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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Wir sind immer noch eins


von Zerschmetterling
27.08.2011
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Ich weiß nicht wer meinen Artikel „Wir sind eins“ gelesen hat.
Aber meine Gedanken gehen natürlich immer weiter. Und deswegen schreibe einen weiteren Artikel dieser Art.

Es heißt öfter mal, ich „vermenschliche“ die Tiere.
Ich bin überzeugt, dass ich eben genau das keinesfalls mache!

„Vermenschlichung“ bedeutet für mich eher, sich einen kleinen Yorkshire zu holen, um mit dem Tier als Accessoire herumzulaufen. Das Wesen (welches nichts dafür kann, dass es in diesem vollkommen überzüchteten Körper lebt und REIN äußerlich eigentlich nichts mehr mit einem vom Wolf abstammenden Hund zu tun hat) zur Hundepediküre zu bringen, in Handtaschen herumzutragen und in „Designermode“ zu stecken.
Die Tiere leiden als Kinderersatz oder als modisches Accessoire.
Wobei der Begriff „Vermenschlichung“ hier vielleicht auch nicht wirklich passt, sondern eher Tierquälerei. Eine schwache Form, aber trotzdem noch Tierquälerei.

Dadurch, dass ich sage, Tiere sind neugierig, selbstbewusst oder total verschüchtert, zu Späßen aufgelegt oder total gelangweilt, frustriert oder überglücklich;
- dadurch sagt man mir ich vermenschliche Tiere.
Sie hätten kein Selbstbewusstsein, in dem Sinne, dass sie nicht wissen, was es heißt z.B. neugierig zu sein. Sie seien es vielleicht, begreifen dieses aber nicht.

Ich sehe keinen Unterschied zwischen der Neugierde der Katze und meiner.
Die Katze ist genauso neugierig wie ich.
Oder ich wie die Katze.
Der Unterschied ist, dass wir Menschen uns ein Wort für dieses Gefühl ausgedacht haben.
In dem Moment allerdings, denke ich nicht darüber nach, wie neugierig ich gerade bin, sondern bin es einfach. Ganz einfach. Wie die Katze.
Ich erzähle später vielleicht jemanden wie sehr ich unbedingt herausfinden wollte was beispielsweise hinter der Tür war. Und benutze dabei das Wort: neugierig.
Und die Katze erzählt es vielleicht nicht.
Aber trotzdem fühlt sie die Gefühle in dem selben Ausmaß wie ich.
Das Tier Mensch und das Tier Katze unterscheiden sich dabei nur dadurch, dass wir Menschen es vielleicht erzählen und diesem Gefühl einen Namen gegeben haben.
Das ist alles. Also kein Unterschied im Empfinden und kein Unterschied in der Art von Selbstbewusstsein.

Was genau ist Selbstbewusstsein überhaupt?
Zum einen bedeutet es, dass man sich selbst bewusst ist.
Ich bin mir selbst bewusst was ich beispielsweise machen muss um einen Typen rumzukriegen.
Aber über genau dieses Bewusstsein verfügen viele, viele Tiere auch.
Zum Beispiel weiß die Katze genau, wann du sie besonders süß findest.
Und der Hund weiß genau, was er machen muss, damit du ihm doch ein Leckerli gibst.
Und auch rein unter sich wissen die anderen Tiere, was sie machen müssen um zu erzeugen was sie wollen. Um auf das andere Geschlecht attraktiv zu wirken, um einen Feind zu vertreiben, um beim Jagen getarnt zu bleiben.
Sie sind sich selbst bewusst.

Und dann gibt es noch ein Selbstbewusstsein.
Wir sagen, jemand ist selbstbewusst, wenn er zum Beispiel keine Zweifel an sich hat.
Mit erhobenen Hauptes durchs Leben geht.
Sachen ausprobiert und sich Dinge traut.
Auch das gibt es bei den Tieren.
Manche haben eine Riesenportion davon, und manche eher ein Portiönchen.
Wie bei den Menschen!

