ihren Beitrag dazu zu leisten, den Raubbau an den Wäldern zu stoppen und ihre Bücher entweder auf Recyclingpapier oder Papier mit FSC-Siegel herzustellen“, so Johannes, Experte für Forstpolitik und Unternehmenskooperationen beim WWF.

"Die Verlage haben die Macht, die Papierindustrie entsprechend zu beeinflussen und die Entwicklung neuer umweltfreundlicher Druckpapiere einzuleiten", erklärte Johannes. Der Geschäftsführer der Verlagsgruppe Random House, Dr. Joerg Pfuhl, bestätigte: "Es ist für uns selbstverständlich, die Anstrengungen des WWF zum Schutz der Wälder nach Kräften zu unterstützen und unser Papier ausschließlich von Lieferanten, die den Einsatz ihrer Ressourcen aus kreislauforientierter, nachhaltiger Forstwirtschaft nachweisen können, zu beziehen. Wir freuen uns über die vielen Leserzuschriften, die uns bestärken, diesen Weg kontinuierlich weiterzugehen und uns aktiv für den Schutz unserer Umwelt einzusetzen."

Die Unterschriftenaktion lief über zwei Monate und war die Reaktion auf Ergebnisse einer WWF Studie im Herbst. Dabei hatte der WWF in mehreren deutschen Kinderbüchern Tropenholz gefunden. Der WWF hatte bundesweit Schulen zur Teilnahme an der Aktion aufgerufen. Zudem wurde in einer bundesweiten Vorlesetour auf die Aktion aufmerksam gemacht. In mehreren deutschen Städten lasen Prominente Kindern aus thematisch passenden Büchern vor und diskutierten mit ihnen über die Gefahren des Raubbaus für Bücher. Unter anderem haben Hardy Krüger Jr. (Hauptdarsteller der ZDF-Serie Forsthaus Falkenau), Guido Hammesfahr (Moderator „Löwenzahn“), und Enie van de Meiklokjes (TV-Moderatorin) die Aktion unterstützt.

"Der Schutz der Wälder ist eine der größten Aufgaben beim Kampf gegen den Klimawandel und das Artensterben“, so Hardy Krüger Jr. "Wir alle können und sollten unseren Beitrag zum Schutz der Wälder leisten, etwa in dem wir weniger Papier verbrauchen oder Holz- und Papierprodukte aus verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung mit FSC-Siegel kaufen.“

altDanke an alle aus der WWF Jugend, die so fleißig Unterschriften gesammelt haben! Eine super Unterstützung!

Schon jetzt kannst Du wieder etwas für den Waldschutz tun! Lies dir die Blogs der drei Teams in unserem Projekt "Forest Friends" durch. Werde Fan von einem der Teams und schütze damit zehn Bäume im indonesischen Regenwald. Das Team mit den meisten Fans wird sich besuchen können. Sage die Aktion möglichst vielen Freunden weiter und mach Forest Friends zu einem Riesen-Erfolg für die WWF Jugend!

Marcel > Marcels Berichte

Du kannst aktiv werden für den Regenwald! Die große Spendenaktion für Dzanga-Sangha, das grüne Herz Afrikas, geht in die Zielkurve. Bis zur Jahresmitte will das Expeditionsteam 10.000 Euro für die Heimat der Gorillas und Pygmäen gesammelt haben, damit dort wirkliche Hilfe geleistet werden kann. 2.500 Euro fehlen noch. Du kannst helfen, das Ziel zu erreichen: Lauf für Dzanga-Sangha!

altDie Idee stammt aus der Dzanga-Sangha Gruppe, die im letzten Jahr schon mehrere Aktionen für unser Projekt auf die Beine stellte. Worum es geht? Überall werden Läufe veranstaltet. Überall werden Läufer gesponsert. Manche Läufer wollen auch selbst ein konkretes Ziel mit dem Sport verfolgen. Vielleicht bist auch Du ein solcher Läufer. Lege mit uns die symbolische Strecke von 5.000 Kilometern zurück. Das ist die Entfernung zwischen unserem Zuhause und Dzanga-Sangha.

Hier geht es zur Aktionsseite:
Erfahre mehr über den Spendenlauf!

Mach mit! Melde dich noch gleich bei einem Lauf an und überzeuge Deine Eltern, die Schule oder Geschäfte, dich zu sponsern. Lass dich beim Zieleinlauf fotografieren und lade das Bild in unserer Gruppe hoch. Oder laufe Deine eigene Strecke - ganz allein, aber mit einem konkreten Ziel vor Augen! Gemeinsam schaffen wir's!

 

Marcel > Marcels Berichte
Kategorie: Tigerkampagne

Dieses Jahr gab es noch eine zweite Chance. Wer Tiger-Botschafter werden wollte, konnte sich nach der Votingrunde auf wwf-jugend.de nochmal bewerben - im Rahmen einer Aktion gemeinsam mit den VZ-Netzwerken gab es weitere zwei Wochen Zeit, ein Bewerberprofil einzustellen. Rund 50 Jugendliche haben sich dort noch beworben, um einen der drei zusätzlichen Plätze für das Casting-Camp zu ergattern.

Nun ist die Entscheidung gefallen! Für Steffen, den Leiter des Jugendprogramms beim WWF, keine einfache Aufgabe: "Wir waren absolut begeistert von den vielen tollen Bewerbungen. Es fiel uns wirklich schwer, drei Kandidaten zu ermitteln." Nach langem Beraten und Abwägen sind jetzt drei VZ-Bewerber qualifiziert - was keinesfalls die anderen Bewerbungen abwerten soll. Alle Bewerber haben ihr Bestes gegeben und uns so beeindruckt, dass wir hoffen, ihnen irgendwann wieder eine neue Chance geben zu können.

Wer sind nun die drei Zusatz-Kandidaten und was kommt auf sie zu? In einem Monat, vom 4. bis 6. Juni, werden also 13 Jugendliche zum WWF kommen. Zehn aus dem Voting der WWF Jugend und drei aus der VZ-Runde. Vier Botschafter sollen am Schluss nach Russland zum Tigersummit reisen. Die Jury wird also die schwierige Aufgabe haben, aus den zehn Erstbewerbern drei Botschafter auszuwählen, und aus den drei Zusatzkandidaten einen oder eine weitere Teilnehmer(in). Alle 13 Bewerber werden beim Casting-Camp ihre Teamfähigkeit, ihre Fitness und ihre Kameratauglichkeit unter Beweisstellen müssen. Denn der Job als Tigerbotschafter ist nicht easy - die Gruppe wird in den Medien die WWF Jugend repräsentieren und in Russland alles für einen erfolgreichen Summit geben müssen. Jetzt wollen wir aber nicht länger drum herum reden, sondern euch die Teilnehmer vorstellen!

