Rette mit uns bedrohte Natur!


Deine Hilfe für


eine schöne Welt


Jetzt Mitglied werden!
© Wild Wonders of Europe / Sven Zacek / WWF
Wie wollen wir leben?


von midori
31.03.2011
100 P
13
0

» Natur wird Kulturaufgabe sein oder sie wird nicht mehr sein. Und eine Kultur, die vor dieser Aufgabe versagte, würde damit auch sich selbst zerstören. « [Hubert Markl]

********************

Angesichts zunehmender Bedrohungen muss sich der Mensch des 21.Jahrhunderts überlegen, wie er in Zukunft leben möchte, um sich und seine Art zu bewahren. Während die natürlichen Ressourcen wie Öl und Gas immer knapper werden, machen sich erste Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels bemerkbar. Die Weltbevölkerung wächst stetig und ein Großteil der Menschen dieser Erde leidet Hunger. Die klimafreundliche Atomkraft lässt sich längst nicht so gut beherrschen, wie zunächst angenommen und unzählige Arten schwinden tagtäglich unwiederbringlich dahin.

Der Living Planet Report des WWF hat belegt, dass wir mittlerweile anderthalb Erden verbrauchen und in 20 Jahren werden es sogar zwei sein. Die OECD Staaten haben mit 40% den größten Anteil am Ökologischen Fußabdruck. Wir, und das beziehe ich auf die westlichen Gesellschaften, leben deutlich über unsere Verhältnisse. Als die Umweltthemen erstmals vor 30 Jahren auf die politische Agenda gesetzt wurden, war der Zustand bei weitem nicht so schlimm, wie heute. Doch trotzdem meinen einige, die Situation hätte sich bereits verbessert. Diese Illusion wird als Ökooptimismus bezeichnet. Sie ist nur natürlich in einer Welt, in der auch andere Probleme wie Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise eine zentrale Rolle spielen.

Und dennoch beginnt man sich zu fragen: Ist unsere Demokratie überhaupt in der Lage, die neuen ökologischen Herausforderungen anzunehmen oder wird sie kläglich an ihnen scheitern?

********************

Die Demokratie ist bislang die einzige Herrschaftsform, der es gelungen ist alle Vorstellungen der Menschen von einer guten Herrschaft zu vereinen. Weltweit streben die Menschen nach Demokratie, wie jetzt besonders in den nordafrikanischen Ländern deutlich wird. Demokratie bedeutet individuelle Freiheit und ein Recht auf Mitsprache und ein Leben in Würde. Doch in der Ökologischen Krise hat die Demokratie scheinbar eine Aufgabe gefunden, die sie nicht auf die bekannten üblichen Wege lösen kann.

Dies trifft vorallem auf die westlichen Demokratien zu, die vorallem nördlich des Äquators anzutreffen sind. Deutschland, die USA, Japan, China und viele andere Industrienationen können zwar bis jetzt lokale Erfolge im Umweltschutz verbuchen, aber auch nur deshalb, weil sie sämtliche Umweltprobleme in die Schwellen- und Entwicklungsländer abschieben.

Kritik lässt sich vorallem an der Kurzfristigkeit der Demokratie üben. Entscheidungen fallen hier meist ohne viel Weitblick, der aber gerade in ökologischen Belangen dringend notwendig ist. Das kapitalistische Wirtschaftssystem, das auf Akkumulation und beständigem Wachstum beruht, überstrapaziert unsere natürlichen Ressourcen. Und zu guter letzt scheint das Übel wohl auch ein wenig im Neoliberalismus zu sitzen, der die Freiheit des Einzelnen höher stellt als das Wohl aller.

********************

Doch welche Alternativen haben wir, um der Ökologischen Krise zu begegnen?

In den letzten Jahren ist vermehrt der Begriff der Ökodiktatur aufgetaucht. Einige halten die Ökodiktatur als Ausweg für absolut notwendig, andere für vollkommen absurd und undenkbar. Was steckt hinter diesem Begriff?

Eine Ökodiktatur würde das Regieren einer Notstandsregierung bedeuten, die keinem Parlament rechenschaftspflichtig ist und sich auch nicht an Gesetze halten muss. Die Ökodiktatur wird geführt von einer kleinen Gruppe von Personen, die intransparent und undemokratisch regiert. An ihrer Spitze steht, wie in einer Diktatur üblich, ein Diktator, der auch mit Gewalt herrschen darf.

