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© Wild Wonders of Europe / Sven Zacek / WWF
WWF Report - Dramatischer Waldverlust am Mekong!


von midori
03.05.2013
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Die Länder entlang des Mekong von Myanmar bis zum Delta in Vietnam, leiden unter massiver Waldvernichtung. Mehr als ein Drittel der noch existierenden Wälder in Südostasien drohen in den nächsten 20 Jahren abgeholzt werden. Das ist das Ergebnis des aktuellen Mekong-Report 2013 des WWF. Die Zerstörung hat dramatische Auswirkungen auf die Artenvielfalt und die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen.

Die WWF-Studie zeigt, dass heute noch knapp eine Million Quadratkilometer Wald in Südostasien erhalten sind. Das entspricht etwa der Hälfte der Gesamtfläche der Länder am Mekong. In den letzten 40 Jahren wurde fast ein Drittel der Wälder vernichtet. Kambodscha, Laos und Myanmar verloren fast ein Viertel ihrer Waldflächen. In Thailand und Vietnam wurde mit 43 Prozent fast die Hälfte der Wälder abgeholzt. Die größeren zusammenhängenden Waldgebiete in diesen Ländern gingen zwischen 1973 und 2009 von 70 auf 20 Prozent zurück. Der WWF befürchtet, dass die Wälder bis 2030 auf 14 Prozent ihrer ursprünglichen Fläche schrumpfen werden.

„Die Länder des Mekong stehen am Scheideweg. Wenn sie jetzt nicht handeln, sind die Folgen Zerstörung der Artenvielfalt und Gefährdung der Lebensgrundlage von über 60 Millionen Menschen, die in den Mekong-Ländern leben“, warnt WWF-Expertin Kathrin Hebel. Der WWF empfiehlt den Regierungen den Stopp der Abholzung und einen grünen Wirtschaftskurs. „Nachhaltiges Wachstum kann es nur mit gesunden und produktiven Ökosystemen geben“, so Hebel. „Dabei müssen die Staaten über ihre Landesgrenzen hinweg zusammenarbeiten“.

© Brent Stirton / Getty Images / WWF-UK

Eine der größten Bedrohungen für die Artenvielfalt in Südostasien ist der geplante Xayaburi-Staudamm in Laos. Dieses Megaprojekt wurde jüngst vom WWF im Report „Die sieben Sünden des Staudammbaus“ zu einem der verheerendsten Kraftwerksprojekte der Welt erklärt. Der Xayaburi-Damm bedroht die Lebenswelt des Mekong bis zum Mündungsdelta in Vietnam und gefährdet damit den Lebensunterhalt von Millionen Menschen, die vom Fischfang abhängig sind.


© Adam Oswell / WWF

Durch den Bau des Staudammes werden 13 einzigartige, miteinander verbundene Flusssysteme auseinander gerissen und ihrer zentralen ökologischen Funktion beraubt. Arten wie der Tiger, der Asiatische Elefant und der Irawadi-Delfin geraten unter massiven Druck. Das Überleben dieser Arten hängt mehr denn je von gut überwachten, intakten Schutzgebieten ab. Derzeit existieren jedoch viele dieser Schutzgebiete nur auf dem Papier. Sogar in ausgewiesenen Nationalparks und Wildreservaten kommt es immer noch zu Wilderei und illegalem Holzeinschlag. Andere Schutzzonen wurden einfach von den Regierungen verkleinert, um landwirtschaftliche oder Bergbaukonzessionen zu vergeben, die Geld in die Kassen der Staaten spülen sollen.

Die WWF-Studie zeigt aber auch auf, dass die Mekong Region noch eine Chance hat. Denn die Staaten in Südostasien verfügen über einen reichen Schatz an natürlichen Ressourcen. Der Wert dieser Ökosysteme gehört zu den höchsten der Welt. Der WWF fordert daher ein Umdenken und eine nachhaltige Investition in den Erhalt und die Intaktheit von Ökosystemen auf nationaler Ebene der Mekong-Länder, aber auch über die Landesgrenzen hinweg.

Du willst mehr über die Mekong Region erfahren? Dann klick hier!
Du willst den vollständigen WWF Report lesen? Dann klick hier! (engl.)

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© Titelbild Gerald S. Cubitt / WWF

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Kommentare (3)
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04.05.2013
Frederieke hat geschrieben:
Guter Artikel!
es ist so traurig was dort passiert :(
03.05.2013
LSternus hat geschrieben:
Das ist furchtbar.
Gibt es keine Petition um den Umdenken ein bisschen auf die Sprünge zu helfen?
03.05.2013
Helen1698 hat geschrieben:
Dass die Leute immer nur schnell irgendwie Geld machen wollen und nicht mal wenigstens ein bisschen weiter in die Zukunft schauen können, versteh ich einfach nicht! Und die Natur und die Bevölkerung kriegt's dann ab! :(
Ich hoffe, dass da bald ein Umdenken stattfindet und die Leute, die die Entscheidungen treffen, einsehen, dass es so nicht funktioniert!
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