Ausgewählt wurden:

altTom Moritz! Der 24-jährige Jura-Student will über den Tigersummit hinaus Unterstützung für die Tiger mobilisieren - und das nicht nur mit lauten Parolen. In seiner Bewerbung schreibt er: "Wenn man wirklich etwas erreichen möchte, ist es nicht damit getan, zu protestieren und seine Wut in den Himmel zu brüllen. Auch taktisches Geschick, sowie eine gehörige Portion Verständnis und Offenheit sind dringend erforderlich, um die Problematik ihres Handelns den Menschen begrefibar zu machen." Beim Camp kannst du uns das zeigen - wir freuen uns auf dich, Tom.

altMarcel K.! Er ist 21 Jahre alt und studiert Biotechnologie in Innsbruck. Marcel will nicht akzeptieren, "dass wir später unseren Kindern erzählen müssen was Tiger waren und wie sie gelebt haben und dass sie durch den Menschen gestorben sind." Marcel hat sich in seiner Bewerbung stark mit der Frage auseinander gesetzt, wie Mensch und Natur zurück ins Gleichgewicht gebracht werden können. Seiner Meinung nach kann "allein der Mensch dieses Artensterben beenden".Wir sind gespannt darauf, Marcel, beim Casting-Camp mit dir darüber zu philosophieren.

altJulia Schindler! "Ich darf auf der Tigertour nicht fehlen, weil ich ein Mensch der Taten bin", schreibt Julia. Sie besucht momentan die 11. Klasse eines Gymnasiums in Halle. Eine ihrer vielen Stärken: Sie spricht Russisch. "Ich bin bereit für den Tigersummit, weil den Menschen gezeigt werden muss, wie wichtig das Zusammenleben mit Tigern ist", sagt Julia. "Ich kann es nicht mehr ertragen, dass man den Tiger in seinem Lebensraum mit einer Naivität, die ihresgleichen sucht, immer weiter zurückdrängt und ihn somit an den Rand des Aussterbens bringt."

Und da gibt es ja auch noch einen ganz besonderes Glückspilz:

altÖzden Dogan! Er ist der Nachrücker aus unserem Community-Voting. Da Moritz, der es unter die Top10 geschafft hatte, leider nun doch keine Zeit hat, kommt automatisch die Nummer 11 ins Casting-Camp. Özden freut sich sehr über die Teilnahme: "Ich möchte die Tiger retten, weil ich klar machen will, dass dabei viel mehr auf dem Spiel steht." Özden empfiehlt sich als geborener Tigerbotschafter, "weil ich nicht nur selbst etwas für den Artenschutz tun will, sondern auch andere dazu bewegen möchte." Wir sind gespannt, Özden, dich und die anderen kennen zu lernen.

Ein Team, eine Herausforderung. Christoph, Johannes, Ulrike, Franka, Anne, Berru, Milena, Nina, Veit-Benedikt, Tom, Marcel, Julia und Özden - sie alle wollen etwas Besonderes leisten, um die letzten Tiger zu retten. Hier findest du nochmal alle Profile der Bewerber aus dem Community-Voting.

Wir freuen uns riesig auf das Treffen mit den 13 Bewerbern. Natürlich wird die WWF Jugend vom Casting Camp berichten. Tigervorträge, Kameratrainings, Teamübungen, Übernachtung im Freien... es wird einiges auf dem Programm stehen an diesem langen Wochenende. Save the date: 4. bis 6. Juni 2010! In einem Monat stehen sie fest - unsere vier WWF Jugend Tigerbotschafter für Russland!

Marcel > Marcels Berichte
Kategorie: Aktionen

Ab heute stehen die drei Schreib-Aktivisten fest, die mit ihren Texten in den nächsten Monaten die Waldkampagne des WWF stark unterstützen werden! Mehrere Monate bloggen, gemeinsam mit Jugendlichen aus Indonesien, um die Menschen auf das Thema Wald- und Klimaschutz aufmerksam zu machen - keine leichte Aufgabe. Zudem werden die Blogs der "Forest Friends" auf Englisch sein, und das nicht nur, damit die Indonesischen Jugendlichen ihre deutschen Schreibpartner verstehen, sondern auch, weil ihre Blogs über die WWF Jugend hinaus in der ganzen Welt verfolgt werden sollen. Ihre Dialoge werden nämlich auch auf VZ und auf Facebook zu lesen sein!

Nun aber zur Ergebnisverkündung... Und eines wollen wir dabei auf jeden Fall betonen: Es war eine verdammt harte Entscheidung! Für dieses Projekt haben sich absolut tolle Leute beworben. Die Community hat ihre Top10 bestimmt, und aus diesen zehn nun drei auszuwählen, fiel uns wirklich nicht leicht. Astrid vom Kampagnenteam, Steffen vom Jugendteam und ich haben uns alle Bewerbungen ganz genau angeschaut. Mit manchen Kandidaten hat Astrid auch telefoniert, um schließlich ganz sicher zu gehen. Trotzdem ist es wirklich eine schwierige Entscheidung.

Alle, die es nicht geschafft haben, dürfen nicht den Kopf hängen lassen - ihr hattet absolut das Zeug dazu und es waren wirklich nur kleinste Details, die zur Entscheidung geführt haben. Leider mussten wir uns auf drei beschränken - am liebsten hätten wir jedoch allen zehn den Job gegeben.

Eure drei Forest Friends für Deutschland werden sein:

altHanna! "Jeder, der schonmal eine Postkarte von mir bekommen hat, kann bestätigen, dass ich gerne schreibe", sagt die 22-jährige Studentin aus Münster. Diese Gelegenheit wird sie bei Forest Friends sicher haben :)

Hier geht's zu Hannas Profil!

 

 

altGerrit! "Egoismus, Geldgier und Profitsucht haben schon zuviele Wälder gefällt! Ich würde alles in dieses Projekt stecken, um den Regenwald zu schützen!" Gerrit kommt aus Dortmund und wird diese Woche 17. Herzlichen Glückwunsch ;)

Hier geht's zu Gerrits Profil!

 

 

altLena! "Esst keine Palmöl-Magarine und kauft Umweltschutzpapier! Lasst uns den Regenwald retten", fordert die 18-Jährige aus Burgdorf. Lena hat bereits Brieffreundschaften mit anderen Jugendlichen in vielen Ländern - Forest Friends ist also genau ihr Ding.

Hier geht's zu Leas Profil!

 

 

Wie geht es nun weiter? Die deutschen Forest Friends werden sich mit den indonesischen Forest Friends Briefe schreiben - allerdings nicht per Post, sondern in Form eines Team-Blogs. In ihrem mehrmonatigen 'Online-Briefwechsel' werden sie sich gegenseitig austauschen über ihren Alltag, ihre Ideen und Gefühle sowie über Maßnahmen und Möglichkeiten zum Waldschutz in ihrem Land.

Dabei muss jedes Team so spannend wie möglich berichten, damit es in der Community, auf Facebook und VZ ordentlich Fans sammeln kann. Denn das Team, das die meisten Fans gesammelt hat, wird sich gegenseitig besuchen!

Außerdem wird jeder Fan automatisch ein Stück Regenwald in Indonesien schützen. Bevor es aber ans gemeinsame Regenwaldretten gehen kann, müssen die Brieffreunde erst zueinander finden. Der WWF Indonesien sucht zeitgleich drei Jugendliche aus Indonesien. Mit welchem der drei unsere Forest Friends schreiben werden, wird noch entschieden - per Los! Wir halten euch auf dem Laufenden, wenn die Paare feststehen!