Die Ökologie hätte in allen Belangen des Staates absoluten Vorrang. Nach außen hin würde das darwinistische Prinzip des Überlebens gelten und demzufolge wären auch Konflikte und Kriege um Ressourcen keine Seltenheit. Unter den Bürgern eines Staates werden Lebensmittel und Ressourcen rationiert. Die demokratischen Grundrechte der Bevölkerung sind außer Kraft gesetzt und das öffentliche Leben unterliegt einer strikten Kontrolle.

Klingt schrecklich, oder? Und es erinnert an Saci Lloyds Zukunftsroman "Euer schönes Leben kotzt mich an!". Er schreibt davon, wie Großbritannien als erster Staat ein Rationierungssystem ausprobiert, welches dann weltweit übertragen werden soll. Inbegriffen sind Stromrationierung, CO2 Karten und der übliche Terror.

********************

Diese Alternative ist alles andere als realistisch. Einmal demokratisch regierte Staaten werden keine autoritären oder totalitären Strukturen zulassen. Zumal es vorallem in ökologischen Belangen der Zustimmung der Bevölkerung bedarf und diese lässt sich nicht erzwingen.

Welche Möglichkeit haben wir aber dann, um die Ökologische Krise zu meistern? Die zweite Alternative ist die Ökokratie. Schon der Begriff lässt vermuten, dass es sich um eine erweiterte Form der liberalen Demokratie handelt. Doch was genau hat es damit auf sich?

Die Ökokratie setzt auf die Anerkennung und Umsetzung von Grenzen im politisch-wirtschaftlichen System zur Erhaltung unserer weltweiten Lebensgrundlagen. Ihr Ziel ist die Bewahrung der lebenserhaltenden Kreisläufe des Systems Erde. Das ist recht untypisch für Demokratien, denn sie entwickeln sich evolutionär und geben sich üblicherweise kein Ziel vor.

Die Grenzen des Wachstums spielen eine zentrale Rolle und bilden den neuen Leitfaden der Politik. Sie implizieren die Festlegung von Grenzen, beispielsweise beim Ressourcenverbrauch oder der Ökosystembelastung. Wie auch in der Ökodiktatur, wird die Ökologie ins Zentrum gerückt, jedoch ohne die demokratischen Grundrechte der Bürger zu verletzen!

Die Ökokratie bietet damit die Möglichkeit auf ökologische, ökonomische und soziale Herausforderungen einzugehen, ohne die Idee der Freiheit aufzugeben. Sie fordert allerdings eine Beschränkung der Freiheit, um diese zugleich zu erhalten. Ökokratie bedeutet also Verzicht.

Der heutige Wohlstand westlicher Gesellschaften kann nicht länger gehalten werden, denn wir werden unsere Probleme nicht ewig in ärmere Länder abschieben können und davon verschont bleiben. Nur indem jeder einzelne seinen Wohlstand einschränkt, wird es möglich sein, die demokratische Freiheit eines jeden zu erhalten und sein Leben in vernünftigem Wohlstand fortzusetzen.

Ich denke, es ist ebenso wichtig, den Begriff Wohlstand neu zu definieren. Ginge es wirklich um das nackte Überleben, so wäre Wohlstand schon ein wenig Nahrung, ein Bett und ein Dach über dem Kopf. Heutzutage bedeutet Wohlstand jedoch ein Iphone, ein Sportwagen, der Urlaub auf Mallorca und der Plasmafernseher. Wir müssen uns von diesen Vorstellungen lösen und einen Wohlstand finden, der uns ein Leben in Würde und kein Leben in Luxus garantiert.

Die Ökokratie hat die Aufgabe, das Umweltbewusstsein der Bürger durch intensive Umweltbildung zu stärken. Nur auf diese Art kann sie die Zustimmung der Gesellschaft für ihre Maßnahmen erhalten.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist zentral für das Verständnis der Ökokratie. Nicht nur auf unseren Nächsten sollen wir achten, sondern auch auf unseren Übernächsten und auf die Rechte und Interessen unserer Kinder. Die Ökokratie lässt sich wunderbar in einem einzigen Sprichwort ausdrücken, dass von einem sehr weisen Mann stammt...

» Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen. « [Sitting Bull, Lakota Häuptling]


.........................................................................................................................................................................

Wer sich näher mit diesem Thema beschäftigen möchte, dem empfehle ich das Buch "Ausweg Ökodiktatur? Wie unsere Demokratie an der Umweltkrise scheitert". Es stammt von Bernhard Pötter und kostet lediglich 8,95€. © oekom.verlag, München 2010.