Außerdem war ich ja vorhin schon bei „wir haben den Gefühlen nur einen Namen gegeben“. Also Sprache.
Wer meiner Meinung nach sagt, die Tiere können nicht reden, denn sie haben keine Sprache – der hat wenig aufgepasst.
Noch nie einen Löwen brüllen gehört? Oder den Wolf heulen gehört?
Der Bär brummt und brüllt, der Vogel singt in den unterschiedlichsten Tönen, der Wal spricht - nun ja – walisch, Esel machen I-A, Pferde wiehern, und auch die Giraffen und Lamas, die Hyänen, die Affen … machen Geräusche. Haben also eine Sprache. Verständigen sich.

(Es gibt ja einige Tierschützer die sagen, wir müssen für die Tiere sprechen, die können das nicht)
Können sie schon! Menschen hören nur nicht hin.
Und sie verstehen es auch nicht. (Damit ist nicht die Komunikation zwischen Mensch und Haustier gemeint. - Wobei sich viele auch da noch mehr bemühen sollten, das Tier richtig zu verstehen. Das Tier hat die Sprache des Menschen oft eher raus als umgekehrt.)
So wie es die unterschiedlichsten Stimmen bei Walen oder Affen gibt, reden ja auch wir Menschen in verschiedenen Sprachen.
Tiere haben nur keine Einheitssprache. Und Menschen haben Englisch. (Können auch nicht alle)

Selbst der Tanz kommt aus der Tierwelt. Der erste menschliche Tanz soll entstanden sein, als Menschen Tieren beim Paarungstanz zugesehen haben. (Ich weiß nicht mehr welchen Tieren sie zugesehen haben. Vielleicht waren es Schmetterlinge)

Unterschätzt die Tiere in keinem Fall. Zweifelt nicht an deren Intelligenz, Gefühlsvermögen und Selbstbewusstsein.

Sie können mehr, fühlen mehr und verstehen mehr als die Meißten ihnen zutrauen (möchten)!

PEACE

 

 

 