Marcel > Marcels Berichte
Kategorie: Aktionen

Sie haben die häßlichen Ecken ihrer Stadt im Blick, die betonierten Plätze und grauen Verkehrsinseln. Meist schlagen sie nachts zu. Unangemeldet durchqueren sie die Straßen mit Spaten und Schaufeln und fallen über die trostlosen Parkplätze und Kreuzungen her. Was sie tun, ist verboten - aber alles andere als gefährlich. Denn sie wollen gärtnern. Botanik statt Beton - das nennt sich Guerilla-Gardening.

altFür manche der Guerilleros ist das heimliche Pflanzen von Blumen eine neue Form zivilen Ungehorsams im öffentlichen Raum. Für andere einfach eine nette Art, die Innenstadt aufzuhübschen. "Letztes Jahr war ich Teil einer großen Blumenzwiebel-Pflanzaktion in Glasgow", erzählt zum Beispiel Michael, der dieses Ergebnisfoto auf der Fotoplattform Flickr eingestellt hat. "Unzählige Krokusse haben wir über die Stadt verteilt. Und einige Osterglocken kommen jetzt ebenfalls ans Tageslicht."

altEine andere Gruppe war nachts in Gent unterwegs. "Wir haben uns den Platz am Van Eyck Schwimmbad vorgenommen. Das Stück Gras ist nun verziert mit hübschen Blumen. Sieht doch schon viel besser aus!" Die ersten "Überraschungspflanzung" kamen vor wenigen Jahren in Großbritannien auf. In London bewaffneten sich am 1. Mai 2000 ein paar Globalisierungskritiker, Anarchisten und Umweltaktivisten mit Spaten, Gartengeräten, Muttererde und Setzlingen und besetzten eine Rasenfläche direkt auf dem verkehrsreichen Parliament Square. Dort wollten sie – wie auf ihren Transparenten zu lesen war – „die Straßen zurückzuerobern“. Kurz darauf war der städtische Millimeterrasen umgepflügt und bepflanzt. Mittlerweile gibt es Guerilla-Gärtner in vielen westlichen Städten - vor allem in New York sind die Blumenfreunde aktiv.

altDie kleine Schaufel ist längst nicht mehr das alleinige Werkzeug der Guerilleros. Für heimliche Aussaaten an belebten Plätzen werden Samenbomben ("seedbombs") genutzt. Erde, Ton und Samen werden zu Kugeln geformt und getrocknet. Die heimlichen Gärtner werfen die Samenbomben dann vom fahrenden Rad aus auf Verkehrsinseln oder lassen sie beim Spaziergang ganz unauffällig fallen. Graue Betonpfeiler oder Wände werden mit einem Gemisch aus Buttermilch und Moos bespritzt oder beschriftet. Das Moos fängt bald an, den Beton zu begrünen - Green in the City!

alt

Ist Guerilla-Gardening eine ernst zu nehmernde Protestform? Was bezwecken die Pflanz-Partisanen mit der neuartigen Flower-Power?

altManche Gruppen verbinden mit der Anordnung und Auswahl der Pflanzen durchaus eine politische Aussage. Hierzu gehören beispielsweise das Aussäen von Blumensamen in Form eines Friedensymbols, das Anpflanzen von Reis oder Getreide in öffentlichen Grünanlagen oder das 'Zerpflanzen' von Golfplätzen mit Dornbüschen, aber auch das Stören von Gentechnik-Freilandversuchen durch heimliches Zwischensäen von natürlichen Pflanzen.

altAndere Guerillagärtner haben sich inzwischen zu urbanen Landwirten weiterentwickelt. Statt im Kapuzenpulli bei Nacht und Nebel S-Bahn-Stationen zu beackern, verwandeln sie ganz selbstbewusst städtische Brachflächen in kleine Gemüsebeete - so wie diese Guerilla-Gruppe aus Calgary. Hier vermischt sich eine Protesthaltung gegen die Agrarindustrie mit dem Wunsch, sich eigenständig in der City versorgen zu können. Von der illegalen Gemüsezucht auf fremden Grundstücken bis zum wilden Reisanbau zwischen Wolkenkratzern, von der organisierten Sprossenzucht auf Wohnhausdächern bis gar zum komplett angelegten Biotop im Hinterhof - die Pflanzenfreunde wollen eine lebenswertere, grünere Stadt schaffen.

altGeht das denn mit rechten Dingen zu? Nur wer eine Genehmigung der Stadt hat, darf auf öffentlichen Plätzen etwas anpflanzen. Werden aber Botanik-Aktivisten auf frischer Tat ertappt, ist die Polizei eher irgendetwas zwischen irritiert und amüsiert. Jedenfalls dürfen die Blumenfreunde in den meisten Fällen friedlich weiterarbeiten.

Wer hätte das gedacht? Jugendliche, die Gartenarbeit wieder cool finden... Kein bisschen spießig? "Nein, durch unser soziales Engagement wollen wir diese trostlose Gegend hier verschönern", sagt ein junger Wildgärtner, der im Hamburger Schanzenviertel ein paar Primeln eingräbt, und dabei seinen Namen nicht nennen möchte. "Es macht Spaß, ist irgendwie cool und sieht schön aus."

 

Fotos (in der Reihenfolge):
Guerilla-Gärtnerin Emily auf der Suche nach neuen Freiflächen, Montreal © Diane Boyer (Flickr)
Krokus-Aktion in Glasgow © twistyfolfdy_net (Flickr)
Nacht-Bepflanzung © ubrayj02 (Flickr)
Guerilla-Gärtner in Aktion © Grant Neufeld (Flickr)
Illegaler gelber Farbklecks am Parkplatz © Jens Hofman Hansen (Flickr)
Mini-Landwirtschaft in der Innenstadt von Calgary © Wikipedia
Grüße vom Blumenaktivist © ubrayj02 (Flickr)

Quellen: http://www.art-magazin.de/szene/5486/ und http://de.wikipedia.org/wiki/Guerilla_Gardening

Marcel > Marcels Berichte

Interview mit dem WWF-Meeresschutzexperten Stephan Lutter zu den Folgen der Umweltkatastrophe:

WWF Jugend: Stephan, nach dem Untergang einer Ölbohrplattform im Golf von Mexiko treten aus mehreren Lecks mittlerweile schätzungsweise bis zu 760 Tonnen Erdöl pro Tag aus. Was bedeutet das Ölunglück für die Region?

altStephan: Wenn wir mit ähnlichen Unfällen vergleichen, die es bereits gegeben hat, zum Beispiel mit jenem letztes Jahr nordwestlich von Australien, wo es zehn Wochen dauerte, das Leck zu schließen, dann kommen wir schnell in Dimensionen wie bei der Havarie des Tankers Exxon Vadez vor Alaska vor über 20 Jahren, bei dem 42.000 Tonnen Rohöl ins Meer flossen. Die Folgen dort sind heute noch zu sehen.

Zwar bauen sich in der arktischen See solche Verschmutzungen noch viel langsamer ab. Doch eines haben beide Gebiete gemeinsam, übrigens auch mit der Nordsee, wo ebenfalls Erdöl gefördert wird: Alle sind biologisch sehr produktive Ökosysteme, in denen zugleich viel Fischerei betrieben wird. Das heißt: Neben einem allgemeinen Schaden für das Ökosystem werden auch kommerzielle Fisch- und Schalentierbestände leiden.

