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© Wild Wonders of Europe / Sven Zacek / WWF
Welch trauriges Leben haben Turnierpferde?!


von vogelgezwitscher
28.04.2011
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Wiedermal spielt das Geld die größte Rolle und nicht das Wohl des Tieres. Beim Spring- und Rennsport, wo es um hohe Preisgelder geht, zwingt man die Pferde an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Der Zuschauer sieht jedoch nichts von den grausamen
Trainingsmethoden, die oft verboten sind, doch niemand prüft diese.


Das „Barren“ ist eines dieser Methoden: Hierbei überspringt das Pferd Hindernisse und erhält von dem Reiter einen kräftigen Schlag auf die Beine. Hierbei soll das gequälte Tier lernen, höher zu springen, um Schmerzen zu vermeiden. Oft werden die Fesseln sogar mit Chemikalien eingerieben, damit das Tier besonders schmerzempfindlich ist.


Auch beim Dressurreiten sind die Trainingsmethoden für das Pferd eine reine Qual. Es lernt, dass jeder Widerstand zwecklos ist, egal wie schmerzhaft und anstrengend die Übungen auch sind.


Das „Rodeo“ ist bei uns nicht so sehr verbreitet wie in den USA, jedoch mindestens genauso grausam. Die Pferde werden so behandelt, dass ihre Abwehrreaktionen so aussehen, wie das Bocken eines Wildpferdes. Vor den Turnieren werden sie mit Schlägen, Elektroschocks, Verdrehen der Schwänze, Ziehen an der Mähne gequält. Mit einem Flankengurt wird die Bauchdecke des Pferdes gequetscht. Durch Buckeln und Steigen versuchen sie sich von den Schmerzen zu befreien.


Leider spielt sich das Leiden der Pferde auch auf der Freizeitebene ab. Junge Mädchen und besonders ehrgeizige Eltern, meist ohne genügend Wissen über richtige Trainingsmethoden, erfahren früh, dass Sporen und scharfe Gebisse hilfreich sein können.
 

Zum Glück gibt es noch verantwortungsvolle Freizeit- und Sportreiter, denen das Wohl des Pferdes am Herzen liegt. Klar wird, dass der Tierschutz auf dieser Ebene noch sehr viel zu tun hat.