.........................................................................................................................................................................

Und nun bin ich zutiefst gespannt auf eure Meinung. Was denkt ihr, wie unsere Zukunft aussieht? Hat die Demokratie eine Chance?
 

Weiterempfehlen

Kommentare (13)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Sortieren nach Aktualität:
03.04.2011
Volkmar hat geschrieben:
Sehr schöner Artikel. Aber ich glaube mit dem Kapitalismus kommen wir da nicht weiter. Der Kapitalismus hat, in meinen Augen, völlig abgewirtschaftet!
Meiner Meinung nach brauchen wir einen großen, breit angelegten, alle Gesellschaftsschichten umfassenden Diskurs wie unser Zusammenleben in der Zukunft aussehen soll. Ich habe dafür mal das Wort "Menschen-Gesellschaft" geprägt.
Menschen-Gesellschaft, weil ich allem "-ismus" skeptisch gegenüber stehe. Entgegen dem "-ismus" einer Gesellschaft, also der zwanghaften Umsetzung bestimmter politischer Ziele, kommt es in einer Meschen-Gesellschaft darau an, dass Überzeugungen greifen. Der Mensch, als einziges Vernunftbegabtes Lebewesen, kann dann endlich diese Begabung in vollem Umfang einbringen.
In meinem Forum; http://www.board-4you.de/v85/416/index.php im Jugend-Forum, habe ich einen Tread eingerichtet, wo darüber diskutiert werdeb soll. Der Link zur Zukunfts- / Menschen-Gesellschaft; http://www.board-4you.de/v85/416/board.php?boardid=25&sid=323bc2e3774acfb54dee0167cb385722
Meine Seite ist zu unbekannt. Ihr könnt mir helfen, dass sich mehr an der Diskussion beteiligen.
Ich würde mich sehr freuen. Euer Volkmar
01.04.2011
sternchen1 hat geschrieben:
@MarcelB
es wird bei allen debatten bei der umsetzung von umweltschutzmaßnahmen um die wirtschaft geredet. immer wenn irgendetwas umgesetzt werden soll, kommt die frage: aber wird das nicht unseren wohlstand gefährden?
wir hier in den industrieländern leiden nicht unter der umweltverschmutzung, aber es gibt millionen menschen in den entwicklungsländern, die verschmutztes wasser trinken müssen, die unter mangelhaft entsorgtem müll leiden, die ... es gibt hunderte fälle in denen auch menschen unter der umweltverschmutzung leiden.
01.04.2011
midori hat geschrieben:
@MarcelB: Ich werde mich in näherer Zukunft mal mit dem grünen Kapitalismus befassen und Euch dann Auskunft dazu geben. Geduldet Euch noch ein wenig! ;D
Ach und.. nicht nur der Planet leidet unter Umweltverschmutzung, sondern auch wir. Denn wir sind ein Teil dieses Planeten. Nie vergessen!
31.03.2011
MarcelB hat geschrieben:
Dein erster Teil ist das was Midori schon gesagt hat. Ich denke aber eher, der Umweltschutz leidet unter der Wirtschaft und bei welchen Debatten um Umweltschutz, wird um die wirtschaftliche Unversehrtheit geredet? Die ist meiner Meinung nach beim Umweltschutz sekundär. Außerdem leiden nicht wir unter der Umweltverschmutzung sondern der Planet!
31.03.2011
sternchen1 hat geschrieben:
@MarcelB
ein kapitalismus ohne wachstum ist eigentlich ein widerspruch in sich, da kapitalismus auf wachstum ausgerichtet ist.
die frage ist doch eigentlich nur, ob den menschen geld oder erhalt der natur am ende wichtiger ist. wenn man die frage so stellt, würden viele vielleicht mit geld antworten, aber ich denke, wenn sie wirklich begreifen, was ihnen die natur alles gibt, wird sich jeder mensch für ihren erhalt einsetzen.
denn spätestens nach noch ein paar naturkatastrophen wird den meisten klar werden, dass man geld nicht essen kann und das es nicht das allerwichtigste ist.
bei allen debatten zum umweltschutz wird immer gesagt, dass die wirtschaft nicht darunter leiden darf. die wirtschaft ist nur ein instrument, von menschen geschaffen und für menschen geschaffen.
die wirtschaft leidet vielleicht manchmal unter dem umweltschutz, aber menschen leiden unter der umweltverschmutzung. und das ist viel wichtiger
31.03.2011
Peet hat geschrieben:
:D War mir klar, aber der Satz lässt etwas anderes vermuten...;)
31.03.2011
midori hat geschrieben:
@Peet: Drops.. ich meinte China ist eine Industrienation! :D Über die Demokratie lässt sich da streiten! ;D