WWF Jugend: Der Ölteppich ist nur noch etwa 30 Kilometer von der Küste Louisianas entfernt. Was passiert, wenn er die Küste erreicht?

altStephan: Dort gibt es Lebensräume, die sehr empfindlich auf Ölverschmutzungen reagieren werden. Während es in der Nordsee das Wattenmeer mit seinen weiten Gezeitenflächen gibt, gibt es dort Lagunen und Mangrovensümpfe als Gezeitengebiete. Beiden gemeinsam ist: Wenn Erdöl auf die Schlickflächen auftritt, schneidet es die gesamte Lebensgemeinschaft darunter von der Sauerstoff- und Wasserzufuhr ab. Sie erstickt langsam. Und wo die Lebensgemeinschaft nicht erstickt, tragen all die Würmer, Muscheln und Schnecken das Öl noch tiefer in den Boden ein. Und dort bleibt es auf Jahre liegen, weil unter Sauerstoffabschluss kein natürlicher Erdölabbau stattfindet. Man rechnet, dass sich Lebensräume wie Schlickflächen und Salzwiesen frühestens nach zehn Jahren erholen.

altHinzu kommen die Gefahren für die Tiere an der Oberfläche. Watvögel etwa stochern typischerweise im Schlick. Dadurch werden sie sich verölen. Dort brüten Braune Pelikane und seltene Weißkopfseeadler. Und ähnlich wie am Atlantik ist auch die Golfküste ein Orientierungsweg für wandernde Zugvögel. Wenn das Ausmaß der Ölpest noch größer werden sollte und auch Florida erreichen würde, dann würde das Öl auch Korallenriffe und Seegraswiesen verschmutzen – unter anderem die Lebensräume der Seekühe.

WWF Jugend: Die US-Küstenwache setzt nun Teile des Ölteppichs kontrolliert in Brand. Ist das eine sinnvolle Maßnahme?

Stephan: Es ist die zweitsinnvollste Maßnahme, wenn man die Ölmenge anders nicht mehr beherrschen kann. Die sinnvollste ist natürlich immer, das Öl abzusammeln. In Europa wird das auch prinzipiell immer zuerst so versucht – mit Ölauffangschiffen und Barrieren.

altDas Abflammen wird helfen, den Ölteppich, der die Küste erreicht, zu verringern – und damit die rein physikalisch-schädliche Wirkung des Öls. Doch die Schadstoffe aus dem Öl bleiben. Rohöl ist nun mal sehr giftig. Da sind Schwermetalle drin, außerdem polyzyklische, aromatische Kohlenwasserstoffe, PAKs genannt – also Krebs erregende Stoffe, ferner Schwefelverbindungen, die alle jetzt durch das Verbrennen als Rückstände im Meer bleiben oder in die Erdatmosphäre und Böden gelangen.

WWF Jugend: Was wäre nach dem Unglück zu tun? Die Küsten reinigen, Schlick abtragen? Oder alles der Natur überlassen?

Stephan: Ölreinigungsmaßnahmen sind eigentlich nur an harten Felsküsten und Sandstränden erprobt. Das gestaltet sich dort schon schwierig. Ganze Schlickflächen zu entnehmen, wäre auch eine Zerstörung des Ökosystems. Vermutlich bleibt nichts anderes übrig, als die Flächen der Natur zu überlassen, bevor man noch mehr Schaden anrichtet.

WWF Jugend: Wie kann man in Zukunft solche Katastrophen verhindern? Durch bessere Technik? Oder durch Verzicht auf Bohrungen in fragilen Ökosystemen?

Stephan: Klar Letzteres. Sowohl dieser Unfall als auch der letztes Jahr in australischen Gewässern geschahen ja nicht auf alten maroden Bohrinseln, sondern auf supermodernen Plattformen auf dem neuesten Stand der Technik. Trotzdem passieren dort Unglücke. Das liegt eben daran, dass in immer größeren Meerestiefen nach Erdöl gebohrt wird – und in immer küstenferneren Gebieten. Dieser Trend ist weltweit zu beobachten, auch in Europa, etwa auf der Westseite der Britischen Inseln oder in der Barentssee. Der WWF engagiert sich massiv dagegen.

Denn mit immer größerer Wassertiefe steigt das Risiko, weil in diesen Tiefen von bis zu 2.000 Metern mit menschlichem Einsatz nicht mehr repariert werden kann, sondern nur noch mit Unterwasserrobotern. Diese Technik jedoch ist sehr schwer beherrschbar.

WWF Jugend: Was sollte die Politik nun tun?

Stephan: Die Obama-Administration sollte ihre gerade erst vor drei Wochen angekündigte Freigabe für weitere Erdölerschließungen vor der Atlantikküste überdenken. Generell fordert der WWF, Zonen ohne Ölförderung in besonders empfindlichen Gebieten unserer Ozeane auszuweisen. Klima- und Meeresschutz müssen an einem Strang ziehen, um den Einsatz fossiler Energieträger und Ölhunger der Förderstaaten und Industrien zu begrenzen.

 

Fotos:
Verschmutzte Vögel: Nur eine der schlimmen Folgen von Ölkatastrophen. © WWF-Deutschland
Stephan Lutter © WWF-Deutschland
Ölplattform vor Texas im Golf von Mexico. © Michael Sutton / WWF-Canon

Marcel > Marcels Berichte
Kategorie: Tigerkampagne

Schreibt für die WWF Jugend ein Drehbuch mit Biss! Der WWF startet einen Trickfilmwettbewerb. Schickt uns eure Drehbuchideen zum Schutz des Tigers!

Mit dem Wettbewerb ruft der WWF alle Schüler/innen der Klassen 5 bis 10 auf, sich für den Schutz des Tigers einzusetzen. Die besten Vorschläge werden ausgewählt und zu richtigen Filmen gemacht! Wenn ihr keinen Trickfilm erarbeiten möchtet, euch aber mit einem anderen Filmbeitrag beteiligen wollt, könnt ihr dies gern tun. In einer Sonderkategorie werden auch fertige Filme über Theaterstücke oder Reportagen sowie Interviews u.a. angenommen!

Das Motto ist: "Deadline - für 3.200 Tiger läuft die Zeit"

Warum ist es wichtig, über den Tiger zu reden? Kaum ein Tier wird so verehrt wie der Tiger. Er ist eines der imposantesten Tiere der Welt. Tiger leben in Indien, China, Russland und Indonesien und haben sich dort sowohl an schneereiche Winter als auch an den tropischen Regenwald angepasst. Kaum eine Katze der Welt ist größer und stärker als er, aber keine ist so sehr bedroht. Streiften vor ca. 100 Jahren noch etwa 100.000 Tiger durch die Wälder, so sind es heute weltweit noch knapp 3.200. Denn: Die Menschen zerstören gnadenlos ihren Lebensraum.

Retten, was zu retten ist! 2010 ist das chinesische Jahr des Tigers. Für den Tiger kann es das Jahr der Entscheidung sein. Können die letzten Tiger überleben? Finden sich genug Menschen, die sich für das Überleben der Tiger einsetzen? Mit einer weltweiten Kampagne setzt sich der WWF für den Erhalt der Tiger ein. Er möchte die Zahl der Tiger bis zum nächsten Jahr des Tigers 2022 verdoppeln! In diesem Jahr entscheidet sich, ob weitere Unterarten aussterben, denn im Herbst hat Russlands Ministerpräsident zu einer internationalen Tigerkonferenz eingeladen. Dann wird entschieden, wie es weiter geht. Der WWF engagiert sich bereits seit vielen Jahren für den Schutz des indochinesischen Tigers, des Sumatra-Tigers und des Amur-Tigers und wird weitere Vorschläge erarbeiten, die das Überleben des Tigers sichern.

Das alles könnte Stoff für euer Drehbuch sein!

