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© Wild Wonders of Europe / Sven Zacek / WWF
Wisente streifen durch unsere Wälder


von Linda
26.03.2010
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Wisente sind die schwersten Landsäugetiere Europas. Sie können 3 Meter lang und 2 Meter hoch werden. Erwachsene Tiere brauchen pro Tag bis zu 60kg Futter, was vor allem aus Laub, frischen Trieben, Baumrinde und Gras besteht.

In Deutschland sind Wisente seit mehr als 350 Jahren ausgestorben. Wer sie in freier Natur erleben will, muss nach Ostpolen, Weißrussland oder Russland fahren, wo noch einige Herden in urwaldartigen Wäldern leben. Insgesamt gbt es in Europa noch ungefähr 3800 Exemplare.

Jetzt wird in Nordrhein-Westfalen im Rothaargebirge das größte Auswilderungsprojekt von Wisenten in Deutschland vorgenommen. Acht Tiere wurden in einem 80 Hektar großen Gehege, das für die Öffentlichkeit gesperrt ist, ausgesetzt. Vier weitere sollen folgen. Sie alle stammen aus verschiedenen Zoos und Tiergärten Deutschlands.

Deshalb müssen sie zuerst wieder ihre natürliche Scheu vor Menschen lernen und eine soziale Ordnung in ihrer Herde aufbauen. Frühestens im nächsten Jahr im Winter können sie fast vollständig in Freiheit gesetzt werden. Dann wird ihnen eine Fläche von 4300 Hektar zur Verfügung stehen.

 Damit die Tiere nicht  ihrem neuen Lebensraum verlassen, wurde zumindest an der nördlichen Grenze ein 16 km langes Hochspannungskabel im Boden verlegt, das über Halsbänder, die die Wisente tragen, leichte Stromschläge abgibt, sobald sie sich der Grenze nähern.

Dieses Projekt ist allerdings nicht das einzigste in Deutschland. Westlich von Berlin auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz siedelt eine Stiftung Wisente an und auch in Mecklemburg-Vorpommern lebt eine 25 Tiere große Herde auf einem 320 Hektar großen Gebiet auf der Halbinsel Damerower Werder.

 

Quelle: Stuttgarter Zeitung

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Kommentare (3)
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27.03.2010
Juliaaa hat geschrieben:
Bei uns hatten wir für 2 oder 3 Jahre auch Wisente!! Hier im Emsland,... Aber der Förster wollte die dann nicht mehr haben weil sie ja eine seltene Pflanze gefressen haben! Dann mussten die wieder weg... aber es wurden hier wohl 4 junge Wisente geboren..
26.03.2010
KatevomDorf hat geschrieben:
aber kann es der sinn von "wilden" tieren sein, sie trotzdem in ein gebiet zu halten? schon einmal daran gedacht, dass sie dort, wo sie jetzt sind kein oprima ihrer umweltfakroren vorfinden und deswegen ein anderes revier bevorzugen würden...oder, dass diese eine mänchen von der restlichen population "verstoßen" wurde, weil es ein rebellischer jugendlicher ist?
also ich finde es zwar schon gut, dass nichtdomestierte wiederkäuer wieder bei uns in die natur eingegleidert werden, aber doch nicht in einer halb-gefangenschaft.
ein käfig dessen stäbe man nicht sieht, weil man sich in freiheit glaubt, ist finde ich schlimmer als in einem käfig zu sein, bei dem man weiß, dass man eingesperrt ist...
14.06.2011
Bienenkoenigin hat geschrieben:
ich find das auf jeden fall einen super wichtigen Schritt! Ich hab mal gehört, das alle jetzt wild lebenden Wisente von Wisenten aus Zoos und so abstammen! Das ist echt krass finde ich! Ich drück den ganz doll die daumen, dass das Projekt gut klappt und die Wisente bald ganz frei bei uns rumlaufen können!
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