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Kommentare (16)
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08.09.2011
Stoffie hat geschrieben:
sehr sehr schöner artikel!
und so nen kleinen hund als mode zu tragen ist schrecklich maniküre für hunde brrrrrrr.
und das könig der löwen lied ist echt super ;)
01.09.2011
Julia018 hat geschrieben:
Toll geschrieben Zerschmetterling! Über dieses Thema haben wir uns ja erst unterhalten ;-). Bin da ja auch der gleichen Ansicht wie du!
Und zu dem Denken: Tiere haben Gehirne,genau wie wir Menschen, sie haben auch Synapsenverknüpfungen,genau wie wir Menschen, das heißt: Sie könne sehr wohl Dinge wahrnehmen,fühlen,träumen etc. Fühlen könne sie sowieso,denn sie haben auch ein Nervensystem,das ihnen dazu verhilft,genau wie beim Menschen!
Klar können wir Menschen reflektieren etc.,aber das heißt noch lange nicht,dass Tiere nicht denken oder fühlen können!!!
Ich würde den Menschen auch nicht als Krone der Schöpfung bezeichnen,denn es unterscheidet ihn nur,dass er eine größere Gehirnkapazität hat und diese nutzt er noch nicht einmal vernünftig,denn würde der Mensch seine Kapazitäten richtig nutzen,würde er nicht so viele Fehler machen. Nein,ich schimpfe nicht auf den Menschen,es ist einfach nur Fakt,dass der Mensch sein Gehirn anscheinend doch nicht richtig nutzen kann...,schade!
01.09.2011
Zerschmetterling hat geschrieben:
@Glühwürmchen: Ich finde du hast schon Recht. Und ich für meinen Teil verdamme keinesfalls die Menschheit an sich. Aber ich mag deine Ansicht, dass wir alle GLEICHWERTIG sind. Die Meißten sehen das leider anders. Und es sind diese Eigenschaften, diese Ignoranz, dieses Verhalten, das Denken ... was ich von Menschen schlimm finde! Das ist nicht das Tier an sich. Aber ich frage mich, wie können sich diese Leute nur über die Tiere stellen und denken sie hätten das Privileg dazu sich so zu verhalten?? Wie kann Geld für Menschen zu einem widerlichen Preis immer noch sexy und anziehend sein?? DAS ist doch grauenhaft! Und das muss sich ändern! ... LG
31.08.2011
sternchen1 hat geschrieben:
ein super artikel, du sprichst mir aus der seele. ich bin auch überzeugt, dass tiere viel intelligenter sind und viel mehr wahrnehmen als die meisten menschen wahrhaben wollen. denn wenn man das einmal anerkennt, dass auch tiere gefühle haben, dann kommt man fast schon zwangsläufig dazu sie anders zu behandeln.
31.08.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Was mir so generell aufällt, hier immer wieder, in der ganzen Community: Dieser Hang auf die eigene Rasse zu schimpfen. Klar, wir Menschen bedrohen unseren Planeten, es läuft viel falsch, aber mit einer Selbstentwertungshaltung werden wir keine Probleme lösen können. Menschen sind wunderbare Wesen mit einem großen, leider bisher ungenutzen Potential :) Wir sind mit den anderen Lebewesen gleichwertig, niemand ist mehr wert als der andere. Es ist aber falsch, dem Menschen ständig zu verdammen. Damit verdammt ihr euch doch selbst. Und damit ist keinem geholfen...( nur mal als Randvermerk). ;)
29.08.2011
MJ1499 hat geschrieben:
hmmm...ich denke nicht, dass wir die krone de3r Schöpfung sind. Das, was man lernt geht auch nur von den Menschen aus und nicht andersrum. Ich würde einfach davon ausgehen, dass weder die Tiere die Menschen noch die Tiere sich untereinander noch sonst irgendwer sich versteht. Also die Arten, die die gleiche Sprache sprechen verstehen sich. Aber das war es auch schön. Ich gehe davon aus, dass sowohl Tiere als auch Menschen die gleiche Qualität der Gedanken haben, nur dass wir Menschen die Welt aus anderen Augen sehen und sie anders bewohnen...aber das ist ein anderes Thema ;)
29.08.2011
Zerschmetterling hat geschrieben:
Ich finde wir sind alles andere als die Krone der Schöpfung. Vielleicht sind wir sogar eher das Blödeste was die Natur je erschaffen hat. Das aber auch nur, weil wir uns nicht mehr im Griff haben. Dies ist genau die Sache. Wir studieren, wir eignen uns Wissen an, aber wer kann wirklich sagen, dass das alles wahr ist und stimmt? Alle Tiere können denken. Aber Menschen sind zu verkopft glaube ich.
Und zu der Geschichte mit dem Affen und der Zeichensprache: Ich habe auch einmal gelesen, dass es einen Gorilla gibt, der Zeichensprache spricht. Er hat seinen Wärtern einmal erzählt, er habe einen schlimmen Albtraum gehabt. Er hat die Bilder der Tötung seiner Mutter wieder gesehen. (Das seine Mutter von Wilderen getötet wurde, war der Grund warum dieses Tier dahin kam wo es nun ist). Tiere erinnern sich also auch. Sie denken, sie schweifen ab, sie erinnern sich.
Wir sind keinesfalls die Krone der Schöpfung. Wir sind ein ganz normaler, zugegeben faszinierender (aber auch total blöder (wir verseuchen unser eigenes Bett)), Teil der Schöpfung. Aber andere Tiere finde ich auch faszinierend. :)
29.08.2011
midori hat geschrieben:
@Drachenfliege: Ich bin leider kein Verhaltensbiologe, auch wenn ichs gern wäre. Ich möchte das den Tieren gar nicht absprechen, dass sie fühlen und empfinden können. Ich studier nur leider Soziologie und irgendwie hat es sich in mein Hirn eingebrannt, dass lediglich Menschen ein Bewusstsein über sich selbst haben. Wobei es ja auch manche Tierarten, wie beispielsweise Belugawale gibt, die sich selbst im Spiegel erkennen. Also vielleicht ist dies bei einigen Arten möglich, aber ich würde es nicht auf alle übertragen. So gesehen sind wir biologisch schon die Krone der Schöpfung. Wir können denken. Freilich machen das die Tiere körperlich wieder wett. Ach das ist halt eine echt komplizierte Sache :o)
29.08.2011
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Ach ja, Midori: Ich finde, das mit dem Instinkt ist immer so eine Sache. Woher sollen wir den Wissen, das tiere bestimmte Dinge nur aus Instinkt heraus machen? Vielleicht sind sie sich ja doch ihrer Neugirde, ihrer Trauer oder Wut etc. bewusst? Hast du schon einmal von dem affen gehört, dem eine Forscherin zeichensprache beibrachte? Der Affe begann so mit der Forscherin zu kommunizieren, und er sprach dabei auch über seine Gefühle. Als z.B. das kleine Kätzchen der Forscherin starb zeigte er eine woche lang nur noch die Zeichen für "Trauer" und "Weinen" und "Katze schläft". Und das soll "instinktiv geschehen sein? Wenn wir trauern, tuen wir das dann nicht auch nur, weil es in unserer Natur liegt?
29.08.2011
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Super Bericht! :-) Ich bin genau deiner Meinung!!!
Es gibt so einen Spruch: "Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen, müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken."
Traurig, aber wahr.
28.08.2011
Zerschmetterling hat geschrieben:
Ich glaube, wir sind aus den selben Gründen neugierig. Vom Gefühl her. Wir Menschen haben auch Instinkte aus denen vieles resultiert. Vlt. auch die Neugier in den Situationen in denen sie eben auftritt.
Und, dass du sagst die Katze lernt eben, was sie machen muss um ein Leckerli zu bekommen, ist bei Menschen letztendlich auch nicht anders.
Wir müssen auch erst herausfinden was bei wem wie funktioniert um zu bekommen was wir wollen.
28.08.2011
Löschen
Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
gelöscht
28.08.2011
midori hat geschrieben:
Ich finde Deinen Text wirklich gut, wobei ich Dir in einer Sache doch irgendwie widersprechen muss. Die Sache mit dem _Selbst_bewusstsein ist nicht allzu einfach. Freilich kann sowohl die Katze als auch ich neugierig sein. Der Unterschied ist aber eben, dass die Katze einfach aus Instinkt neugierig ist. Du bist Dir Deiner Neugier aber bewusst!