Und so könnt ihr euch am Trickfilmwettbewerb beteiligen:

1. Verwendet für die Anmeldung das vorgesehene Formular. Dabei ist es wichtig, dass alle Angaben vollständig sind - z.B. auch ob ihr euch an der Umsetzung der Filme beteiligen möchtet.

2. Nach der Anmeldung erhaltet ihr Poster, Tigerinfos, Tipps zur Erstellung eines Drehbuches und weitere nützliche Utensilien für euer Projekt.

3. Schließlich erarbeitet ihr das Drehbuch, dabei solltet ihr Aspekte wie die Lebensweise der Tiger, die Bedrohung und der Schutz berücksichtigen. Die Gesamtdauer sollte eine Länge von 5 Minuten nicht überschreiten. Das bedeutet, dass das Drehbuch nicht länger als 5 A4-Seiten sein soll.

Hier eine Anregung, wie ein solcher Film nach der Umsetzung tatsächlich aussehen könnte: http://www.green.tv/wwf_oneplanetfuture

4. Sendet euer Drehbuch bis spätestens 15. Juli 2010 an:

WWF Deutschland, Birgit Eichmann, Reinhardtstr. 14, 10117 Berlin.
 

So geht’s danach weiter:

1. Nach der Einsendung der Drehbücher sichtet eine Jury eure Arbeiten und wählt die besten Werke aus.

2. Die besten Filmideen werden von professionellen Trickfilmstudios umgesetzt. Ihr seid ausdrücklich aufgefordert, euch hieran zu beteiligen.

3. Die Filme werden bis Oktober 2010 fertig gestellt.

4. Die Verbreitung der Filme erfolgt über Filmfestivals, Online-Communities und Bildungsevents und trägt die Tigerbotschaft in das ganze Land!

Also: Macht mit! Wir sind sehr gespannt auf eure Ideen!

Marcel > Marcels Berichte
Kategorie: Indonesien

Im Herzen Borneos wurden mehr als 120 bislang unbekannte Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Das berichtet der WWF-Report „Borneos neue Welt“, der heute veröffentlicht wird. Zu den neuen Arten gehören unter anderem ein fliegender Frosch, der seine Haut- und Augenfarbe ändert, und eine flammenfarbene Schlange. Insgesamt fanden die Forscher 67 Pflanzen, 17 Fische, fünf Frösche, drei Schlangen, einen Vogel, 29 Wirbellose und zwei Echsen.

altDer Mulu-Flugfrosch kann sowohl die Farbe seiner Haut als auch die Augenfarbe verändern - je nach Tageszeit von hellgrün in der Nacht zu braun am Tag. Er gehört zu den „fliegenden“ Fröschen Borneos. Dank ihrer Flughäute zwischen den Fingern und Zehen bewegen sie sich mit kurzen Gleitflügen von Baum zu Baum.

Auch die die "Kopstein Bronzerückennatter" ist ein wahrer Farbenkünstler. Ihre Flanken sind mit leuchtenden blauen, grünen und braunen Schuppen gesprenkelt. Bei Gefahr ändert sich der Nacken der Giftschlange und zeigt ein flammendes Rot.

Erst kürzlich bemerkten Forscher eine außergewöhnliche Eigenschaft beim Borneo Barbourfrosch, der bereits bekannt war: Er hat keine Lungen! Dies wurde bislang bei keiner anderen Froschart festgestellt. Trotzdem atmet der Frosch - und zwar allein über seine Haut! Sein Körperbau ist aufgrund der fehlenden Lungenorgane ziemlich flach, was ihm sehr nützt. Denn dank seiner 'Flunderform' kann sich der Barbourfrosch in schnell fließenden Bächen gegen den Wasserstrom gut bewegen.

„Wahrscheinlich warten noch hunderte andere Arten darauf, das Licht der Forscherwelt zu entdecken, die nur leider vor ihrer Entdeckung durch den Menschen ausgerottet sein werden“, sagt Markus, Borneoexperte beim WWF Deutschland. Das "Heart of Borneo", wo die Arten entdeckt wurden, ist eine einmalige Regenwaldregion, für die sich der WWF stark macht. „Es wird nur gelingen diese und andere Arten vor dem Aussterben zu retten, wenn die Heart of Borneo Initiative mit konkreten Maßnahmen zum Schutz der Wälder vorangebracht wird“.


Weitere Fotos der neu entdeckten Arten:

 

 

Die Wälder Borneos gehören zu den bedrohtesten der Erde. Haupttreiber der ungebremsten Entwaldung sind vor allem großflächige Rodungen, um Plantagen aus Ölpalme oder schnellwachsenden Baumarten für die Zellstoffproduktion anzulegen.

Die Arten wurden allesamt seit der Unterzeichnung der „Heart of Borneo“-Deklaration gefunden, die 2007 auf Initiative des WWF zwischen Indonesien, Malaysia und Brunei unterzeichnet wurde. Sie ist die Grundlage dafür, dass im Inneren der drittgrößten Insel der Welt ein rund 220.000 Quadratkilometer großes Netzwerk aus Schutzzonen und nachhaltig genutzten Wäldern entsteht.

Die Region beheimatet drei der vier wichtigsten Orang Utan Lebensräume und schließt drei vom WWF Deutschland unterstützte Projekte mit ein. Vordringliches Ziel der Heart of Borneo-Initiative ist es, die Wälder dieser Region ausreichend zu schützen oder ihre Nutzung so zu regeln und zu überwachen, dass sie auch langfristig in einem artenreichen Zustand erhalten bleiben.

Marcel > Marcels Berichte
Kategorie: Klima

Ab und zu erreichen uns Emails von Menschen, die behaupten, den vom Menschen gemachten Klimawandel gäbe es gar nicht. Der WWF, die Regierungen, Wissenschaftler, Medien und viele andere Umweltorganisationen würden eine so genannte "Klimalüge“ verbreiten. Warum sollte sich eine Spendenorganisation mit sehr begrenzten finanziellen Mitteln um ein Problem kümmern, das es nach Ansicht dieser Menschen gar nicht gibt? Die verblüffende Antwort der Bedenkenträger: Sie vermuten hinter dem Panda tatsächlich eine große verschwörerische Geheimorganisation, die die Menschen regelrecht hypnotisiert, um mehr Spenden zu bekommen. Aha…

Was ist das für eine Gruppe, und was verbirgt sich hinter ihren Vorwürfen? Selber nennen sie sich gerne "Klimaskeptiker“ oder "Klimarealisten“. Das klingt, als würden ihre Meinungen auf rationalen, wissenschaftlich begründeten Argumenten beruhen, während Umwelt- und Klimaschützer einem irrationalen Glauben anhängen. Leider ist es gerade umgekehrt. Der vom Menschen gemachte Klimawandel ist weder eine Erfindung, noch eine Lüge, sondern eine sehr reale Gefahr für unseren Planeten und das menschliche Leben. Und diese Ansicht stammt nicht vom WWF, sondern beruht auf Jahrzehnten wissenschaftlicher Forschung.

Doch warum gibt es eigentlich so viel Wirbel um das Thema Klimawandel? Es gibt eine ganze Reihe von Themen, die erstens wissenschaftlichen Ursprungs sind und zweitens politische Dimension haben - die Forschung zum Klimawandel gehört dazu. Kennzeichen von Politik und Wissenschaft ist immer, dass beide umstritten sind. Schlussfolgerungen aus der Forschung und Konsequenzen in der Politik berühren unser Leben. Gegenläufige Interessen prallen so oft aufeinander.

