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© Alexei Ebel / WWF-Canon
Wasserraub - Gefährliche Vergeudung


von RichardParker
11.08.2015
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Hallo meine Lieben,

ich lese in letzter Zeit leider eher weniger, aber gestern habe ich mir den neuen Spiegel genommen, weil mir das Titelthema doch sehr interessant schien. Der rücksichts- und gedankenlose Raub des kostbarsten Gutes der Erde, dem Wasser.

Es ist wichtiger als Erdöl, es ist nicht ersetzbar, durch erneuerbare Energien. Der blaue Planet, wenn man aus dem All drauf schaut, dabei sind nur etwa 2 Prozent des gesamten Wassers Süßwasser und das wird auf jede nur erdenkliche Weise ausgebeutet.

Brasilien sagt man nach, dass es das wasserreichste Land der Welt sei und trotzdem hat Sao Paulo beispielsweise große Schwierigkeiten die Menschen mit sauberen Grund- und Trinkwasser zu versorgen. Wo man doch immer davon ausgegangen ist, dass Brasilien nie Wasserprobleme haben wird. Das liegt wohl im Auge des Betrachters. Die vielen Bäche und Flüsse des Landes dienen der Entsorgung von Müll, Chemikalien und Fäkalien. Trotzdem wird Wasser als Heiligtum gehuldigt, wie als hätte es etwas Göttliches an sich.

„Wir behandeln unser Wasser als Heiligtum, aber wir übernehmen keine Verantwortung für seine Bewahrung“, formulierte es die Direktorin einer brasilianischen Umweltschutzorganisation.

 


Verschmutzter Rio Tietê, einer der Flüsse, die unweit von Sao Paulo fließen.

„Der Fluss ist tot“, sagen Anwohner. Zwischen Mai und August muss in Pirapora do bom Jesus jedes Jahr der Umweltnotstand ausgerufen werden. Der Pegel des Rio Tietê sinkt und die Konzentration der Restbestände von Chemikalien, wie steigt an. Überall ist ein beißender Geruch wahrnehmbar.

Aber nicht nur Brasiliens Umgang mit Wasser ist fragwürdig, sondern auch ein europäisches Land hat in seiner Wasserverwendung etwas zu verbergen: Spanien. Seit das Land der EU angehört, wird hier die bewässerte Landwirtschaft gefördert. Das „rote Gold“, Erdbeeren, haben sich als echte Geldquelle erwiesen.

Aber in die Bewässerung der Plantagen fließen jährliche unglaubliche Mengen an Wasser. 20 Millionen Kubikmeter Wasser – so viel wie in 8000 olympische Schwimmbäder passt. Über 2000 Hektar Wald wurden dafür schon gerodet. Außerdem existieren nach Angaben des WWF rund eine halbe Million illegale Brunnen, die das Grundwasser anzapfen, um die Bewässerung der Plantagen noch bewerkstelligen zu können.

Dieses Becken 8000 Mal...

Das Wasserproblem ist längst kein Problem mehr, um das wir Deutschen uns keine Gedanken zu machen brauchen. Spanien, Kalifornien, Bolivien, viele afrikanische Länder, alle haben sie um Wasser zu kämpfen, es werden bereits Kriege geführt und Deutschland könnte durchaus zur Verbesserung beitragen.


Dadurch dass wir beispielsweise spanische Erdbeeren kaufen fördern wir indirekt den Bestand des Wasserraubs durch illegale Brunnen. Wenn wir Deutschen mehr „virtuelles Wasser“, also das Wasser in Früchten beispielsweise mehr in wasserarme Länder exportieren würden, würden wir die natürlichen Wasserressourcen des anderen Landes mehr schonen.

Auch in der Bewässerungstechnik lässt sich einiges machen. In diesem Bereich ist Israel Vorreiter für viele andere Länder. Kein Land recycelt so viel Wasser. Die Recyclingquote bei rund 86 Prozent. Die Regierung gründete eine internationale Wasserbehörde. Die Idee der Tröpfchenbewässerung stammt ebenfalls aus Israel. Außerdem steht hier die größte Entsalzungsanlage der Welt. Israel zeigt, wie man mit beschränkten Wasservorräten viele Menschen versorgen kann.

Aber Israel ist auch ein warnendes Beispiel, zu einem sinnvollen und rücksichtsvollen Umgang gehören nämlich auch immer Regierende die Wasser genügend wertschätzen und sich für eine effiziente Nutzung und Bewahrung einsetzen.

Ohne Wasser sind wir verloren, wir müssen nicht nur hoffen, wir müssen jetzt handeln.

 

Text- und Informationsquelle:

33. Ausgabe DER SPIEGEL vom 8.08.2015, Seiten 8-16

 

Bildquellen:

Titelbild: © iStock / Getty Images

http://files.golden-green.webnode.com/200000017-096a70a64d/Resources_water_earth.jpg

http://meioambientesjp.no.comunidades.net/rio-tiete-poluido

http://www.lessentiel.lu/de/sport/story/23080218

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Kommentare (2)
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18.08.2015
Laura619 hat geschrieben:
Danke für diesen aufrüttelnden Bericht, ich finde es auch schlimm, wie viel Wasser täglich weltweit verschwendet wird.... Wir kaufen immer nur lokale Erdbeeren, ich wünschte, das würden mehr Menschen tun... Allgemein sollte der Umgang mit dem kostbarsten Gut unserer Erde ein anderer sein!
12.08.2015
Line hat geschrieben:
eine unglaubliche Reportage, die mir das Thema erstmals näher gebracht hat und wirklich erschreckende Fakten beinhaltet: durst.zdf.de
Danke für den Bericht!
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