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Kommentare (12)
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22.07.2011
FriedaRockt hat geschrieben:
Ich muss ebenfalls da mal ein Wörtchen zu sagen. Klar, gibt es im Turniersport Tierquälerei, aber man sollte das nicht gleich auf alles und jeden zurück führen. Es ist nicht nur im Spring- oder Rennsport sondern überall. Ich würde sogar glatt sagen, dass manche Turnierpferde im Gegensatz zu anderen Pferden wenigstens ein Leben haben. Man hört schließlich oft genug von irgendwelchen Pferdehaltern die sich ihre Pferde dann nur als Deko oder so halten und total verrötten lassen. Wenn man sich mal Janne-Frederike Meyer oder Meredith Michaels Beerbaum anschaut, wie die ihre Pferde abgöttlisch lieben und wieviel Spaß die Pferde an der Arbeit haben und wie die Gas geben wenn sie in der Ehrenrunde mitreiten oder einen Applaus bekommen, geht einen doch das Herz auf. FN hat sich in den letzten Jahren viel für das Wohl der Tiere eingesetzt, aber man muss immer noch sagen, dass es große Lücken gibt. Ich reite selbst Turniere mit meinen beiden Pferden und sie haben Spaß dabei. Natürlich gibt es immernoch solche Menschen die ihre Pferde als Sportmaschine sehen und nicht als Freund und Partner, aber den Turniersport grundsätzlich in den Dreck zu ziehen geht doch zu weit, oder nicht? Und noch mal zu den Sporen und scharfe Gebisse...Ist beides keines wegs schlecht, man muss nur wissen wie man damit umgeht und den waren Verwendungszweck dafür wissen. Ich reite ebenfalls mit Sporen und meine Pferde haben damit kein Problem oder wurden krank oder so. Zum Gebiss muss man noch sagen, dass man das oft bei ganz bestimmten Pferden nimmt. Meine ehemalige Stute musste ich anfangs mit einem Kandarrengebiss reiten, weil die sowas von unberechen bar war. Natürlich nur unter Aufsicht meiner Reitlehrerin, aber nach einem halben Jahr konnte ich mit der schon mit der schon gebisslos oder mit einfachem Wassergebiss ins Gelände gehen. Wieder wird das in diesem Beitrag ziemlich verallgemeinert und man fühlt sich gleich immer ein bisschen schlecht, nur weil man auch Turniere reitet oder Sporen benutzt. Dabei gibt es doch immermehr Reiter, denen das Wohl ihrer Partner am wichtigstens ist.
22.06.2011
JesusFreak hat geschrieben:
nicht alle turnier-pferd-leben sind so, eine Klassenkameradin von mir reitet Turniere und sie hat viele bilder von ihrem Pferd auf dem Handy und darauf sieht es echt habby aus und ich hab mal einen Bericht über ein Turnierpferd das sehr klein ist (155 cm) und mit freude 150cm hohe hindernisse überspringt und dazwischen noch so ca. 5cm Platz hat zu diesem Thema kann man sehr viele Bespiele aufzählen, aber natürlich werden viele Pferde gequält um bessere Leistungen zu vollbringen!!!
30.04.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Obwohl der Unterschied zwischen Western und Klassisch auf Turnieren wahrscheinlich nicht besonders groß ist, was die Behandlung betrifft. Ich war mal als Helferin auf zwei Westernturnieren ( reite auch Western ) und da sieht man auch die Unterschiede...da waren welche, da habe ich mich ehrlich gefragt, warum die überhaupt zugelassen werden- abgesehen davon, dass man sich schämen sollte eine solche Schau mit seinem Pferd abzuziehen ( das Drama hat sich auf dem Abreiteplatz abgespielt...und die Prüfung später war dann auch nicht so der Brüller...). Mir tun die Pferde einfach wahnsinnig leid, wenn sie so schlechte Besitzer haben. Allerdings ist das eher unabhängig vom Truniersport und auch von der Reitweise. Das ist ein allgemeines Problem, auch was andere Tiere betrifft. Eben ein Fall für den Tierschutz...
29.04.2011
LaLoba hat geschrieben:
Das ist nun aber nicht ueberall so. Kommt eben auf den Reiter an. Ich bin auf westernreiten umgestiegen, weil ich diese Reitweise als viel tierfreundlicher und besser verstaendlich fuer das Pferd empfinde.
29.04.2011
vogelgezwitscher hat geschrieben:
Alle Reiter/innen die sagen, dass man das nicht generell sagen. Ich habe ja auch gesagt, dass es zum glück immer noch genug verantwortungsvolle Reiter gibt.
29.04.2011
BackToNature hat geschrieben:
Ich bin selbst Reiterin und sehe das Thema daher vermutlich nicht ganz objektiv, aber reiten grundsätzlich als schlecht abzutun geht mir zu weit! Das aktive Barren sowie die vorherige Behandlung mit Chemikalien ist illegal! Leider gibt es immer wieder Leute, die ihre Pferde trotzdem mit fragwürdigen Trainingsmethoden zur Hochleistung zwingen! Diese Leute sollten aber gar nicht in die Nähe von Tieren gelangen. Egal ob Hase, Hund oder Katze: Ich denke diese Leute werden kein Tier artgerecht oder fair behandelt! Wer im Turniersport Erfolg haben möchte, braucht ein Pferd, das wenigstens etwas Spaß an der Arbeit hat! Man bedenke ein Pferd ist immer stärker als der Mensch, und wenn es nicht will und gezwungen wird (mit welchen Mitteln auch immer) ist das nicht erfolgsversprechend. Ich denke es kann mit viel Geduld und Fürsorge Liebe und Vertrauen zwischen einem Tier seinem Besitzer entstehen! Schwarze Schafe, die die Verantwortung nicht übernehmen können, gibt es überall! Genauso wie es Pferde gibt, die am Sport Spaß haben und ein glückliches Leben führen.
28.04.2011
Carolein hat geschrieben:
wenn ich solche berichte lese weiß ich warum ich ganz entspannt in der freizeit reite - wenn möglich ohne gebiss. denn gerade solche menschen wie in deinem bericht beschrieben tuen genau das nicht, was diesen sport ausmacht - sich auf eine andere persönlichkeit einlassen und lernen diese zu verstehehn. ich selbst kenne jedoch leider auch gut genug was du in deinem bericht beschreibst, da wir mit einigen pferden von unserem hof zu kleinen ponyrennen gehen. WIR machen das tatsächlich nur zum spaß, aber diesen spaß man nicht bei allen ponys die antreten. sogar auf kleinen 'dorfrennen' werden einige ponys mit bestimmten futtermitteln gedoped und sehen auch sonst total abgemagert aus. schlimmer sind jedoch die eltern der reiter, die nach den rennen teilweise aufeinander losgehen wie furien, das ist echt nicht schön. da hab ich lieber mein pferd etwas zu rund, als dass man von außen die rippen zählen kann.
28.04.2011
Saida hat geschrieben:
Ich finde man sollte kein Tier für solche Zwecke benutzen. Obwohl jetzt manche Reiter wahrscheinlich mit dem Argument kommen: "Aber den Tieren geht es doch gut und das tut gar nicht weh!" Aber wenn wir mal ganz ehrlich sind; hat jedes Lebewesen ein Recht auf seine eigenen Bedürfnisse. Wenn dieses Tier aber geritten wird und nicht selbst bestimmen kann wann es welche Tätigkeit ausübt dann ist das meiner Meinung nach Beeinträchtigung der Freiheit. Denn leider können Tiere uns nicht sagen ob sie Lust dazu haben oder nicht. Und wer weiß ob es die Tiere nach einiger Zeit nicht für Zwecklos halten sich zu wehren.
28.04.2011
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Gelöschtes Mitglied hat geschrieben:
Ein wichtiges Thema, das viel zu selten angesprochen wird.
Allerdings muss differenziert werden. Der Titel scheint mir daher etwas zu allgemein, denn nicht jedes Turnierpferd führt ein trauriges Leben.
Ich selber reite keine Turniere, jedoch Turnierpferde und kann nur sagen, dass es auch Pferde gibt, die freudig auf den Hänger galoppieren, wenns aufs Turnier geht.
Andere werden zunächst teuer erstanden, so geritten, dass sie bald nicht mehr turniertauglich sind und schließlich endet ihr oft junges Leben beim Schlachter, da es viel zu zeitaufwändig wäre, diese Pferd wieder reitbar zu machen.
28.04.2011
Bienenkoenigin hat geschrieben:
Ich selber habe auch schon solche schlimmen Erfahrungen auf einem Hof, auf dem ich mehere Jahre geritten bin miterlebt. Viele schlimme, ich könnte darüber Romane schreiben, aber ich werd mir mal ein Beispiel rauspicken ;)
als kleines Mädchen, so etwa 9 Jahre alt, begann ich ganz begeistert Reitunterricht zu nehmen. Reiter werden wohl schnell merken, wie falsch ich dort unterrichtet wurde... reiten bestand dort nur aus rechten Zügel ziehen, linken Zügel ziehen, beiden Zügeln ziehen, Beine in den Bauch schlagen und Gerte auf den Arsch hauen. Ich will mich jetzt nicht als Messias darstellen, aber das gewaltätige gefiel mir einfach nciht und so war ich nicht ganz so erfolgreich, wenn meine Reitlererin mal wieder so abgenervt war, weil die Pferde,die nur deren Umgang gewohnt waren und nicht meinen "lieben", das machten was sie wollten, musste ich oft absteigen. Meine Reitlehrin hat sich auf mein pferd gesetzt, beide Zügel in eine Hand genommen, gezogen und hinten so oft mit der gerte auf den Arsch geschlagen, bis das pferd aus dem stand im wildengalopp durch die bahn gerannt ist und trotzdem hat sie nicht aufgehört das pferd zu schlagen! Das Pferd hat nartührlich gebuckelt und dafür hat es dann noch einen schlag bekommen.. und immer so weiter... bis sie irgendwann genug hatte und an den Zügeln gezogen hat, sodass das Pferd aus dem vollen Galopp stehen blieb und ich wieder aufsteigen konnte! Ich hab diese Frau NIE verstanden und ich war wirklich froh, als ich den Hof verlassen konnte. Doch erst nach einigen Jahren, wo ich gelernt habe, wie man wirklich reitet und das da mehr als ziehen und schlagen dazugehört ist mir bewusst geworden, was das für ein HORROR_HOF war.
28.04.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Auch wenn es kein WWF - relevantes Thema ist muss ich doch mal was dazu sagen als Reiterin ;-)
Ich selbst weigere mich nämlich auch, auf Turniere zu gehen, aus verschiedenen Gründen. Es läuft viel falsch, da gebe ich dir recht!
Allerdings würde ich den Gebrauch von scharfen Gebissen und Sporen nicht so über den Kamm scheren und sagen: Ist schlecht. Es kommt auf die Dosierung an, bei welchem Pferd man das gebraucht und vor allem WIE. Bei einem sensiblen Pferd und einer weichen Reiterhand kann ein "scharfes" Gebiss sehr toll sein. Es kommt also auf den Gebrauch an. Genauso, wie man mit einem Messer jemanden erstechen kann oder ein schönes Kunstwerk schnitzen :-) Aber deswegen ist ein Messer an sich ja nicht verwerflich. Falls Du verstehst, was ich meine.
28.04.2011
Pandaholicc hat geschrieben:
Ich hab mir noch nie Gedanken darüber gemacht, da Pferde nicht unbedingt meine Lieblingstiere sind, aber was hier gespielt wird, ist mal wieder typisch Mensch.
Erinnert mich stark an den ein oder anderen Zirkus: Schöne Show fürs Publikum und viel Profit für die Verantwortlichen, aber viel Schmerz und Leid für die Tiere.
Danke für den Bericht.
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