Hinzu kommt, dass Klimaschutz - wenn er ernst genommen wird - uns alle betrifft. Vom kleinen Bürger bis zum großen Unternehmen sind alle von den Veränderungen betroffen. Und nicht alle verändern sich und ihr Leben gerne. Insbesondere, wenn sie mit einem Geschäftsmodell Geld verdienen, dass auf dem Ausstoß von CO2 basiert - z.B. durch den Abbau von Kohle oder das Bauen von Autos mit Verbrennungsmotoren. Kein Wunder also, dass es viele gibt, denen es schwer fällt, die Gefahr des Klimawandels zu akzeptieren. Denn sie verdienen Geld damit, ihn zu befeuern - wenn auch nicht unbedingt absichtlich.

Ist ja auch kein Drama, denn eine hundertprozentige Übereinstimmung wird es nie geben und wäre in einer modernen Gesellschaft ohnehin eher ein beunruhigender Zustand.

Mindestens so beunruhigend ist jedoch das Niveau der Argumente, mit denen das Märchen von der Klimalüge verbreitet wird. Schnell wird - als handele es sich gar nicht mehr um Klimaforschung - die Frage gestellt: Glaubst Du an den Klimawandel? Bist Du auch schon Teil dieser Klimareligion? Als ob es bisher keine klaren Anzeichen, sondern lediglich mystische Hinweise gäbe, die man ernst nehmen kann oder eben auch nicht. Gerne werden klimaskeptische Beiträge mit pathetischen Sätzen geschmückt, die megaüberzeugend wirken sollen - nach dem Motto "Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind.“ Tja, was will man schon darauf antworten?

Es stimmt natürlich: Der WWF will so viele Menschen wie möglich überzeugen, dass der menschengemachte (also zu den natürlichen Klimaschwankungen hinzukommende) Treibhauseffekt gebremst werden muss - das dürfte jedem klar sein, da wir eine Umweltschutzorganisation sind. Überzeugen wollen ist aber nicht das gleiche wie Brainwashing - wie es manche Klimaskeptiker den Klimaschützern vorwerfen. Wir akzeptieren andere Meinungen, aber wir haben auch unsere, und die stützt sich auf die Aussagen zahlreicher kompetenter und unabhängiger Wissenschaftler. Warum wollen wir also die Menschen überzeugen? Weil uns das Leben der Menschen und der Zustand der Natur auch in Zukunft wichtig ist.

Schon seit dem 19. Jahrhundert ist belegt, dass CO2 eine maßgebliche Rolle für den Treibhauseffekt in der Atmosphäre spielt. Seitdem haben sich unsere Kenntnisse über den Treibhauseffekt und darüber, wie der Mensch diesen durch die Verbrennung fossiler Energien verstärkt, konstant verbessert.

Das gesammelte wissenschaftliche Wissen wird alle fünf Jahre vom so genannten "Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) zusammengetragen und aktualisiert. Das IPCC ist ein Gremium der Vereinten Nationen, in Deutschland oft "Weltklimarat“ genannt. Der letzte Bericht erschien 2007 und pushte das Thema - endlich! - auf die globale politische Tagesordnung. Denn darin stellten die Wissenschaftler fest, dass sich die globale Durchschnittstemperatur seit Beginn der Industrialisierung schon um mindestens 0,74 Grad Celsius erhöht hat und diese Zunahme mit "sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ auf den Menschen zurückzuführen ist.

Zu den Berichten des Weltklimarates tragen tausende weltweit anerkannte Forscher ihre Ergebnisse bei, die wiederum von anderen Forschern vor der Veröffentlichung überprüft werden. Dies nennt sich „peer review“-Prozess und dient dazu, möglichst viele Fehler zu vermeiden. Anfang des Jahres 2010 wurden zwar eine Handvoll Fehler in dem Bericht entdeckt - der Bericht umfasste übrigens rund 3000 Seiten. Die Grundaussage der Berichte - dass es einem vom Menschen gemachten Klimawandel gibt und dieser massive Veränderungen für unseren Planeten bedeutet, wenn wir den Ausstoß von Treibhausgasen nicht drosseln - konnte dadurch nicht untergraben werden. Von einer „Klimalüge“ kann keine Rede sein.

Das Thema der so genannten „Klimalüge“ kocht immer mal wieder hoch - je nachdem, ob den Medien gerade wieder eine Story fehlt. Klimaskeptiker berufen sich dann auf die Aussagen von Personen, die in den meisten Fällen politisch, wirtschaftlich, religiös oder ökonomisch motiviert sind und den Klimawandel leugnen wollen, um Klimaschutzanstrengungen zu bremsen. Dabei werden Quellen aus dem Zusammenhang gerissen oder die NASA, irgendwelche Institute oder der Weltklimarat IPCC selbst bruchstückhaft zitiert, nur um glaubhaft zu machen, dass der von Menschen verursachte Klimawandel gar nicht stattfindet.

Tatsächlich aber erleben wir ein Umweltproblem, dass die gesamte Erde verändert. Seit dem Aufschwung der industriellen Revolution seit Mitte des 19. Jahrhunderts starteten wir ein gigantisches Experiment mit unserem Planeten. Denn seither produzieren wir zusätzliche Treibhausgase, die sich in der Atmosphäre anreichern und dort noch mehr Sonnenwärme zurückhalten. Auf diese Weise heizen wir unseren Planeten zusätzlich auf - wie ein Gewächshaus in der Mittagshitze, dessen Gläser dicker werden und immer mehr Wärme zurückhalten. Das ist der so genannte anthropogene Treibhauseffekt. Welche Auswirkungen das für Mensch und Natur hat, haben wir in unserem Themenspecial Klima zusammengefasst.


Zu den Argumenten der Klimaskeptiker gibt es bereits Gegenargumente:

Hier eine kleine Auswahl an Links, in denen die Thesen der „Klimaleugner“ widerlegt werden:

> Das Umweltbundesamt hat eine gut strukturierte Liste mit Antworten zu klimaskeptischen Argumenten zusammengestellt.

> Warum Klimafoschung kompliziert ist und 100%ige Prognosen nicht möglich sind, fasst ein Beitrag der DW sehr gut zusammen.

> Zu den Argumenten gegen der „Klimaleugner“ antwortet hier Stefan Rahmstorf vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung.

> Professor Hans Joachim Schellnhuber ist Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung schreibt hier mit anderen Autoren in der ZEIT, warum die Argumente der "Skeptiker“ falsch sind und es schon im Sinne eine guten Zukunftsvorsorge Sinn macht, dass Deutschland sich für den Klimaschutz einsetzt.

> Eine weitere gute Zusammenstellung an Argumenten gegen 'Klima-Mythen' gibt es beim GEO-Magazin.

> Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) ist kürzlich in die Kritik geraten. Hier die WWF-Erklärung zu fehlerhaften Informationen zur Gletscherschmelze im Himalaja und zur Arbeit des IPCC.

> Wer behauptet, der Klimawandel finde jetzt noch gar nicht statt, kann gerne unsere "Klimazeugen" fragen. Dieses WWF-Projekt macht sichtbar, dass wir bereits jetzt erste Auswirkungen spüren.

Diese Links bieten nur einen kleinen Ausschnitt - wer sich dafür interessiert, sollte unbedingt auch andere Seiten, Berichte und Studien der diversen Forschungseinrichtungen und Umweltorganisationen anschauen. Der WWF ist ausschließlich verantwortlich für die Aussagen auf seinen eigenen Internetseiten und Publikationen.