@MarcelB: Die Frage ist einfach folgende.. Ist uns unser Überleben wichtiger oder Geld? Wenn es wirklich hart auf hart kommt, dann wird sich keiner mehr um Geld kümmern.
31.03.2011
MarcelB hat geschrieben:
Immer diese Politikwissenschaftler...versteh die wer! :P und ich dachte hier gehts um Demokratie..Hm, also grüner Kapitalismus ist definitiv ne Utopie!! Der Staat ist doch garnicht daran interessiert grenzen zu setzen. Dadurch das die Demokratie so vielseitig ist und durch das Aufgeben des ständig wachsenden Kapitalismus wäre die gewählte grüne Partei doch locker bei der nächsten Wahl weg vom Fenster..Es ist sehr lobenswert sich auf politischer Ebene ausschließlich für grüne Ziele einzusetzen. Allerdings wäre das mit einem politischem tot gleichzusetzen...Niemand, möchte höhere Preise, nicht mal wenn er weiß, das er was gutes getan hat. Grünere Politik hat ne Menge negative wirtschaftliche Folgen, sind wir uns da einig? Ein Kapitalismus ohne Wachstum sehe ich nicht als Zukunft...
31.03.2011
Peet hat geschrieben:
Du nennst China eine Demokratie...Wie viel haben die dir dafür gegeben? ;) Ansonsten mal ganz nett gedacht. :)
31.03.2011
midori hat geschrieben:
@MarcelB: Problem ist eigentlich folgendes: das kapitalistische Wirtschaftssystem. Wie schon erwähnt, beruht der Kapitalismus auf Akkumulation und beständigem Wachstum. Das hat Marx schon vor 200 Jahren gesagt und das hat auch heute noch Gültigkeit. Darin inbegriffen ist der zweite Widerspruch des Kapitalismus nach O'Connor. Nämlich, dass sich der Kapitalismus selbst begräbt, weil er die ökologischen Ressourcen, von denen er nunmal abhängig ist, überstrapaziert. Deswegen muss(!) der Staat dafür sorgen, dass Grenzen gesetzt werden. Ein Kapitalismus ohne Wachstum. Kann das funktionieren? Oder muss es einfach? Ein grüner Kapitalismus? Das ist momentan absoluter Diskussionspunkt in diesem Diskurs.