Dass die Katze weiß, wie sie sich am besten verhalten muss, um ein Leckerli zu bekommen, hat nichts mit Selbstbewusstsein zutun. Das ist ein ganz einfacher Lernprozess [siehe Verhaltensbiologie/Ethologie].

Nichtsdestotrotz können Tiere natürlich auch Gefühle empfinden, trauern, sich freuen und dergleichen. Aber sie sind sich dessen eben nicht bewusst. Sie tun es einfach, weil es in ihrer Natur liegt. Sie können ihr Verhalten nicht reflektieren. Manchmal wäre es wahrscheinlich auch für uns Menschen ganz angenehm, mal nicht über alles nachdenken zu müssen! ;o)

Vielen Dank für den Bericht!!
28.08.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Natürlich :) Aber die verstehen wir ja auch nicht ^^
27.08.2011
Zerschmetterling hat geschrieben:
Es gibt ja auch Körpersprache. Tiere kommunizieren auch viel auf diese Weise.
27.08.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Wow, schöne Gedankengänge, Zerschmetterling. Ich stimme dir zu, auch wenn ich mir noch nicht sicher sind, WIE SEHR Tiere in der Lage sind zu denken und zu kommunizieren. Vor ein paar Monaten habe ich mal im Wald ein Entenpärchen am Wasser beobachtet...sie flogen beide gleichzeitig plötzlich davon, in einem eleganten Bogen sausten sie um die Baumwipfel, beide total synchron und ich fragte mich in dem Moment: Wie verständigen sie sich untereinander? Wie sehr ist dieses Entenpärchen eine Einheit, dass sie miteinander kommunizieren können? Sie sagen ja nicht: "Quak, quak, hier entlang".
Nein, die meisten Tiere verständigen sich ohne Worte. Vielleicht Telepathisch?
Ich habe mal ein faszinierendes Buch gelesen: "Ohne Worte" von Marta Williams. Sie ist Tierkommunikatorin. Sehr faszinierend, wirklich. Aber natürlich nichts für reine Natruwissenschafts - Skeptiker...Obwohl wir Menschen vielleicht eines Tages verstehen, dass es mehr gibt als unsere recht plumpe Sprache. Vielleicht werden auch wir andere Wege gehen können. Ich bin da hoffnungsvoll :)
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