Wer den Klimaschutz bremsen will, sollte sich gut überlegen, ob er das späteren Generationen gegenüber verantworten möchte.
Denn sie sind es, die mit unseren Fehlern werden leben müssen. Wir sollten nicht weiter Zeit verlieren, sondern endlich handeln - jeder persönlich sowie die Wirtschaft, Industrie und die Politik!

Es ist möglich, dass Deutschland in absehbarer Zeit seine Emissionen auf nahezu null senken kann, ohne dabei Wirtschaft, Entwicklung und Energieversorgung zu gefährden. Das zeigt der WWF in seiner Studie "Modell Deutschland", die du hier abrufen kannst.

Klimaschutz ist also keine Frage des Glaubens, sondern des Handels. Wir wollen mit Euch dafür kämpfen - seid ihr dabei?
 

Marcel > Marcels Berichte

Das Internetteam des WWF hat immer mehr Aufgaben zu bewältigen. So betreuen wir nicht nur diese Homepage sowie wwf.de und young-panda.de, sondern auch immer mehr Projekte im Netz und in den Social Media. Daher suchen wir nun Verstärkung! Falls Du Dich für das Internet interessierst, ist das vielleicht Deine große Chance, um in diesem Bereich Berufserfahrung zu sammeln und Deine Ideen für eine gute Sache umzusetzen.

Hier also eine aktuelle Stellenausschreibung, auf die sich alle passenden Kandidaten ab sofort bewerben können:

Wir suchen für unsere Abteilung Marketing in Frankfurt am Main zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine qualifizierte Studentische Aushilfe im Bereich Internet, Schwerpunkt Web 2.0.

Der Umfang beträgt 20 Wochenstunden, befristet bis zum 31. März 2011.

Deine Tätigkeiten:

* Pflege, Aktualisierung und Erweiterung unserer Web-Inhalte
* Umsetzung von thematischen Online-Kampagnen und interaktiven Angeboten
* Unterstützung bei der Bewerbung von innovativen Community-Aktionen in Blogs, Foren und Netzwerken
* Unterstützung bei der Umsetzung von Online-Marketingmaßnahmen sowie Reporting, Traffic-Kontrolle und Qualitätssicherung
* Unterstützung bei der Wettbewerbsanalyse

Dein Profil:

* Du bist Studierende/r eines medienrelevanten Studiengangs
* Du besitzt eine überzeugende fachliche Kompetenz im Bereich Internet, Community Management, Web 2.0 und soziale Netzwerke
* Du hast sehr gute redaktionelle Fähigkeiten
* Wünschenswert sind Erfahrungen im Umgang mit Content Management Systemen (TYPO3) und Community Software
* Administratorenkenntnisse und Basis Know-how der wichtigsten Webtechnologien wären von Vorteil
* Du verfügst über eine klare konzeptionelle Denkweise und ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit
* Du hast gute Kenntnisse im Bereich Natur- und Umweltschutzthemen
* Flexibilität, hohes Engagement und Teamorientierung sind ebenfalls Deine Eigenschaften

Dich erwartet:

...eine abwechslungsreiche und spannende Aufgabe in einem engagierten Team. Möchtest Du mit uns zusammen für den Naturschutz arbeiten? Dann freuen wir uns auf Deine aussagefähige Bewerbung, die Du bitte mit Angabe Deiner Gehaltsvorstellung und der Betreffzeile „Aushilfe Internet“ per E-Mail bis 07. Mai 2010 an den WWF schickst.

Die Adresse für Dein Anschreiben ist:

WWF Deutschland
Personalabteilung
Frau Claudia Ziegler
Rebstöcker Straße 55
60326 Frankfurt am Main

Sende Deine Bewerbung und Deine Unterlagen bitte an diese Emailadresse!

 

Marcel > Marcels Berichte

Durch die Havarie des chinesischen Kohlefrachters Sheng Neng 1 wird das Great Barrier Reef an der Ostküste Australiens von einer Ölpest bedroht (Carina berichtete über das Unglück). Für den WWF zeigt der Unfall einmal mehr die mangelnden Sicherheitsstandards auf See. "Die Schiffssicherheit muss angesichts des zunehmenden Verkehrs auch in sensiblen Meeresgebieten dringend erhöht werden“, betont Stephan vom WWF Deutschland. Er fordert eine Lotsenpflicht für Gebiete wie das Great Barrier Reef. Dadurch lasse sich die Unfallgefahr verringern. Außerdem muss das besonders giftige Schweröl als Schiffstreibstoff verboten werden.

"Keiner würde auf die Idee kommen, mit schlammigen Schuhen über edle Teppiche zu laufen, aber auf See kennt man wenig Skrupel“, so Meeresexperte Stephan. Schweröl darf an Land als Treibstoff nicht eingesetzt werden, sondern muss als Sondermüll aufwändig entsorgt werden.

Was sind nun die möglichen Folgen? Das Great Barrier Reef ist mit mehr als 14.000 Tier und Pflanzenarten eine Schatzkammer der Natur. Dieses Naturparadies durch Leichtsinn und mangelnde Sicherheitsvorschriften zu gefährden, ist unverantwortlich. Sie schützen die Küsten vor Sturmfluten und gelten als Kinderstube ungezählter Fischarten. Daraus lässt sich auch ein wirtschaftlicher Wert ableiten - für alle, denen das Argument Schutz von Leben noch nicht genügt: Addiert man nämlich zu diesen Leistungen der Riffe die Einnahmen aus dem Tauchtourismus, so gehen Ökonomen von einer jährlichen wirtschaftlichen Leistung in Höhe von 170 Milliarden Dollar aus! Das Great Barrier Reef wird jährlich von acht Millionen Touristen besucht.

Wird das Great Barrier Reef nicht schon ausreichend geschützt? Das Riff im Osten Australiens ist von der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) bereits als so genannte PSSA (Particular Sensitive Sea Area), also ein besonders sensibles Meeresgebiet eingestuft. Weltweit genießen nur rund ein Dutzend Meeresgebiete, darunter das Wattenmeer und Teile der Ostsee diesen Schutzstatus. Trotzdem wurden wichtige Maßnahmen zum Schutz bislang nicht umgesetzt. 1998 sind beispielsweise bei der Havarie des Holzfrachters Pallas vor Amrum nur 60 Tonnen Schweröl ausgetreten, dadurch jedoch mindestens 16.000 Seevögel getötet und weitere Zehntausende verölt worden. "Nicht nur Öltanker, sondern auch einfache Frachter können durch ihr Schweröl im Tank zu einer ökologischen Zeitbombe werden“, erklärt Stephan.

Wenn ihr Neues zu Havarie erfahrt, postet es bitte hier, damit wir auf dem neuesten Stand bleiben. Welche Möglichkeiten seht ihr noch, das Meer vor Ölverschmutzung zu bewahren?

Marcel > Marcels Berichte
Kategorie: Klima

Heute beginnt in Bonn das erste UNFCCC-Treffen nach der Klimakonferenz Ende 2009. Neustart im Klimaschutz-Marathon: Erstmals nach dem Desaster von Kopenhagen trifft sich die Staatengemeinschaft bis zum 11. April zu neuen Verhandlungen. Doch bei dem Treffen herrscht Katerstimmung - Denn ein faires, ambitioniertes und rechtsverbindliches Klimaabkommen, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels einzudämmen, wurde bisher nicht erreicht.