Im nächsten Artikel werde ich dann etwas näher auf das individuelle Verhalten eingehen, von dem Du gesprochen hast!;D
31.03.2011
MarcelB hat geschrieben:
also erstmal sehr schön geschriebener und verständlicher Artikel!! PoWi Studenten halt :P
Das Leitbild der Nachhaltigkeit ist im übrigen sehr schön gewählt, als Bezugssystem für Analyse und Bewertung. Auch die 4 Bereiche Soziales, Ökologisches, Politisches und Ökonomisches sind spitze gewählt. Allerdings wird auf ewig die soziale Integration der ökologisches Verträglichkeit gegenüberstehen. Ressourcenschutz wird niemals mit der Bedürfnissbefriedigung und dem Wirtschaftswachstum vereinbar sein. Die Ökodiktatur wird definitiv keine Chance in der Zukunft haben. Ich finde sie sogar ziemlich gefährlich, da sie schnell ausgenutzt werden kann und zu einer wirklichen Diktatur führen könnte. Es lässt auch nach Anarchie und einem chaotischem Lebensstil deuten. Das wird nie in der Gesellschaft ankommen. Ich denke Zwang ist immer wenig sinnvoll, man sollte schon freiwillig dafür bereit sein. Sonst erreicht man nichts. Aber ich finde auch die Ökokratie wird es schwer haben sich zu etablieren. Das Umsetzen von Grenzen in Wirtschaft und Politik für Umweltschutz hat noch nie geklappt. Das Problem bei der Ökokratie ist doch die Demokratie an sich. Schnell wird den Leuten klar werden, dass ökologisches Bewusstsein nicht das wahr für sie sein wird und sie dann eine Partei oder Organisation wählen, die sich dem widersetzt und für wirtschaftliches Wachstum steht. Was die Zukunft braucht ist Aufklärung! Wir wissen nicht was uns erwartet und genau deswegen können wir uns einreden, ach wird schon werden. Erst solche schlimmes Ereignisse wie in Fukushima lassen das menschliche Bewusstsein dann wieder wach werden. Das ist einfach traurig! Die Zukunft wird auch nicht mehr durch wahlen oder die Grünen geregelt werden. Sondern in jedem einzelnen Individuum. Wenn Baden Württemberg so Anti Atom orientiert ist, wieso nehmen die Bürger dann nicht selbst das Ruder in die Hand und wechseln zu Ökostrom. Das hat nichts mit der Regierung zu tun, sondern mit dem individuellem Denken! Und genau das ist noch nicht angekommen. Entweder sind wir zu faul oder zu bockig um die Realität zu sehen und zu akzeptieren. Das Problem was viele sehen ist der Wohlstandsverlust, der bei einem grünerem Lebensstil vorausgesetzt wird. Wahrscheinlich ist es auch so. Vielleicht ist es auch so und deswegen denke ich sollte versucht werden dem Bürger die Angst zu nehmen. Er muss langsam an einen grüneren Lifestyle gewöhnt werden. Das ist eine globale Aufgabe, die ich zu wenig vertreten sehe. Um mal abzuschließen: Ich finde es sollte weiterhin bei einer Trennung dieser 4 Bereiche bleiben! Ein Mix wäre nicht vom Vorteil, da auch die Politik dafür sorgen muss, dass das Land wettbewerbsfähig bleibt. Setzt es auf Ressourcenschutz, werden uns andere Länder wirtschaftlich überholen. Das würde zu Unmut in der Bevölkerung führen, was den grünen Lifestyle sehr unattraktiv machen würde. Grün ist ein Ziel und kein Wettbewerb. Deswegen ist es auch so wichtig, dass die ganze Welt dafür steht. Schnell umschalten! Nicht nur bei Atomstrom, sondern auch bei Kohle-oder Gaskraftwerken. Die Industrialisierung ist vorbei, nun müssen wir uns auf unsere Zeit konzentrieren und das bedeutet äußerst Nachhaltig zu leben!
31.03.2011
midori hat geschrieben:
Ich liebe dieses Thema! Ich könnte da stundenlang drüber philosophieren! :D Und zu Deiner Frage wie sich das dann realisieren liese.. Bernhard Pötter hat das in seinem Buch etwas näher beschrieben. Er denkt zum Beispiel an eine "Zukunftsbank Europa", die dann alle ökologischen Belange für die EU klärt. Außerdem sollen die verbleibenden Ressourcen nach gerechten Kriterien aufgeteilt werden und und und... Ganz besonders wichtig ist eben der Kreislaufgedanke. Denn allein unser Ökosystem ist in der Lage diese Kreisläufe aufrecht zu erhalten und wir müssen das unterstützen, statt es zu zerstören.
31.03.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Ein äußerst interessanter Artikel. Ich bin leider keine Expertin in Gesellschaftsmodellen. Das einzige, dessen ich mir sicher bin ist die Tatsache, dass so, wie die momentane Gesellschaft ist, mit ihren Werten, Normen und ihrer Zusammensetzung, sie keine Zukunft hat. Man unterschätzt einfach, in was für einem Zustand die Welt sich befindet, jeder lebt seine Normalität und fragt sich, wer denn anfangen wird, etwas zu ändern. Ich glaube es ist nicht damit getan, ein bisschen grün zu werden. Irgendwie müsste alles ganz neu strukturiert werden...vor allem müssten die Menschen AUS SICH HERAUS anders leben wollen, eine andere Einstellung zum Leben und zur Welt haben. Denn ein äußerer Zwang bedeutet immer nur Unterdrückung und wo unterdrückt wird oder aufgezwungen, da gibt es keine Chancen auf eine fruchtbare Zukunft.
Nur und das frage ich mich immer wieder: Wie wollen wir es umsetzen, wenn wir unsere Welt ändern wollen? Was sollen wir tun, wenn wir in der Minderzahl sind und der Rest nicht sieht, dass er auf den Abgrund zugeht? Und wer fängt an?
Klingt spekulativ, ist aber ein verdammt wichtiges Thema. Vielleicht das Wichtigste überhaupt, dass uns in diesem Leben beschäftigen wird.
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Mitglied des Monats
teaser_221.png


Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil
Folgen und mit Freunden teilen