Ist Bonn der nächste große Klimagipfel? Es ist eher ein Vorabtreffen, um sich auf die nächsten Großverhandlungen einzustimmen. Die nächste entscheidende Konferenz ist die 16. Conference of Parties (COP 16) im mexikanischen Cancun Ende dieses Jahres.

Was kann dann in Bonn schon erreicht werden? Der WWF erwartet von den Verhandlungspartnern, dass sie einen ambitionierten UNFCCC-Arbeitsplan für das Jahr 2010 aufstellen. Die Verhandlungsparteien sollten sich dazu verpflichten, in Mexiko operationale Entscheidungen zu Schlüsselthemen zu verabschieden. Dazu gehören Rahmenbedingungen für die Reduzierung von Emissionen durch Entwaldung, für Anpassungsmaßnahmen und Finanzierungsfragen. Es müssten Systeme zur Messung, Registrierung und Überprüfung von internationalen Klimaschutzmaßnahmen definiert werden - denn ohne einheitliche Kontrolle lässt sich schwer verhandeln. Außerdem sollte geklärt werden, wie klimafreundliche Energie an weniger entwickelte Länder weitergegeben werden kann.

Was können die reichen Länder für die ärmeren tun? "Neben den zugesagten Reduktionszielen ist die finanzielle Unterstützung der Entwicklungsländer durch die Industrieländer in Sachen Klimaschutz eines der Hauptthemen“, erklärt Regine, Leiterin des Bereichs Klima- und Energiepolitik des WWF. "Dabei muss klar gestellt werden, dass die in Kopenhagen zugesagten Klimaschutzgelder aus neuen und zusätzlichen Quellen kommen müssen.“

Wird Bonn ein Erfolg? Das kommt ganz darauf an, ob es die Staaten schaffen, eine Agenda und einen Zeitplan zu entwickeln, damit im Anschluss an Cancun schnell ein umfassendes Klimaschutz-Abkommen abgeschlossen und die zweite Periode des Kyoto-Protokolls vereinbart werden kann. Der WWF hält dich auf dem Laufenden.

Verfolg die Bonner Konferenz in den Nachrichten! Was ist deine Meinung? Sind Bonn und Cancun vielleicht die Orte der Klimazukunft? Oder folgt der nächste Flop, ähnlich wie bei Kopenhagen? Wie groß ist Dein Vertrauen in die Staatengemeinschaft, und warum?

Marcel > Marcels Berichte
Kategorie: Aktionen

Für manche Gutenacht-Geschichte muss tatsächlich Regenwald herhalten - gruselig! Anlässlich der letzten Frankfurter Buchmesse haben wir auf das Problem aufmerksam gemacht, dass manche Verlage nicht ausreichend darauf achten, welches Papier in ihren Büchern landet (mehr dazu in diesem Bericht). Neben der Veröffentlichung unserer Reports war eine Herausforderung, die Bücherfans und darunter vor allem Kinder über dieses Problem aufzuklären.

Deshalb haben wir im Herbst 2009 in unserem Kurz-Comic "Linda auf der Spur der Regenwalddiebe" die Geschichte von Linda erzählt, die sich zusammen mit ihrer indonesischen Freundin Desma und ihrem Äffchen Madu auf die Suche nach den Regenwalddieben macht. Einige unter Euch haben sich vielleicht schon gefragt: Wie geht es weiter?

Das möchten wir gern Euch überlassen: Zeichnet Euren eigenen Comic und lasst uns wissen wie es weitergeht! Bringen Desma und Linda die Regenwalddiebe dazu, mit der Urwaldzerstörung aufzuhören? Finden sie Verbündete? Oder müssen sie aus dem Regenwald fliehen? Mit Eurer Teilnahme am Comicwettbewerb des WWF könnt Ihr Eurer Stimme gegen den Kahlschlag für Kinder- und Jugendbücher noch mehr Ausdruck verleihen. Denn wir überreichen Eure Comics der Buchindustrie!

Und so geht's: Unser Comicwettbewerb wird auf der interaktiven Kreativseite my-miki.com ablaufen. Schau dir die Geschichte von Linda und Desma an, zeichne deine Fortsetzung und lade sie hoch. Dazu brauchst du nur dein eigenes MIKI zu öffnen und los geht’s. Wie du den Comic gestaltest, ist dir überlassen! Zeichnungen, Kollagen, Graphiken - wir freuen uns auf alles, was den Buchverlagen zeigt: Wir wollen keine Regenwaldzerstörung für unsere Bücher!

Hier ist die Ausgangsgeschichte "Linda auf der Spur der Regenwalddiebe"

Du kennst My-Miki noch nicht? Ein MIKI ist die Mischung aus Magazin und Wiki. Statt der Erstellung einer Enzyklopädie kannst du mit deinem MIKI online Comics und Magazine zu Themen, die dir wichtig sind, entwerfen. Bei Miki kannst du ganz einfach deine Comics hochladen und so die Geschichte weitererzählen. Das Tolle daran: Du kannst dir vorher
die Comics der anderen anschauen und einfach weitererzählen oder in eine ganz andere Richtung gehen.

Ab nächste Woche gibt's mehr Infos - dann werden wir in der Rubrik "Aktionen" eine extra Seite zum Comicwettbewerb veröffentlichen. Dort wirst du auch erfahren, was es für die besten Comics zu gewinnen gibt. Denn:

Den besonders Kreativen winken tolle Preise! Am besten, du machst dich über's Wochenende schon mal mit My-Miki vertraut (hier geht's zu my-miki.com) und überlegst dir auch schon eine clevere Fortsetzung für Lindas Geschichte. Und dann schnapp dir Papier und Zeichenmaterial und leg einfach schon mal los!

So gewinnst du Zeit. Denn offizieller Startschuss ist am 19. April 2010. Danach hast du bis zum 14. Mai 2010 Zeit, dein Comic über my-miki.com hochzuladen oder uns
per Email zu schicken. Du siehst: Es lohnt sich immer, ab und zu bei wwf-jugend.de vorbei zu schauen ;)

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Kategorie: Indonesien

Schon mal eine geführte Tour durch Indonesiens Wälder gemacht? Die Wälder Indonesiens werden seit Jahrzehnten rücksichtslos vernichtet. Für das Weltklima und den biologischen Artenreichtum hat die dramatische Regenwaldzerstörung weitreichende Folgen. Der WWF bietet dir eine interaktive Karte, auf der du alle diese Entwicklungen genau nachverfolgen kannst.

altAuf der Übersichtskarte illustrieren verschiedene Farbmarkierungen den kontinuierlichen Waldverlust und Verbreitungsgebiete gefährdeter Tierarten. Zu jeder der drei großen Inseln gibt es Informationsboxen, die komplexere Zusammenhänge erläutern: Was hat ein Frühstücksbrettchen mit illegalem Holzeinschlag zu tun oder wie können Torfmoorwälder den Klimawandel beeinflussen?

Neugierig? Hier geht's zur Indonesienkarte auf wwf.de! Dort findest Du auch ein Video, das dir die Bedienung erklärt, wenn du mit Google Earth noch nicht vertraut bist.

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Ich bin Mitglied der WWF Jugend Ich habe mehr als 5 Beiträge geschrieben Ich habe mehr als 10 Kommentare gepostet
Marcel
ist im Tiger­-Fieber! Noc­h zehn Tage ­bis zum Begi­nn der Tiger­-Tour!